Bei der Tastatur stellen die ThinkPads ohne mit der Wimper zu zucken Anspruch auf den Thron. Wer einmal auf diesem Keyboard tippt, kann das auch nachvollziehen. Kurzer Hub, knackiger Druckpunkt, optimaler Seitenhalt und ausreichend große Tasten. Hinzu kommt ein Flüssigkeitsauslass auf der Unterseite, der ein bedrohliches Wasserglas mühelos entwaffnet. Über das ThinkLight kann die Tastatur bei unzureichenden Lichtverhältnissen beleuchtet werden.
Das geriffelte Touchpad reagiert präzise auf einen oder mehrere Finger und verfügt über gute Gleiteigenschaften. Die dazugehörigen Tasten haben einen mittellangen Hub und einen deutlichen Druckpunkt. Zum UltraNav gehört natürlich auch der TrackPoint, der rote Punkt in der Mitte der Tastatur. Hiermit lässt sich schneller navigieren. Die drei Maustasten funktionieren gleichermaßen Gut, wie der Rest der Tasten und Schalter und lassen keinen Raum für Beanstandungen.
Display und Mobilität
Den größten Vorteil gegenüber dem T420 streicht das T410 beim Display ein. Das matte TN-Panel ist bei diesem Modell noch im 16:10 Format, welches wesentlich Office-tauglicher ist – Unterschiede machen sich bei HD+ vs. WSXGA+ nicht bemerkbar, wohl aber in niedrigeren Auflösungen. Das WSXGA+ Display (1440 x 900 Pixel) leuchtet mit durchschnittlich 201,5 cd/m² und ist dank der matten Beschichtung auch eingeschränkt im Freien verwendbar. Der Kontrast von 129:1 ist allerdings inakzeptabel niedrig und wird Multimedia-Enthusiasten abschrecken. Die Blickwinkelstabilität des Kontrasts ist vertikal ab 20° eingeschränkt.
Mit 2.450 Gramm ist das T410 nur unwesentlich leichter als manches 15-Zoll Notebook. Dafür kommt es aber mit einem riesigen 9-Zellen Akku mit unglaublichen 106 Wh daher, welcher auf der Rückseite übersteht. Entsprechend fällt auch die Laufzeit im Akkubetrieb aus. Die Ergebnisse des BatteryEater Tests sind zuerst enttäuschend: 136 Minuten im Classic-Modus sind für den großen Akku viel zu wenig. Nachdem das Bordmittel „ThinkVantage System Update 4.0“ das System aktualisiert hat, verlängert sich die Laufzeit im Reader Test auf 3:36 Stunden, was ein guter Wert ist. In der Praxis sind etwa 3-4 Stunden (Internet, Office) bei voller Helligkeit und aktiviertem WLAN möglich.
Die Lautstärkekulisse ist sowohl im Idle als auch unter Volllast angenehm niedrig (ca. 29 dB(A)). Selbiges trifft auch auf die Temperaturentwicklung im Idle zu, wo der höchste gemessene Wert 32,2°C beträgt. Selbst unter Last wird es nur im Bereich um den Lüfterauslass sehr warm, alle andere Bereiche bleiben angenehm kühl.
Obwohl das Gerät nicht mit Nvidias Optimus Technologie ausgeliefert wird, ist diese Switchable-Graphic-Lösung per Softwareupdate verfügbar. Leider gelingt es mir nicht das Update zum Laufen zu bringen - es wird nur die Nvidia NVS 3100M erkannt. Dieses Problem scheint aber weit verbreitet zu sein und mangels einer Stellungnahme von Lenovo bleibt den Besitzern bislang keine weitere Möglichkeit.
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Lenovo ThinkPad T410
"Aktuelle Note: gut"
Die aktuelle Note des Lenovo ThinkPad T410 wurde am 26.05.2013 errechnet.