EasyNote V7800: Hochglänzender und spiegelnder Design-Notebookdeckel.
Im Test präsentiert sich das Packard Bell EasyNote V7800 mit auffälliger Hochglanz-Optik und einer tadellosen Verarbeitung. Während sich die Gehäusematerialien des Chassis als robust erweisen, verlangt der hoch glänzende und statisch hyperaktive Deckel nach mehr als nur einem gelegentlichen Wisch mit dem Staubwedel. Sowohl die Tastatur als auch das großflächige Touchpad bieten kommoden Eingabekomfort. Auf nützliche Zusatztasten zur schnellen Bedienung wichtiger Systemaufgaben muss der Anwender beim Packard Bell EasyNote V7800 allerdings verzichten. Lediglich eine unscheinbare ECO-Taste zum Stromsparen ist neben dem Netzschalter vorhanden.
Dank schneller Core-Duo-Plattform und einer aktuellen Mittelklasse-Grafikkarte heimst das EasyNote V7800 bei den Benchmarks viele Punkte ein. Allerdings decken sich die Ergebnisse der synthetischen Tests nicht ganz mit den Eindrücken aus praktischen Anwendungen. Hier scheint das V7800 zwar nicht an akutem Muskelschwund zu leiden, aber kurzzeitige Hänger im Ansprechverhalten sorgen trotz hoher Gesamtleistung für etwas Verdruss. Auch die Performance der X1600-Grafik bleibt deutlich hinter der vergleichbarer Notebooks zurück. Die Akkulaufzeit ist mit rund 2 Stunden etwas knapp bemessen.
Das Kapitel Lüftergeräusch fällt beim EasyNote V7800 hingegen nahezu vorbildlich aus. Trotz starker
EasyNote V7800: Solide Verarbeitung und flüsterleiser Dauerbetrieb.
Kernkomponenten und X1600-Grafik bleibt der Geräuschpegel auch bei hoher Leistungsabgabe sehr niedrig, auch die Erwärmung hält sich auf sehr geringem Niveau. Richtig gut hat uns beim Packard Bell EasyNote V7800 das 15,4-zöllige DiamondView-Display gefallen. Dank prächtigen Farben, satter Kontraste und einer erstaunlichen Farbneutralität macht das Arbeiten am Breitbild-LCD richtig Spaß.
Unterm Strich empfiehlt sich das Packard Bell EasyNote V7800 also für Anwender mit Mut zur Extravaganz, die ein solides, leises Multimedia-Notebook suchen und 3D-Spieleleistung nicht auf Platz 1 der Prioritätsliste haben.
Markantes, solides Gehäusedesign und angenehme Eingabegeräte
EasyNote V7800: Optisch klasse, verlangt aber nach passionierter Intensivpflege.
Das Packard Bell EasyNote V7800 präsentiert sich bei den 15,4-zölligen Multimedia-Notebooks mit klassenüblichen Abmessungen von 35,8 x 3,5 bis 4,0 x 25,4 Zentimetern und einem für diese Klasse ebenfalls unspektakulären Lebendgewicht von 2,85 Kilogramm. Alles andere als gewohnt zeigt sich das neue Dual-Core-Notebook aber in Sachen Optik und Gehäusematerialien. Der schwarze, hoch glänzende LCD-Deckel wirkt edel, das dezent bläulich illuminierte Packard-Bell-Logo verleiht der Deckelkonstruktion eine interessante optische Note. Der Hochglanzdeckel zeigte zwar nach Testablauf noch keinerlei Kratzspuren, allerdings zieht das verwendete Kunststoffmaterial Staub und alle Arten von Fusseln geradezu magisch an. Selbst durch massiven Einsatz von Antistatiktüchern und zwei großen Dosen Druckluftspray war dem permanenten Staub- und Fusselanhaftungen nicht beizukommen. Zusätzlich ist auf dem Hochglanzmaterial wirklich jeder Fingerabdruck zu sehen, der Anwender dürfte hier also öfters das Staub- oder Mikrofasertuch zücken dürfen. Packard Bell sollte hier durchaus über die Verwendung eines zumindest hinsichtlich statischer Aufladung weniger sensiblen Gehäusematerials nachdenken.
EasyNote V7800: Die Gehäusematerialien sind solide, die Qualität stimmt.
