Ursprünglich war die R-Serie der günstigste Einstieg in das Reich der ThinkPads. Seit dem Erscheinen der SL-Reihe mag das Geschichte sein, aber dennoch bleibt die R-Serie für viele der preiswerteste Eintritt in die ThinkPad-Welt.
Insbesondere Business-Anwender, welche Wert auf Features wie einen Docking-Port legen, finden in der R-Reihe einen erschwinglichen und dennoch leistungsfähigen Kompromiss zu den teuren Modellen der T-Serie.
Aber ist ein 600-Euro-Schnäppchen auch fit genug für den Business-Alltag?
Keine Experimente – in Sachen Design setzt Lenovo auf bewährte Konstanz. Ergebnis: Das NP29VGE gleicht dem bereits Anfang 2009 getesteten NP769GE wie ein Ei dem anderen.
Der Vorteil an dieser Kontinuität: Man kann sich so öfters ein neues ThinkPad gönnen, ohne dass es den neidischen Kollegen oder der geizigen Freundin auffällt.
Das ThinkPad-typische, eckige Design vermittelt sachliche Eleganz. In Zeiten von Slimline-Notebooks wirkt das R500 jedoch etwas plump, was auch durch die große Bauhöhe des Notebooks bedingt ist.
Kontinuität im Design: Lenovo ThinkPad R500 NP29VGE
Das Lenovo auch anders kann, wurde mit den Subnotebooks der X-Serie bewiesen. Für diese Modelle müssen Käufer allerdings deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Verarbeitung
Ebenso wie das Design hat sich auch die Verarbeitung wenig geändert. Das ThinkPad NP29VGE bietet eine solide, aber leider nicht überragende Verarbeitung.
Solide, aber nicht Überragend: Die Verarbeitung des Lenovo ThinkPad R500 NP29VGE
So gibt beispielsweise die Handballenauflage unter Druck spürbar nach. Da allerdings unter dem zu dünn geratenen Plastik der knochenharte Gehäuserahmen sitzt (welcher früher einzig der T-Serie vorbehalten war), tut das der Stabilität keinen Abbruch. Problemlos lässt sich das Notebook an nur einer Ecke hochheben, ohne dass sich das Gehäuse durchbiegt.
Der haptisch angenehme Überzug des Displaydeckels aus griffigem Plastik bleibt weiterhin ein Merkmal der teuren T- und X-Serien. Ebenfalls zu dünn geraten ist das Material am linken und rechten Gehäuserand – dies ist technisch bedingt, da sich dort die Boxen befinden.
Nach wie vor richtungweisend sind die Displayscharniere, welche die Anzeige sicher in dem von dem Benutzer eingestellten Winkel festhalten.
Der Displaydeckel wirkt aufgrund seiner Dicke ziemlich klobig, schützt aber die Anzeige optimal. Selbst starker Druck auf dem Displayrücken wirkt sich nicht auf das Display aus.
Erfreulicherweise hat das R500 NP29VGE einen klassischen ThinkPad-Deckel, welcher wie gewohnt das Gehäuse umschließt, und so wirksam vor eindringenden Gegenständen schützt.
Mit dem ThinkPad Edge deutet Lenovo allerdings bereits an, dass man künftig auch bei den Business-Serien auf dieses sinnvolle Designelement verzichten könnte.
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Lenovo ThinkPad R500 NP29VGE
"Aktuelle Note: befriedigend"
Die aktuelle Note des Lenovo ThinkPad R500 NP29VGE wurde am 24.05.2013 errechnet.