Das LG LW20 präsentiert sich in unserem Test als schmucker, stabiler und gut ausgestatteter Ultraportable. Die Gehäusematerialien des LG LW20 hinterlassen einen
hochwertigen Eindruck, die Eingabegeräte bieten dem Anwender einen angenehmen Bedienkomfort. Allerdings spiegelt sich diese Stabilität beim LG LW20 auch deutlich auf der Waage wieder. Immerhin 1,85 Kilogramm inklusive integriertem optischen Laufwerk belasten den Notebook-Rucksack für ein 12,1 Zoll großes Notebook doch schon deutlich.
Das LG LW20 bietet dem reisefreudigen Anwender dank Intels Pentium-M-740-Prozessor mit 1,73 GHz genug mobile Rechenpower, um damit auch unterwegs auf Reisen alle üblichen Büro- und Multimediaaufgaben bewältigen zu können. Der schnelle 512 MByte große DDR2-533-Hauptspeicher kann dank freiem RAM-Slot am Geräteboden bei Bedarf schnell und
einfach aufgerüstet werden. Abstriche sind vom Anwender aber bei der trägen Festplattenleistung und der Medienkompatibilität des DVD-Brenners hinzunehmen.
Als echtes Highlight entpuppt sich das 12,1-zöllige WXGA-Display des LG LW20. Neben einer sehr hohen Grundhelligkeit von fast 196 cd/m² im Netzbetrieb, das auch im Freien kommodes Arbeiten zulassen sollte, punktet das LCD des LG LW20 insbesondere mit einer satten Farbbrillanz bei sehr neutraler Hauttonwiedergabe und erweist sich damit als hervorragendes Notebookdisplay.
Bei der Kommunikationsausstattung punktet das LG LW20 mit einem Globetrotter-tauglichen WLAN-Modul vom Typ Intel Pro/Wireless 2915ABG, Abzüge erntet das LW20 wegen dem
Für das leuchtstarke, brillante und ausgewogene 12,1-Zoll-Display.
Fehlen einer Bluetooth- und Infrarotunterstützung. Bei den Schnittstellen ragen drei USB-2.0-Schnittstellen, ein Express-Card/34-Slot und ein 5in1-Kartenleser positiv heraus.
Insgesamt eignet sich das LG LW20 also für den leistungsbewussten Geschäftsreisenden, der etwas Übergewicht zu Gunsten eines erstklassigen Displays und flinker Kernkomponenten zu tolerieren bereit ist.
Schmuckes und stabiles Gehäuse, angenehme Eingabegeräte
Mit seinen Abmessungen von 29,8 x 3,2 bis 3,5 x 20,8 Zentimetern und einem Gewicht von 1,85 Kilogramm zählt das LG LW20 sicherlich nicht zu den kompaktesten und leichtesten Subnotebooks mit 12,1-zölligem Display. Wer allerdings den
LG LW20: Der 5in1-Kartenleser befindet sich an der Frontseite.
mitgelieferten Weight Saver (Kunststoffeinschub) statt des integrierten und herausnehmbaren 4fach-Speed-DVD-Brenners nutzen möchte, darf sich über rund 150 Gramm weniger Gewicht im Reisegepäck freuen. Das schwarz-silberne Gehäuse des LG LW20 ist etwas schicker als beim größeren Bruder LG LW40 ausgefallen. So zieren den dünnen silberfarbenen Deckel des LG LW20 schwarze hochglänzende Kunststoffeinrahmungen und im oberen Bereich blinkt eine breite und blau illuminierte WLAN-Aktivitätsanzeige bei aktiver Drahtloskommunikation. Die verchromte und aktiv blau leuchtende Power-Taste sowie vier Zusatztasten zur Soundsteuerung in gleichem Design verleihen dem Cockpit des LG LW20 einen futuristischen Look.
Bereits ein sachter Fingerdruck auf die Deckelaußenseite genügt, um postwendend leichte Bildstörungen auf der Sichtseite des LCDs des ultraportablen LG LW20 zu provozieren. Die sehr stabile Geräteunterschale verleiht dem
Notebook hingegen gute Nehmerqualitäten. Das Chassis lässt sich kaum verwinden, lediglich von der silberfarbenen Plastikoberschale ist ab und an das von Kunststoffen her gewohnte typische Knarren zu vernehmen.
