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TEST Lenovo/IBM Thinkpad T43p
Mobile Workstation für teures Geld
von Ronald Tiefenthäler am Do, 18.08.2005



Robuster LCD-Deckel, aber knarzende Gehäusematerialien
Das IBM-typisch komplett schwarze Thinkpad T43p kommt mit einem Gewicht von rund 2,7 Kilogramm daher. Mit seinen Abmessungen von 32,0 x 3,6 bis 3,7 x 26,9 Zentimetern ist das Thinkpad T43p zudem ziemlich kompakt geraten. Während der LCD-Deckel mit seiner hohen mechanischen Stabilität eine beruhigende Robustheit ausstrahlt, enttäuschen die Geräteober- und -unterschale durch eine ungewohnt geringe Verwindungssteifigkeit, wenn man den Standard anderer IBM-Notebooks anlegt. Beim LCD-Deckel findet sich zudem ein haptisch sehr angenehmer weicher Materialüberzug, beim Chassis selbst herrscht dagegen Plastiktristesse vor. Unangenehm fallen die trocken und praktisch bei jedem Anfassen hörbaren Knarzgeräusche auf. Ob beim Neigen und

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM Thinkpad T43p: Der robuste LCD-Deckel macht einen guten Eindruck.
Kippen des LCDs oder beim Auflegen der Hände auf die Handballenauflage zum Schreiben, eine akustische Rückmeldung des Thinkpad T43p erfolgt prompt. Schade, denn bisher war IBM einer der wenigen Hersteller, der absolut verwindungssteife, bestens verarbeitete Notebooks anbot. Dass es sich bei unserem T43p um ein „Montagsgerät“ handelt, können wir natürlich nicht mit Sicherheit ausschließen.

Die Tastatur des Thinkpad T43p macht auf den ersten Blick einen sehr stabilen Eindruck. Aber bereits nach den ersten Tippversuchen macht sich auch hier Ernüchterung breit. Die Tasten sitzen für ein Premium-Notebook von rund dreieinhalbtausend Euro nämlich ziemlich locker auf der Unterkonstruktion. Akustisch äußert sich das in einem leicht scheppernden Betätigungsgeräusch, das auch schon bei leichten Berührungen auftritt. Besonders die Enter-Taste wackelt merklich und erzeugt bei Betätigung ein klackendes, störendes Anschlaggeräusch. Der Tastenanschlag selbst ist zwar recht straff, aber doch gefällig. Das haptische Schreibgefühl selbst sollte auch Vielschreiber zufrieden stellen, allerdings dürfte das laute Tastengeräusch wohl den einen oder anderen Zeitgenossen stören.


Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Die Tasten sind in logischen Blöcken hervorgehoben.
Lenovo hat beim Thinkpad T43p die Funktions- und Sondertasten zu so genannten „logischen Blöcken“ gruppiert. Durch eine dunkelgraue Tastenfarbe heben sich diese von den übrigen schwarzen Buchstabentasten gut ab und vereinfachen die Bedienung. Auch beim Thinkpad T43p findet der Anwender das ThinkVantage-Design vor. Zu diesem auf leichte Nutzbarkeit und Anwenderfreundlichkeit hin optimierten Bedienungskonzept zählen neben der mittig im oberen LCD-Rahmen angeordneten Tastaturbeleuchtung (ThinkLight Keyboard Light) auch zusätzliche Tasten für die Soundkontrolle und der Access IBM-Button, mit dem das Hilfesystem mit seinen durchdachten Assistenten gestartet wird.

Zum schnellen und präzisen Navigieren mit dem Mauszeiger verfügt das Thinkpad T43p neben einem sehr gut ansprechenden Touchpad auch über einen etwas zäh reagierenden Trackpointer, mit dem sich aber ebenfalls sehr genau navigieren lässt. Oberhalb der Touchpad-Fläche finden sich drei Trackpoint-Tasten, unterhalb die beiden Touchpad-Tasten. Sowohl die Touchpad-Tasten als auch die Trackpoint-Pendants arbeiten angenehm leise, bei intensiver Nutzung stören aber die deutlich vernehmbaren Knarzgeräusche des Kunststoffchassis.


Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Das Touchpad hat immer noch Referenzniveau.
Bei der Verarbeitungsqualität des Thinkpad T43p bleiben ein paar Wünsche offen. Unterm Strich sollte man vor allem angesichts des hohen Preises von rund dreieinhalbtausend Euro ein solider verarbeitetes Chassis erwarten können. Die auf Dauer ziemlich störenden Knarzgeräusche unterminieren nämlich nachhaltig den Eindruck eines hochwertigen Arbeitsgerätes. Die Tastatur bietet ein haptisch angenehmes Schreibgefühl, könnte aber durchaus etwas weniger geräuschvoll arbeiten. An Touchpad und TrackPoint gibt es soweit nichts zu bemängeln.

Hohe Leistung der Kernkomponenten
Das Thinkpad T43p bietet bei einem Kampfgewicht von nur 2,7 Kilogramm geballte Rechenpower. Neben Intels aktuellem Alviso-Chipsatz i915PM nutzt das leistungsstärkste T43p-Modell einen Intel Pentium M 760. Dieser Prozessor sprintet mit 2,0 GHz Taktfrequenz und profitiert von einem 2 MByte großen Second-Level-Cache und 533er FSB. Nur die (noch) in geringer Stückzahl lieferbaren CPUs M 770 und 780 haben noch mehr Leistung. Mit 1.024 MByte Kapazität ist der

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM Thinkpad T43p: Wer Arbeitsspeicher nachrüsten will...

Bild: Notebookjournal.de/RT
...wird mit dem problemlos zugänglichen RAM-Schacht keine Probleme haben.
Hauptspeicher des Thinkpad T43p recht üppig ausgefallen. Wer trotzdem noch mehr RAM reinpacken will, findet dafür einen zusätzlichen freien RAM-Slot an der leicht zugänglichen Geräteunterseite.

Als mobile Workstation braucht das Thinkpad T43p natürlich eine hinsichtlich OpenGL (Open Graphics Library) optimierte Grafikkarte. Im T43p arbeitet daher eine ATi Mobility FireGL V3200 mit 128 MByte eigenem Video-RAM. Die FireGL V3200 rangiert dabei mit vier parallelen Pixelpipelines und zwei parallelen Geometrieeinheiten innerhalb ATIs FireGL-Modellreihe im Einsteigerbereich. Dennoch ist selbst der Einsatz sehr anspruchsvoller grafikintensiver Anwendungen wie Catia von Dassault Systemes, Unigraphics von EDS, Softimage XSI und Softimage 3D von Softimage möglich, da die Treiber der FireGL-Serie von allen führenden CAD- (Computer Aided Design; computergestütztes Design), AEC- (Architecture, Engineering & Construction; Architektur, Technik und Konstruktion), DCC- (Digital Content Creation; Erstellung digitaler Inhalte) und GIS-Softwareanbietern (Geologic Information Systems; geologische Informationssysteme) zertifiziert sind. Das

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Lenovo/IBM Thinkpad T43p: Ausreichend schnell, aber klein - die Festplatte.
bedeutet im Klartext, dass diverse Softwarehersteller ihre Produkte auf spezielle Grafikkarten wie ATIs FireGL oder Nvidias Quadro optimieren und so auch noch das letzte bisschen Performance aus den Grafikboliden herauskitzeln. Aus dem gleichen Grund liefern übrigens diverse, auf PC-Technik basierende Spielekonsolen so gute Ergebnisse, obwohl sie in Sachen Hardware jedem halbwegs vernünftigen PC klar unterlegen sind. Dennoch sehen typische Spiele mindestens so gut aus wie auf dem PC – und das resultiert eben aus der Optimierung der Software auf die Hardware. Ein ähnliches Prinzip findet eben im Workstation-Bereich Anwendung, das der FireGL ihre normalen Chips überlegen Leistung ermöglicht.

Gerade Ingenieure, Konstrukteure und Animatoren arbeiten aber im Profibereich oft mit zwei oder mehr Bildschirmen im Dual- oder Multi-Screen-Modus. Hierfür unterstützt die ATI Fire GL V3200 auch nativ zwei DVI-I-Anschlüsse für jede

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM Thinkpad T43p: Das Matshita-Laufwerk hat Medienprobleme.
Kombination von digitalen Flachbildschirmen und VGA-Monitoren. Leider hat das Thinkpad T43p aber keinen DVI-Port integriert – qualitativ hochwertige externe Monitore und Displays für den Zweischirmbetrieb können also nur über einen ordinären VGA-Anschluss benutzt werden. Spätestens jetzt wird jeder Profi abwinken, als ausschließlich Basis für eine Grafikworkstation scheidet das T43p damit schon aus. Niemand, der ernsthaft an einem 24- oder 30-Zoll-Bildschirm mit Auflösungen von 1.920 x 1.440 Pixeln und mehr arbeitet, wird ein solches Monster mit einem VGA-Signal ansteuern. Eigentlich unverständlich, dass Lenovo/IBM nicht gleich die für den definierten Einsatzbereich beste Lösung anbietet.

