Smartphone ohne Touch... aber mit N-Gage Gaming
Bereits Anfang des Jahres sollte das
Nokia N96 den deutschen Markt erreichen. Um das fortschrittliche Smartphone besser an die Nutzer anzupassen, ließ sich der finnische Hersteller jedoch weitere acht Monate Zeit. Nun endlich halten wir eine Verkaufsversion des N96 in den Händen.
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In Sachen
Verarbeitung wird dem Nutzer trotz leicht angreifbarem Kunststoffgehäuse eine
hohe Qualität geboten. Die Slider-Eigenschaften kommen gut an. Eine hohe Verschleißrate ist jedoch nicht zu verhindern. Grund: neben dem Tastenfeld werden
zusätzliche Multimedia-Tasten angeboten. Die werden unterwegs sicherlich am meisten genutzt.
Mit
2,1 cm in der Höhe lässt sich das Nokia N96 nicht in jeder Hosentasche verstauen. Als Trostpflaster bekommen wir dafür ein sattes Zubehörpaket. Mitgeliefert werden KFZ-Ladekabel,
TV-Kabel, Headset und Fernbedienung. Ein Standard-USB Übertragungskabel und ein Akkulader für Steckdosen gehören natürlich ebenso ins Paket wie Anleitungen und
Nokia-Software.
Das
abgerundete Design wirkt elegant und kompakt. Fingerabdrücke werden durch die Klavierlack-Oberfläche jedoch zu schnell sichtbar. Von diesem Phänomen sind alle Eingabegeräte betroffen.
Störend kommen Ziffernfeld und Navigation daher. Alle Tasten befinden sich, ohne direkte Abtrennung voneinander, auf einer Ebene. Eine
„blinde“ Benutzung ist somit recht schwer.
Die ungleichmäßige Ausleuchtung von Ziffern und Multimedia-Tasten sorgen zusätzlich für Ärger. Ohne eingeschaltete Beleuchtung können
Player-Funktionen nur erahnt werden. Eine feste Beschriftung spendiert Nokia nicht. Der Hub und Druckpunkt aller Tasten gibt sich dagegen sehr gut.
Wie der Vorgänger (N95) besitzt unser Testmodell ein
2,8-Zoll TFT, welches mit 16 Millionen Farben arbeitet. Die Auflösung beträgt dabei
320x240 Pixel. Im Gegensatz zur Tastatur ist das Display gut ausgeleuchtet und überzeugt mit attraktiven Kontrasten.
Fotos oder Videos, welche mit der integrierten
5.0 Megapixel-Kamera (Carl Zeiss) aufgenommen werden, versüßen uns den Redaktions-Alltag. Per TV-Kabel konnten wir diese sogar auf dem Fernseher begutachten.
Die Kamera kommt übrigens mit einem
Doppel-LED Blitz daher und schärft die Fotos via Auto-Fokus. Das Stichwort Geotagging ist auch für Nokia kein Fremdwort mehr. Einziges Manko – schnell bewegte Objekte werden immer noch schlecht aufgenommen.
Der vorgefertigte Sportmodus erfüllt hier auch nicht seinen Zweck. Die
Videoaufnahme verspricht 30 Bilder pro Sekunde in
VGA-Qualität – kleinere Ruckler konnten wir jedoch nicht ausschließen.
16 GByte interner Speicher und ein zusätzlicher microSD Slot geben Platzproblemen keine Chance. Fotos, Videos und gängige Office-Formate wie Excel-Dateien oder Word-Dokumente können über das
Symbian-Betriebssystem perfekt archiviert werden.
Parallel dazu dient das Nokia N96 weiterhin als Business-Begleiter. Diktiergerät und ausgereifte Kalender-Funktion gehören zum Standardrepertoire, wie auch das
A-GPS Feature.
Via
Nokia Maps 2.0 kann das Kartenmaterial einfach vom PC auf das N96 übertragen werden. Satelliten werden innerhalb von 15 Sekunden gefunden und die Verbindung arbeitet angenehm stabil. Für Consumer ausgelegt integriert Nokia zusätzlich die
N-Gage Oberfläche, welche Spiele in guter Qualität wiedergeben kann. Im Paket enthalten – der Klassiker
TETRIS.
Updates und Software können via
WLAN oder UMTS aus dem Internet geladen werden. Ein eher billig wirkendes Dashboard gibt sich dabei unterstützend. Dem Nutzer wird es ermöglicht Fernsehsendungen via
DVB-H Empfänger auf dem Handy zu sehen. Leider gibt es kaum Möglichkeiten in Deutschland ein fähiges Signal zu bekommen, was die Funktion
unbrauchbar macht.
Die Akkulaufzeit des
125 Gramm schweren Geräts liegt bei
220 Minuten Gesprächszeit und 220 Stunden im Stand-By. Aktive Nutzer, die häufig WLAN und UMTS nutzen, müssen jedoch mit einer täglichen Ladung rechnen. Business-Anwender und Vieltelefonierer greifen am besten gleich zu einem anderen Gerät mit stärkerem Akku.