Das Display des Packard Bell EasyNote V7800 macht uns sowohl bei der Beurteilung der Referenzfotos im Test als auch beim praktischen Arbeiten viel Freude. Mit einer
Bildschirmdiagonale von 15,4 Zoll und einer klassenüblichen Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten im 16:10-Format gewinnt das Breitbild-LCD des EasyNote V7800 zwar sicher keine Innovationspreise, dafür beweist das Display aber, dass Werbeversprechen der Hersteller manchmal auch durchaus der harten Praxisrealität standhalten können – zumindest bis zu einem gewissen Grad. Konnte uns das riesige 17-Zoll-Display des
EasyNote W 3450 noch rein gar nicht von seinen propagierten Vorzügen überzeugen, schafft es das kleinere WXGA-Display des V7800 locker, uns mit einer durchwegs sauberen Bilddarstellung für sich zu gewinnen.
Bei der subjektiven Beurteilung der Bildqualitäten des 15,4-zölligen Breitbild-LCDs mit
DiamondView-Technologie gefallen uns auf Anhieb die wunderbar gesättigten, leuchtend knackigen Farben. Die farblich üppig gestalteten Landschaftsfotos verfehlen ihre Wirkung auf dem 15,4-Zoll-LCD daher nicht. Im Klassenvergleich zu den bislang getesteten Panels
beeindruckt das Display des Packard Bell EasyNote V7800 mit einer richtig satten Farbbrillanz und einem hohen Kontrastumfang. Trotz der hohen Farbsättigung kann das Display des V7800 auch beim Bewertungspunkt „Farbneutralität“ viele Punkte absahnen. Die farbliche Wiedergabe der Portrait-Referenzfotos gelingt dem Notebookdisplay nahezu genauso perfekt, wie dies unser hochwertiger und kalibrierter Referenz-LCD
ViewSonic VP2030b zu tun pflegt. Allerdings handelt es sich beim ViewSonic-LCD auch um ein professionelles 20,1-Zoll-LCD mit teurer MVA-Technologie (Multidomain Vertically Aligned) und beim EasyNote V7800 um ein günstigeres TN-Display (Twisted Nematic). Umso höher ist daher die sehr gelungene Reproduktion der farblich besonders heiklen Hauttöne zu bewerten. Auch bei weißem Bildhintergrund können wir zumindest beim Display unseres Testkandidaten keine nennenswerte und subjektiv deutlich wahrnehmbare Farbverschiebung im Vergleich zum Testbild des ViewSonic VP2030b feststellen – klasse! Einzig die sehr stark spiegelnde Displayoberfläche gibt Grund zur Klage. Wie bei allen anderen „Spiegel-Displays“ ist dies ergonomisch bedenklich und für empfindliche Anwendern sicherlich ein Dorn im Auge.
Bei schwarzen und sehr dunklen Bildhintergründen zeigt das WXGA-LCD des Packard Bell EasyNote V7800 hingegen deutliche Schwächen. Die Hintergrundbeleuchtung schlägt hier deutlich und unregelmäßig vom unteren Bildrand nach oben hin durch. Besonders deutlich macht sich dies am unteren Bildrand mit einem rund 5 Millimeter hohen quer verlaufenden „weißen Band“ bemerkbar. Direkt darüber zum oberen Bildrand hin ist das Display dann sehr hell (heller Grauton), um dann etwas fleckig verwaschen wirkend in dunklere Farbnuancen
überzugehen. Trotz der durchschlagenden Dominanz der Hintergrundbeleuchtung ist von den praktischen Auswirkungen beim Ansehen des DVD-Videotitels
Der Herr der Ringe – Die zwei Türme insbesondere bei den dunklen Filmszenen nichts zu merken. Sowohl Farbbrillanz als auch Detailzeichnung überzeugt auf ganzer Linie. Auch beim kurzen Antesten im Ego-Shooter
Doom 3 hat das
DiamondView-Panel keine Schwierigkeiten. Die düstere Atmosphäre wirkt unheimlich plastisch und realistisch. Auch bei der Grundhelligkeit muss sich das Packard Bell EasyNote V7800 im Klassenvergleich nicht wirklich verstecken. Mit 125,6 cd/m² im Netzbetrieb und 123,8 cd/m² bei Akkulast liegt es in etwa gleichauf mit dem
Acer Aspire 5652WLMi.
Toshibas Satellite A100-169 (95,3 / 95,4 cd/m²),
Lenovos ThinkPad T60 (101,2 / 65,9 cd/m²),
Samsungs X60-T2300 Chane (103,8 / 100,9 cd/m²),
Fujitsu-Siemens’ Amilo Pi1536 (104,8 / 107,2 cd/m²) und
Asus’ A6JA-Q001H (112,3 / 81,1 cd/m²) haben jedenfalls in diesem Bewertungspunkt deutlich höheren Nachholbedarf. Der Klassenprimus
Sony Vaio VGN-FE11M (270,9 / 270,1 cd/m²) demonstriert aber letztendlich, wie schwach das Gros der 15,4-Zoll-Notebooks eigentlich ausgeleuchtet ist.
Die Blickwinkelabhängigkeit fällt beim Packard Bell EasyNote V7800 sowohl horizontal als auch vertikal vergleichsweise gering aus. Dadurch lässt sich recht schnell ein kommoder Ablesewinkel für das Notebookdisplay finden. Dafür schlägt das LCD des EasyNote V7800 bei unserer objektiven 9-Zonen-Leuchtdichtemessung etwas über die Stränge. Bei der
Homogenität der Helligkeitsverteilung erreicht das Diamond-View-LCD keine Spitzenwerte. Unsere Labormessungen attestieren dem Breitbild-LCD im Netzbetrieb einen Helligkeitsunterschied von 31,9 Prozent zwischen dem mittleren oberen Bildsegment (147,1 cd/m²) und dem mittleren linken Messsektor (111,5 cd/m²). Bei Akkulast notieren wir für beide Messsegmente 144,9 cd/m² respektive 109,0 cd/m², das entspricht einer Abweichung von knapp 32,9 Prozent. Mit diesen erfassten Abweichungen bei der Helligkeit schafft es das LCD des EasyNote V7800 im Klassenvergleich lediglich ins Mittelfeld. Bei subjektiver Bildbetrachtung wirkt das LCD aber nicht wirklich fleckig. Das Anwenderauge wird dies eher als eine leichte diffuse Abdunkelung zu den Bildrändern hin wahrnehmen. Kurzum: Bleibt zu hoffen, dass der Anwender trotz der Qualitätsstreuung in der Serie ein zu unserem Testgerät äquivalentes LCD erhält. Denn dann erhält der Anwender ein wirklich farbenprächtiges und dabei dennoch neutrales Notebook-Display, dass sowohl für ambitionierte Fotoarbeiten als auch für den kurzweiligen Videospaß geeignet ist – ein klasse Allrounder eben.