Als Festplatte integriert das Thinkpad T43p eine agile Hitachi Travelstar 7K60, die bei einer Rotationsgeschwindigkeit von 7.200 U/min für gute Transferleistungen in den Testreihen sorgt. Die 60 GByte fassende und mit 8 MByte Cache bestückte Festplatte reiht sich leistungsmäßig im oberen Drittel ein. Bei den Leistungsmessungen zeigt sich aber eine mit zunehmendem Füllungsgrad recht kräftige Abnahme der Datentransferleistung. Immerhin attestiert unser Dateitransfertest für den 4,37 GByte großen Datenmix rund 11 MByte/s Transferleistung. SiSofts Sandra Drive-Index spuckt sogar satte 18.565 KB/s aus.

Beim optischen Laufwerk hat sich Lenovo für einen 2,4fach DVD-Brenner des Typs Matshita UJ-822S entschieden. Die Matshita-Serie (Panasonic/Matsushita) UJ-8xx hat mittlerweile in Anwenderkreisen negative Berühmtheit erlangt. Die Matshita UJ-8xx gelten als recht langsam und sehr wählerisch bei den CD-/DVD-Medien sowie als schlecht

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Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Nur zwei USB-Ports - her mit der Docking Station.

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Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Ein VGA-Out ist vorhanden, DVI fehlt aber.
mit Firmware-Upgrades versorgt. Zwar gönnt das UJ-822S dem T43p-Anwender auch eine 2fache Brenn- und Lesegeschwindigkeit für DVD-RAMs, im Kurztest lieferte das UJ-822S aber erwartungsgemäß nur einen spürbar niedrigeren durchschnittlichen Transferwert von 2.880,69 KByte/s. Noch viel wichtiger erscheint aber auch beim UJ-822S die Versorgung mit Firmware-Upgrades. Für das optische Laufwerk ist auf den Herstellerseiten von Panasonic kein Support nichts zu finden, hier ist der Hersteller in der Pflicht. Bleibt zu hoffen, dass Lenovo auch für dieses Brennlaufwerk künftig fortlaufend Upgrades anbietet.

Bei einem als mobile Workstation konzipierten Notebook sollte man hinsichtlich des Lüftergeräusches und der Temperaturentwicklung immer bedenken, dass hier eine möglichst hohe Grafik- und Rechenleistung Vorfahrt vor

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Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Verbraucht im Leerlauf mit knapp 30 Watt wenig Strom.
niedrigem Betriebsgeräusch hat. Beim Temperaturverhalten zeigt sich das Lenovo Thinkpad T43p aber dennoch von seiner Schokoladenseite. Auch beim Rendern rechenintensivster 3D-Modelle unter Volllast bewahrt das T43p ein kühles Chassis, die Erwärmung bleibt bei 20 bis 23 Grad Lufttemperatur in unseren Tests sehr gering. Der Lüfter läuft erwartungsgemäß auch im Idle-Modus ohne Benutzeraktivität immer mit. Das Lüftergeräusch stört bei normalem Tageslärmpegel und wenig grafik- oder rechenintensiven Büroarbeiten wenig. Beim Arbeiten in diversen 3D-Applikationen erhöht der Lüfter aber deutlich vernehmbar sein Geräuschniveau. Unter Volllast verschafft sich der kleine Lüfter dann lautstark Gehör, um die gewaltige Abwärme der leistungsstarken Komponenten souverän aus dem engen Notebookgehäuse zu befördern. Wer also das Thinkpad T43p bestimmungsgemäß als mobile Workstation nutzen möchte, wird mit einem höheren Lüftergeräusch leben müssen. Ein Leisetreter ist das Notebook – zumindest in der uns vorliegenden Bestückung – jedenfalls nicht.

Zusammenfassend zeigt das Thinkpad T43p bei den allgemeinen Tests eine sehr hohe Performance. Trotz des geringen Gewichts von 2,7 Kilogramm steckt in dem T43p eine hohe Rechenleistung und eine ansprechende OpenGL-3D-Power. Die

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Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Nicht schlecht - mehr als 2,5 Stunden Akkulaufzeit.
Leistungswerte der Festplatte sind gut, dürften aber für eine mobile Workstation ruhig einen Tick höher ausfallen. Der nicht unproblematische DVD-Brenner Matsitha passt dagegen nicht so recht zu einem Profi-Notebook dieser Preisklasse.

