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TEST Lenovo Z61m
Was solides fürs Büro
von Daniel Wodniczak am Fr, 22.09.2006



Flotte CPU, lahme Grafik

Bild: Notebookjournal.de
Das Z61m seitlich
Im Inneren des Z61m werkelt eine Intel Core Duo T2300e CPU mit 1,66 GHz und einem 667 MHz FSB. Damit hat das Centrino-Laptop genug Power für alle gängigen Anwendungen und kommt auch bei simultaner Ausführung mehrerer Programme kaum ins Schwitzen.

Aktuelle Spiele sind hingegen aufgrund der on-Board-Grafik und des als Grafikspeicher genutzten, langsameren Hauptspeichers nur eingeschränkt möglich. Auch der Audio-Chipsatz kommt - wie der Grafikchip - von Intel. Aus zwei seitlich neben der Tastatur angebrachten Boxen liefert er einen soliden Sound, der für die musikalische Begleitung bei der Arbeit taugt. Bei der DVD-Wiedergabe reißen die Speaker aber leider keinen vom Hocker.

Die Eingabegeräte sind Spitzenklasse
Beim Thema Eingabegeräte kann das Laptop voll und ganz punkten. Nicht nur die sehr gut verarbeitete Tastatur und ein Touchpad mit zwei Tasten stehen zur Verfügung, sondern auch ein bestens funktionierender Trackpoint mit nochmals drei ergonomisch positionierten Tasten.

Zusätzlich gibt es eine Tastaturbeleuchtung oberhalb des Displays, dank der man auch im Dunkeln noch alle Buchstaben zielsicher findet. Außerdem hat Lenovo Schnell-Tasten für die Lautstärkeregelung und den Direktzugang zur ThinkVantage Software installiert. Ein besonderes Highlight stellt der Fingerabdrucksensor dar. Dank ihm kann sich der Nutzer in Zukunft das lästige Merken von Passworten sparen und sich schnell und zuverlässig per Fingerschwenk anmelden.

Fazit: Für wen eignet sich das Gerät?
Die Verarbeitung ist – bis auf die Ausnahme der merkwürdigen CD-Konstruktion - gelungen, die Leistung stimmt und die Hardware arbeitet gut miteinander. Dennoch stellt sich die Frage, für wen das Z61m interessant sein könnte.
Zum Arbeiten im Freien oder unterwegs ist das Gerät zu groß und zu schwer und mit einer mittelprächtigen Akkulaufzeit auch kaum geeignet. Als Ersatz für den klassischen PC kann es auf der anderen Seite auch nicht herhalten. Hierfür fehlt einerseits eine leistungsfähige Grafikkarte mit echtem Speicher, andererseits reicht dafür die Multimediaausstattung mit Stereo Sound und ohne TV-Tuner nicht aus.
Empfehlenswert ist das Gerät damit nur für alle, die ein solides Arbeitstier mit gelegentlicher Transportmöglichkeit suchen.


Bild: Notebookjournal.de
Der Akku: Durchschnittliche Laufzeit
Bei der Garantieleistung zeigt sich Lenovo wenig großzügig und gewährt nur ein Jahr. Im Fall der Fälle muss der Kunde das Gerät an den Hersteller schicken, einen Vor-Ort-Service gibt es nicht. Nach einer Service-Nummer sucht man im Handbuch vergebens. Erst im Internet lässt sich der entsprechende Kontakt, für den Telefonkosten von 12 Cent pro Minute fällig werden, finden.

Unterm Strich ist das Arbeitstier Lenovo Z61m insgesamt sein Geld wert, zumal es bereits deutlich unterhalb der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers zu haben ist.

Etwas dürftige Beigaben
Die sonstige Ausstattung des Z61m lässt zu wünschen übrig. Im Lieferumfang befindet sich neben Laptop, Akku und Netzteil eine Anleitung „Service und Fehlerbehebung“ sowie „Sicherheit und Gewährleistung“. Wiederherstellungs-CDs sind nicht im Karton. Gibt es Probleme mit Windows, muss per vorinstallierter Backupsoftware Rescue&Recovery der Originalzustand wieder hergestellt werden. Der Vorteil: Das klappt sogar unterwegs, wenn keine Windows-CD dabei ist. Zugaben wie eine Notebooktasche oder eine USB-Maus fehlen ganz.

