Lenovo/IBM Thinkpad X41: Die Gehäusematerialien vermitteln Qualität pur.
im gewohnt IBM-typisch schwarzem Design und mit stabiler Verarbeitung. Unser Test-Notebook beinhaltete auch eine Docking-Station, in die unter anderem ein Combo-Laufwerk eingebaut ist. Neben Gigabit–LAN finden sich auch WLAN und Bluetooth an Bord des X41.
Lenovo präsentiert das rund 1,45 Kilogramm leichte und mattschwarze Thinkpad X41 in gewohnt stabiler IBM-Qualität. Der nur 26,8 x 2,4 bis 3,0 x 23,9 Zentimeter messende Winzling besticht durch eine hochwertige und sehr verwindungssteife Hülle aus einer Magnesiumlegierung. Der LCD-Deckel und die Gehäuseschale wirken wie aus einem Guss und vermitteln hohe mechanische Stabilität. Die Gehäuseteile sind mit einem haptisch sehr angenehmen weichen Material überzogen, das aber wegen der rauen Struktur etwas mehr Putzarbeit beim Reinigen verlangt. Knarzgeräusche wird der Anwender beim Thinkpad X41 nur bei extremer Verwindung der Gesamtkonstruktion zu hören bekommen.
Die Tastatur des Thinkpad X41 punktet im Klassenvergleich durch sehr stabile Tasten mit großzügig bemessener Materialdicke. Der Tastenanschlag ist spitze, die Tastatur
Lenovo/IBM Thinkpad X41: Die Tastatur hat Referenzcharakter.
biegt sich praktisch nicht durch. Das Schreibgefühl selbst gerät trotz der verkleinerten Tastatur zum fühlbaren Tippgenuss. Die Anordnung der Tasten ist aber gewöhnungsbedürftig, da Lenovo verschiedene Zeichen-, Funktions- und Sondertasten unüblich platziert hat - ein Tribut an die kleine Bauform. Ein Schmankerl ist die amberfarbene und blendfreie Mini-LED an der Unterseite des oberen LCD-Rahmens, die via Fn+PgUp-Taste ein- und ausgeschaltet werden kann. Mit ihrem Licht findet der Anwender auch ohne Umgebungslicht zielsicher die Tasten. Ein Touchpad hat das Thinkpad X41 leider nicht. Dafür integriert es einen etwas zäh reagierenden Trackpoint, mit dem sich sehr präzise navigieren lässt. An der Stelle, bei der auf anderen Notebooks das Touchpad zu finden ist, präsentiert das Thinkpad X41 drei Trackpoint-Tasten. Diese Tasten sind angenehm leise und IBM-typisch stabil.
Die Verarbeitungsqualität des kleinen Thinkpad X41 begeistert, speziell die Tastatur hat Referenzniveau. Das fehlende Touchpad werden wohl einige Anwender trotz präzisen Trackpoint vermissen.
Lenovo/IBM Thinkpad X41: Beindruckend, was in das kleine Gehäuse reinpasst.
Mit dem Thinkpad X41 lassen sich tägliche Büroarbeiten auch bequem auf Reisen erledigen, ohne dabei einschneidende Abstriche bei der Geschwindigkeit hinnehmen zu müssen. Unser Testgerät basiert auf Intels aktuellem Alviso-Chipsatz Intel i915GM und nutzt einen Pentium M 758 Low Voltage. Dieser Strom sparende Prozessor hat 1,5 GHz Taktfrequenz, 2 MByte Second-Level-Cache und einen 400er FSB. Der 512 MByte große und unter der Tastatur verbaute Hauptspeicher reicht für gängige Office-Anwendungen locker aus. Ein zusätzlicher RAM-Slot an der leicht zugänglichen Geräteunterseite bleibt für RAM-Aufrüstungen frei.
Der im Chipsatz integrierte Grafikkern Intel GMA 900 belegt einen Teil des Arbeitsspeichers und reicht für gängige
Lenovo/IBM Thinkpad X41: Die integrierte GMA-900-Grafik schlägt sich wacker.
Standardanwendungen völlig aus. Für aktuelle 3D-Spiele ist er natürlich nicht geeignet. Allerdings ist er leistungsfähiger als seine Vorgänger, der Intel Extreme Graphics 2, der beispielsweise noch im Sony Vaio VGN-T2XP/S werkelt. Im 3DMark03 erreichte das Thinkpad X41 maximal 776 Punkte, beim 3DMark2001SE (3.3.0) aber immerhin 3.489 Punkte. Der X41-Besitzer kann sich also durchaus noch mit älteren PC-Spielen die Zeit vertreiben.