Berücksichtigt man die Leistungsfähigkeit des Thinkpad-Notebooks, so kann man mit der gemessenen Akkulaufzeit von rund 2 Stunden 45 Minuten absolut zufrieden sein. Wer aber auch auf Geschäftsreisen abseits der Steckdose intensiv am T43p arbeiten will, nimmt besser gleich einen zweiten Akku als Zusatzstromversorgung mit. Mancher Anwender wird sich mit dem Lüftergeräusch des T43p nicht anfreunden können. Bei einer solch kostspieligen Investition sollte man sich daher also unbedingt vor dem Kauf die Geräuschentwicklung einmal live bei Händler vor Ort anhören.

OpenGL oder Direct3D?
OpenGL (Open Graphics Library) wurde einst aus dem von Silicon Graphics (SGI) lancierten IRIS GL als eine Spezifikation für ein plattform- und programmiersprachenunabhängiges API (Application Programming Interface) zur Entwicklung von 3D-Computergrafik entwickelt. Der OpenGL-Standard beschreibt über 200 Befehle, die eine

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Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Grob wirkendes Design, aber Kraft ohne Ende.
realitätsnahe Darstellung komplexer 3D-Szenen in Echtzeit erlauben. Die Schirmherrschaft über die OpenGL-Spezifikationen hat das im Jahre 1992 gebildete OpenGL Architecture Review Board (ARB) übernommen. Dieses unabhängige Konsortium setzt sich derzeit aus den Hauptmitgliedern 3Dlabs, Apple, ATI, Dell Computer, IBM, Intel, Nvidia, SGI und Sun Microsystems zusammen, die Konformitätstests und die weitere Entwicklung von OpenGL vorantreiben. Eine weitere Organisation, das OpenGL Performance Characterization-Komitee (SPECopc) hingegen organisiert, erstellt und verwaltet die offiziellen OpenGL-Benchmarks SPECviewperf und SPECapc.

Während noch vor wenigen Jahren OpenGL aufgrund seiner Plattformunabhängigkeit nicht nur im professionellen Workstation-Bereich sondern auch bei der 3D-Spieleentwicklung als genereller 3D-Standard führend war, ist ihm nun vor allem im absatzstarken Bereich der Computerspiele in den letzten Jahren mit Microsofts Direct3D ein echter Verdrängungsgegner erwachsen. Da hilft es auch nichts, dass das ARB mit der Version OpenGL 2.0 auch die OpenGL Shading Language (GLSL) in den Standard mit aufgenommen hat. Mit GLSL ist es möglich, nicht nur vordefinierte Funktionen der Grafikkarten zu nutzen, sondern auch eigene und herstellerunabhängige Programme (Shader) direkt auf der Grafikkarte ausführen zu lassen.

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Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Die Abluft kommt links raus, das gibt heiße Hände.
Trotz der Anstrengungen des ARB ist Microsofts Direct3D mittlerweile im Massenmarkt der Computer-3D-Spiele führend. Aber auch Anwendungen wie beispielsweise Autodesks 3ds Max 8, einer nach eigenen Aussagen des Herstellers führenden Applikation im Bereich der 3D-Animation für Spieleentwicklung, Designvisulisierung und Visuelle Effekte unterstützt mittlerweile voll DirectX 9.0c und nennt die OpenGL-Unterstützung nur noch optional.

Die starke Unterstützung von Direct3D hat uns bewogen das Thinkpad T43p gegen zwei andere aktuelle Notebooks mit schnellen Spielegrafikkarten von ATI und Nvidia sowohl mit OpenGL- als auch mit Direct3D-Tests antreten zu lassen, um zu sehen, wie sich die Direct3D optimierten Modelle im Vergleich zum OpenGL-optimierten Thinkpad T43p schlagen. Als Referenzgeräte mit Direct3D Notebookgrafikkarten stellte uns freundlicher Weise die Firmen Fujitsu Siemens Computers (FSC) und Asus zwei Testgeräte länger als üblich zur Verfügung. So konnten wir die beiden leistungsstarken Geräte (das FSC Amilo M3438G hat eine Nvidia Geforce Go 6800, das Asus A6VA (Q025H) verfügt über eine ATI Mobility Radeon X700) mit ins Rennen schicken.

