Apple durch den Kakao ziehen - Lenovos neue Spezialität. Über die Vergleichswerbung zwischen
MacBook Air und
X300 konnten viele Notebook-Fans schmunzeln. Selbst die Apple-User nahmen es mit Humor. Wie auch im Lenovo-Spot haben wir in unserem Testbericht zum leichtesten Apfel die Anschlussvielfalt bemängelt. Ein Arbeiten ohne USB-Hub oder Bildschirmadapter war nicht möglich.
Ausstattung:
- Intel Core-2-Duo
L7100 (1,2 GHz)
-
2 GByte DDR2-RAM
- Intel GMA X3100
-
64 GByte SSD-Festplatte
- Windows Vista Business
Das Lenovo X300 will all das bieten, was dem
MacBook Air vorbehalten blieb. Außerdem will es für eine längere Akkulaufzeit sorgen und trotzdem gut abgemessen daherkommen. Äußerlich wirkt das Gerät eher schlicht und unspektakulär. Ein
ThinkPad Design, wie wir es erwartet haben. Über Jahre konnte sich diese Formlinie beweisen. Die bekannt gute Verarbeitung hält auch beim X300 an, lediglich der
Akku sitzt ein wenig
locker im Gehäuse.
Schon bei leichtem Überstreifen des Gehäuses fällt dem Benutzer die
gummierte Oberfläche auf. Schlecht nur für die anstehenden heißen Tage. Das Gerät
heizt somit schneller
auf.
Die Tastatur ist der perfekte
Schreibmaschinen-Ersatz. Kein Nachfedern und ein
guter Druckpunkt standen auf der Prioritätenliste des Herstellers. Die Tasten wirken etwas rutschig, vielleicht hätte man hier besser die gummierte Struktur verwenden sollen. Nach dem Business-Lunch im örtlichen McDonalds ist eine Benutzung mit Fettfingern nicht ratsam.
Bei einem 13,3-Zoll Gerät wie dem X300 kommt dem Office-User nur Eines in den Sinn -
Platzmangel. Die Verarbeitung der Sondertasten und das Layout des Keyboards wirken
vollkommen überladen. In die letzen Ecke konnte man noch Lautstärkenregler quetschen. Die Größe der Handballenauflage wird dadurch nicht eingeschränkt, das Touchpad muss jedoch für das Trackpad Platz machen.
Die Redaktion konnte sich mit der dadurch entstehenden
Eingabeeinschränkung nicht anfreunden und griff lieber zum angesprochenen Trackpad beziehungsweise zu einer externen Maus.
Ein weiterer Schock für alle Musik-Freunde, die auch im Büro oder in Meetings mal den einen oder anderen Song in die Runde werfen wollen -
Lautsprecher in direkter Konfrontation auf der
Handballenauflage.
Bei großen 17-Zoll-Geräten kann man mit dieser Soundlösung vielleicht umgehen, bei einem Subnotebook wie dem X300 wird jedoch die komplette Handballenauflage für die eigenen Hände in Anspruch genommen. Dabei wird eine klare Musikwiedergabe natürlich nicht unterstützt. Man hätte mit einem besseren Tastatur-Design gegensteuern können.