LG LW40: Das 14,1-Zoll-Notebook ist ist ein solides, starkes Arbeitstier.
Das LW40 von LG Electronics präsentiert sich in der Klasse der Office-Notebooks mit schickem, kompaktem Design und nur 2,45 Kilogramm Lebendgewicht. Trotzdem ist das LG LW40 ein sehr leistungsstarkes Office-Notebook mit sehr guter Ausstattung. Sowohl Gigabit-LAN, WLAN nach 802.11a/b/g, Modem als auch eine Bluetooth-Schnittstelle sind mit an Bord. Infrarotunterstützung fehlt aber. Eine sehr flotte 60 GByte große Festplatte (5.400 Umdrehungen/min) und ein DVD-RAM-Brenner sorgen für massig Speicherplatz, ein 5in1-Kartenleser und ein ExpressCard/34-Slot machen den Umgang mit modernen Flashspeicher-Medien und modernen Zusatzsteckkarten zum Kinderspiel.
Die für ein Office-Notebook hohe Gesamtleistung verdankt das LG LW40 neben der rasanten Festplatte einem Pentium-M-740 mit einer Taktung von 1,73 GHz und seinem schnellen, 512 MByte großen DDR2-RAM (533 MHz). Schwachpunkt: Das stark reflektierende 14,1-zöllige WXGA-Display präsentiert sich
LG LW40: Das stark spiegelnde Display kann empfindliche Augen ermüden.
mit einer wenig homogenen Helligkeitsverteilung und einer hohen vertikalen Blickwinkelabhängigkeit. Zudem war beim Testgerät eine leichte Blaustichigkeit des LCDs festzustellen.
Die Akkulaufzeit von knapp 3 Stunden prädestinieren das LG LW40 nicht unbedingt für längere mobile Einsätze. Die Mobilität reicht aber allemal aus, um die Fahrt zum nächsten Kundentermin problemlos zu überbrücken. Das LG LW40 eignet sich vor allem für Businesskunden mit gehobenen Ansprüchen, die ein vollwertiges und dabei funktionelles Arbeitsnotebook mit hoher Leistung suchen.
Schicke Detaillösungen und ordentliche Eingabegeräte
LG LW40: Die haptisch angenehme, straffe Tastatur hat einen klaren Druckpunkt.
Das LG LW40 platziert sich mit recht kompakten Abmessungen von 33,6 x 3,7 bis 4,0 x 23,8 Zentimetern und einem moderaten Gewicht von 2,45 Kilogramm in der Klasse der Office-Notebooks. Mit allem Zubehör in der Notebooktasche verstaut, belastet das 14,1-Zoll-Notebook die Waage mit gerade einmal 3 Kilogramm – ein recht günstiges Reisegewicht also. Das schwarz-silberne Gehäuse des LG LW40 wird wohl keine Begeisterungsstürme entfachen. Aber LG hat dem LW40 wenigstens eine schicke Detaillösung beim Design spendiert: Die verchromte, runde und blau illuminierte Power-Taste und die hochwertigen Tasten zur Soundsteuerung in gleichem Outfit werten den optischen Eindruck des LG LW40 angenehm auf.
Der Deckel verlangt beim einhändigen Neigen und Verstellen des Displays etwas mehr Nachdruck, was das eingeschaltete LCD mit deutlich wahrnehmbaren Bildstörungen auf der sichtbaren Seite quittiert. Beim Verstauen in der Notebooktasche sollten zudem keine harten Gegenstände wie beispielsweise CDs oder das Netzteil auf den LCD-Deckel drücken. Im aufgeklappten Zustand lassen sich mit moderatem Fingerdruck auf der Außenseite des Deckels ebenfalls leicht Bildstörungen am LCD provozieren. Die Geräteober- und
LG LW40: Die vertikale Scrollleiste des präzisen Pads ist optisch markiert.
Unterschale vermittelt dafür einen wesentlich stabileren Eindruck. Dem Anwender bleibt das von Kunststoffen her gewohnte typische Knarren weitestgehend erspart.
Die Tastaturfläche des LG LW40 wirkt stabil und lässt sich kaum durchdrücken. Die großen Tasten vermitteln mit straffen Rückstellkräften und angenehmen Druckpunkt ein haptisch kommodes Schreibgefühl. Vielschreiber werden die L-förmige Entertaste und das bis auf die vertauschte Fn-/Strg-Taste klassische Tastaturlayout des LG LW40 schätzen. Schade: Die großen Tasten, insbesondere die Leertaste, klappern beim leichten Antippen relativ laut. Das Touchpad integriert sich fast nahtlos in die Geräteoberschale und arbeitet präzise. Zwei Pfeilmarkierungen erleichtern die Orientierung beim vertikalen Scrollen. Die zwei darunter angeordneten Pad-Tasten arbeiten schön kurzhubig, besitzen aber ein im Klassenvergleich lautes Klickgeräusch.