OpenGL- und Direct3D-Tests
Zuerst dürfen die drei Notebooks Asus A6VA (Q025H), FSC Amilo M3438G und Lenovo Thinkpad T43p ihre OpenGL-Grafikleistung beim statischen Test SPECviewperf 8.1

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Leistung im prozentualen Gesamtvergleich.
der SPECopc unter Beweis stellen. Hierfür lassen wir den Test jeweils in den Treibereinstellungen Optimale Qualität und Optimale Leistung laufen. Die Ergebnisse sind wenig verblüffend, erwarten wir doch von der OpenGL optimierten ATI FireGL V3200 gerade unter den reinrassigen OpenGL-Tests ein deutliches Leistungsplus. Der SPECviewperf 8.1 testet als Applikationsmix folgende Anwendungen: 3ds max (3dsmax-03), Catia (catia-01), EnSight (ensight-02), Lightscape (light-07), Maya (maya-01), Pro/Engineer (proe-03), SolidWorks (sw-01) und Unigraphics (ugs-04).

Das OpenGL optimierte Thinkpad T43p kann beim SPECViewperf 8.1 und Treibereinstellung Hohe (Optimale) Qualität im Vergleich zum Asus A6VA mit X700-Grafik beim EnSight-Teiltest ein Performanceplus von 43,5 Prozent einfahren. Fast drei Mal so schnell zeigt sich das Thinkpad T43p beim Maya-Test. Das Amilo M3438G mit Nvidias GeForce Go 6800 erweist sich da schon als härterer Gegner. Das leistungsstarke M3438G gönnt dem Thinkpad T43p bei EnSight gerade einmal 6,7 und bei Autodesks 3ds Max ebenfalls nur 7,5 Prozentpunkte Vorsprung. Bei Maya ist das Thinkpad T43p aber immerhin praktisch doppelt so schnell wie das M3438G, beim sehr treiberspezifischen OpenGL-Unigraphics-Test ist das T43p dann fast dreieinhalbmal so flott unterwegs.

In der Treibereinstellung Hohe (Optimale) Leistung kann auch das Asus A6VA bei EnSight mit nur 22,6 Prozent Differenz zum Thinkpad T43p Boden gutmachen, fällt aber bei den übrigen Tests erwartungsgemäß weit zurück. Das Amilo M3438G schlägt hingegen das Thinkpad T43p beim 3ds-Max- und EnSight-Teiltest sogar knapp und ist 7,1 respektive 6,1 Prozent schneller. Bei SolidWorks kann sich das Thinkpad

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Ergebnisse im SPECviewperf 8.1, optimale Qualität.

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Ergebnisse im SPECviewperf 8.1, optimale Leistung.
T43p aber mit 9,9 Prozent wieder einen kleinen Vorsprung heraus arbeiten. Bei Maya zieht das Thinkpad T43p dann mit 61,9 Prozent Vorsprung davon.Auch im Unigraphics-Teilbench ist das Thinkpad T43p wieder mehr als dreimal so schnell wie das Amilo M3438G. Beim Asus A6VA mit ATi Mobility Radeon X700 verweigert der Unigraphics-Teilbench dagegen komplett den Dienst.

Als Abgrenzung lassen wir ebenfalls noch die SPECViewperf7.1.1-Suite auf allen Geräten mit beiden Treibereinstellungen laufen. Zusätzlich installieren wir noch populäre und aktuelle Demoversionen von Autodesks 3ds Max 7, Maxons Cinema 4d (Release 9.1) und Alias' Maya 6, um zu sehen wie sich das Thinkpad T43p und die beiden anderen Notebooks bei nicht ganz so speziellen Anwendungen verhalten.

Beim SPECViewperf7.1.1 erhalten wir ein äquivalentes Leistungsbild wie beim Nachfolger. Wenn es um hohe Grafikqualität geht, liegt das Thinkpad T43p beim 3ds Max-Abschnitt knapp vorne. Wenn die Treibereinstellungen auf hohe Leistung abgeändert werden heißt der Sieger in diesem Abschnitt aber Amilo M3438G. Bei den übrigen Testpunkten des SPECViewperf7.1.1 fährt das Thinkpad T43p den beiden anderen Notebooks wieder auf und davon. Dem Asus A6VA bleibt in diesem starken Testfeld nur der dritte Platz.