Beim Notebookchassis und den verwendeten Gehäusematerialien gibt das Packard Bell EasyNote V7800 sowohl haptisch als auch mechanisch eine durchweg gute Figur ab. Lediglich beim glänzenden Deckel des Packard Bell EasyNote V7800 sollte der Anwender etwas Vorsicht walten lassen. Beim Verstellen bitte nicht zu starken Druck auf die Außenseite des Glanzdeckels ausüben, da schon sachter Fingerdruck vehemente Bildstörungen am eingeschalteten LCD provoziert. Dafür wird die LCD-Konstruktion durch stabile Deckelscharniere bei jedem Neigungswinkel sicher festgehalten und schwingt praktisch nicht nach. Die Geräteunter- und -oberschale sind zwar ebenfalls aus Kosten sparenden Kunststoffen gefertigt, verleihen dem Packard Bell EasyNote V7800 aber dennoch eine ganz passable Stabilität. Das Chassis verwindet sich auch beim Anheben mit einer Hand nur wenig und die von Kunststoffen her gewohnten Knarrgeräusche sind nur ganz selten zu vernehmen. Auch beim stärkeren Druck auf die beiden Handballenauflagen ist praktisch davon nichts zu hören. Haptisch wirkt insbesondere die Geräteoberschale mit einer etwas weicheren und leicht strukturierten Oberfläche angenehmer als bei so manchem Konkurrenzprodukt. Bei den Zusatztasten zur schnellen Bedienung verschiedener Gerätefunktionen hat Packard Bell beim V7800 allerdings gespart. Lediglich am rechten Rand der oberen Abdeckung lugt ein blau illuminierter runder Einschaltknopf hervor. Unscheinbar, ja fast schon versteckt, wirkt der kleine
EasyNote V7800: Unscheinbarer ECO-Taster mit großer Wirkung zum Strom sparen.
ECO-Taster links davon. Auf den ersten Blick ist dieser Schalter zum Energiesparen im Akkubetrieb für den so genannten Silent-Modus leicht zu übersehen. Im Netzbetrieb ist der Silent-Taster nämlich unbeleuchtet und wegen der zum Schwarz der Abdeckung nur schwach kontrastierenden dunkelblauen Aufschrift mag der unbedarfte Anwender eher an einen Zieraufdruck denn an eine Schalterbeschriftung denken. Zudem erhält der Anwender auch beim Durchblättern der Kurzanleitung zum Notebook keinerlei Hinweis auf den Button – doch dazu in einem anderen Kapitel mehr. Weitere Tasten und Schalter zur Mediensteuerung, dem schnellen Aufruf des bevorzugten Internetbrowsers sowie zur An- und Abschaltung von Wireless LAN und Touchpad sucht man hingegen vergebens.
EasyNote V7800: Haptisch angenehme Tastatur und großes edles Touchpad.
Die mattschwarze Tastatur bietet dem Anwender 88 Tasten an, die beim EasyNote V7800 bis auf die vertauschten Fn-/Strg-Tasten auf der linken Seite auch klassisch angeordnet sind. Mit 1,50 x 1,25 Zentimetern effektiver Betätigungsfläche für die Buchstabentasten und leicht angerauter Oberfläche vermittelt das Eingabegerät damit einen guten taktilen Kontakt. Auch haptisch kann das Packard Bell EasyNote V7800 mit einem angenehmen Schreibgefühl beim Tippen aufwarten. Der Tastenanschlag wirkt dabei satt, allerdings vermissen wir einen etwas klarer definierten Druckpunkt. Die Tastaturfläche selbst lässt sich nur wenig durchbiegen, lediglich in der rechten unteren Ecke bei den Navigiertasten sackt die Tastatur bei etwas deutlicherem Fingerdruck rund einen bis zwei Millimeter ab. Die Tasten des EasyNote V7800 arbeiten beim Betätigen angenehm leise und klappern bis auf die etwas lautere Enter-Taste auch vergleichsweise wenig. Das sehr große und extravagant oval gestaltete Touchpad sieht optisch sehr hochwertig aus. Aber auch beim Navigieren des Mauszeigers auf der immerhin 9,0 x 5,2 (!) Zentimeter messenden Touchpad-Fläche punktet der Mausersatz. Das Pad arbeitet je nach Treibereinstellung langsam und präzise, lässt aber eine schnelle Navigation über die gesamte Bildschirmfläche zu. Edel: Die beiden Touchpad-Tasten sitzen unter einer oval geformten edlen Leichtmetall-Einfassung, die das Touchpad elegant umrundet. Das Klickgeräusch klingt zudem satt und dezent – klasse.
