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TEST Panasonic Toughbook CF-29
Unverwüstliches Notebook für harte Jungs
von Ronald Tiefenthäler am So, 31.07.2005



„Solid as a rock“ - Gehäusestabilität auf Extremniveau
Das Toughbook CF-29 verlangt als Flaggschiff der Toughbook-Reihe von Panasonic zur Überraschung der Redakteure mit seinem Gewicht von 3,5 Kilogramm nicht nach Armmuskeln im Bodybuilderformat. Da wiegt so manches Desktop-Replacement-Notebook bedeutend mehr. Bereits erste

Bild: Notebookjournal.de/RT
Panasonic Toughbook CF-29: Ein harter Bursche mit echten Nehmerqualitäten.
Blickkontakte mit dem wuchtigen Gehäuse lassen die Haupteigenschaft des Toughbook CF-29 erahnen: Maximaler Schutz empfindlicher Komponenten. Dokumentiert wird dieser Schutzgrad des Toughbook CF-29 durch verschiedene erfolgreich absolvierte Zertifizierungen für Militär und Industrie, doch dazu später mehr.

Schon im geschlossenen Zustand wirkt der silberfarbene Gehäusedeckel mit seinem Prägemuster wie die moderne Version der Schicht-Panzerung eines Panzerungetüms. Das in unseren Augen attraktive Gehäusedesign wird durch vier nützliche
Deckel-Kantenschoner aus festem, schwarzen Kunststoff abgerundet. Auch der obere waagrechte Kantenbereich wird durch zwei zusätzliche Puffer aus dem gleichem Material unterstützt und geschützt. Clevere Detaillösung: In diese beiden Puffer sind je eine Wireless-LAN-Antenne für optimale Sende- und Empfangsleistung integriert. Sehr praktisch ist auch der integrierte, stabile Tragegriff, der der Schadensursache Nummer 1, dem unabsichtlichen Fallenlassen des Notebooks, wirkungsvoll begegnet.


Beim Aufklappen muss zuerst der massive Deckelriegel gedrückt werden, um beim Aufklappen die hohen Widerstandskräfte der superstabilen Displayscharniere überwinden zu können. Trotzdem gerät das Auf- und Zuklappen des Deckels nicht zur Kraftübung. Bei der weiteren Untersuchung der verwendeten Gehäusematerialien des

Bild: Notebookjournal.de/RT
Panasonic Toughbook CF-29: Moderne Hülle bietet Schutz für Extremsituationen.
CF-29-Deckels wird schnell klar, warum sich das Toughbook CF-29 hartnäckig allen Verdrehungs- und Drückversuchen an der Deckelkonstruktion widersetzt. Der komplette LCD-Rahmen ist vollständig aus einer dicken Magnesiumlegierung gefertigt. Auch die Geräteunter- und -oberschale des neu designten Toughbook CF-29 besteht aus einem äußerst widerstandsfähigen und dicken magnesiumlegierten Gehäuse. Wer mehr Schutz wünscht, braucht einen echten Tresor!

Die Tastatur ist wie der Rest des Toughbook CF-29 spritzwasser- und staubgeschützt und vermittelt einen grundsoliden optischen und haptischen Eindruck. Die einzelnen Tasten sitzen fest auf der Unterkonstruktion, da wackelt nichts. Beim Tippen gefällt die recht straffe Auslegung des Tastenhubs mit klar definiertem Druckpunkt. Das Tastaturlayout selbst folgt dem Standard-Design und erfordert keine Umgewöhnung. Man muss nicht umdenken und findet intuitiv und zielsicher jede einzelne Taste. Lediglich die etwas klein geratenen Rück- und Enter-Tasten könnten beim Schreiben anfangs etwas ablenken.

Unterhalb der Tastatur findet sich das kleine Touchpad und die zwei gummierten Pad-Tasten. Das Touchpad reagiert mit

Bild: Notebookjournal.de/RT
Panasonic Toughbook CF-29: Auch die Tastatur ist vor Spritzwasser geschützt.
Standardempfindlichkeit recht träge. Es bedarf schon eines kräftigen Drucks auf die Sensorfläche, bis sich der Mauszeiger in Bewegung setzt. Die beiden Touchpad-Tasten punkten hingegen mit sehr kurzen Schaltwegen und einem leisen Tastengeräusch. Da unser Testgerät zusätzlich mit einem Touchscreen ausgestattet ist, kann die Bedienung der Windowsoberfläche auch via Eingabestift erledigt werden. Wir ertappten uns dabei, das wir vorrangig den Touchscreen nutzten – feine Sache, das.