Zur Ehrenrettung des A6VA darf man aber ruhig anführen, dass unser Asus A6VA ja auch nur mit einer 1,73 GHz schnellen CPU, 512 MByte RAM und einer nicht so performanten Festplatte ausgestattet ist. Und: Das schnelle Thinkpad T43p ist immerhin rund drei Mal so teuer wie das preiswerte A6VA.

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Ergebnisse im SPECviewperf 7.1.1, optimale Qualität.

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Ergebnisse im SPECviewperf 7.1.1, optimale Leistung.
Zieht man diese Fakten in die Betrachtung mit ein, muss sich das Asus A6VA also keineswegs vor den beiden anderen Notebookboliden verstecken. Allerdings muss auch klar gesagt werden, dass sich das Thinkpad T43p bei reinrassigen OpenGL-Anwendungen doch sehr eindrucksvoll von den beiden anderen Notebooks absetzen kann. Dieser Unterschied wird umso auffälliger, je spezieller die OpenGL-Anwendung ist. Hier dürften die speziell optimierten Treiber in Verbindung mit der ATI Mobility FireGL V3200 echten Mehrwert bieten. Zudem darf nicht vergessen werden, dass es „zertifizierte Grafikkarten-Treiber“, die auch eine Lauffähigkeit bei den teilweise sehr speziellen Grafikprogrammen garantieren, nur für die OpenGL-Grafikkarten gibt.

Bei der aus Zeitgründen recht kurzen Praxisüberprüfung der „Real Life“-Grafikleistung mit den oben genannten echten Anwendungsprogrammen bildet sich ein leicht anderes Testergebnis ab. Das FSC Amilo M3438G liegt wohl auch dank seines Festplatten-RAID-Systems bei der Geschwindigkeit im Laden und Rendern von recht anspruchsvollen Beispieldateien bei Autodesks 3ds Max 7 und Maxons Cinema 4d deutlich vor den beiden anderen Notebooks, dafür hat das Thinkpad T43p bei Alias' Maya-6-Demo subjektiv die Nase vorne. Aber auch das Asus A6VA arbeitet mit allen drei Grafikapplikationen tadellos und lässt kommodes Arbeiten zu.

Der professionelle Grafikanwender mit sehr hohem Leistungsanspruch wird wohl etwas von der fühlbaren Gesamtleistung des teuren Thinkpad T43p enttäuscht sein. Seine OpenGL-Optimierung verschafft dem T43p zumindest bei diesen Applikationen keinen so deutlichen Leistungsvorsprung, wie es Preis und Werbung vermuten lassen. Die Domäne des Thinkpad T43p scheint also in der Tat ausschließlich bei Programmen wie Catia, Lightscape, Maya,

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Ergebnisse im Cinebench 2003.
Pro/Engineer, Unigraphics sowie weiteren der zahlreichen Spezialanwendungen zu liegen. Immerhin nennt Lenovo für das Thinkpad T43p eine erkleckliche Anzahl von Independent Software Vendors (ISV, unabhängige Softwareanbieter), für deren Programme die Grafikkartentreiber „zertifiziert“ wurden.

Beim Cinebench2003 von Maxon, der derzeit immer noch als einfacher „Eignungstest“ für Cinema 4d (Release 9.1) auf der Herstellerseite verfügbar ist, liegen die drei Notebooks recht nahe bei einander. Im Shading mit Hilfe der internen Cinema 4D-eigenen Engine (Button "C4D Shading") GFX C4D und beim Teiltest OpenGL mit Hilfe der Cinema 4D-internen Beleuchtungsfunktionen (Button "OpenGL SW-L") OGL SL liegt das Amilo M3438G leicht vor dem Thinkpad T43p, das Asus A6VA dahinter. Beim Test der Hardware-seitig eingebauten Beleuchtungsfunktionen der Grafikkarte selbst (Button "OpenGL HW-L") OGL HL liegt das Thinkpad T43p an der Spitze, gefolgt vom M3438G und A6VA. Praktisch gesehen lassen sich aber subjektiv bei diesem Test keine eklatanten Unterschiede zwischen den Probanden feststellen.