Unterm Strich präsentiert sich das Packard Bell EasyNote V7800 mit einer außergewöhnlichen Optik und einer durchwegs
EasyNote V7800: Edler und funktioneller Metallrahmen für die Touchpad-Tasten.
soliden Qualitätsanmutung beim Chassis. Bei der Bewertung der mechanischen Tastatur- und Touchpad-Eigenschaften gibt es beim Packard Bell EasyNote V7800 ebenfalls nicht wirklich viel zu meckern. Lediglich beim Bedienungskomfort muss der Anwender beim Packard Bell EasyNote V7800 kleinere Abstriche hinnehmen. Zusätzliche Tasten oder Schalter zur schnellen und einfachen Bedienung wichtiger Systemaufgaben würden dem Packard Bell EasyNote V7800 zweifelsfrei gut zu Gesicht stehen. Der ECO-Taster für den Silent-Modus ist eine feine Sache. Allerdings sollte dem Anwender eine derart nützliche Zusatzfunktion sowohl am Notebook selbst sofort ins Auge springen, als auch entsprechend in der Kurzanleitung dokumentiert sein.
Aktuellste Centrino-Duo-Mobiltechnologie, aber schwache X1600-Grafik
EasyNote V7800: Leicht zugängliche Kernkomponenten an der Unterseite.
Unter der Haube des 15,4-zölligen Topmodells von Packard Bell arbeit Intels aktuelle und starke Centrino-Duo-Mobiltechnologie mit dem Codenamen Napa. Als technologisches Rückgrat fungiert beim EasyNote V7800 dabei Intels 945PM-Express-Chipsatz (Codename Calistoga), der ohne den integrierten Grafikkern Intel Graphic Media Accelerator 950 auskommt. Als duales Gehirn rechnet der flott arbeitende Doppelkern-Prozessor T2300 (Codename Yonah) mit einer Taktfrequenz von immerhin 1,66 GHz. Der üppig dimensionierte Level-2-Cache von 2 MByte des Yonah-Prozessors sowie der gegenüber den Vorgänger-CPUs mit 667 MHz nunmehr schnellere FSB sorgt im V7800 für hohe Rechenleistung. Der Hauptspeicherausbau des Packard Bell EasyNote V7800 ist mit einer Kapazität von 1.024 MByte ebenfalls auf klassenüblichem Niveau. Als Speicher kommen im EasyNote V7800 nicht die ganz schnellen DDRII-667-Speicherriegel zum Einsatz, sondern zwei ebenfalls
nicht gerade langsame DDRII-533-Module (PC4200) mit je 512 MByte. Den Hauptspeicher kann der Anwender aber bei Bedarf natürlich auch auf bis zu 2 GByte RAM aufrüsten. Um an die beiden RAM-Slots zu gelangen, muss hierfür zwar der großflächige Wartungsdeckel an der Geräteunterseite entfernt werden, dafür erlangt der Anwender aber so auch gleich Zugang zu weiteren Systemkomponenten wie beispielsweise dem CPU-Lüfter. Sollte dieser nach regem Dauergebrauch wegen starkem Staubansatz an Atemnot leiden, kann der Anwender den Minilüfter mit Druckluft aus der Dose somit gleich sauber pusten.
EasyNote V7800: Komplexe, aber effektive und leise Kühlanlage.