Die 85 Tasten des LG LW20 sitzen im Klassenvergleich recht fest auf der der Unterkonstruktion, die Tastaturfläche lässt sich aber im rechten Bereich rund einen Millimeter durchdrücken. Haptisch bietet die Tastatur aber einen straffen Druckpunkt mit deutlichem Tastenanschlag. Die Tastenanordnung hat LG beim LW20 weit kommoder gelöst, als beispielsweise Samsung beim Q30 Jamie. Während beim Samsung Q30 das gewöhnungsbedürftige Tastenlayout die Testredakteure anfangs gewaltig nervte, ist am LG LW20 selbst das Schnelltippen trotz vertauschter Fn-/Strg-Taste nach kurzer Umgewöhnung möglich. Die rechte Rück-, Shift und
LG LW20: Die eingerahmten Pad-Tasten arbeiten leise.
L-förmige Entertaste sind zudem angenehm groß geraten. Das Tastengeräusch, insbesondere das der Leertaste, könnte hingegen etwas dezenter und satter ausfallen. Das 5,5 x 4,1 Zentimeter (Breite x Höhe) messende Touchpad integriert sich fast nahtlos in die Geräteoberschale und arbeitet sehr präzise. Zwei Scrollmarkierungen erleichtern die Orientierung beim horizontalen und vertikalen Scrollen. Die zwei Pad-Tasten sind in einen das Touchpad umschließenden Kunststoffrahmen integriert und arbeiten schön kurzhubig. Positiv: Das Klickgeräusch ist angenehm leise.
Flotte Kernkomponenten, aber behäbige Massenspeicher
Mit dem LG LW20 lassen sich dank flotter Kernkomponenten tägliche Büroarbeiten auch bequem unterwegs auf Reisen erledigen. Intels aktueller Alviso-Chipsatz Intel i915GM
LG LW20: Schneller und 512 MByte großer DDR2-533-RAM.
wird von einem Intel Pentium M 740 mit einer Taktfrequenz von 1,73 GHz befeuert. Wahlweise ist das LG LW20 aber auch mit noch schnellerer 2,0-GHz-CPU erhältlich. Der 512 MByte große und schnelle DDR2-533-Hauptspeicher (PC2-4200) residiert in Form eines einzelnen Speicherriegels für ein Subnotebook mustergültig platziert an der Geräteunterseite unter einem leicht zugänglichen Wartungsdeckel. Ein weiterer Speicher-Slot zum unkomplizierten Aufrüsten des Hauptspeichers bleibt somit frei. Die Hautspeicherausstattung ist damit zwar beim LG LW20 nicht üppig bemessen, reicht aber in dieser guten Standardgröße für das alltägliche Arbeiten locker aus.
Intels GMA 900 belegt als im Chipsatz integrierter Grafikkern einen Teil des Arbeitsspeichers und verleiht dem LG LW20 genug Grafikpower, um gängige Standardanwendungen problemlos meistern zu können. Von aktuellen 3D-Spielen
sollte der Anwender damit zwar tunlichst die Finger lassen, allerdings ist das LG LW20 mit GMA-900-Grafik auch in punkto 3D-Leistung deutlich potenter als der Vorgänger Intel Extreme Graphics 2. Im 3DMark03 erreichte das LG LW20 immerhin maximal 1003 Punkte. Der Besitzer eines LG LW20 kann sich also durchaus noch mit dem einen oder anderen älteren PC-Spiel auf Reisen die Zeit vertreiben. Beim Praxistest ließ das LG LW20 beim Ansehen von DVD-Filmen und beim Bearbeiten von digitalen Foto-Schnappschüssen in aktuellen Bild- und Multimediaanwendungen hinsichtlich der Grafikleistung eines Ultraportabels jedenfalls nicht wirklich Wünsche offen.
