Nach nun zwei Jahren des Netbook-Hypes findet man nur noch ein Samsung Netbook in den
notebookjournal.de Top 10 der Mini-Notebooks. Zwar lieferte der Hersteller gute Ansätze, schaffte es aber nicht ein komplett abgerundetes Paket auf dem deutschen Markt zu platzieren.
Mit dem
NC10 konnten Fans gebunden werden. Nachfolger der N-Serie erfüllten jedoch nicht die
Anforderungen der Deutschen. Im Oktober 2009 gelang es dem
N510 noch einmal den vierten Platz in unserem Ranking zu belegen, mehr war nicht drin.
Das Samsung N220 soll nun wieder den Kurs des begehrten NC10 einschlagen. Solide Optik, mattes Display und eine lange Akkulaufzeit werden auf der Hersteller-Homepage angepriesen. Außerdem soll der neue Pine Trail Prozessor
Intel Atom N450 für eine bessere Anwendungsleistung sorgen.
Datenblatt:
- 10,1-Zoll WSVGA Display (1024x600 Pixel)
-
Intel Atom N450 (1,66 GHz)
- Intel NM10 Chipsatz
- Intel GMA 3150 Grafik
- 1024 MB DDR2 Arbeitsspeicher
-
250 GB Toshiba Festplatte (5400 rpm)
- 3x USB, VGA, Card Reader, Audio-Ports, Kensington Lock
- WLAN Draft-n,
Bluetooth, LAN 10/100
- Windows 7 Starter
Aktuelle Preise:
notebooksbilliger.de -
345 Euro
Amazon.de
-
352 Euro
notebookjournal.de Preisvergleich -
333 Euro
Laut internen Studien vieler Netbook-Hersteller sollen
glänzende Elemente im Design viele Nutzer zum Kauf anregen. In unseren Umfragen unter den notebookjournal.de Lesern konnten andere Fokus-Punkte festgestellt werden. So favorisieren die Meisten eine
matte Umgebung, welche Fingerabdrücke nicht direkt aufblitzen lässt. Samsung konnte sich mit dem N220 auf einen Mittelwert einigen.
So kommt die Oberfläche des
Deckels in einem
Glossy-Look daher. Unser Gerät sollte eigentlich in der Farbgebung Grün-Schwarz auftreten, entpuppte sich aber als rein schwarzer Mini. Als Kontrast umrahmt das Gerät ein
silberner Kunststoffstreifen. Im aufgeklappten Zustand zieht sich dieser auch als Umrandung von Display und Arbeitsumgebung durch das Chassis.
Schön anzusehen – der
komplette Innenraum wurde
matt und schlicht gehalten. Aufdringliche Beleuchtungselemente oder Designausschweife können wir nicht finden. Einzig und allein an der unteren Seite der Handballenauflage befinden sich dezent leuchtende
Status-LEDs. Diese zeigen Aktivitäten von Festplatte, WLAN sowie Gerätezustand an.
Um den Schreibkomfort zu erhöhen verbaut Samsung ein sogenanntes
Isolation oder Chicklet Keyboard. Unterschied zu älteren Tastaturen ist dabei der vergrößerte Abstand zwischen einzelnen Tasten. Die Einführung bei Netbooks macht sich im Test positiv bemerkbar. Durch das
verkleinerte Layout des 10-Zöllers treffen wir somit die Tasten genauer.
Die Gehäuseverstärkung gefällt uns. Lediglich unter sehr starkem Druck lassen sich Tastaturplatte und Handballenauflage durchbiegen. Bei normaler Nutzung ist von diesem Nachgeben keine Spur. Auch die
Kunststoff-Scharniere geben sich nach unseren Bedürfnissen. Zwar arbeiten diese erst ab einem Aufklappwinkel von 20° korrekt, mehr erwarten wir jedoch auch nicht. Der Deckel wird fest genug gehalten, um auch die ein oder andere,
ruppige Autofahrt zu überstehen.
Auf der ebenfalls gut verstärkten Unterseite kann bei Bedarf der
Arbeitsspeicher gewechselt werden. Hierfür muss der Nutzer nur eine Schraube lösen und die passende Abdeckung entfernen. Um an anderen Komponenten wie Festplatte, WLAN Modul und Prozessor zu gelangen, ist mehr Aufwand nötig. Fünfzehn Mal müssen wir den Schraubenzieher ansetzen. Auch für die Abnahme der kompletten Unterseite ist eine
ausgeprägte Feinmotorik vom Vorteil.
Im Großen und Ganzen sind D
esign und Verarbeitung sehr stimmig. Das Samsung N220 wirkt keineswegs altbacken und ist auch bei harter Beanspruchung immer noch gut unterwegs. Ganz nach dem Motto
Understatement geht der Hersteller wieder zurück zu seinen Netbook-Wurzeln. Den Geschmack der Redakteure hat es getroffen.