Mit dem
X500 schicken wir Toshibas neues
Spitzenmodell durch unseren Testparcours. Der
18-Zoller richtet sich nicht nur aufgrund der Größe an Desktop-Replacement-Interessenten. Die verbaute Hardware soll auch in Sachen Performance keine Wünsche offen lassen.
Dafür sorgen unter anderem ein Intel
Core i7 720QM Prozessor und eine Nvidia
GeForce GTS 250M Grafikkarte, bei der erstmalig in einem Notebook schneller
GDDR5 Videospeicher zum Einsatz kommt. Dabei ist natürlich besonders der Vergleich zur Variante mit GDDR3 Videospeicher (
MSI GT640) interessant. In welche Leistungsregionen kann die GTS 250M mit GDDR5 VRAM vorstoßen?
Nicht unvernünftig klingt der Preis unseres Testmodells. Das
Qosmio X500-10U ist in unserem
Preisvergleich ab
1.597 Euro gelistet. Dafür bekommen Kaufinteressierte, ein
HD+ Display,
6 GByte DDR3 Arbeitsspeicher, eine 500 GByte Festplatte und einen
Blu-ray-Brenner.
Blu-ray in einem Toshiba-Notebook war bis vor kurzem noch undenkbar. Nachdem Toshiba den Kampf mit der HD-DVD gegen Sonys Blu-ray verloren hatte, weigerte Toshiba sich lange Blu-ray Laufwerke zu verbauen. Doch hier musste sich der Hersteller der Nachfrage beugen.
Ausstattung:
- 18-Zoll
HD+ Display (max. 1680 x 945 Pixel)
- Intel
Core i7 720QM Prozessor (1,6 GHz – 2,8 GHz)
-
6 GByte DDR3 Arbeitsspeicher
- 500 GByte Festplatte (5.400 U/min)
- Nvidia
GeForce GTS 250M Grafikkarte (1 GByte
GDDR5 VRAM)
-
Blu-ray Brenner,
beleuchtete Tastatur, HDMI CEC, eSATA
- Windows 7 Home Premium 64 Bit
- Preis: ca.
1.600 Euro
Detaillierte Ausstattung im Datenblatt
Gespannt waren die Tester auf das
neue Design des
X300-Bruders. Letzterer spaltete die Gemüter aufgrund seines weniger dezenten
feuerroten Designs.
Beim X500 geht Toshiba einen Schritt in Richtung
Massentauglichkeit. Große rote Flächen wie beim
X300 suchen Nutzer vergebens.
Dafür wird mehr auf
schwarzen Klavierlack mit einem
Fusion-Finish im
Wabenlook gesetzt. Dazu gesellen sich
rubinrote Umrandungen beim Deckel, der Unterseite und den Lautsprechern.
In der Redaktion kommt der neue Look gut an. Auch wenn die Farbe
„rot“ immer wieder für Diskussionen sorgt, bildet sie zu dem sonst
dunklen Antlitz des X500 einen
schicken Kontrast. Optisch macht der 18-Zoller einen
hochwertigen Eindruck. Allerdings geht der stark auf Kosten der
Sauberkeit. Denn
überall hinterlassen Nutzer ihre Spuren in Form von
Fingerabdrücken. Selbst die lackierte Tastatur bleibt davon nicht verschont.
Die Haptik des X500 ist also gewöhnungsbedürftig. Denn
glänzend lackierte Tasten können bei Schreibarbeiten durchaus als
störend empfunden werden. Dafür sind
Feedback und
Federung sehr gelungen. Genauso wie die
Größe der Tasten und das
Layout. Allerdings gibt das Keyboard an einigen Stellen
zu leicht nach. Den Schreibkomfort behindert das bei normalen Anschlägen aber nicht.
Des Weiteren spendiert Toshiba dem Keyboard eine
einstufige Hintergrundbeleuchtung. Im Auslieferungszustand wird sie aktiviert, sobald eine Taste
betätigt wird. Nach
15 Sekunden ohne Eingabe geht die Beleuchtung automatisch aus. Über die
erweiterten Einstellungen im
BIOS lässt sich die Verzögerung zum Deaktivieren vergrößern bzw. eine
manuelle Aktivierung einstellen (FN + Y). Die Leuchtintensität ist dabei ein
gelungener Kompromiss aus nicht zu hell und nicht zu dunkel. Mehr Stufen zur Leuchtregulierung vermissen die Tester beim X500 nicht.
Links neben der Tastatur befindet sich ein Bedienfeld mit
Softtouch-Tasten für die Multimediasteuerung. Die Tasten reagieren bereits bei
geringer Berührung und lassen sich sehr gut bedienen. Anfangs stört das
laute Feedbacksignal, welches ausgelöst wird, sobald eine der Tasten betätigt wird. Wie bei der Beleuchtung der Tastatur kann der
Sound und die Beleuchtung der Multimediasteuerung im
BIOS de- bzw. aktiviert werden.
Das Touchpad wurde vom X300 übernommen. Es besitzt eine
ausreichende Größe und aufgrund einer
angerauten Oberfläche lässt sich der Mauszeiger
präzise und
zielsicher navigieren. Direkt über dem Mausersatz befindet sich eine
dezent rot beleuchtete Leiste, welche dem Nutzer anzeigt, ob das Touchpad aktiviert ist.
Nach dem Geschmack der Tester könnte das Touchpad aber noch etwas
weiter mittig sitzen. Denn beim Benutzen der
WASD-Tasten streifen Daumen und Handballen den Mausersatz, was zu
Fehleingaben führen kann. Das Pad lässt sich aber schnell mit einem Tastenklick deaktivieren. Die Taste dafür befindet sich direkt über dem Mausersatz.
Zwischen den Touchpadtasten wurde ein
Fingerabdruckscanner platziert, mit dem sich das System personalisieren lässt. Die Tasten besitzen einen
knackigen Druckpunkt und sind
leichtgängig zu gleich. Auch die Größe gefällt. Die
rot glänzende Lackierung dagegen weniger.
An der Verarbeitung des Gehäuses gibt es nur wenig auszusetzen und sie ist insgesamt gut. Das Chassis verfügt über eine
hohe Stabilität und
Festigkeit. Erst bei übertrieben starkem Druck lassen sich Bereiche auf der Arbeitsumgebung zum Nachgeben zwingen. Dem Deckel fehlt diese Stabilität. So ist die Verwindungssteifigkeit nur durchschnittlich und die Rückseite lässt sich zudem
leicht eindrücken.
Überzeugen kann das
große Scharnier bei der
Beweglichkeit. Durch die
massive Unterseite ist ein Öffnen mit
einer Hand problemlos möglich.