Das Nexoc Osiris ES606 bietet bei der Kommunikationsausstattung die gleiche Ausstattung wie das
Cebop. Neben Gigabit-LAN gehört auch das unverzichtbare Wireless LAN zur Serienausstattung. Prima: Via Zusatztaste kann das WLAN-Modul auch ohne
Funktionstasten-Akrobatik schnell an- und abgeschaltet werden. Eine Unterstützung für das Bluetooth-Protokoll hat das Nexoc Osiris ES606 ab Werk dabei, auf eine kabellose Infrarotunterstützung muss der Anwender aber verzichten. Erwähnenswert: Die drei USB-2.0-Schnittstellen des Nexoc Osiris ES606 liegen ungünstig im heißen „Abgasstrahl“ des CPU-Lüfters. Der eine oder andere Anwender wird sich wohl bei Verwendung einer externen Maus rechts des Notebooks vom heißen Blasen des Lüfters irritiert fühlen. Ein 4in1-Kartenleser, der die populären Formate SecureDigital, MemoryStick, MemoryStick Pro und MultiMediaCard verarbeitet, rundet auch beim Osiris ES606 die Anschlussseite positiv ab.
Wenig Grund zur Freude lässt hingegen das 15,4-zöllige Breitbilddisplay unseres Testgerätes aufkommen. Zwar bietet es wie das Panel des
Cebop die klassenübliche Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln, erreicht aber fast nur die Hälfte der
Grundhelligkeit des Cebop. Ob es sich dabei um eine „Eigenart“ unseres Testgerätes gehandelt hat, konnten wir bis zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht klären. Im Messlabor ermitteln wir mit unserer 9-Zonen-Leuchtdichtemessung durchschnittlich nur sehr magere 93,7 cd/m² im Netz- und 93,3 cd/m² im Akkubetrieb – sehr wenig für einen Vertreter der GlareType-Displays. Da das LCD gerätetypisch stark spiegelt, beeinträchtigt die starke Neigung zu Reflexionen in Verbindung mit der geringen Grundhelligkeit des Osiris ES606 massiv das Bildvergnügen. Auch die Homogenität der Helligkeitsverteilung beurteilen die Testredakteure einhellig subjektiv als eher unterdurchschnittlich. Der Unterschied zwischen dem mit 75,0 cd/m² dunkelsten Segment (linke obere Bildecke) und dem mit 121,4 cd/m² hellsten Bildbereich in der unteren LCD-Mitte ist vergleichsweise sehr hoch.
Punkten kann das Display unseres Testgerätes lediglich mit tiefen und sehr gesättigten Farben sowie einer vertikal und horizontal recht geringen Blickwinkelabhängigkeit. Zudem gefallen die begutachteten Referenzbilder durch neutrale Hauttöne bei den Portraitfotos und sauberer
Grautonwiedergabe. Wegen des gewaltigen Helligkeitsunterschiedes zwischen Bildmitte und insbesondere den oberen LCD-Ecken ist eine deutliche Abschattung des Panels zu den Rändern hin unverkennbar. Diese „Vignettierung“ stört auch beim Spielen etwas. Details in den beiden oberen Bildschirmecken lassen sich nur schwer erkennen – schade. Unterm Strich bietet das LCD unseres Testgerätes eine unbefriedigende Grundhelligkeit, die sowohl bei der alltäglichen Büroarbeit als auch im Spielebetrieb auf Dauer wohl als störend empfunden wird. Die satte Farbbrillanz, der hohe Farbkontrast und die recht neutrale Bildwiedergabe helfen da nur wenig.