Das kleine 12,1-zöllige Widescreen-LCD im 16:10-Format katapultiert das LG LW20 bei der Displaybewertung an die Spitze aller bislang getesteten Subnotebooks und Ultraportables. Im Messlabor präsentiert sich das WXGA-LCD des LG LW20 bei unserer 9-Zonen-Leuchtdichtemessung mit einer sehr hohen Grundhelligkeit von fast 196 cd/m² im Netz-
und etwas höheren knapp 198 cd/m² im Akkubetrieb als kleines Leuchtwunder – spitze! Die geringen Größenverhältnisse schränken den Nutzwert hinsichtlich Platzangebot zwar bauartbedingt ein, dafür kann der Anwender am 12,1 Zöller des LG LW20 aber eine feine Auflösung von immerhin 1.280 x 800 Bildpunkten nutzen. Zusätzlich verwöhnt das Display des LG LW20 das Anwenderauge mit einer sehr brillanten und farbkontraststarken Bildwiedergabe. Manko: Das LCD des LG LW20 spiegelt ergonomisch bedenklich stark und trübt bei starken Lichtquellen im Rücken des Anwenders auf Grund ausgeprägter Neigung zu Reflexionen den Betrachtungskomfort.
Die Helligkeitsverteilung ist beim subjektiven Betrachten recht ausgewogen, das Displaybild präsentiert sich sehr homogen ausgeleuchtet. Auch im Labor messen wir im Netzbetrieb eine akzeptable Helligkeitsabweichung von 26,4
Prozent, unter Akkulast sind es mit 25,7 Prozent noch etwas weniger. Die jeweils höchste Leuchtdichtedifferenz messen wir mit 177,2 cd/m² zwischen linker unterer Bildschirmecke und Bildschirmmitte mit 224 cd/m² (Netzbetrieb), respektive 180,6 cd/m² und 227 cd/m² bei Akkulast. Subjektiv fällt dies beim Betrachten mit weißem Bildhintergrund aber wegen der sehr hohen Grundhelligkeit des LG LW20 praktisch nicht auf. Sehr gut ist ebenfalls die sehr geringe horizontale Blickwinkelabhängigkeit, in der Vertikalen sind aber deutliche Abstriche hinzunehmen. Im subjektiven Klassenvergleich schlägt sich das LCD des LG LW20 aber auch bei der Blickwinkelabhängigkeit überdurchschnittlich gut. Trotz der guten Farbsättigung bildet das Display des LG LW20 auch die kritischen Hauttöne der Portrait-Referenzfotos vorbildlich ab. Damit eignet sich das LCD des LW20 sowohl für das mobile Foto-Shooting mit solider sofortiger Bildbeurteilung, als auch zum Betrachten farbgewaltiger DVD-Filme. Klasse!
Auch bei der Kommunikationsausstattung muss der Anwender dank integriertem Wireless-LAN-Modul natürlich nicht auf drahtlose Kommunikation verzichten. LG schöpft beim LW20 mit Intels Pro/Wireless 2915ABG aus dem Vollen, durch Unterstützung aller drei gebräuchlichen IEEE802.11-Standards darf sich der Anwender über eine problemlose WLAN- Kommunikation rund um den Globus freuen. Allerdings würden wohl viele Anwender, die überwiegend ins europäische Ausland verreisen oder im heimischen Deutschland bleiben, gerne auf den beispielsweise in den USA noch oft anzutreffenden WLAN-Standard nach 802.11a zu Gunsten einer Bluetooth- und Infrarotunterstützung beim LG LW20 verzichten. Bluetooth und Infrarot gibt es beim LG LW20 nämlich nicht – schade! Die gerade für Ultraportables interessante Kommunikation mit multimedialen Peripheriegeräten wie PDAs, Handys und Headsets ist ohne externe Zusatzgeräte wie Bluetooth-Dongles somit nicht möglich. Via Kabel bietet das LG LW20 einen 100-MBit-Port und einen Modemanschluss. Als weitere Schnittstellen zur Außenwelt kann der Anwender beim LG LW20
immerhin drei USB-2.0-Schnittstellen nutzen. Zusätzlich verfügt das LW20 über einen VGA-Anschluss, einen Firewire-Port sowie die obligatorischen Kopfhörer- und Mikrofonanschlüsse an. Erwähnenswert: Ein dritter „Soundport“, der Line-In-Port kann auch als optischer S/PDIF-Anschluss für die Verbindung mit der heimischen digitalen Stereoanlage genutzt werden. Abgerundet wird das Anschlusssegment beim LG LW20 durch einen
ExpressCard/34-Slot und einen Kartenleser, der Speicherkarten der MemoryStick-Formate Standard und Pro (MS, MS Pro), sowie Flashspeicher vom Typ MultiMediaCard (MMC), SecureDigital (SD) und xD-Picture Card verarbeiten kann.