Vor wenigen Monaten durften wir das Dell Precision M4600 genau betrachten. Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um den kleinen Bruder des nun in unserer Redaktion eingegangenen Precision M6600. Nicht nur der Formfaktor von 17,3 Zoll ist übergroß, auch die übrigen Maße sind XXL. Bei geschlossenem Display misst das Gerät immerhin eine Dicke von knapp 4 cm. Dementsprechend schlägt auch das Gewicht mit satten 3800 Gramm zu Buche – das Netzteil wiegt sogar noch weitere 1030 Gramm. Nichtsdestotrotz zählen nicht nur die Leistung und das Display, sondern auch die Anschlussvielfalt zu den Vorzügen des M6600 von Dell.
Spezifikationen Dell Precision M6600 (i5-2520M)
- 17,3 Zoll FullHD LED Display (1920x1080 Pixel, matt)
- Intel Core i5-2520M (2,5 – 3,2 GHz)
- AMD FirePro M8900 (2048 GDDR5 VRAM)
- 4 GByte DDR3 Arbeitsspeicher (max. 32 GByte)
- 500 GByte Festplatte (7200 U/min.)
- DVD-Brenner, Webcam, Cardreader, Smartcard Slot
- ExpressCard 34/54, PC-Card (I/II) Slots, WLan b/g/n, Bluetooth
- HDMI, VGA, 2x USB 3.0, 2x USB 2.0, 1x eSATA/USB 2.0
- Kombiport, GBit-Lan, Dockingport, Displayport, 2x Audio
Der Intel Core i5-2520M liefert eine gute Leistung ab. Aber allen voran bietet die AMD FirePro M8900 eine brachiale Performance. Eigentlich für den Businessmarkt konzipiert, setzt die AMD FirePro M8900 auf den gleichen Grafikkern wie die AMD Radeon HD 6970M und besitzt daher ein ähnliches Leistungsprofil. So vergibt 3DMark06 die sehr gute Punktzahl von 16.703 Punkten - und sogar noch bei sehr hoher Detailrate ist World in Conflict mit hohen 52 FPS sehr gut spielbar. Neben Prozessor und Grafikkarte können sich auch die Transferraten der Festplatte aus dem Hause Seagate sehen lassen. Schnelle 113,3 MByte/s lesend und 102,6 MByte/s schreibend für eine HDD sprechen für sich.
Nicht gerade sparsam ist die Stromaufnahme des Gerätes. Da die AMD Grafik dauerhaft aktiv ist – die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 3000 findet keine Verwendung und ist deaktiviert - wird gerade auch im Office-Betrieb ordentlich Strom verheizt: hier werden ganze 51,3 Watt aus der Steckdose aufgenommen. Bei hoher Last und im Stresstest steigt der Strombedarf jedoch nur noch leicht auf 68,7 Watt respektive 79,2 Watt.
Die Abwärme im Idle-Betrieb bleibt trotz der hohen Stromaufnahme im akzeptablen Bereich. An Ober- und Unterseite messen wir 33,2 °C und 36,1 °C. Auch die Geräuschkulisse bei Akkubetrieb im Stromsparmodus gefällt mit 25,6 dB(A) sehr – bei genauem Hinhören bemerken wir jedoch bei unserem Testgerät ein leises konstantes Pfeifen. Im Idle hingegen verdoppelt sich bereits die hörbare Lautstärke auf 35 dB(A) und auch ein regelmäßiges Auf und Ab der Lüfterdrehzahl ist zu vernehmen. Unter Volllast findet schließlich auch die Kühlung des Dell Precision M6600 ihren Meister. So ermitteln wir maximal an Ober- und Unterseite hohe 38,3 °C und 49,5 °C. Schließlich erreicht nun auch die Geräuschkulisse unüberhörbare 47,9 dB(A). In einem längeren Stresstest treffen wir auch hier auf CPU-Throttling, das den maximalen Takt auf 1,8 GHz reduziert – in der Praxis scheint die Leistung darunter jedoch nicht zu leiden.
Das große 17 Zoll Display verfügt über eine gute durchschnittliche Luminanz von 256,5 cd/m². Dank mattem Panel fällt die Standortwahl somit leicht. Auch das Kontrastverhältnis ist mit 968,9:1 bei maximaler Helligkeit überragend – noch bei 100 cd/m² sinkt das Kontrastverhältnis auf weiterhin sehr gute 666,6:1. Während die seitlichen Blickwinkel sehr stabil sind, invertieren die Farben der Blickwinkel oben und unten relativ schnell.
Alles in allem ist das Dell Precision M6600 eine umfangreiche und leistungsstarke Workstation. Die Mobilität ist jedoch begrenzt durch das hohe Gewicht, die großen Maße und die kurzen Akkulaufzeiten. Diese betragen nur 246 Minuten (4:06 h) im Leerlauf und 96 Minuten (1:36 h) unter Last.
Doch bei einer Workstation zählen andere Werte. Eine hohe Leistung, ein überzeugendes Display und vielfältige Anschlussmöglichkeiten können wir dem Dell Precision M6600 zusagen. Auch das komplette Chassis, das aus einer Aluminium/Zinklegierung besteht, ist sehr solide. Bei den Eingabegeräten erlaubt sich Dell ebenfalls keine Fehler und lässt, wie im Businessbereich üblich, auch einen Trackpoint nicht aus.
Unser Testgerät ist ab 1849 Euro (Stand 25.09.2011) zu haben. Bei Dell direkt ist es ab 1499 Euro (Stand 25.09.2011) konfigurierbar und auch mit Intel Quad-Core und Nvidia Quadro 4000M Karte verfügbar – jedoch dürften die Emissionen deutlich ansteigen.
Aktuelle Angebote (25.09.2011):
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