Die Firma Hercules gehörte in den 80ern und 90ern zu den Grafikkarten-Magnaten. Inzwischen bieten sie mit ihrer eCAFÉ-Reihe Netbooks an. Hierbei setzt Hercules weniger auf den Einsatz modernster mobiler Hardwarekomponenten, sondern vielmehr auf einfache Bedienung und ansprechende Optik. Unter den Hercules eCAFÉ Modellen stellt das EC-1010W das „Flaggschiff“ dar.
Ganz selbstbewusst wirbt Hercules mit den vorinstallierten eCAFÉ-Programmen. Diese sollen dem Anwender alltägliche Aufgaben einfach und übersichtlich präsentieren, um die Navigation im Betriebssystemdschungel zu erleichtern. Für ein Netbook, welches sich mit erschwinglichem Preis an ein vergleichsweise breites Publikum richtet, stellt dies ein potentiell wichtiges Kaufargument, vor allem für unerfahrene Nutzer, dar.
Ansonsten grenzt es sich nicht wesentlich von seinen Netbook-Kollegen ab. Dies ist aber wenig ungewöhnlich, da sich die verschiedenen Geräte in dieser Produktkategorie nur geringfügig in ihren Leistungskomponenten unterscheiden. Vielmehr versuchen die verschiedenen Hersteller mit attraktiven Zusatzleistungen zu beeindrucken. Hercules bietet beispielsweise 50GB Online-Speicher an, welcher Freunden der Datensicherung durchaus willkommen sein dürfte. Der Preis siedelt sich mit derzeit 289 Euro im unteren Segment an. Ob sich en Detail doch noch die Spreu vom Weizen trennt, werden wir im Folgenden untersuchen.
- Intel Atom N450 Prozessor (1,66GHz)
- 10,1-Zoll Display (1024x600 Pixel, spiegelnd)
- 1024 MB DDR2 Arbeitsspeicher
- 250GB Festplatte (5.400 U/Min.) + 50GB Online-Speicherplatz
- WLAN Draft-b / g / n
- 3x USB 2.0, Kartenleser, VGA, Kopfhörer- und Mikrofonanschluss
- Windows 7 Starter
- 6-Zellen Akku / 48,8Wh / 4400mAh
- ab 289 € im Preisvergleich
Optik
Das EC-1010W kleidet sich nach oben in einer Mixtur aus matten Grau- und Weißtönen und schwarzer Klavierlack-Optik. Die Unterseite besteht aus gewöhnlichem, schwarzen Kunststoff.
Der Displaydeckel sowie die Displayumrahmung sind in zeitgenössischem, hochglänzendem Schwarz gehalten. Dieses sieht zugegebenermaßen äußerst hübsch aus, erweist sich in der Praxis jedoch erfahrungsgemäß als relativ unpraktisch. Bereits nach fünf Minuten in den Händen des Testers mutierte der einst attraktive, spiegelglatte Deckel in eine mit unschönen Fingerabdrücken und Fettschlieren gemaserte schwarze Fläche. Die Bildschirmumrahmung konnte sich hiervor auch nicht retten, da mit jedem Öffnen des Bildschirms neue Abdrücke darauf migrierten.
Die Tastatur und die Handballenauflage mit ihren matten Farbtönen erwiesen sich hierbei als wesentlich resistenter. Den Einschaltknopf hat Hercules seitlich am Displayscharnier platziert, was viele bereits von der Sony Vaio-Serie kennen dürften - ein Designelement, das optisch durchaus ansprechend ist.
Insgesamt hat Hercules es geschafft, die verschiedenen Designelemente so zu wählen und zu platzieren, dass sie miteinander harmonisieren und ein optisch ansprechendes Gesamtpaket abliefern.
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Hercules eCAFÉ EC-1010W
"Aktuelle Note: befriedigend"
Die aktuelle Note des Hercules eCAFÉ EC-1010W wurde am 22.05.2013 errechnet.