Für die schnelle Aufbereitung der Pixeldaten zeigt sich im EasyNote V7800 die PCI-Express-Grafikkarte Mobility Radeon X1600 von ATI verantwortlich. Als externe Grafiklösung verfügt der Mobility Radeon X1600 über immerhin zwölf Pixel- und fünf Vertex-Shader sowie vier Textureinheiten – im Vergleich zur „kleineren“ X1400 mit „nur“ vier Pixel- und zwei Vertex-Shadern schon ein deutliches Ausstattungsplus. Natürlich ist die X1600 dank MPEG-2-HD- und H.264-Beschleunigung auch für die Wiedergabe von hoch auflösenden Videos in HD-Qualität bestens gerüstet. Die Mobility Radeon X1600 unseres Packard Bell EasyNote V7800 integriert 128 MByte eigenen, dedizierten Videospeicher. Zusätzlich kann die X1600 aber mittels einer von ATI mit HyperMemory benannten Funktion weiteren Hauptspeicher (RAM) zusätzlich belegen und so eine Gesamtkapazität von bis zu 512 MByte Videospeicher erreichen. In den Benchmark-Tests konnte das Packard Bell EasyNote V7800 aber trotz schneller X1600-Grafik bei der Leistung nicht mit äquivalent ausgestatteten Notebooks wie dem Asus A6JA-Q001H mithalten. Je nach Treibereinstellung (Ver. 8.206 vom 23.02.2006) erreicht die X1600 beim 3DMark2003 Werte von 2.088 bis maximal 4.611 Punkten und liegt damit deutlich unter dem Niveau vergleichbar ausgestatteter Notebooks anderer Hersteller. Eigentlich hätten die Testredakteure von der ATI Mobility Radeon X1600 beim 3DMark03 einen Wert von deutlich über 6.000 Punkten erwartet. Worin letztendlich das schwache Abschneiden der X1600 beim Packard Bell EasyNote V7800 begründet liegt, war in der Kürze des zur Verfügung stehenden Testzeitraumes leider nicht schlüssig zu klären. Selbst die Installation neuer und „gemoddeter“ Treiber brachte keine nennenswerte Verbesserung der Grafikleistung. Die einzige Möglichkeit, mehr Leistung aus dem V7800 zu holen, bestand im Anheben von Chip- und Speichertaktung der
EasyNote V7800: GPU und Grafikspeicher am absoluten Takt-Maximum.
X1600. Die standardmäßig mit 418 MHz GPU- und 351 MHz Speichertakt laufende Grafikkarte erzielte mit unseren festen Einstellungen 4.457 Punkte im 3D-Mark. Durch langsames Ausreizen der Taktungen langten wir schließlich bei einem finalen Stand von 486 MHz Chip- und 468 MHz Speichertakt an, bei denen das System bei gleichen Benchmark- und Treibereinstellungen immerhin 5.689 Punkte abliefert. Damit lag sie dennoch immer noch rund 800 Punkte unter dem Benchmarkergebnis des Asus A6JA-Q001H, das hier mit den gleichen Einstellungen und ebenfalls mit einer X1600 ausgerüstet 6.452 Punkte erzielte. Und das, obwohl sie mit 452 MHz Chip- und 352 MHz Speichertakt mit ihren nicht übertakteten Grundeinstellungen lief. Ähnlich übertaktet wie die X1600 des Packard Bell EasyNote V7800 dürfte sie den Vorsprung wieder locker auf den alten Wert ausbauen. Der einzige uns ersichtliche Unterschied zwischen den beiden verbauten X1600-Versionen liegt in der Größe des dezidierten Videospeichers: Die X1600 des Asus hat 256, die des Packard Bell dagegen nur 128 MByte. Immerhin erwärmte sich das Notebook selbst bei maximaler Übertaktung nicht mehr als vorher, lediglich der – von Haus aus sehr leise – Lüfter lief einen Tick schneller und damit lauter. Systemabstürze oder Artefaktbildungen auf Grund der Übertaktung konnten wir dagegen nicht verzeichnen.
EasyNote V7800: Statt Momentus 4200.2 wünschen wir uns hier Momentus 5400.2.
Bei den Massenspeichern integriert das Packard Bell EasyNote V7800 eine nominell 80 GByte fassende Ultra-ATA-Festplatte des Typs ST9808210A (Momentus 4200.2) von Seagate. Damit steht dem Anwender genug Speicherplatz für umfangreiche Datensammlungen und Sicherungsaufgaben zur Verfügung. Unter SiSofts Sandra erreicht die ST9808210A bei unseren Datentransfertests zwar optimistisch hohe 19,6 MByte/s, allerdings fällt die praktische Datentransferleistung beim Kopieren unseres 4,26 GByte großen Mixes aus großen und kleinen Dateien mit 8 bis 9 MByte/s schon weitaus bescheidener aus. Die Momentus 4200.2 rotiert zwar mit einer tatsächlichen Spindelgeschwindigkeit von 5.400 U/min, allerdings klassifiziert Seagate selbst die ST9808210A mit einer Gesamtperformance auf dem Niveau üblicher 4.200er Festplatten. Mit dieser Geschwindigkeit geraten zwar auch großvolumige Datensicherungen nicht über Gebühr zum Geduldsspiel, allerdings würde eine „klassische“ 5.400er HDD wie die Fujitsu MHV2100BH oder natürlich auch Seagates Momentus-5400-Serie deutlich besser zu einem aktuellen und flott arbeitenden Dual-Core-Notebook passen.