Da wir ja unsere Notebooktests für ein recht breites Publikum und nicht speziell für CAD/AEC-Profis anlegen, wollen wir als letzten Testpunkt unserer umfangreichen Grafiktests die drei Power-Notebooks noch den üblichen Direct3D-Benchmark-Parcour durchlaufen lassen. Natürlich erwarten wir hier vom Thinkpad T43p nicht die gleichen eindrucksvollen Leistungen wie auf der OpenGL-Teststrecke, aber sehen wollen wir das Leistungsverhalten schon. Erwartungsgemäß zeigt sich hier das Amilo M3438G ganz als Platzhirsch und verteidigt sein Revier mit eindrucksvollen Leistungswerten. Sowohl bei Futuremarks 3DMark2001, -03 und -05, als auch beim Aquamark3 kann dem M3438G keines der beiden anderen Notebooks mit ATI-Grafikkarten das Wasser

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Diverse Direct3D-Tests, optimale Qualität.

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Diverse Direct3D-Tests, optimale Leistung.
reichen. Fast doppelt so hohe Ergebnisse als das Asus A6VA und einen über drei Mal so hohen Gesamtpunkteindex als das Thinkpad T43p – das ist schon eindeutig.

Unterm Strich können wir also festhalten, dass das Thinkpad T43p seine Grafik-Vorzüge umso deutlicher ausspielen kann, je spezieller und konsequenter die Software OpenGL nutzt. Hinzu kommt, dass das Thinkpad T43p für eine Fülle von Profi-Anwendungen zertifiziert ist. Nicht ganz ins Bild einer mobilen Profi-Workstation passt in diesem Zusammenhang aber der fehlende DVI-Port zum Anschluss hochwertiger externer Monitore. Bei den Direct3D-Tests schlägt sich das Thinkpad T43p ebenfalls wacker, kann aber naturgemäß mit den für diese Bereiche optimierten anderen beiden Notebooks nicht Schritt halten.

Hoch auflösendes 15-Zoll-Display mit 1.600 x 1.200 Bildpunkten
Das Thinkpad T43p integriert ein 15-Zoll-Display, das mit einer Auflösung von 1.600 x 1.200 Pixeln (UXGA) im 4:3-Format eine sehr hohe Auflösung bietet. Das UXGA-LCD

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Das Display löst mit 1600 x 1200 Pixeln auf.
spiegelt zwar recht wenig, bietet aber beim Betrachtungskomfort ein inhomogen ausgeleuchtetes Bild, das in der rechten unteren Bildschirmecke zusätzlich eine starke sichtbare Abschattung aufweist. Bei schwarzen Hintergründen wirkt das starke und fleckige Durchscheinen der Hintergrundbeleuchtung gar nicht Profi-like. Bei weißem Bildhintergrund stört dagegen ein horizontaler Helligkeitsabfall von links nach rechts, der von einer zunehmenden gelblichen Farbverfälschung begleitet wird. Beim Betrachten unserer Referenzfotos gefällt aber die satte Farbbrillanz des Thinkpad T43p, aber leider bleibt ein leichter Gelbstich im rechten Bildschirmbereich sichtbar. Die Blickwinkelabhängigkeit ist hingegen zumindest horizontal gut gelungen, erreicht aber vertikal bestenfalls Mittelklasseniveau. Beim rein subjektiven Betrachtungstest kommt keine rechte Begeisterung für das LCD des Thinkpad T43p auf.

Während das Display des T43p im Netzbetrieb mit einer durchschnittlichen Leuchtdichte von 136,6 cd/m² noch ausreichend hell ist, fällt die Grundhelligkeit bei Akkubetrieb stark ab. Als durchschnittlichen Wert messen wir bei unserer 9-Zonen-Leuchtdichtemessung trotz voll

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Das Display ist vom robusten Deckel gut geschützt.
aufgefahrener Helligkeitsregler nur magere 82,8 cd/m². Im Netzbetrieb zeigt unsere Leuchtdichtemessung einen Helligkeitsunterschied vom rechten mittleren Messsegment des Displays zum mittleren unteren Segment von 31,4 Prozent. Im Akkubetrieb hatte das linke mittlere Bildsegment mit nur 71,5 cd/m² einen „rabenschwarzen Tag“. Der Helligkeitsunterschied zwischen hellstem und dunkelstem Bereich bei Akkulast betrug rund 34 Prozent. In der subjektiven Betrachtung fällt diese Fleckigkeit deutlicher auf.

Insgesamt hinterlässt das Display des Thinkpad T43p keinen guten Gesamteindruck. Der zwar hoch auflösende, aber fleckige und unsauber ausgeleuchtete LCD passt nicht zu einer mobilen Workstation für anspruchsvolle Gestaltungs-Profis. Denn gerade Ingenieure, Konstrukteure und Animatoren sind hinsichtlich der Monitorqualität eine der wählerischsten Zielgruppen überhaupt.