Der Ersteindruck vom Toughbook CF-29 fällt somit eindeutig aus: Das Toughbook CF-29 scheint dank seiner Panzerung besten für harte Outdoor-Einsätze gerüstet zu sein.

Semi Ruggedized, Business Ruggedized und Full Ruggedized
Panasonic bietet Anwendern, die auf der Suche nach robusten Notebookmodellen sind, drei Produktlinien an: Semi Ruggedized, Business Ruggedized und Full Ruggedized. Die drei Robustheits-Kategorien stehen dabei für den Grad an Sicherheit und Performance.

Panasonic definiert Semi Ruggedized (Medium Protection) als Basisschutz für häufig geschädigte Komponenten. So soll ein Fall aus 30 cm Höhe bei dieser

Bild: Notebookjournal.de/RT
Panasonic Toughbook CF-29: Das Touchpad ist robust aber nicht sehr sensitiv.
Toughbook-Klasse weder die Festplatte noch das Display in Mitleidenschaft ziehen. Neben einem Chassis aus einer Magnesiumlegierung zum Schutz für das empfindliche und kostspielige Display verfügen auch Semi-Ruggedized-Notebooks über einen Stoß absorbierenden Festplattenschutz. Die Semi-Ruggedized-Notebooks Light CF-W2 und CF-T2 sind mit einem Gewicht zwischen rund 1,2 bis 1,3 Kilogramm ultraleicht und bieten neben einem attraktivem Design auch eine erhöhte Systemsicherheit. Das schwerere Modell CF-51 eignet sich mit 1,6-GHz-Prozessor für leistungshungrigere Anwender. „Lüftergeschädigte“ Ohren wird es freuen, dass Panasonic beim CF-W2 und CF-T2 auf einen Lüfter verzichtet. Die Klasse Semi Ruggedized empfiehlt sich für Geschäftsreisende und Businesskunden, die neben einem attraktiven Design auch Wert auf eine erhöhte Sicherheit legen.


Bild: Notebookjournal.de/RT
Panasonic Toughbook CF-29: Modernste Centrino-Technologie für Extremtouren.
In der Klasse Business Ruggedized (High Ruggedized) bietet Panasonic derzeit das CF-73 an. Das CF-73 soll sich dank einer ausgewogenen Balance zwischen Nehmerqualitäten und elegantem Outfit vor allem für den Einsatz im Vertriebsaußendienst prädestinieren. Das Gehäuse besteht ebenfall aus einer Magnesiumlegierung, die Festplatte ist zudem vibrations- und stoßgeschützt gelagert. Auch beim CF-73 sollen Stürze aus 30 cm Höhe ohne Folgen bleiben, die Tastatur und das Touchpad sollen aber im Vergleich zu den Semi-Ruggedized-Notebooks wasserbeständig sein. Und Schnittstellen und Anschlüsse des CF-73 sind mit bruchsicheren Gummi-Abdeckungen ausgestattet.

Die höchsten Weihen hinsichtlich Schutz- und Sicherheitsmerkmalen bleibt der Klasse Full Ruggedized (Maximum Protection) vorbehalten. Neben dem Modell Toughbook CF-29 bietet Panasonic mit dem Toughbook CF-18 ein weiteres Gerät höchster Robustheit an. Mit einem

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Panasonic Toughbook CF-29: Der LCD-Deckel wirkt wie eine Reaktivpanzerung.
Gewicht von rund 2,1 Kilogramm ist es trotz Vollschutz recht leicht. Als Besonderheit lässt sich das CF-18 mit einem Handgriff vom klassischen Notebook in einen handlichen Tablet-PC verwandeln. Das integrierte 10,4-zöllige XGA-Display kann hierfür gedreht und über die Tastatur geschwenkt werden. Auch das CF-18 entspricht als Full-Ruggedized-Toughbook dem MIL-Standard MIL-STD 810F für Stoßfestigkeit und ist wasser- und staubgeschützt gemäß IP54-Norm.

Unser Testgerät, das Toughbook CF-29 ist der leistungsstärkste und stabilste Vertreter der Full-Ruggedized-Notebooks.