Dank der Strom sparenden Kernkomponenten hält sich das X41 bei der Temperatur- und Geräuschentwicklung angenehm zurück. Lediglich bei höherer Leistungsabfrage und schräger Positionierung des Notebooks erhöht der Lüfter hörbar sein Arbeitsgeräusch, dann allerdings mit einem leicht metallischen, klackernden Unterton.
Als Festplatte integriert das Thinkpad X41 eine behäbige Hitachi Travelstar C4K60-60, die bei einer Rotationsgeschwindigkeit 4.200 U/min gemütlich ihre Runden dreht. In Sachen Transferleistung reiht sich die mit 2 MByte
Hitachi Travelstar C4K60-60: Kein Rennpferd, aber praktisch unhörbar und leicht.
Cache bestückte Festplatte leistungsmäßig im unteren Leistungsdrittel dieser Notebookklasse ein. Für das optische Laufwerk hat Lenovo keinen Platz mehr im Gehäuse des Thinkpad X41 gefunden. Der Anwender muss also, ähnlich wie beim Dell Latitude D410, auf ein internes optisches Laufwerk verzichten. In der mitgelieferten Docking-Station findet sich aber ein ultraflaches Combo-Laufwerk, das beim Transfertest mit unserer Testdateien-DVD (4,37 GByte Datenvolumen) immerhin 3,1 MByte/s auf die Festplatte überträgt. Das Laufgeräusch bleibt dabei sehr ruhig, beim Positionieren stört aber ein lautes Fiepen. Das Laufwerk kann auch gegen einen Weightsaver ausgetauscht werden, um noch ein paar Gramm Transportgewicht zu sparen.
Unterm Strich bietet das Thinkpad Thinkpad X41 eine durchaus ansprechende Komponentenleistung, vor allem, wenn man Größe und Gewicht des Notebooks berücksichtigt,. Beim X41 liegt der Fokus ganz klar auf einem hohen Mobilitätsfaktor und nicht auf Bahn brechender Performance. Zudem erweist sich der leichte Kleine mit gemessenen 310 Minuten Akkulaufzeit als echter Dauerläufer. Mit über 5 Stunden Betriebszeit fernab der Steckdose lässt sich unterwegs schon ordentlich arbeiten.
Sicherheitsmerkmale und gelungene Systemtools
Laut Lenovo gehört das Thinkpad X41 zu den derzeit sichersten Notebooks auf dem Markt. Auf jeden Fall bietet
Lenovo/IBM Thinkpad X41: Starkes Sicherheitssystem per Fingerabdruck.
das Thinkpad X41 mit einer Kombination aus integriertem Fingerabdruck-Sensor und Embedded Security-Subsystem eine voll funktionsfähige Biometrie-Lösung an. Der Fingerprint-Sensor ist in der Mitte der Handballenauflage und unterhalb der drei Trackpoint-Tasten positioniert. Das Eintippen von Passwörtern kann nach Einrichtung des Fingerprint-Systems getrost vergessen werden. Hierfür legt der Anwender zuerst einen neuen Pass an und trägt einen neuen Fingerabdruck ein. Danach wird festgelegt, welche und wie viele Fingerabdrücke hinterlegt werden sollen. Für jeden anzulegenden Fingerabdruck fordert das Thinkpad X41 dann ein dreimaliges Überstreichen des Fingerprint-Sensor mit dem entsprechenden Finger. Bei erfolgreichem dreimaligen Vergleich erscheint über dem eingetragenen Fingerabdruck ein roter Punkt. Danach können weitere Fingerprints eingetragen werden. So ist es theoretisch auch möglich, ein X41 mehreren Nutzern zugänglich zu machen.
Die Biometrieabfrage kann entweder sofort nach dem Einschalten (Power-On) oder auch nur für das Anmelden beim
Lenovo/IBM Thinkpad X41: Selbstverteidigung mit Biometrieabfrage.
