Einige Zeit ist ins Land gegangen seitdem LG seine letzten Notebooks auf dem deutschen Markt angeboten hat. Die Absage an deutsche Kunden ist nun passé. Jetzt möchte sich der südkoreanische Hersteller standesgemäß zurückmelden. Anfang des Monats wurden gleich mehrere neue Modelle von 12 – 15 Zoll vorgestellt. Orientieren sich diese Geräte im Office oder Einstiegs-Multimediabereich, kann das ebenso angekündigte LG P330 wohl als Nachfolger des schon beinahe legendären LG P310 Tarsia P9500 gehandelt werden.
In diesem Test widmen wir uns aber zunächst dem LG P420-N.AE21G. Das 14-Zoll Notebook ist besonders schmal und geht kaum über die Maße eines 13,3-Zöllers hinaus. Möglich macht dies ein Panel, welches kaum Platz für den Displayrand lässt. Zu den positiven Auswirkungen soll neben den kompakten Abmessungen auch das reduzierte Gewicht zählen.
Ansonsten gibt sich das LG als typischer Büroarbeiter ohne besondere Extras. Ein aktueller Intel Core i5-Prozessor wird mit Nvidia Einstiegsgrafik kombiniert. Bereits zu Testbeginn fällt auf, dass auf USB 3.0 ebenso wie auf den im 12-Zöller verbauten Lithium-Polymer verzichtet werden muss. Es bleibt also beim alten 2.0er Standard und dem bewährten Lithium-Ionen-Akku. Was den Käufer sonst noch erwartet zeigt der Test.
- Intel Core i5-2410M (2,30 bis 2,90 GHz)
- 14,0 Zoll Display (Glare; HD-Ready; 1366 x 768 Pixel)
- 4 GB DDR3 Arbeitsspeicher
- 500 GB Festplatte (5.400 U/min.)
- Nvidia Geforce GT 520M; Intel HD Graphics 3000
- WLAN (b / g / n); Ethernet (1.000 MBit/s); Bluetooth 3.0
- 3x USB 2.0; HDMI; VGA; Kartenleser; Audio Out
- Windows 7 Home Premium 64 Bit
- Akku: 48 Wh/ 4.400 mAh
- Preis: ab 799 Euro im Preisvergleich
Optik und Verarbeitung
Man könnte das LG P420 als dezent und zurückhaltend beschreiben. Aber auch eine Tendenz zum divenhaften wäre dem kleinen Notebook andichtbar. Objektiv betrachtet zeigt sich das LG in einer Kombination aus mattem Weiß und Schwarz. Die Formgebung ist gradlinig bis eckig. Silberne Akzente werden bei der Umrandung des Einschaltknopfes und dem kleinen Logo am Deckel gesetzt. Auffällig ist der schmale Displayrahmen, der nicht einmal Platz für die Webcam lässt. Diese findet sich nun in der linken, unteren Ecke des Deckels.
Obwohl LG auf den Einsatz von Aluminium oder eine Magnesium-Legierung verzichtet, werden bei der Verarbeitungsqualität eifrig Punkte gesammelt. Die Handballenauflage zeigt sich gegen Eindellungsversuche resistent. Selbige Bemühungen ignoriert auch die Fläche oberhalb der Tastatur. Während die linke Seitenkante beinahe den Eindruck erweckt, sie wäre mit Stahlträgern verstärkt, können an der rechten Seite leichte Verformungen provoziert werden. Hier ist das optische Laufwerk untergebracht – geringe Stabilitätseinbußen sind normal und in diesem Fall vollkommen unbedenklich. Im Durchschnitt liegt die Stabilität des Deckels. Verwindungen sind bis zu einem gewissen Maße möglich und bei starkem, rückseitigem Druck sind Effekte auf dem Display hervorrufbar. Grund zur Sorge gibt es aber auch hier nicht. Abschließend erntet die Verwindungssteifigkeit des Chassis Lob – volle Punktzahl.
Mängel können auch an der Stabilität der Scharniere nicht ausgemacht werden, dafür werden zum Öffnen des Notebooks und sogar teils bei der Justierung beide Hände benötigt, da sich das Chassis anhebt. Wie nahezu alle am Markt befindlichen Geräte verfügt auch das LG P420 über keine Displayverriegelung, allerdings reicht der Druck, den die Scharniere im geschlossenen Zustand aufbauen aus, um keinen Spalt entstehen zu lassen, es sei denn man transportiert den Begleiter kopfüber.
Eingabe
Die Tastenanordnung der Isolation-Tastatur folgt dem Standardlayout. Eingaben gelingen auf Anhieb flott und sicher. Jederzeit erhalten die Finger genügend Halt auf der rauen Oberfläche, der großzügige Abstand der Tasten verhindert Fehleingaben. Nicht nur Vielschreiber können sich an der stabilen Tastenaufhängung erfreuen, die im Zusammenspiel mit mittlerem Hub und klaren Druckpunkt für ein definiertes Schreibgefühl sorgt. Einzig der Anschlag dürfte etwas mehr gedämpft sein – zuweilen entsteht ein etwas klapperiges Tippgeräusch. In der Fläche gibt das Eingabegerät bei stärkerem Druck leicht nach, dies ist beim Schreiben allerdings nicht zu spüren.
Eine Anmerkung soll noch zur Steuerung der Drahtlosadapter via Fn-Kombination gemacht werden. Der entsprechende Shortcut aktiviert oder deaktiviert immer WLAN und Bluetooth gleichzeitig, was ungünstig erscheint. Änderungen können nur in der zugehörigen LG-Software gemacht werden, die dann aber stets gelten. Möchte der Nutzer mal eben nur das WLAN aktivieren und kein Bluetooth oder andersherum, muss so ein Umweg über die „Hotkey Configuration“ in Kauf genommen werden.
Durch die weit nach unten gerutschte Tastatur fällt die Dimensionierung des Touchpads verhältnismäßig gering aus. Dennoch ist die Navigation problemlos möglich. Ohne sich durch eine Vertiefung oder farbliche Unterschiede von der Handballenauflage abzusetzen, können die Grenzen des berührungsempfindlichen Bereiches durch eine haptisch auszumachende Grenze erfühlt werden. Mit zwei Fingern kann gescrollt, gezoomt und gedreht werden. Die Tastenwippe verrichtet ihren Dienst unauffällig.
na mal schauen wie gut sich notebooks mit solchen miesen displays verkaufen und ob sich LG aufgrund geringer absatzzahlen nicht bald wieder vom deutschen markt verabschiedet ...
P.S. vom design her gefällt mir das notebook sehr. so unterschiedlich sind die geschmäcker :)
Schade,
eigentlich war LG eine ganze Weile einer meiner Wunschhersteller - dann haben Sie den Deutschlandvertrieb für Notebooks eingestampft - über die Nachricht, dass es bald wieder LG-Notebooks bei uns geben würde hab ich mich natürlich gefreut. Der erste Eindruck fällt aber leider negativ aus.
Da ich derzeit aber sowieso gut genug ausgestattet bin kann ich ja mal...
geht das nur mir so, oder ist das Ding alles andere als schön?
Wenn ich das ansehe, denk ich zuerst an Plastikklotz... kantig, unförmig, komisch?
Würde neben dem Display auch meine Design-Anforderung nicht erfüllen :D
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
LG P420-N.AE21G
"Aktuelle Note: ausreichend"
Die aktuelle Note des LG P420-N.AE21G wurde am 18.05.2013 errechnet.