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TEST Packard Bell EasyNote W 3450
Günstiger 17-Zoll-Allrounder mit TV-Tuner
von Ronald Tiefenthäler am Mo, 21.11.2005



Unbefriedigendes 17“-WXGA-Display, genug Schnittstellen
Vorweg: Schade, dass es beim preisgünstigen Packard Bell EasyNote W 3450 nicht (noch) für ein besseres LCD gereicht hat. Angesichts des durchwegs positiven Eindrucks bei der Gehäusebewertung, den angenehmen und stabilen Eingabegeräten

Bild: Notebookjournal.de/RT
EasyNote W 3450: Würde das LCD nur das Werbeversprechen erfüllen...
und der guten Gesamtausstattung des Packard Bell EasyNote W 3450 würde ein helleres, ausgewogeneres und leichter ablesbares Display viel besser zum W 3450 passen. Leider konnte das Notebook-LCD des EasyNote W 3450 in den Monitortests nicht wirklich überzeugen und wurde von den Testredakteuren einhellig als bestenfalls ausreichend bewertet.

Mit einer Bildschirmdiagonalen von satten 17 Zoll bietet das WXGA-Display des Packard Bell EasyNote W 3450 im 16:10-Format immerhin eine Auflösung von 1.440 x 900 Bildpunkten. Mit dieser Auflösung und Panelgröße lassen sich DVD-Filme schon recht kommod ansehen. Zudem bietet eine solche Kombination natürlich auch bei üblichen Office- und Bildbearbeitungsprogrammen einen zusätzlichen Platz- und Anzeigegewinn. Laut Hersteller ist das LCD des EasyNote W 3450 mit der Bildverbesserungs-Technologie Diamond View ausgestattet. Aus dem „Technofile“ zur Diamond-View-Technik entnehmen wir: Diamond View „...ist eine spezielle Oberflächenbeschichtung, die eine fernsehähnliche Farben- und Bildqualität auf dem LCD Display ermöglicht...“. Und: „...Packard Bell Diamond View ist eine spezielle Polarisierungs-Beschichtung, die die Blendung reduziert, ohne die Streuung des Lichtes auf den Bildschirm zu übertragen... Mit Hilfe von Diamond View ist die Bildqualität von Packard Bells LCD-Displays mit der von

Bild: Notebookjournal.de/RT
EasyNote W 3450: Das Notebook-LCD spiegelt höllisch stark!
High-End-Home-TV-Sets konkurrenzfähig. Farben haben die Tiefe und Ausstrahlung, von denen Filmregisseure und Fotografen träumen. Dunkle Film Szenen wirken nicht mehr verwaschen und undeutlich, selbst die feinsten Details auf Fotos sind sichtbar. Durch die gesteigerte Schärfe ist es einfach auch kleine Schriften auf Websites zu entziffern...“ So weit das Zitat aus dem „Technofile“ von Packard Bell.

Bei der subjektiven Bildbeurteilung des LCDs des Packard Bell EasyNote W 3450 fällt den Testredakteuren hingegen sofort die sehr dunkel wirkende Grundhelligkeit des Displays ins Auge. Zudem spiegelt das Panel des EasyNote W 3450 schon beim ersten Bildeindruck höllisch, auch kleinste Lichtquellen und die weiße Wand im Rücken der Testredakteure reflektieren sich im Monitor vehement. Intuitiv erfolgt der Klammergriff auf die Funktionstasten zur Erhöhung der Bildschirmhelligkeit – aber wir sind bereits auf maximaler Helligkeitsstufe. Bei unserer 9-Zonen-Leuchtdichtemessung erhärtet sich dann dieser subjektive visuelle Bildeindruck. Wir messen nur eine recht spärliche Grundhelligkeit von gerade einmal 99,8 cd/m² im Netzbetrieb und marginal höheren 101 cd/m² unter Akkulast. Die ermittelten Werte für die maximale Helligkeit liegen somit deutlich unter den Resultaten, die wir bei anderen Notebooks dieser Klasse verbuchen konnten. Im Netzbetrieb ermitteln wir für das LCD des Packard Bell EasyNote W 3450 einen Helligkeitsunterschied von 122,1 (!) Prozent zwischen der linken oberen Bildecke (62,8 cd/m²) und dem unteren mittleren Messsegment (139,5 cd/m²). Im Akkubetrieb klettert

Bild: Notebookjournal.de/RT
EasyNote W 3450: Der Schriftzug auf dem LCD-Deckel ist hellblau illumiert.
der Helligkeitsunterschied dann gar noch auf 123,1 Prozent. Lässt man die beiden oberen Bildschirmecken als dunkelste Ausreißer einmal bei der Betrachtung außen vor und nimmt damit den drittniedrigsten Wert vom linken mittleren Messsegment mit 85,7 cd/m², dann ergibt sich immer noch ein Unterschied von satten 62,8 Prozent.

