Vor nicht allzu langer Zeit, genauer im Juli diesen Jahres, musste sich das ASUS Spielenotebook
G71GX beweisen. Mit der Endnote „gut“ hinterließ der 17-Zoller einen positiven Gesamteindruck.
Nun schickt ASUS den Nachfolger
G72GX ins Rennen. Doch was heißt hier eigentlich Nachfolger, denn bis auf das
neue Chassis und die Formatänderung von 16:10 auf
16:9 hat sich eigentlich nichts getan.
Wie beim Vorgänger verbaut ASUS einen
übertaktbaren Intel Core 2 Duo
P8700 Prozessor,
6 GByte DDR2 Arbeitsspeicher und eine Nvidia GeForce
GTX 260M Grafikkarte.
Nur ein Blender? Wir schauen hinter die Fassade des neuen Chassis und überprüfen, was die Core 2 Duo Technik im Zeitalter der mobilen Core i7 Prozessoren im Stande ist zu leisten.
Das ASUS G72GX-TY013V ist in unserem
Preisvergleich ab etwa
1.400 Euro gelistet.
Ausstattung ASUS G72GX-TY013V:
- 17,3 Zoll
HD+ Display (1600 x 900 Pixel)
- Intel Core 2 Duo
P8700 Prozessor (2,53 GHz)
-
6 GByte DDR2 Arbeitsspeicher
- Nvidia GeForce
GTX 260M (1 GByte GDDR3 VRAM)
- 500 GByte Festplatte (7.200 U/min)
-
Übertaktungsfunktion, HDMI,
ExpressGate,
Rucksack,
Maus
- Windows 7Home Premium 64 Bit
- Preis: ca.
1.400 Euro
Detaillierte Ausstattung im Datenblatt
Das Chassis des G72GX hat nur noch sehr wenig gemeinsam mit dem G71GX. Auffällige Farbkombinationen, wie das rot/schwarz des Vorgängers sucht man vergebens. Das gesamte Gehäuse strahlt in
schwarzem Hochglanzlack. Echte Hingucker sind die blau
beleuchteten Elemente, in Form des Rebublic of Gamers Logos und eines Leuchtstreifens im Deckel, wie auch die
dreistufige Hintergrundbeleuchtung der Tastatur.
Optisch wirkt der Nachfolger
hochwertiger. Zudem trifft der neue dezentere Auftritt sicherlich mehr den Geschmack der
breiten Masse. Allerdings fangen die vielen Hochglanzflächen schnell an zu
nerven. Denn Nutzer hinterlassen überall ihre
Fingerabdrücke.
Zumindest auf der Handballenauflage hätten sich die Tester eine
gummiartige Oberfläche, wie beim Vorgänger oder auch
dem G60J gewünscht. Selbige sorgt nicht nur für eine bessere Handhabung, sondern mindert auch das Transpirieren der Hände.
Durch das breite 16:9 Format macht das Gehäuse einen sehr
wuchtigen und
robusten Eindruck. Was zumindest bei der Unterseite für eine
sehr gute Stabilität sorgt. Nur bei sehr starkem Druck lässt sich die Handballenauflage zum Nachgeben bewegen.
Dem Deckel dagegen hätte mehr Stabilität gut getan. Bereits mit geringen Druck gibt dieser
mittig nach. Dafür überzeugen die beiden Scharniere. Sie haben das Display
fest im Griff und überzeugen mit einer
guten Beweglichkeit.
Die
beleuchtete Tastatur kennen die Tester bereits vom 16 Zoller G60J. Sie wurde 1:1 übernommen und bietet
3 Helligkeitsstufen. Damit werden Arbeiten in dunklen Räumlichkeiten deutlich
erleichtert.
Das Layout entspricht, bis auf ein paar kleine Abweichungen, wie die rechte Pfeiltaste, welche in den Ziffernblock hineinragt, weitestgehend denen von Standard-Tastaturen.
Die Festigkeit lässt wie beim kleinen Bruder etwas zu wünschen übrig, besonders der
rechte Bereich ab der Enter-Taste
wippt bei härteren Anschlägen nach.
Alle freistehenden Tasten besitzen eine
gute Federung und einen kurzen Abwärtshub. Hinzu kommt, dass die meisten Tasten
ausreichend groß dimensioniert sind. Einzig die
Pfeiltasten fallen für große Hände
etwas zu klein aus.
Der
riesige Multi-Touch-Mausersatz ist zur besseren Abgrenzung und Bedienung mit vielen kleinen Erhöhungen, wie bei den Eee PCs, überzogen. Durch
dezente blaue Streifen wird das Touchpad vom Rest der Handballenauflage abgegrenzt. An der Präzision gibt es nichts zu auszusetzen.
Zielsicher lässt sich der Mauszeiger über den Desktop navigieren.
Jedoch hätte es ruhig etwas kleiner ausfallen können. Beim Benutzen der W,A,S,D-Tasten
streift der Handballen das Pad, was durchaus zu
Fehleingaben führen kann. Die beiden Touchpad-Tasten sind in einer
durchgehenden Leiste untergebracht und besitzen einen
klaren Druckpunkt.