Mit Sicherheit optimal geschützt
Man mag markigen Werbesprüchen und vollmundigen Prospektversprechen grundsätzlich skeptisch gegenüberstehen, aber im Falle des Toughbook CF-29 sind derlei PR-Aussagen durchaus ernst zu nehmen. Bei der weiteren Untersuchung der Gehäuse- und Materialeigenschaften des Toughbook CF-29 kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wie eingangs

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Panasonic Toughbook CF-29: Das massive Gehäuse aus Magnesium von unten.
bereits beschrieben, sind LCD-Deckel und Displayrahmen dank vollständiger Magnesiumlegierung extrem stabil. Auch der Geräteunterbau, dem bei einem Outdoor-Notebook durch die oftmals extremen Umweltbedingungen besondere Bedeutung zukommt, ist standhaft wie das Fundament eines Bunkers. Beim Unterbau des Toughbook CF-29 wird bei Materialdicke und -güte nicht gespart.

Der Beweis: „Zufällig“ entglitt das Notebook der Hand unseres Chefredakteurs, als er es in zugeklapptem Zustand und mit laufendem Windows am Henkel hielt. Bei diesem 1,92 Meter großen Mann liegt die Griffhöhe bei etwa 75-80 Zentimetern. Das bedeutet einen Fallweg von mindestens 50 Zentimetern von der untersten Kante des Notebooks aus gerechnet, bevor sich die Kanten des magnesiumlegierten Metallrahmens in den Parkettboden der Testredaktion gruben. Nach dem Fall konnte man problemlos am Toughbook CF-29 weiterarbeiten, der harte Aufschlag beeinträchtigt seine Funktionsfähigkeit nicht im Geringsten. Weder dem Gehäuse, das sich nach dem Sturz ohne jegliche Beeinträchtigung

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Panasonic Toughbook CF-29: Beim Fallenlassen kein Problem, das Parkett schon.
öffnen ließ, noch dem laufenden (!) Windows waren irgendwelche Sturzfolgen anzumerken. Stattdessen ziert nun eine ansehnliche Schramme unseren schönen Parkettboden...

Panasonic selbst gibt sogar eine Fallhöhe von satten 90 Zentimetern an, die das Toughbook mit geöffneten (!) Deckel, mit laufendem Betriebsystem und mit der flächigen Unterseite voran im freien Fall unbeschadet überstehen soll. Soweit wollten wir dann aber nicht gehen, denn im Falle eines solchen praktisch mutwilligen Defekts würden 4.500 Euro unser Budget über Gebühr strapazieren.

Aber wie sieht es beim Toughbook CF-29 mit dem angepriesenen Kälte-, Staub- und Spritzwasser-Schutz aus? Das Toughbook CF-29 erfüllt diverse Normen und Schutzarten, unter anderem auch die Schutzart IP 54 nach DIN EN 60529 (VDE 0470) und einige Bereiche des noch anspruchsvolleren MIL-STD (US-Militärstandard) 810F, einem immerhin rund 539 Seiten umfassenden Werk des amerikanischen Verteidigungsministeriums (Department of Defense). Bei der Schutzart IP 54 werden durch das Kurzzeichen IP (International Protection) und eine zweistellige Kennziffer die Schutzarten eines Gehäuses festgelegt. Die erste Kennziffer hat zwei Bedeutungen: Den Schutzgrad für Personen und den Schutzgrad für Betriebsmittel. Die zweite Kennziffer gibt hingegen den Schutzgrad gegen Wasser an. Beim Toughbook CF-29 gibt dabei die erste Ziffer 5 an, dass unter anderem das Eindringen von Staub nicht vollständig verhindert wird. Der Staub darf aber nicht in einer solchen Menge eindringen, dass das zufrieden stellende Arbeiten des Gerätes oder die Sicherheit beeinträchtigt wird. Für praktische Erwägungen

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Panasonic Toughbook CF-29: Wettterfester Auftritt des Toughbooks CF-29E.
ist das Gerät also staubdicht. Die zweite Ziffer 4 steht für den Schutz gegen Spritzwasser. So darf Spritzwasser, das aus jeder Richtung (360 Grad) gegen das Gehäuse spritzt, keine schädlichen Wirkungen haben. In der Tat hält das Toughbook sogar 10 Liter Wasser in 10 Minuten ab, die so auf ihm niedergehen.

