Bereits auf der IFA hatten wir die Ehre, ein Hands-On zum neuen Medion Erazer X6817 zu machen. Schon dort fiel auf, dass das Gehäuse nichts Neues ist. Dieses trafen wir schon mehrfach bei Medions Gaming-Geräten an. So auch zum Beispiel beim
Erazer X6813 (Link unten), das wir bereits vor einer Weile im Test hatten. An den Eingabegeräten hat sich ebenfalls nichts geändert – allzu viel Komfort ist nicht zu erwarten und ein Klappern der Tasten bleibt leider auch nicht aus. Dennoch kann sich die Verarbeitung durchaus sehen lassen und genügt für ein Gaming-Notebook in dieser Preiskategorie.
Link:
Detaillierter Test zum baugleichen Medion Erazer X6813
Spezifikationen für Medion Erazer X6817 (MD 97892)
- 15,6 Zoll HDready LED Display (1366x768 Pixel, glare)
- Intel Core i7-2670QM (2,2 – 3,1 GHz)
- Nvidia Geforce GTX 560M (1,5 GByte VRAM) + Intel HD 3000 Graphics
- 4 GByte DDR3 Arbeitsspeicher
- 80 GByte Intel SSD + 640 GByte HDD (7200 U/min.)
- DVD-Laufwerk, Webcam, Cardreader
- 2x USB 3.0, 1x eSATA, 2x USB 2.0, VGA, HDMI
- GBit-Lan, WLan (b/g/n), Bluetooth, 4x Audio
- 9 Zellen Lithium-Ionen Akku (7800 mAh)
Aktuelle Angebote (18.10.2011):
Medion Erazer X6817 (medion.de) -
1.029 Euro
Leistungsmäßig katapultiert sich das Medion Erazer X6817 mit der Nvidia Geforce GTX 560M in das Spitzenfeld der Skala. Ganze 137.871 Punkte im Aquamark 03 und überragende 17.167 Punkte im 3DMark06 erzielt das Testgerät. Auch im PassMark Performance Test zeigt das System seine Stärke und knackt die 2000er-Marke mit summa summarum 2028,2 Punkten. Der Intel Core i7-2670QM für sich benötigt für das Rendern der Grafik im Cinebench R9.5 Single Core Render Test nur 33 Sekunden – im Multiple Core Render Test nur 10 Sekunden. Eine weitere Komponente, die das System so beschleunigt, ist die Intel SSD. Diese verfügt mit 239,7 MByte/s lesend und 90,7 schreibend über gute Transferraten.
Im praxisnahen Grafiktest von World in Conflict kann mit 56 FPS selbst bei sehr hohen Details flüssig gespielt werden. Da die native Auflösung des Displays nur 1366x768 Pixel beträgt, zeigte sogar ein Test der Battlefield 3 Beta bei voller Auflösung und Grafikdetails auf „HOCH“ spielbare 35 FPS im Schnitt – minimal 25 FPS bei viel Rauch und Explosionen (Nvidia Treiberversion 280.26).
In Anbetracht der massiven Leistung führt die Kühlung die Wärmeentwicklung recht effizient ab. Im Idle sind 33,4 °C an der Oberseite und 35,2 °C an der Unterseite nicht der Rede wert. Unter Volllast, in der sich die brachiale Leistung der Komponenten entfaltet, kommt das Chassis mit 38,9 °C bzw. 44,6 °C an Ober- und Unterseite nur leicht ins Schwitzen. Während noch im Akku- und Idle-Betrieb die Lüftung mit nur 29,9 dB(A) respektive 32,4 dB(A) ertönt, pusten die Lüfter unter Volllast überdeutlich mit 54,2 dB(A). Ein hochdrehen der Lautsprecher oder der Gebrauch eines Headsets während dem Spielen ist hier auf Dauer zu empfehlen. Obwohl die Belüftung alles ausschöpft genügt es nicht, um dem Intel Prozessor das CPU-Throttling abzugewöhnen. Auf nur noch 800 MHz sinkt schließlich der Takt beim Stresstest.
Erstaunlich gering zeigt sich der Strombedarf der Komponenten. Bei ausgeschaltetem Zustand und im Standby-Modus bedarf es 0,9 Watt sowie 1,5 Watt. Im äußerst sparsamen Office Betrieb werden nur 23,7 Watt aufgenommen. Schließlich bei hoher Last bzw. im Stresstest steigt der Strombedarf zwar deutlich, bleibt aber mit 70,4 Watt und 76,5 Watt verhältnismäßig gering.
Das stark glänzende Display (Panel: Samsung 156AT05-H01) verfügt mit durchschnittlich 202 cd/m² über eine gute Ausleuchtung. Der Kontrast jedoch fällt mit 166,6:1 bei maximaler Helligkeit und 164,7:1 bei reduzierter Helligkeit auf 100 cd/m² recht gering aus. Die Blickwinkel sind ebenso eher bescheiden, sodass die Farben rundherum schon bei leichtem Abweichen vom idealen Blickwinkel invertieren.