EasyNote V7800: Leiser 8facher DVD-Brenner ND-6650A von NEC.
Als weiteren modernen Massenspeicher hat das EasyNote V7800 ein optisches Laufwerk von NEC an Bord. Der DVD-Brenner ND-6650A soll neben einer maximal achtfachen DVD-Brenngeschwindigkeit auch Double-Layer-Medien (DL-Medien, -R & +R) mit bis zu vierfacher Geschwindigkeit beschreiben können. Beim DVD-Transfertest zur Festplatte erzielt das im EasyNote V7800 verbaute ND-6650A mit 4,7 (DVD-R) respektive 7,2 MByte/s (DVD-ROM) klassenübliche Datentransferleistungen. Bemerkenswert: Das NEC-Laufwerk arbeitet für einen Vertreter der schnellen Notebook-DVD-Brenner mit 8x-Speed erstaunlich ruhig. Aufgefallen: Beim probeweisen Beschreiben eines aktuellen 16fachen DVD+Rohlings von TDK kapitulierte der ND-6650A und toastete die Silberscheibe mit falscher Schreibstrategie. Dies ist allerdings wenig verwunderlich, da so ziemlich alle derzeit verwendeten 8fach-DVD-Brenner in Notebooks die „neuen“ 16fach-Medien noch nicht in der Firmware haben dürften. Da bleibt nur der Rat, entweder fleißig 8fach-Medien zu bunkern oder beim Notebookhersteller auf ein Firmwareupgrade für den DVD-Brenner zu pochen. Letzteres wird aber erfahrungsgemäß wohl nicht oft von Erfolg gekrönt sein.
EasyNote V7800: Passable Lesegeschwindigkeit des ND-6650A.
Paradox: Bei den synthetischen Leistungsmessungen erreicht das Packard Bell EasyNote V7800 überraschend hohe Leistungsergebnisse. Diese stehen aber im Gegensatz zu den subjektiven Eindrücken bei den praxisbezogenen Anwendungstests. Trotz nominal starker Dual-Core-Kernkomponenten, einem satten Gigabyte RAM sowie theoretisch flotter Grafik und Festplatte enttäuscht das Packard Bell EasyNote V7800 beim ganz normalen Arbeiten unter Windows etwas. Ob simples Starten von Programmen, einfache Fotoarbeiten in Adobes Photoshop oder nur der Aufruf von ATIs Catalyst Control Center – das Packard Bell EasyNote V7800 scheint permanent mit angezogener Handbremse unterwegs zu sein. Eine Überprüfung via RMClock (siehe Samsung X60-T2300 Chane) zeigt zwar die übliche und sinnvolle Nutzung der erweiterten Intel Stromsparmodi (EIST (Enhanced Intel Speedstep Technology), C2/C4), allerdings scheint das Timing-Verhalten der Kernkomponenten im Vergleich zu Klassenkameraden insgesamt doch noch konservativer zu verlaufen. Diverse Modifikationen mit RMClock (Throttling, EIST etc.) inklusive kompletter Neuinstallation mit aktuellsten Treibern brachten aber dennoch keine deutliche Verbesserung des subjektiv zähen Ansprechverhaltens. Somit können wir nach Abschluss der synthetischen Leistungstests und anschließendem ausführlichen und praxisnahen Arbeiten am Packard Bell
EasyNote V7800: Das "soll" der ND-6650A von NEC alles können.
EasyNote V7800 nur konstatieren, dass für die tägliche Büroarbeit am EasyNote V7800 zwar sicherlich mehr als genug Leistung abrufbar ist, diese aber im Klassenvergleich von deutlicher wahrzunehmenden kurzen Hängern (Lags) begleitet wird. Offen bleibt ebenso die verdächtig niedrige Grafikperformance. Nach unseren Übertaktungsmaßnahmen hinsichtlich der Grafikkarte traten Lags und Hänger in der Praxis aber kaum mehr auf – seltsam. Auch die 3D-Performance konnten wir wie beschrieben steigern, aber selbst bei maximaler Übertaktung bleibt die Performance der ATI Mobility Radeon X1600 weit hinter den Erwartungen zurück, die wir auf Grund unserer Erfahrungen mit gleichen oder Konkurrenzprodukten hegten.
