Das Medion MD11471 könnte die Notebook-Überraschung des Jahres werden. Für einen
Endkundenpreis von 49 Euro kombiniert Medion die Creme de la Creme der Notebook-Hardware. Zumindest wenn man sehr tief stapelt.

Bild: Notebookjournal/SJ
Mit den Sondertasten (rechts) können bis zu 9 Betriebsmodi (Leistung, Office,
Silent, etc.) ausgeführt werden.
Besonders auf die Grafik-Hardware war die Redaktion gespannt. Im Vorfeld des Tests wurde gemunkelt, dass Medion auf die
Low-Cost GPU Galanz-Mobility von ATI setzt. Diese GPU übernimmt die Aufgaben des Prozessors, weshalb die Bus-Anbindung einer CPU komplett eingespart werden kann. Dies, so die Gerüchte im Vorfeld unseres Tests, erlaubt schlanke Designs und Dumping-Endkundenpreise.
Die Versprechungen eines schlanken Designs entpuppten sich als hohle Marketing-Masche. Mit
15 Kilogramm und zirka 30 Liter Volumen (!) ist der 15-Zöller alles andere als schlank.
Auf Seiten des
Prozessors bestätigen sich die Gerüchte:
Es gibt Keinen. An den ATI-Chipsatz ist lediglich die Galanz-Mobility-GPU angebunden.
Die GPU entspringt der ATI 8000-Serie und taktet mit
2.450 MHz. Die Besonderheit: Die GPU-Core-Spannung liegt mit 5.000 Volt deutlich über der von normalen Notebook Grafikkarten. Dies erlaubt der Galanz-GPU auch mit einem
16 Bit Speicherinterface durchschnittlich
3 FPS bei maximalen Details/Auflösungen zu erreichen. Und das bei jedem Spiel.
Die Medion-Produktdesigner verließen die ausgetretenen Pfade des 08-15-Notebook-Designs. Das neue Medion MD11471 kommt in einem
Quader-Formfaktor daher. Der Display-Deckel öffnet zur Überraschung der Tester nicht wie üblich nach oben sondern nach vorn-links. Ergonomisch ist das nicht.
Nicht nur One kann coole
Sideshow-Displays verbauen. Medion verzichtet dabei auf Schnickschnack-Funktionen wie Media-Player oder News-Feed-Reader. Die Anzeige an der Frontseite hat einen
Timer und zeigt die
Uhrzeit an. Essentielles Feature für Gamer: die
FPS-Anzeige.
Bei der Verarbeitung spaltet sich die Redaktion in zwei Fraktionen. Die Hauptsache-Billig-Fraktion sieht die
schlechte Verwindungssteifheit der Oberseite als Zugeständnis an den Preis. Die Qualitäts-Puristen beharren auf Punktabzügen.