Sowohl der fleckige Bildeindruck als auch der geringe Helligkeitseindruck beim subjektiven Betrachtungstest bestätigt sich also im Messlabor. Trotz der speziellen LCD-Oberflächenbeschichtung Diamond View bietet der Monitor des Packard Bell EasyNote W 3450 im Ergebnis nur eine schlechte Helligkeitsverteilung. Besonders unangenehm fällt auch das starke Durchschlagen der Hintergrundbeleuchtung bei weniger hellen Bildanteilen auf. Bei der subjektiven Beurteilung der Referenzfotos tritt eine weitere Schwäche des 17-Zöllers des Packard Bell EasyNote W 3450 deutlich zu Tage: Die Blickwinkelabhängigkeit ist sowohl vertikal als auch horizontal sehr dominant ausgeprägt. Der Anwender muss schon einen ganz exakten Neigungs- und Betrachtungswinkel im Auge behalten, um nicht postwendend mit einem deutlichen Verlust an Brillanz, Helligkeit und Kontrast bestraft zu werden. Beim Ansehen des DVD-Videotitels Der Herr der Ringe – Die zwei Türme sind besonders die dunklen Filmszenen nicht mehr sauber zu erkennen. Erst eine kräftige Erhöhung der Helligkeit/Gamma im Grafikkartentreiber macht den Spielfilm genießbar –

Bild: Notebookjournal.de/RT
EasyNote W 3450: Es sind gleich sechs (!) USB-2.0-Schnittstellen vorhanden.
allerdings mit Verlusten bei Farbbrillanz und Detailzeichnung. Einzig mit einer satten Farbwiedergabe kann das Panel des EasyNote W 3450 wieder etwas Boden gutmachen. Unterm Strich können wir dem LCD des Testgerätes unter Berücksichtigung aller Parameter aber bestenfalls ein „ausreichend“ vergeben – schade.

Als vollwertiges modernes Multimedia-Notebook darf auch beim Packard Bell EasyNote W 3450 die Kommunikationsausstattung nicht zu kurz kommen. Hier bietet das EasyNote W 3450 dem Anwender alles Notwendige an. Mit einem 100-Megabit-LAN-Anschluss und einem Modem-Port kann der Anwender das W 3450 problemlos in Kabelnetzwerken nutzen. Dank Wireless LAN sollten auch drahtlose Kommunikationsverbindungen zum nächsten Hot-Spot oder zum heimischen WLAN-Router kein Hindernis darstellen. Schön: An der Frontseite residiert im linken Bereich ein großer und - falls aktiviert - grün illuminierter Schnelltaster zum bequemen An- und Abschalten des WLAN-Moduls. Auf Bluetooth muss aber beim Packard Bell EasyNote W 3450 verzichtet werden. Herausragend: Gleich sechs (!) schnelle USB-2.0-Schnittstellen bietet das Packard Bell EasyNote W 3450 dem anschlusshungrigen Anwender an. Zusätzlich sind natürlich die üblichen Sound-Ports sowie je ein Firewire-, VGA- und S-Video-Port vorhanden. Ein DVI-Anschluss zur Nutzung hochwertiger externer Monitore fehlt aber. Dafür rundet ein 4in1-Kartenleser für die populären Flashspeicher der Formate SecureDigital, MemoryStick, MemoryStick Pro und MultiMediaCard das Anschlusssegment positiv ab.

Auf der nächsten Seite: Unser Fazit:



 


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Kommentare zum Artikel ( 1 Antwort )
Zur Diskussion im Forum

AW: Günstiger 17-Zoll-Allrounder mit TV-Tuner
von Computernutzer am Do, 03.07.2008 19:43 Uhr

Unbefriedigend bedeutet Schulnote 6, ein Display mit derartigen
Qualitätsmerkmalen ist dementsprechend unbrauchbar. Für mich
war es unterwegs jedenfalls unbrauchbar. Inzwischen werden
offenbar fast nur Notebooks mit unbrauchbaren Displays
verkauft. Weniger brauchbare Displays bringen den Herstellern
Vorteile. Sie verursachen weniger Garantieleistungen, Bürger
werden...

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Kategorie:
Multimedia-Notebooks ab 17 Zoll

Testergebnis
Multimedia-Notebooks ab 17 Zoll
Packard Bell EasyNote W 3450
befriedigend
Test vom 24.07.2006



PRO KONTRA

stabiles und hochwertiges Kunstoffgehäuse
hochwertige, haptisch angenehme Tastatur
Tastatur mit integriertem Nummernblock
hochwertiges Touchpad
Touchpadtasten in edlem Metallrahmen integriert
WLAN per Fronttaste an-/abschaltbar
Hybrid-TV-Tuner mit Eingang für Composite-/S-Video-Signale
drahtlose Fernbedienung
passable Lautsprecher
leiser Lüfter
Video-Adapterkabel dabei
unübliche Anordnung der Fn-Taste
langsame Western-Digital-Festplatte
langsamer LiteOn DVD-Brenner
Fernbedienung nur unter Windows
Bildstörungen bei analogen Videosignalen
sehr stark spiegelndes Display
sehr geringe Grundhelligkeit
inhomogene Helligkeitsverteilung
ausgeprägte Blickwinkelabhängigkeit
umständliches Handling der vorinstallierten Software



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