Die vorinstallierte Software beschränkt sich auf die oben genannten DVD- und Brenntools sowie das auf 90 Tage beschränkte Symantec Client Security Paket. Ein vorinstalliertes Windows XP sowie einige sowieso kostenlos erhältliche Programme wie der Adobe Reader komplettieren das dürftige Paket.


Bild: Notebookjournal.de
Die Lautsprecher und die gute Tastatur
Gewohnt gut ist das Lenovo-eigene Softwarepaket der Thinkvantage-Tools. Es soll den Umgang mit den Windows-Funktionen erleichtern und ist beispielsweise für die Einrichtung des Fingerabdruckscanners verantwortlich, bringt die erwähnte Backupsoftware mit, stellt das Energieschema für den Akkubetrieb feiner ein als es die Windows-Bordmittel können und regelt den aktiven Festplattenschutz, der im Falle einer Erschütterung den Schreib-/Lesekopf des Festspeichers sofort anhält und damit einen Datenverlust vermeidet.

Brennt alles, was der Rohlingsmarkt hergibt
Das optische Laufwerk versteht sich auf alle erdenklichen Medien. So beschreibt das Matshita UJ-850 selbst Double-Layer-DVDs in den beiden Standards DVD+R und DVD-R, sowie DVD-RAMs. Als Brennsoftware liegt das recht umfangreiche und dennoch übersichtliche Sonic RecordNow bei. Videos können mit dem InterVideo WinDVD Creator erstellt werden. Beim Lesen und Schreiben ist das Laufwerk zwar hörbar, es stört aber nicht unangenehm. Zwischen Laufwerk und Gehäuse ist allerdins ein 0,5 x 2 cm großer Schlitz, der als Staub- und Dreckeinfänger prädestiniert ist.


Bild: Notebookjournal.de
Die Außenansicht
Die Palette der externen Anschlüsse ist groß. Neben drei USB- und einem Firewire-Anschluss stehen Gigabit-LAN und Modem zur Verfügung. Auch alle drahtlosen Standards von Infrarot über Bluetooth bis zu WLAN werden unterstützt. Etwas zur Verzweiflung brachte uns jedoch die Bluetooth-Verbindung. Zwar erschien das entsprechende Symbol von Beginn an in der Taskleiste, dennoch musste der Chip erst noch im „ThinkVantage Productivity Center“ aktiviert werden. Danach funktionierte jedoch alles hervorragend. Darüber hinaus gibt es einen Audio Ein- und Ausgang sowie die bereits erwähnten Anschlüsse für externe Anzeigegeräte. Letztlich steht noch ein 4-in-1 Cardreader auf der Habenseite.

Auch in Betrieb kaum zu hören
Die Kapazität der S-ATA Festplatte wird vom Hersteller mit 80 GB angegeben. Aus Windows-Sicht sind das 74,5 GB, von denen allerdings nur 69,5 GB für den Benutzer nutzbar sind. Der Rest ist dem „IBM_Service“ vorbehalten, also für Backups vorgesehen. Um die Backups kümmert sich die vorinstallierte Software Rescue&Recovery, die sehr gute Dienste leistet und auch ein nicht mehr startendes Windows ohne Installations-CD wieder in Gang bekommt.

Zum Einsatz kommt in unserem Testgerät eine Fujitsu-Platte mit 5400 U/Min, die sowohl im Leerlauf als auch beim Lese-/Schreibvorgang extrem leise und wie das ganze Gerät kaum hörbar ist. Im SiSoft Sandra Test erreichte das Laufwerk mit einer mittleren Zugriffszeit von 18 ms und einem Laufwerksindex von 31 MB/s durchschnittliche Werte.


Bild: Notebookjournal.de
Schicker silberner Deckel
Trotz der angenehmen Betriebsruhe und einer spätsommerlichen Raumtemperatur entwickelt das Z61m auch nach mehreren Stunden Betrieb nur eine normale Betriebswärme, jedoch keine Hitze. Das dürfte in erster Linie zwei Luftschächten an der Seite zu verdanken sein, denn die Schlitze auf der Unterseite waren im Test weitestgehend verdeckt.




 


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Kategorie:
Office-Notebooks

Testergebnis
Office-Notebooks
Lenovo Z61m
gut
Test vom 15.11.2006


Aktuelle Note: mangelhaft  Erklärung

PRO KONTRA

gute Verarbeitung
Multiformat CD/DVD-Brenner
Fingerprint-Scanner
Eingabegeräte
SharedMemory Grafik
geringe Auflösung
großer Schlitz neben CD-Laufwerk
Größe und Gewicht



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