Der mittlerweile in Revision F vorliegende MIL-STD-810 geht in vielen Bereichen sogar noch darüber hinaus. Natürlich erfüllt das Toughbook CF-29 nicht alle Maßgaben dieses Monsterprüfwerks, aber ein der Redaktion zur vertraulichen Einsicht zur Verfügung gestellter Prüfbericht des MIL-STD-810F liest sich schon recht beeindruckend. Alleine auf Basis dieses Prüfberichts darf man dem Toughbook CF-29 ruhigen Gewissens seine Daten anvertrauen und kann mit ihm auf eine große Expeditionsreise starten. Denn ein sichereres Notebook wird man kaum finden, nicht umsonst wird es vom US-Militär im Krieg eingesetzt.

Als wir übrigens das erste Mal hörten, dass das CF-29 vom Militär eingesetzt wird, hatten wir auf Grund seiner robusten Bauart sofort zwei Eingebungen: Entweder als Schlagwaffe oder als persönliche Schutzpanzerung... ;)

Die Schutzmerkmale des Toughbook CF-29 im Detail
Standards hin oder her: Was bietet das Toughbook CF-29 außer dem hochfesten Gehäuse noch, was andere robuste Notebooks nicht auch drauf haben?

Temperaturbeständigkeit, beispielsweise. Gegen extreme Kälte mit Minustemperaturen von weit unter 0 Grad haben gerade moderne Festplatten eine starke Abneigung. Bei Minustemperaturen und ausgekühlten Platten- und Kopflagern (Schreib-/Leseköpfe) verweigern hoch gezüchtete Festplatten schnell den Dienst. Sie weigern sich anzulaufen oder kommen einfach nicht auf die erforderliche

Bild: Notebookjournal.de/RT
Panasonic Toughbook CF-29: Der HDD-Käfig mit Stoß-/Vibrationsschutz & Heizung.
Initialisierungsdrehzahl. Eine spezielle HDD-Heizung, die in den Schwingungen und Stöße absorbierenden HDD-Käfig integriert ist, ermöglicht den Einsatz des Toughbook CF-29 auch unter extremen Umgebungstemperaturen von bis zu –20 °C. Aber auch bei hohen Temperaturen gibt das Toughbook CF-29 nicht kampflos auf. Die reflektierende silberne Lackierung und das interne thermische Leitungssystem des Gerätes verhindern die Absorption von Hitze unter extrem heißen Außenbedingungen. Dass dies auch ganz ohne Lüfter funktioniert, stellt das Toughbook CF-29 an einem heißen Sommertag bei rund 30 Grad im Schatten in der Testredaktion eindruckvoll unter Beweis. Während man bei drei anderen parallel zu testenden Markennotebooks Angst bekommt, dass langsam aber sicher das Plastik und der Kunststoff über den Schreibtisch fließen, scheinen diese hohen Temperaturen das Toughbook CF-29 völlig kalt zu lassen. Ganz im Gegensatz zu den mit hochroten Gesichtern schwitzenden Testredakteuren erwärmt sich das Toughbook CF-29 bei rund 30 Grad Außentemperatur praktisch nicht und arbeitet superleise vor sich hin. Und die bei uns gegebenen 30°C sind nicht das Ende der Fahnenstange, auch wenn wir keine weiteren vertraulichen Werte nennen dürfen. Nur so viel: Auch in der Wüste würde es problemlos arbeiten.

Bevor wir uns an einen kleinen Spritzwassertest heranwagen, inspizieren wir penibel alle Anschlusskappen und Abdeckungen des Toughbook CF-29 auf deren Verschlussfunktion. Wir entdecken, dass alle Fugen-Verbindungen und Außenabdeckungen

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Panasonic Toughbook CF-29: Anschlussdeckel und Portkappen dichten sauber ab!
des Toughbook CF-29 mit einer neuartigen Dichtungsmethode versiegelt sind, durch die eine wasserdichte Schicht mit flexiblem Elastomer erzeugt wird. Hierdurch wird ein Staub- und Wasserschutz erreicht, der für Outdoor-Einsätze locker ausreicht. Die Abdeckklappen erzeugen beim Öffnen ein Geräusch, das etwas an das Öffnen einer Unterdruckverpackung von Kaffee erinnert. Die Metallabdeckungen hören, sehen und fühlen sich sehr Vertrauen erweckend an. Auch die Anschlusskappen dichten fest und satt die entsprechenden Anschlüsse und Ports ab. Aber bitte nicht missverstehen – das Toughbook CF-29 ist nicht „wasserdicht“! Sollte das Toughbook CF-29 also im nächsten Dorfweiher landen, kann je nach Sinktiefe und den damit steigenden Wasserdrücken durchaus Wasser eindringen und damit das Gerät nachhaltig beschädigen. Auf Tauchgänge sollte man es also nicht mitnehmen, den nächsten kleinen Regenschauer übersteht es aber problemlos.

