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TEST Packard Bell EasyNote A 7720
Günstiges Leichtgewicht
von Gerald Strömer am Fr, 01.04.2005



Genügend Leistung für Alltagssoftware
Mit einem 1,6 GHz starken Pentium-M-Prozessor und 512 MByte Arbeitsspeicher bestückt ist das A7720 eigentlich bestens für die

Bild: Thomas Laddach
Erstaunlich, was in alles in ein so kleines Chassis hineinpasst.
täglichen Standardabläufe in Büro und Home-Office gerüstet. Über 3D-Spiele braucht man sich gar nicht erst zu unterhalten, für diesen Einsatzbereich ist das kompakte Notebook weder gedacht noch geeignet.

Im originalen Lieferungszustand reagiert das Notebook allerdings etwas träge und ungewöhnlich langsam. Grund dafür war hauptsächlich Norton’s Internet Security 2004, die in einer 90-täghigen Testversion installiert war. Eigentlich eine feine Sache, verbindet die Software doch Antiviren- und Firewall-Funktionalität in einem einzigen Paket. Ärgerlich wird es aber, wenn man – zum Beispiel weil man den Testzeitraum nicht verlängern möchte – die NIS 2004 von seinem neuen Notebook entfernen will. Das geht nämlich nicht nur nicht so leicht, sondern praktisch überhaupt nicht. Zumindest nicht so, dass wir auf die Schnelle einen gangbaren Weg gefunden hätten.

Packard Bell verwendet nämlich ein „Smart Restore“ genanntes eigenes Programmmodul, das einerseits für eine Systemwiederherstellung per Festplatten.-Image zuständig ist, andererseits aber auch die vom Hersteller mitgelieferte Software verwaltet. Das geht ausschließlich dort, im Software-Register der

Bild: Thomas Laddach
Packard Bell verlegt nur den S-Video und einen USB-Slot nach hinten.
Systemsteuerung tauchen die von Packard Bell installierten Programme nämlich überhaupt nicht auf. Das ist zwar ärgerlich, wäre aber kein Problem, wenn das deinstallieren mittels Smart Restore denn klappen würde. Tut es aber nicht. Zumindest nicht im Fall der NIS 2004, die jeden Tag aufs Neue mit Aktivierungsvorschlägen, Warnungen und Updateanfragen nervt.

Einer der wenigen ernst gemeinten Kritikpunkte an der Hardware ist dagegen das Betriebsgeräusch des Kleinen. Auch ohne Last produziert er mit der Zeit ein hohes, sirrendes Geräusch, das aber immerhin gleichförmig bleibt und nicht auch noch an- und abschwillt.

Bietet viel Ausstattung fürs Geld

Bild: Thomas Laddach
Der Einschaltknopf leuchtet bei Stromzufuhr strahlend blau auf.
Eigentlich erstaunlich, dass Packard Bell nicht nur mit so vergleichsweise günstigen Preisen an den Markt geht, sondern dass die Maschine in Sachen Ausstattung alles andere als schwach auf der Brust ist.

Das 13-zöllige Display ist ein Widescreen-Gerät im 16:10-Format und ist dank hoher Leuchtkraft und gutem Kontrast auch im hellen Licht sehr gut ablesbar. An Plattenplatz mangelt es auch nicht, für einen Winzling wie das A7720 ist die verbaute 60-GByte-Platte schon ein ganz schöner Brummer. Und zur Not gibt es immer noch einen schnellen DVD-Brenner, mit dem man schnell und einfach Daten auslagern kann.

Wireless LAN, LAN und Modemanschluss finden sich ebenfalls, lediglich Bluetooth wird nicht geboten. Eigentlich verwunderlich, denn zumindest die Hotkey für das nach einem alten Dänenkönig

Bild: Thomas Laddach
Die meisten Schnittstellen finden sich auf der linken Seite.
benannte drahtlose Kommunikationsprogramm ist in Funktion, vermeldet aber nur das Fehlen eines Bluetooth-Moduls. Eigenartig, denn Packard Bell bietet von Haus keine Aufrüstung an.

Dafür lässt sich aber das WLAN nicht nur per FN-Tastenkombination abschlaten, sondern verfügt auch über einen leicht zu bedienenden Kontaktschalter unterhalb der linken Maustaste, der das WLAN an- oder abschaltet.

Ein nettes optisches Gimmick sind die in sattem Blau leuchtende und sich links befindene Einschalttaste und die zusätzlich auf der rechten Gehäuseseite untergebrachte LED, die wahlweise orange oder ebenfalls strahlend blau leuchten kann.

Moderate Akkulaufzeit für entspanntes Arbeiten
Mit knapp über 3 Stunden stellt das A7720 zwar absolut keine neuen Rekorde auf, hat aber genug Saft im Akku, um die typischen,

Bild: Thomas Laddach
Unterhalb der linken Maustaste ist der transparente WLAN-Schalter versteckt.
mit Fahrerei gefüllten Arbeitspausen des Außendienstmitarbeiters zu überstehen. Wer auf Nummer sicher gehen will, legt sich halt einfach noch einen Zweitakku oder einen Adapter für den Zigarettenanzünder im Auto zu.

Fazit
Das EasyNote A7720 bietet eine ausgewogene Mischung von Leistung und Ausstattung in einem Mini-Notebook. Für günstige 1100 Euro bekommt man so das leistungsstarke Innenleben eines Fullsize-Notebooks in einem handlichen 2-Kilo-Paket geboten – super!

Praxiseindruck: Arnd von Wedemeyer (Publisher)
Das A7720 hat ein angenehm langes Stromkabel, so dass das Netzteil da bleibt, wo es hingehört – nämlich auf dem Tisch. Die Akkulaufzeit ist sehr gut und der Lüfter meldet sich nur dann, wenn Last anliegt. Auch das ordentliche Display hinterlässt wie das Fullsize-Format der Tastatur einen guten Eindruck.


Bild: Thomas Laddach
Kleines Notebook, starke Ausstattung: Sogar mit DVD-Brenner.
Trotz der für Vieltipper angenehmen Form wirkte die Tastatur für meinen Geschmack zu klapperig. Zudem empfand ich die Fläche des Touchpads für ein ernsthaftes Arbeiten als zu klein und die Touchpad-Tasten als zu schwergängig.

Wenn ich das A7720 mit dem S2 von Sony vergleiche, verliert Packard Bell in Sachen Haptik und Optik ganz klar. Allerdings ist das Sony rund anderthalbmal so teuer wie das Packard Bell. Und in ihrem jeweiligen Segment bieten beide ein vernünftiges Preis-Leistung-Verhältnis – nur eben auf unterschiedlichem Niveau.




 


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Kategorie:
Subnotebooks

Testergebnis
Subnotebooks
Packard Bell EasyNote A 7720
befriedigend
Test vom 24.06.2006



PRO KONTRA

2,1 Kilo leicht
Widescreen-Display
gute Ausstattung
ordentliche Akkulaufzeit
günstiger Preis
umständliches Handling der vom Hersteller installierten Software
vergleichsweise schlechte Verarbeitung
"sirrender" Lüfter



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