Kurze Akkulaufzeit, aber leises Betriebsgeräusch und geringe Erwärmung
EasyNote V7800: Der 48,84-Wh-Akku hält bei üblicher Nutzung 2 Stunden durch.
Beim Stromverbrauch zeigt sich das Packard Bell EasyNote V7800 nicht als Kostverächter und genehmigt sich mit 30,1 Watt im Leerlauf einen gehörigen Schluck aus der Steckdose. Im Klassenvergleich rangiert das Packard Bell EasyNote V7800 somit deutlich über dem stark Strom sparenden Samsung X60-T2300 Chane (19,0 Watt) und überholt auch gleich noch das Sony Vaio VGN-FE11M mit 28,90 Watt. Zusammen mit dem Toshiba Satellite A100-169 (30,20 Watt) wird das V7800 in dieser Leistungsklasse nur noch vom Strom fressenden Amilo Pi1536 überflügelt. Die Akkulaufzeit fällt im Batterietest daher ohne Einsatz besonderer Stromsparmaßnahmen und ohne Aktivierung des Stromspar-Schalters ECO (Silent-Modus) wie erwartet recht kurz aus. Dem 48,84 Wh starken Lithium-Ionen-Akku geht so schon nach rund zwei Stunden die Kraft aus. Umfassende Systemtools zur Energieverwaltung und Leistungssteuerung der Systemkomponenten liefert Packard Bell dem Anwender nicht mit. Der Anwender muss daher mit den Windows eigenen Bordmitteln zur Energieverwaltung auskommen oder sich gleich externer ThirdParty-Programme und -Mittel bedienen (siehe auch Verbesserung der Akkulaufzeit).
Allerdings hat Packard Bell dem EasyNote V7800 wie Eingangs beschrieben eine unscheinbare Silent-Modus-Taste links vom Netzschalter spendiert. Im Netzbetrieb stellen wir beim Drücken dieses Energiesparschalters keinerlei Auswirkungen auf die CPU-, Cache-, FSB- und
EasyNote V7800: "Dicker Auspuff" mit angenehmem Sound!
Speicherparameter fest. Im Batteriebetrieb genügt aber ein kurzer Fingertipp auf die ECO-Taste und schon fängt der kleine Taster blau zu blinken an. Das Blinken signalisiert eine langsame und kontinuierliche Absenkung des CPU-Taktes auf rund 800 MHz sowie ein Zurückschalten des FSB-Taktes auf etwa 133 MHz. Zugleich wird auch die Displayhelligkeit gleich um ein paar Stufen heruntergeschraubt. Nach Erreichen der definierten Taktraten wechselt das Blinken zum Dauerlicht, sprich der ECO-Schriftzug ist dann deutlich sichtbar permanent illuminiert. Im Leerlauf läuft der CPU-Lüfter dann noch einige Zeit nach, um dann aber völlig zu verstummen. Für das Zurückkehren zum Normal-Modus genügt eine erneute Betätigung der ECO-Taste oder der Anschluss ans Netzteil. In der Praxis bringt dies aber nicht sonderlich viel. Im Vergleich zu den 2 Stunden und 6 Minuten im normalen Akkubetrieb kommt man im ECO-Betrieb auf 2 Stunden und 20 Minuten – also rund eine Viertelstunde mehr. Wer also auf Nummer sicher gehen will und mit dem Packard Bell EasyNote V7800 zumindest einen halben Arbeitstag lang mobil und fernab der Steckdose arbeiten möchte, sollte beim Kauf des Notebooks den Erwerb eines optionalen Zusatzakkus ernsthaft in Betracht ziehen.