Nachdem die Testredaktion nach der Sichtprüfung sicher ist, dass man sich mit dem Toughbook CF-29 wirklich an den kleinen Spritzwassertest herantrauen dürfe, geht es zu einem großflächigen Stadtbrunnen mit über 50 Wasserfontänen und Wasser bis zum ganz seicht auslaufenden Brunnenrand. Als Passanten und sich während der Mittagspause auf Ruhebänken ausruhende Stadtbummler die Aktivitäten der Redakteure bemerken, bildet sich schnell eine kleine interessierte Menschentraube um das Testteam – die wollen doch nicht...?

Bild: Notebookjournal.de/RT
Panasonic Toughbook CF-29: Das Toughbook beim Planschen am Wasserand.
Doch werden wir! Wir stellen das Toughbook CF-29 am Rand des Stadtbrunnens mitten ins Wasser. Die Wassersäule reicht dem Toughbook CF-29 zwar nicht bis zum Hals, aber gut einen halben Zentimeter tief steht das CF-29 dann doch drin. Und die Wasserfontänen scheinen großen Spaß am Nassspritzen zu haben. Ruck zuck ist das gesamte Toughbook CF-29 mit Wasserspritzern übersäht. Nun klappen wir auch noch das Display auf und starten das Notebook. Als das Toughbook dann souverän die Windowsoberfläche startet und die Desktopoberfläche auf dem nassen 13,3-zölligen XGA-Farb-LCD erscheint, geht ein erstauntes Raunen durch die Reihen der Schaulustigen. Als wir dann das mittlerweile recht nasse Toughbook auch noch mit dem Eingabestift am integrierten Touchscreen bedienen ist mit der Ruhe endgültig vorbei. Da die mittlerweile auch nass gewordenen Redakteure und der klatschnasse Fotograf mit Fragen überschüttet zu werden drohen, zieht man einen zügigen Rückzug vor. Beim Spritzwassertest wurden alle nass – das Toughbook CF-29 und wir. Damit hatte das Toughbook CF-29 aber offensichtlich die kleinsten Probleme, auch wenn uns die Abkühlung durch das feuchte Nass bei tropischen Temperaturen ganz gelegen kam. Nach dem trockenreiben kontrollierten wir das Toughbook CF-29 auf eventuelle Wassereinbrüche. Beeindruckend; Nicht ein einziger Tropfen Wasser schaffte es an den Dichtungen vorbei – einsame Klasse!

Zusammengefasst können wir dem Toughbook CF-29 guten Gewissens echte Nehmerqualitäten bescheinigen. Auf das Full Ruggedized Toughbook CF-29 ist Verlass!

Solide Leistung für Extremtouren
Das Toughbook CF-29 hat aber nicht nur auf der Gehäuse- und Materialseite etwas zu bieten. Als Motor werkelt ein Strom sparender Intel Pentium M Prozessor 718 (LV, Low Voltage) mit immerhin 1,3 GHz und 400 MHz FSB. Als Basis fungiert Intels bewährte erste Centrino-Architektur auf Basis des

Bild: Notebookjournal.de/RT
Panasonic Toughbook CF-29: Hat die Redaktion durch Stabilität beeindruckt.
855GME-Chipsatzes. Der knapp bemessene Hauptspeicher von gerade einmal 256 MByte und eine nur 40 GByte fassenden Festplatte enttäuschen angesichts des hohen Gerätepreises von rund 4.500 Euro doch etwas. Bei der verwendeten Festplatte und deren Kapazität ist dies noch verständlich, da deren spezielle Eigenschaften für extreme Einsatzbedingungen herhalten müssen. Der Hauptspeicher natürlich ebenfalls, doch sollte hier ein geeignetes 512-MByte-Modul leichter zu finden sein. Im Produkt-Flyer zum Toughbook CF-29 finden sich aber bereits andere Spezifikationen: Ein Pentium M 738 (LV, Low Voltage) mit 1,4 GHz, 512 MByte RAM und eine 60-GByte-Festplatte zeichnen den großen Bruder aus.