Schlechte Helligkeitsverteilung beim 14,1“-WXGA-Display
Das 14,1-zöllige WXGA-Display des LG LW40 ist ein eher durchschnittliches Produkt. Es reicht für typische Office-Anwendungen aus, die leichte Blaustichigkeit und die recht inhomogene Helligkeitsverteilung muss bei der subjektiven Beurteilung der Referenzfotos aber negativ bewertet werden. Die Grundhelligkeit liegt mit knapp 126 cd/m² im Netz- und 134 cd/m² im Akkubetrieb für einen
LG LW40: Das 14,1-zöllige Display löst 1280 x 768 Pixel auf.
Vertreter der stark spiegelnden Displays ebenfalls nur auf durchschnittlichem Niveau. Trotz seiner geringeren Abmessungen liefert das LCD des LG LW40 aber eine Auflösung von 1.280 x 768 Pixel und bietet eine durchaus scharfe Bildwiedergabe. Allerdings erforderte es schon einiges Herumprobieren mit verschiedenen Neigungswinkeln des LW40-Panels, bis die Testredakteure jeweils individuell einen akzeptablen Blickwinkel manifestieren konnten. Dies ist ein Tribut an die vertikale Blickwinkelabhängigkeit, die zumindest bei unserem Testgerät sehr hoch ausfiel. Kontraste und Helligkeitsnuancen laufen blitzschnell zu, der Graukeil der Referenzfotos lässt rasch keine saubere Beurteilung mehr zu.
Beim praktischen Arbeiten am LG LW40 sorgen die störenden und für empfindliche Augen schnell ermüdenden Lichtreflexionen für Verdruss. Durch die geringe Grundhelligkeit des LCDs bilden sich Lichtreflexe sehr deutlich ab. Bei der Beurteilung der Homogenität der Leuchtdichteverteilung folgt eine weitere Enttäuschung. Das
LG LW40: Leicht blaustichiges und inhomogen ausgeleuchtetes Display.
WXGA-LCD des LG LW40 kann sowohl subjektiv als auch bei der objektiven 9-Zonen-Leuchtdichtemessung im Testlabor nicht überzeugen. Wir messen im Netzbetrieb einen Helligkeitsunterschied von rund 42 Prozent zwischen der rechten mittleren Bildecke (108,4 cd/m²) und dem oberen mittleren Messsegment des LCDs (154,0 cd/m²). Im Akkubetrieb fällt der Helligkeitsunterschied mit gut 37 Prozent aber etwas moderater aus. Bei weißen Bildhintergrund stellen wir eine leichte Blaustichigkeit fest. Die Farbbrillanz und die Schwarz-Wiedergabe können beim Panel des LG LW40 hingegen durchaus als gut bezeichnet werden. Die Portraitfotos zeigen einen leicht kühlen Hautton, unnatürlich wirken die Portraits aber (noch) nicht. Die leichte Betonung der Blautöne zeigt sich auch moderat im Graukeil. Die Grautöne wirken eher blau-grau. Unterm Strich kann man am Display des LG LW40 aber durchaus passabel seine Büroarbeiten erledigen. Für umfangreichere Arbeiten werden aber wohl nicht nur Grafikprofis lieber gleich einen externen größeren Monitor anschließen wollen.
Bei den Schnittstellen bietet das LG LW40 dafür aber nur den obligatorischen VGA-Anschluss an. In der Klasse der Office-Notebooks findet man einen DVI-Port zum Anschluss
LG LW40: Den leicht einzudrückenden Deckel prägt ein massives LG-Logo.
hochwertiger externer Displays noch selten – das LG LW40 macht da keine Ausnahme. Dafür entschädigt das LG LW40 den Anwender aber mit einem 5in1-Kartenleser, der die populären Formate SecureDigital, MemoryStick, MemoryStick Pro, MultiMediaCard und xD-Picture-Card verarbeitet. Das LG LW40 integriert darüber hinaus auch statt einem konventionellen PCMCIA-Port den zukunftsweisenden ExpressCard-Slot. Das zum bisherigen PCMCIA-Standard nicht kompatible ExpressCard-Format kann beim LG LW40 allerdings nur mit der kleinen und schmalen ExpressCard/34 mit einer Breite von 34 Millimetern genutzt werden.
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