Betriebssystem durchgeführt werden. Beide Optionen können aber auch kombiniert werden, um die Systemsicherheit weiter zu erhöhen. Unter Einstellungen ist bei Anmeldeeinstellungen noch eine entsprechende Auswahl zu treffen, dann sind die neuen Einstellungen nach dem nächsten Reboot wirksam. Zudem bietet das Thinkpad X41 durch viele nützliche und ausgereifte System-Tools echten Mehrwert bei der Benutzung. So lässt sich beispielsweise mit dem Tool Thinkpad Konfiguration, das eine umfangreiche Zusammenstellung aller Systemparameter bietet, eine bequeme und skalierbare Einstellung der Leistungs- und Energiesparoptionen durchführen. Andere Beispiele sind durchdachte Assistenten, sinnvolle und automatisch einspringende Hilfen und ein kinderleicht durchzuführendes Recovery von der Festplatte aus. Viele dieser Funktionen lassen sich durch einen einzigen Druck auf die Access IBM-Taste abrufen.
Lenovo/IBM Thinkpad X41: Ein gutes Display für alltägliche Office-Arbeiten.
Das ultraleichte Thinkpad X41 integriert ein subjektiv homogen ausgeleuchtetes 12,1-Zoll-Display, das mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln (XGA) im 4:3-Format mit dem Display des Dell Latitude D410 vergleichbar ist. Bei schwarzen Hintergründen stört zwar eine extreme Helligkeitszunahme von oben nach unten, beim Betrachten der bunten Referenzfotos fällt diese Helligkeitszunahme aber weniger auf. Hier kann dem kleinen LCD durchaus eine ziemlich neutrale Farbwiedergabe bescheinigt werden. Obwohl die Farbbrillanz beim X41-Panel weniger stark ausgeprägt ist, überzeugt das Thinkpad X41 bei den subjektiven Betrachtungstests mit guten Allroundeigenschaften.
Lenovo/IBM Thinkpad X41: Der LCD-Rahmen ist sehr verwindungssteif und stabil.
Bei unserer 9-Zonen-Leuchtdichtemessung im Testlabor zeigte das Thinkpad X41 einen Helligkeitsunterschied von der unteren Mitte des Displays zur rechten oberen Bildecke von 25,8 bei Netz- und 19,5 Prozent bei Akkubetrieb. In der subjektiven Betrachtung fällt diese vergleichsweise geringe Abweichung auf Grund der geringen Abmessungen des 12,1-Zöllers naturgemäß noch weniger auf. Bei voller Helligkeit und mit Netzstromversorgung ermittelten wir eine durchschnittliche Helligkeit von 124,2 cd/m², die im Akkubetrieb mit einem Durchschnitt von 81,3 cd/m² verhältnismäßig stark abfällt. Als echtes Manko sehen wir hingegen das starke Durchscheinen der Hintergrundbeleuchtung bei schwarzem Hintergrund an.
Insgesamt bietet das Thinkpad X41 ein gutes Display für alltägliche Office-Arbeiten, das sich aber nicht gerade für anspruchsvolle Multimediaanwendungen empfiehlt.
Docking-Station, Kommunikation und ThinkVantage-Design
Das Thinkpad X41 macht den Anwender in Sachen kabellose Kommunikation auch ohne Docking-Station glücklich. Wireless
Lenovo/IBM Thinkpad X41: Links das Intel Pro/Wireless 2915ABG für Wireless LAN.
LAN wird durch Intels Pro/Wireless 2915ABG realisiert, die durch Unterstützung aller drei gebräuchlichen IEEE802.11-Standards eine problemlose WLAN- Kommunikation rund um den Globus garantiert. Obwohl hierzulande und in Übersee die schnelleren b- und g-Standards triumphiert haben, findet man beispielsweise in den USA oft noch WLAN-Infrastruktur nach dem 802.11a-Standard. Neben dem WLAN bietet das Thinkpad X41 auch kabellose Bluetooth- und Infrarotunterstützung an, was die Kommunikation mit multimedialen Peripheriegeräten wie PDAs, Handys und Headsets erlaubt. Kabelgebunden verbucht das X41 dank integriertem Gigabit-LAN bei entsprechender Infrastruktur ein sattes Geschwindigkeitsplus.
Die mitgelieferte Docking-Station UltraBase erweitert die bereits vorhandenen Schnittstellen des Thinkpad X41 um einen PS/2-Anschluss und jeweils einen seriellen und parallelen Datenport. Beim einfachen Einsetzen des Thinkpad
Lenovo/IBM Thinkpad X41: Die UltraBase hat auch zusätzliche Schnittstellen.