Der Hauptspeicher sitzt fest verlötet auf der Hauptplatine, der einzige frei belegbare Speicherslot des Toughbook CF-29 sitzt an der Geräteunterseite. Man kann den Hauptspeicher so durch simples Hinzustecken eines zusätzlichen

Bild: Notebookjournal.de/RT
Panasonic Toughbook CF-29: Freier RAM-Slot zum bequemen Aufrüsten.
512-MByte-Speicherriegels auf den laut Handbuch maximal möglichen Speicherausbau von 768 MByte bringen. Der neuere Produktflyer spricht dagegen von 1,5 GByte, wohl wegen des bereits ab Werk integrierten 512 MByte großen RAMs und einer zusteckbaren Modulgröße von einem 1-GByte-Speicherriegel.

Das Toughbook CF-29 schont aber dank Strom sparender Kernkomponenten die gerade bei Extremtouren kostbare Energie des Lithium-Ionen-Akkus, der mit einer Kapazität von 6.600 mAh das Toughbook CF-29 im Batterietest immerhin 5 Stunden und 37 Minuten lang mit Saft versorgt. Der Hochleistungsakku soll dank spezieller Bauform und Materialgüte auch die von modernen Lithium-Ionen-Akkus gefürchteten Rüttel- und Vibrationskräfte abseits befestigter Strassen gut wegstecken können und so auch auf lange Sicht hohe Leistung garantieren.

Der im Chipsatz integrierte Grafikkern Intel Extreme Graphics 2 taugt natürlich nicht zur Arbeit mit modernen 3D-Grafikprogrammen. Trotzdem muss man in Begleitung des Toughbook CF-29 auf längeren Expeditionen nicht auf mobile

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Panasonic Toughbook CF-29: Modular-FDD, einfach und schnell zu wechseln.
Fotoarbeiten verzichten. Aktuelle Fotobrowser und -viewer sowie gängige Bildbearbeitungsprogramme meistert die Grafik des Toughbook CF-29 spielend. Auch die Ladezeiten halten sich trotz einer doch recht behäbigen Festplattentransferleistung in akzeptablen Rahmen. Der SiSoft-Drive-Index spuckt zwar nur einen Wert von 13.666 kB/s aus, beim Arbeiten in gängigen Office- und Fotoprogrammen muss der Anwender aber selten lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Bei den Leistungstest präsentiert sich das Toughbook CF-29 mit einer passablen Gesamtperformance. Das Toughbook ist natürlich kein Rennpferd, sondern ein folgsames und zuverlässiges Arbeitspferd, das dem Anwender auch unter Extrembedingungen treue Dienste leisten wird. Beim Toughbook CF-29 liegt der Fokus unter Verzicht auf kurzlebige Höchstleistung eindeutig auf einer größtmöglichen Einsatzbereitschaft unter allen möglichen Umweltbedingungen.

13,3”-XGA-Farb-LCD mit Touchscreen
Das Display des Toughbook CF-29 präsentiert sich mit einer durchschnittlichen Grundhelligkeit von durchschnittlich 219,5 cd/m² im Netz- und 220,0 cd/m² im Akkubetrieb als sehr heller Displayvertreter. Bei unseren Praxistests im Freien

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Panasonic Toughbook CF-29: Sehr helles Display mit über 200 cd/m².
und bei großer Umgebungshelligkeit (wolkenloser sonniger Tag) war das XGA-Panel stets sehr gut ablesbar. Die Helligkeitsverteilung ist hingegen sowohl beim subjektiven Betrachten als auch bei den Labormessungen recht unausgewogen. Im Netzbetrieb beträgt der Helligkeitsunterschied zwischen der hellsten Zone, der unteren Mitte des Displays, und dem dunkelsten Bereich, der linke oberen Ecke, sehr hohe 57 Prozent. Bei Akkubetrieb sind es noch 55 Prozent. Ein derartig gravierender Helligkeitsunterschied bleibt dem Auge des Betrachters natürlich nicht verborgen. Die Helligkeitsverteilung nimmt allgemein nach unten stark zu, kann aber durch einen subjektiv angenehmen Neigungswinkel des LCDs gut kompensiert werden.