Gelungene Systemtools, gute Kommunikationsausstattung, aber magere Schnittstellen
Auch das Thinkpad T43p ist mit einer Kombination aus integriertem Fingerabdruck-Sensor und Embedded Security-Subsystem als voll funktionsfähige Biometrie-Lösung ausgestattet. Dank des Fingerprint-Sensors auf der rechten Handballenauflage gehört das Eintippen von Passwörtern nach kurzer Einrichtung des Systems der Vergangenheit an. Zudem lassen sich beim Thinkpad T43p dank zahlreicher Tools wie der Thinkpad Konfiguration, das

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM ThinkPad T43p: Dank Fingerprint-Reader bequem und sicher bedienbar.
eine umfangreiche Zusammenstellung aller Systemparameter bietet, schnell Leistungs- und Energiesparoptionen einstellen. Durchdachte Assistenten, sinnvolle und automatisch einspringende Hilfen und ein kinderleicht durchzuführendes Recovery von der Festplatte runden die Seite der gelungenen Systemtools absolut positiv ab.

Bei der Kommunikation zeigt sich das Thinkpad T43p als Vollprofi. Wireless LAN ist mit Intels Pro/Wireless 2915ABG an Bord. Durch Unterstützung aller drei gängigen IEEE802.11-Standards ist somit eine problemlose WLAN-Kommunikation rund um den Globus garantiert. Leider lässt sich das WLAN-Modul nicht bequem und schnell durch einen zusätzlichen Hardware-Schalter an-und abschalten. Neben Wireless LAN bietet das Thinkpad T43p aber auch kabellose Bluetooth- und Infrarotunterstützung an, die drahtlose Verbindung zu multimedialen Peripheriegeräten wie PDAs, Handys und Headsets gerät so zum Kinderspiel. In kabelgebundene Netzstrukturen daheim oder im Büro kann - entsprechend schnelle Gegenstellen vorausgesetzt - dank integriertem Gigabit-LAN ein sattes Geschwindigkeitsplus erreicht werden.

Die vorhandenen Schnittstellen des Thinkpad T43p sind unserer Meinung nach aber etwas zu spartanisch geraten. Neben den üblichen beiden Sound- und Modem-/LAN-Ports findet

Bild: Notebookjournal.de/RT
Lenovo/IBM Thinkpad T43p: Der Trackpoint soll das Touchpad nicht ersetzen.
sich nur noch eine VGA-Schnittstelle, ein S-Video-Port und gerade einmal zwei USB-Buchsen. Eindeutig zu wenig, wenn man ordentlich Peripherie an die Workstation anflanschen will. Wer das vorhat, sollte sich gleich eine der großen IBM-Docking-Stationen zulegen.

Auf das ThinkVantage-Design mit anwenderfreundlichem Bedienungskonzept muss der Anwender aber nicht verzichten. Die obligatorische Tastaturbeleuchtung (ThinkLight Keyboard Light) ist natürlich mit dabei und einen stabilen WLAN-Betrieb garantiert die im LCD-Rahmen platzierte Antenne (UltraConnect Wireless Antenna).




 


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Kategorie:
Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll

Testergebnis
Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll
Lenovo/IBM Thinkpad T43p
sehr gut
Test vom 01.12.2005



PRO KONTRA

geringes Gewicht,kompakte Abmessungen
UXGA-Display (1600 x 1200 Pixel)
hochwertiger LCD-Deckel
geringe Erwärmung
Fingerprint-Reader mit Sicherheitssystem
durchdachtes ThinkVantage-Design (Tools, Bedienelemente, Assistenten)
sehr hohe OpenGL-Grafikleistung
umfassende ISV-Zertifizierung für Grafikkartentreiber
hohe Qualität von Touchpad und Padtasten
Bluetooth an Bord
sehr hoher Preis
knarzendes Kunststoffgehäuse
Tastatur etwas laut, größere Tasten klappern
permanent laufender Lüfter, bei hoher Leistungsabgabe laut
geringe Displayhelligkeit im Akkubetrieb
inhomogene LCD-Ausleuchtung mit Gelbstich
für Grafikprofis fehlt ein DVI-Anschluss
langsamer Matshita-DVD-Brenner mit heikler Medienkompatibilität
spartanisches Schnittstellenangebot



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