X41 in die Docking-Station werden zwar einige Anschlüsse konstruktionsbedingt verdeckt, diese stellt aber die Rückseite der Docking-Station wieder zur Verfügung. Nach erfolgreichem Aufpflanzen des Thinkpad X41 auf die UltraBase zählt man statt zwei nun sogar vier USB-2.0-Schnittstellen. Auf der linken Seite findet sich das Ultrabay-Combo-Laufwerk, das bei Bedarf durch einen besonders flachen Ultrabay-Akku für längere und zusätzliche Akkulaufzeit oder durch einen simplen Weightsaver ersetzt werden kann. Dank eines Schlossmechanismus kann das Thinkpad X41 zudem auf der UltraBay verriegelt werden, was eine unbeabsichtigte Trennung von Notebook und Docking-Station verhindert.
Besonders stolz ist Lenovo auf das sogenannte ThinkVantage-Design, das dank zahlreicher Funktions- und Zusatztasten dem Anwender des Thinkpad X41 eine sehr schnelle und zweckmäßige Bedienung ermöglicht. Zu diesem auf
Lenovo/IBM Thinkpad X41: Docking-Station mit Combo-Laufwerk.
leichte Nutzbarkeit und Anwenderfreundlichkeit hin optimierten Bedienungskonzept zählen neben der bereits genannten Tastaturbeleuchtung (ThinkLight Keyboard Light) auch zusätzliche Tasten für die Soundkontrolle und der Access IBM-Button, mit dem das Lenovo/IBM-Hilfesystem gestartet wird. Als zusätzliche Funktionstasten (Fn) fallen besonders die mit einem kleinen Ordnersymbol versehenen Navigationstasten für den Internetbrowser und der via Fn+Leertaste abrufbare Bildschirm-Vollzoom-Modus auf. Das ThinkVantage-Design beinhaltet auch eine WLAN-Antenne (UltraConnect Wireless Antenna) im linken oberen LCD-Rahmen, die für optimale Sende – und Empfangsleistung des integrierten Wireless-LAN-Moduls sorgt.
Praxismeinungen
Arnd von Wedemeyer (Geschäftsführer)
Das Tastaturlayout ist doch etwas gewöhnungsbedürftig: Die links oben über F1 sitzende ESC-Taste finden meine Finger nicht auf Anhieb. Statt dessen öffne ich jetzt regelmäßig die Online-Hilfe. Auch die teilweise sehr kleinen
Lenovo/IBM Thinkpad X41: Zeitlos elegant und nie aus der Mode - ein IBM.
„Außentasten" wie Backspace, Enter, Cursor und Tabulator stoßen nicht sofort auf Begeisterung. Toll ist aber die unbestritten hervorragende Qualität der Tastatur. Ein wunderbares Anschlagverhalten, kein zu langer Hub, aber dennoch eindeutig ohne zu prellen oder zu klappern. Wunderbar, was IBM da dem Vielschreiber offeriert. Von allen Notebooks, die ich je in Fingern hatte, konnte in der Tastaturqualität bislang keines mit IBM mithalten.
Auch die ganzen Wizards gefallen mir gut. So lassen sich zum Beispiel ganz leicht Displays- oder Profile für verschiedene Netzwerkkonfigurationen (Büro, zuhause, Schwiegereltern ...) erstellen, um optimal für alle Arbeits- und Präsentationszwecke vorbereitet zu sein. Ebenso einfach lässt sich der Fingerabdrucksensor einstellen. Damit entfällt das Merken und Ändern von Windows-Passworten und ein einfacher Scan reicht, um sich einzuloggen. Sehr, sehr schön!
Das sehr gleichmäßig ausgeleuchtet wirkende Display ist von der Helligkeit her befriedigend. Es ist nicht mit Sony´s X-Black oder ähnlichen Technologien vergleichbar, spiegelt aber auch erheblich weniger. Letztlich wahrscheinlich eine Frage von Geschmack oder Gewohnheit.
Lenovo/IBM Thinkpad X41: Zeigt sich in der Röhre hartnäckig rutschfest.
Der eingebaute Lüfter ist sehr leise und unaufdringlich und springt auch selten an. Die Handballenauflagen werden warm, aber nicht heiß. Für mich subjektiv gerade eben noch angenehm.
Das Notebook selber wird mit einer kleinen Dockingstation geliefert, die alle wichtigen Standardanschlüsse beinhaltet. Nur: Mal wieder kein DVI! Für mich als Anwender ein absolutes K.O.-Kriterium, da die Ansteuerung von Displays ab 19" über den VGA-Ausgang von Notebooks ein sehr verwaschenes Bild erzeugt. Schade, IBM ... Sonst wäre ich wohl schwach geworden!
Denn der tolle Qualitätseindruck und das durchdachte Desgin von IBM-Geräten gefällt mir immer wieder ausnehmend gut.
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