Meist finden derzeit bei Subnotebooks winzige 1,8-zöllige Minifestplatten als primärer Massenspeicher Verwendung. Derlei kleine Speicherriesen punkten mit geringem Stromverbrauch und flüsterleisem Laufgeräusch bei geringer
Erwärmung. Allerdings glänzen die Mini-HDDs meist nicht mit flotter Arbeitsweise. Die im LG LW20 verbaute MK-6006GAH von Toshiba macht da keine Ausnahme. Bei einer Rotationsgeschwindigkeit von 4.200 U/min und einem Pufferspeicher von 2 MByte Cache liefert die MK-6006GAH bei unserem Festplattentest eine Datentransferleistung von knapp 4,2 MByte/s. Damit reiht sich das LG LW20 leistungsmäßig im unteren Leistungsdrittel dieser Notebookklasse ein. Das optische Laufwerk UJ-822S von Matshita kann entweder im Gehäuse des LG LW20 für mobilen Spielfilmgenuss sorgen oder bei Bedarf auch zu Hause bleiben. In diesem Fall wird es dann durch einen Gewicht sparenden Kunststoffschlitten ersetzt, den so genannten
Weight Saver. Die Matshita UJ-82xx-Serie gilt gemeinhin als recht langsam und sehr wählerisch bei den CD-/DVD-Medien sowie als schlecht mit Firmware-Upgrades versorgt. Im Falle des Matshita UJ-822S konnte das LG LW20 im Test mit einer DVD von Sony (DVD+R 4,7GB 1-8x) mit dem MID-Code D11 nichts anfangen und quittierte den Datentransfertest vorzeitig mit Lesefehlern. Auch bei zwei anderen TDK-Medien (DVD+R & -R) bot der Matshita UJ-822S mit ermittelten maximal 1,5 MByte/s eine eher bescheidene Geschwindigkeit. Immerhin soll der Anwender aber mit dem UJ-822S auch DVD-RAM-Medien mit bis zu 4-facher Geschwindigkeit beschreiben und lesen können.
Bei der Temperatur- und Geräuschentwicklung verhält sich das LG LW20 hingegen mustergültig. Zum einen kann das Lüfterverhalten bequem und schnell via Funktionstastenkombination Fn+F11 in den drei Lüfterstufen Normal, Silent und Cool den individuellen Bedürfnissen angepasst werden, andererseits läuft der Lüfter des LG LW20 generell sehr angenehm leise
und niederfrequent. Selbst unter Volllast ist im Test lediglich ein leichtes Säuseln zu vernehmen. Auch bei der Temperaturentwicklung bewahrt das LG LW20 in den umfangreichen Tests einen kühlen Kopf. Bei einer Umgebungslufttemperatur von 21,5 Grad bleibt die Geräteoberschale inklusive Tastatur recht kühl, lediglich das Touchpad erwärmt sich geringfügig. Einziges Manko: Das LG LW20 saugt die Kühlluft von der Geräteunterseite an. Schlechte Zeiten also, um das kleine Subnotebook auf Reisen bequem auf den Oberschenkeln oder der gemütlichen Couch-Decke abzustellen, da sonst die Ansaugöffnungen am Geräteboden verdeckt werden.
Wenn man Größe und Gewicht des Notebooks berücksichtigt,
bietet das LG LW20 unterm Strich also eine gute Komponentenleistung mit den klassenüblichen Abstrichen bei der Festplattenperformance. Der DVD-Brenner Matshita UJ-822S konnte im Test hinsichtlich der Medienkompatibilität leider weniger überzeugen. Ein kleines Trostpflaster: Immerhin läuft der leichte Kleine auch fernab der Steckdose rund 3,5 Stunden lang ohne Stromversorgung aus der Steckdose. Damit präsentiert sich das LG LW20 zwar nicht als ausgewiesenes Marathon-Notebook, unterwegs lässt sich aber damit schon ganz ordentlich arbeiten oder der eine oder andere Spielfilm genießen.
Artikel-Bewertung
Noch keine Bewertung vorhanden
(Die Bewertung ist nur als registrierter Benutzer möglich)
Kommentare zum Artikel
( Antworten ) Zur Diskussion im Forum