Eines muss man den Designern der Thinkpads lassen: Sie legen die größtmögliche Konstanz aller Notebookgestalter an den Tag. Ein Thinkpad sieht seit zehn Jahren aus wie ein Thinkpad – technische Neuerungen unter der Haube haben keinen Einfluss auf das klassische schwarze Gehäuse. Designtrends setzt Lenovo/IBM mit den Notebooks sicherlich nicht und viele Käufer finden das Design langweilig und einfallslos. Das ändert jedoch nichts an der exzellenten Verarbeitung der Geräte.
Auch das getestete T60 mit dem 15-Zoll-Display (Auflösung: 1024 x 768 Pixel) gibt sich hier keine Blöße. Der Kunststoff des Gehäuses ist sehr robust und sehr gut verarbeitet. Es gibt keine Spalten, wo keine sein sollen und es klappert und quietscht auch nichts. Die Displayscharniere und der Öffnungsmechanismus tun ihr Übriges, um den Eindruck von Solidität zu untermauern.
Von außen unsichtbar ist der Metallrahmen, in dem die wichtigsten Komponenten wie Festplatte oder Mainboard sitzen. Er schützt die empfindlichen Teile bei Stürzen – mag das Gehäuse beim Aufprall auf dem Boden auch platzen, die Komponenten dürften noch funktionieren, so dass im Extremfall sogar weiter gearbeitet werden kann. Dank des aktiven Festplattenschutzes parkt die Platte den Schreib-/Lesekopf sofort, wenn das Gehäuse erschüttert wird.
Diesen Aufwand wissen Geschäftskunden, für die das Notebook ein unverzichtbares Werkzeug ist, eher zu schätzen als Privatkunden. Und dass Thinkpads rein auf den Businessmarkt abzielen, unterstreicht nicht zuletzt das Vertriebskonzept: Es gibt die Geräte nicht in einschlägigen Elektrogroßmärkten, sondern nur bei Systemhäusern oder Fachhändlern.