Beim Betriebsgeräusch präsentiert sich auch das Packard Bell EasyNote V7800 wie schon einige der anderen kürzlich getesteten Dual-Core-Notebooks als angenehmer Zeitgenosse. Lüfterverhalten und die Erwärmung bleiben selbst unter Volllast bei den intensiven Grafiktests bemerkenswert niedrig. Der auf der linken Geräteseite ausblasende CPU-Lüfter verrichtet beim EasyNote V7800 zwar ohne Zuschaltung des Silent-Modus (ECO-Taste) permanent
EasyNote V7800: Der Lüfter bläst an der linken Geräteseite aus.
seine Kühldienste, tut dies aber stets mit moderatem Pegel und mit einem niederfrequenten und dezenten Laufgeräusch. Während der üblichen Arbeitszeit sollte das Lüftergeräusch im Büro daher auch sensible Ohren nicht weiter stören. Aber auch in den ruhigen Abendstunden am heimischen Schreibtisch sollte dem durchschnittlichen Anwender das leise säuselnde Rauschen aus dem Lüfterslot nicht sonderlich auffallen. Auch bei der Temperaturentwicklung verhält sich das Packard Bell EasyNote V7800 eher unauffällig. Angesichts der gebotenen Leistung und im Klassenvergleich bewahrt das Packard Bell EasyNote V7800 stets einen kühlen Kopf. Die Erwärmung der Oberschale hält sich auch unter stressigen Testbedingungen auf niedrigem Niveau, die Handballenauflagen und der davor liegende Tastaturbereich bleiben insgesamt recht kühl. Lediglich im linken hinteren Bereich direkt über dem Auslass des CPU-Grafik-Lüfters stellen wir bei starker Leistungsabfrage eine deutliche Erhitzung des schmalen Gehäuserahmens fest. Je nach Dauer und Intensität der Belastung erfolgt im Test auch eine sukzessive Erwärmung der anliegenden Tastaturbereiche und der Notebook-Unterseite. Allerdings bleibt auch dort die Temperaturentwicklung im absolut akzeptablen Rahmen.
EasyNote V7800: Die Erstellung der Master-DVD hat prima geklappt.
Packard Bell liefert das EasyNote V7800 gänzlich ohne Datenträger für Betriebssystem, Tools, Treiber und Anwendungsprogramme aus. Lediglich die übliche Werbe-CD eines großen amerikanischen Online-Anbieters darf natürlich nicht fehlen. Wenigstens bietet Packard Bell dem Kunden neben der Option, die für eine Neuinstallation notwendigen Wiederherstellungsdaten auf eine Master-DVD (oder mehrere CDs) selbst brennen zu müssen, auch ein schnelles und unkompliziertes Festplatten-Recovery an. Damit kann der Anwender beim Booten via F11-Taste sehr schnell die Originalkonfiguration seines Packard Bell EasyNote V7800 wieder herstellen – solange der Anwender die dafür notwendige Partition nicht gelöscht und den Boot-Sektor der HDD jungfräulich unangetastet belassen hat. Packard Bells weitere Option zur Erstellung einer Sicherungskopie, genannt Master CD/DVD Creator haben wir ebenfalls kurz ausprobiert. Die Erstellung der Master-DVD auf einen 8fach DVD+R-Rohling von Sony dauerte exakt 8 Minuten 14 Sekunden, nach 14 Minuten 32 Sekunden wurde die frisch erstellte
EasyNote V7800: Die Backup-Partition sollte man auf der HDD belassen.
Recovery-DVD erfolgreich überprüft und danach automatisch ausgeworfen. In der Praxis könnte die Erstellung einer Master-DVD aber durchaus etwas problematischer verlaufen. Wagt sich der Anwender gerade kurz nach dem Kauf und ohne konkrete Kenntnisse darüber, ob nun der gerade vorrätige CD-/DVD-Rohling auch mit dem Notebook-Brenner kompatibel ist, an die Erstellung des entsprechenden Sicherungssatzes, dann kann ein solches Unterfangen schnell zum Lotteriespiel geraten. Die Systemwiederherstellung kann aber auch unter Windows über den Programmpunkt Packard Bell Smart Restore angestoßen werden. Wie bei allen Packard-Bell-Notebooks wird hier die mitgelieferte Software zentral de- und installiert – umständlich, da die Software-Option in der Systemsteuerung nicht genutzt wird. Allerdings verbirgt sich hier unter einem unscheinbaren Symbol am unteren Rand des Fensters eben auch die Systemwiederherstellung, die das Notebook in den werksseitig vorgegebenen Zustand zurückversetzt.
EasyNote V7800: Der Antenneneingang ist blind geschaltet.
