Wir vermuten, dass die Arbeit schneller und relaxter mit einem Touchscreen vonstatten geht, als mit Maus und Tastatur. Allerdings ist es fraglich, ob ein stehender Monitor, wie am MSI Wind Touch AE1900, die perfekte Grundlage für einen Touchscreen bietet.
Der (Kraft-)Aufwand zum Erreichen des Screens über die Tastatur hinweg ist nicht zu verachten. Der Tester überlegt zweimal, ob mit der Maus oder doch mit dem mitgeliefertem Touchpen bei einmaligen Klicks gearbeitet wird. Auf die Rückseite kann der Nettop nicht gelegt werden, die hinteren Steckplätze würden unbrauchbar und bringen den Nettop in Schieflage.
Das vorinstallierte Windows XP bereitet keine Performance-Probleme. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist mit einem Netbook vergleichbar, da dieselben Hardwarekomponenten verbaut sind.
MSI schickte uns das AE 1900 Touch in Weiß, mit durchsichtiger Plastikumrahmung. Der Vergleich mit dem Design des Apple iMac G4 bleibt nicht aus. Auch die beigelegte Tastatur ist in Weiß gehalten, sowie die Maus.
Die meisten Anschlüsse sind hinten positioniert. Bei dem Netzstecker und dem LAN-Port erscheint das logisch, da diese selten an und ab gestöpselt werden. Die beiden Audio-Anschlüsse und zwei USB-Ports sind ebenfalls hinter dem Monitor versteckt.
Damit bieten sich die beiden USB-Ports für die Tastatur und Maus an. Ob dem Nutzer die beiden, weniger umständlich zu erreichenden, USB-Ports an der linken Seite ausreichen, ist fraglich. Effektiv bleiben die beiden linken Steckplätze die einzigen USB-Schnittstellen für externe Datenträger, externe TV-Karten oder Anderes. Der Kartenleser und das DVD-RW-Laufwerk befinden sich ebenfalls an der linken Seite.
Verarbeitung:
Das Gehäuse des Nettops ist stabil. Auch die Plastik-Umrahmung lässt sich nur unter hohem Kraftaufwand verbiegen. Da der Nettop erwartungsgemäß äußerst selten bewegt werden dürfte, sind keine Schäden durch Fremdeinwirkung zu erwarten.
Die Tastatur biegt kaum durch, aber die Multimedia-Tasten vermitteln einen wackeligen und minderwertigen Eindruck. Ebenso der Power-Schalter an der rechten Seite, dieser sitzt sehr locker.
Die Füße sind mit Gummi unterlegt und bieten sicheren Stand. Trotz des dicken Gummis vibriert der Tisch, wenn eine CD oder DVD im Laufwerk rotiert. Der Standfuß ermöglicht einen Verstellwinkel von ca. 80° bis zu ca. 60° des Monitors. Die Verbindung zwischen Standfuß und Monitorrückseite könnte stabiler verbaut sein.