In die neue Netbook Saison startet Hewlett Packard mit dem Mini 210. Der
10,1-Zöller erinnert sehr an die bekannten Vorgänger des Unternehmens. Jedoch wurde unserem Testgerät ein kleines Facelifting verpasst. Das Design wirkt
minimalistischer und
ergonomischer als je zuvor. Die klobig wirkende Front älterer Modelle wurde geändert, um ein solides, schlichtes Layout zu ermöglichen.
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Unter anderem wurde auch der
WLAN Schieberegler komplett entfernt und auch der Netzschalter findet nun nicht mehr an der Front des Gerätes Platz. HP konnte so noch einige Millimeter in der Gehäusehöhe gut machen. Die
Eingabegeräte könnten in unserem Test nicht besser abschneiden. Frei stehende Tasten, welche vom Hersteller als
Island-Style benannt sind, überzeugen durch einen optimalen Druckpunkt und kurzem Hub. Vielschreiber werden trotz verkleinertem Layout (93% zur Full-Size Tastatur) auf ihre Kosten kommen.
Datenblatt:
- 10,1-Zoll WSVGA Display (1024x600 Pixel, glossy)
- Intel Atom N450 (1,66 GHz)
- 1 GB DDR2 Arbeitsspeicher
- 250 GB Festplatte
(7200 U./min.)
-
WLAN Draft-n, optional Bluetooth
- VGA, 3x USB, Audio-Kombiport, Card Reader, Ethernet
- Microsoft Windows 7 Starter Edition
Auf die bisher vertikale Ausrichtung der
Touchpad-Tasten wurde verzichtet. Durch
direkte Integration in das Berührungsfeld bleibt die Touch-Fläche ausreichend groß, um auch weitere Desktop-Strecken zurückzulegen. Bei längerer, intensiver Benutzung empfehlen wir dennoch eine, per USB angeschlossene, Maus.
Den Härtetest der Redaktion konnte das HP Mini 210 nicht standhalten. Zwar schneidet die Gehäuseverstärkung der Handballenauflage und Tastatur gut ab, die
allgemeine Verwindungssteifigkeit lässt jedoch zu wünschen übrig. Durch die schraubenlose Anbindung der Unterseite genießt der Nutzer den Vorteil des
schnellen Wechselns von Hardware-Komponenten. Bei grober Behandlung ist jedoch ein deutliches Knacken der Einrastvorrichtungen zu hören.
Um den Akku korrekt zu befestigen, bedarf es einem
manuellen Feststellen der Halterungen. Ein rückfedernder Mechanismus, wie wir ihn aus den handelsüblichen Geräten kennen, ist nur auf einer Seite vorhanden. Wer in der Hektik also vergisst die Sicherung des Akkus umzuschalten, läuft Gefahr die Kunststoffhalterungen
abzubrechen. Eine direkte Reparatur ist nicht möglich. Der Akku müsste komplett ausgetauscht werden. Am Rande sei erwähnt, dass HP nur eine
12-monatige Garantie (Pick-up & Return) ausschreibt.
Deckeleinheit und Scharniere harmonieren in unserem Test optimal. Das Display wird auch in geringen Winkeln gut festgehalten. Für zusätzliche Festigkeit sorgt die, vor dem Panel liegende,
Glasplatte. Und genau in diesem Bereich werden sich viele Leser wieder nach dem Grund eines
Glossy-Displays in Netbooks fragen.
Unser Rat – lieber den ein oder anderen Euro drauflegen und zu einem 10-Zöller mit mattem Panel greifen. Die durchschnittliche Ausleuchtung von
137 cd/m² und ein
Maximalkontrast von 182:1 kann der Sonne im Park nämlich nichts entgegenwirken.