Bei der Kommunikations- und Schnittstellenausstattung bietet das Packard Bell EasyNote V7800 dem Anwender bis auf einen modernen DVI-Port die übliche Standardkost. Für Kabel-Netzwerke darf neben dem 100-MBit-LAN auch das obligatorische 56K-Modem nicht fehlen. Drahtlos kann der Benutzer dank Intels Pro/Wireless-3945ABG-WLAN-Modul mit Funknetzen aller drei WLAN-Standards kommunizieren. Allerdings lässt die WLAN-Empfangsqualität beim Packard Bell EasyNote V7800 mehr als nur zu wünschen übrig. Selbst zum nur rund 1,5 Meter entfernten Access Point, der hinter einem dünnen Raumteiler aus Gipskarton steht, will das EasyNote V7800 im Test einfach keine stabile Verbindung aufbauen. Eine saubere und kontinuierliche Netzwerkverbindung erhalten wir trotz verschiedenster Treibermodifikationen und akrobatischer Router-Halte-Einlagen nur in unmittelbarer Nähe des Access Points. Über eine Zusatztaste oder -Schalter zum komfortablen Aktivieren beziehungsweise Deaktivieren des WLAN-Chips verfügt das EasyNote V7800 zwar nicht, allerdings kann dies der Anwender auch über die Tastenkombination Fn+F1
EasyNote V7800: Mit eigenem S/PDIF-Port zum optischen Anschluss ans Heimkino.
oder den Radio-Status-Button in der Info-Leiste erledigen. Bluetooth und Infrarot zur drahtlosen Kommunikation mit verschieden Peripheriegeräten wie Headsets, Handys und PDAs integriert unser Testgerät hingegen nicht. Bei den Schnittstellen finden sich neben vier schnellen USB-2.0-Buchsen auch ein S-Video-Port, Firewire und die üblichen Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer. Zusätzlich zu den beiden standardmäßigen 3,5-mm-Audioports integriert das EasyNote V7800 auch eine dritte Buchse an der Frontseite. Diese ist mit einem optischen S/PDIF-Sender ausgestattet und erlaubt in Verbindung mit einem geeigneten TOS-Link-Kabel einen qualitativ hochwertigen Anschluss an die heimische digitale Surround-Anlage.
Auf einen konventionellen VGA-Ausgang wurde beim V7800 zu Gunsten eines moderneren DVI-I-Port verzichtet. Allerdings liefert Packard Bell keinen Adapterstecker oder -kabel für ältere Monitore mit. Am DVI-I-Ausgang kann der Benutzer auch hochwertige externe Monitore sowohl analog (mit
EasyNote V7800: Mit zukunftssicherem ExpressCard-Slot.
nachgekauftem Adapter) als auch verlustfrei digital ansteuern. Der auf unseren Fotos zum EasyNote V7800 sichtbare Antenneneingang ("TV") an der Rückseite des Notebooks ist übrigens inaktiv, da unser Testgerät nicht über eine TV-Tuner-Option verfügt. Ein 4in1-Kartenleser, der mit Flash-Speicherkarten des Typs MemoryStick (MS), MemoryStick Pro (MS-Pro), MultiMediaCard (MMC) und SecureDigital (SD) umzugehen weiß, sowie ein zukunftssicherer Steckplatz für ExpressCards beider Kartentypen (34/54 mm) runden das Anschlusssegment beim Packard Bell EasyNote V7800 positiv ab. Einen Slot für ältere PCMCIA-Karten sucht man aber vergebens, ältere PC-Cards kann man so nicht mehr nutzen.
Artikel-Bewertung
Bisher hat 1 User abgestimmt
(Wert: 5)
(Die Bewertung ist nur als registrierter Benutzer möglich)
Kommentare zum Artikel
( 6 Antworten ) Zur Diskussion im Forum
Hi Leute,
laut ATI x1600 Spezifikationen sollten die Mobility Radeons alle eine 128bit-Anbindung haben.
Anbei ein kleiner Spezifikationsschnitzek build by ATI :)
... die Mobility™ Radeon® X1600 liefern dank der einmaligen Ultra-Thread-Prozesse und des neuen Ring-Bus-Speicher-Controllers mit einer Speicherschnittstelle von maximal 128 Bit eine hervorragende...
Ja, das kann durchaus gut sein. Alleine durch den kleineren Grafikspeicher ist der starke Performanceverlust sonst wohl kaum zu erklären.
Die X1600 in dem von uns getesteten Asus A6JA holt sich bei Bedarf zu ihrem fest verbauten, 256 MByte großen Grafikspeicher ebenfalls per Hypermemory zusätzlichen Speicher aus dem RAM hinzu. Aufgrund ihrer guten Performance...