Bei der Farbbrillanz und der Farbneutralität sollte man nicht zu hohe Erwartungen hegen, da durch die Touchscreenfolie des Panels in diesen Punkten naturgemäß Abstriche hinzunehmen sind. Dafür verwöhnt das Toughbook CF-29 mit einem guten Kontrastverhältnis. Dies ist für ein Outdoor-Notebook auch viel wichtiger einzuschätzen. Eine feine Sache stellt die integrierte und durchdachte Touchscreen-Funktionalität dar. Panasonic verwendet eine wechselbare Spezialfolie, die bei Bedarf recht günstig gewechselt werden kann. Durch das ständige Tippen mit der Spitze des Spezialstiftes unterliegen derartige Touchscreen-Folien einem natürlichen Verschleiß. Zudem nagen Wind, Wetter und UV-Strahlung an der Kunststofffolie. Für

Bild: Notebookjournal.de/RT
Panasonic Toughbook CF-29: Geschafft - Spritzwassertest mit Bravour bestanden!
rund 70 Euro kann die als Verschleißteil deklarierte Folie bei Defekt oder beim Erreichen der Verschleißgrenze gewechselt werden. Der Touchscreenstift und das Touchscreen selbst bilden eine recht harmonische Einheit mit sehr gutem Bedienungskomfort, der das behäbige Touchpad im Praxiseinsatz zur Notfalllösung deklassiert.

Zusammenfassend kann das Toughbook CF-29 auch hinsichtlich des Displays überzeugen. Das sehr helle Display ist auch bei grellem Sonnelicht noch ablesbar, der Bedienungskomfort dank integriertem Touchscreen angenehm hoch. Eine clevere Lösung stellt die wechselbare Touchscreen-Folie dar, da bei deren Defekt nicht das gesamte Display getauscht werden muss. Ein teurer und kostspieliger Paneltausch entfällt somit.

Praxismeinungen
Ronny Herbe (Mitarbeiter Call Center)
Panasonics Toughbook CF-29 ist ein offensichtlich sehr robustes Notebook, das mit seinen dreieinhalb Kilogrammm Gewicht zudem ein guter

Bild: Notebookjournal.de/RT
Panasonic Toughbook CF-29: Praktischer Griff verhindert das Herunterfallen.
Trainingspartner für die Armmuskeln ist. Es soll gegen heftigste Stöße und Stürze geschützt sein, man soll damit im Regen und in der Wüste arbeiten können. Schick. Für mich in dieser Form irrelevant, aber es ist schon mal beruhigend zu wissen, dass ein Rempler dem Notebook nichts anhaben kann.

Das sehr helle, aber irgendwie verschwommen wirkende Display bietet Touchscreen-Funktionalität – prima. Die Farbsättigung ist aber nicht gerade berauschend. Die Bedienung dürfte dank der hohen Vorderkante bestimmt irgendwann Schmerzen in den Handgelenken verursachen. Die Tastatur biegt sich ein wenig durch und das Touchpad… Naja – passt zum Militär: Ziemlich behäbig und schwer zu dosieren. Die Anschlüsse sind gut vor dem Feind versteckt und finden sich hinter wasserdichten Abdeckungen tief im Gehäuse. Und viele sind es auch nicht gerade, ich habe nur einen USB-Anschluss entdeckt.

4.500 Euro währen für mich aber viel zu viel, auch wenn es alle Stabilitätsversprechen des Herstellers erfüllt.




 


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Kategorie:
Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll

Testergebnis
Multimedia-Notebooks bis 16,4 Zoll
Panasonic Toughbook CF-29
sehr gut
Test vom 20.07.2006



PRO KONTRA

superstabiles Gehäuse aus Magnesiumlegierung
stabiler LCD-Rahmen aus Metall
zwei WLAN-Antennen für optimale Sende-/Empfangsleistung
MIL-Standard MIL-STD 810F für Stoßfestigkeit
wasser- und staubgeschützt gemäß IP54-Norm
überzeugender Kälte-, Staub- und Spritzwasser-Schutz
kein Lüfter dank passiver Kühlung, geringe Erwärmung
HDD-Heizung ermöglicht den Einsatz bei bis zu –20°C
13,3”-LCD mit Touchscreen: sehr hell, gut ablesbar, spiegelt wenig
optional GSM, GPRS und GPS als Einschubmodule
geringer Hauptspeicher von 256 MByte (CF-29E, Mk 2)
geringe Festplattenkapazität von 40 GByte (CF-29E, Mk 2)
WLAN nichts für Globetrotter, da kein 802.11a-Standard (USA)
großer vertikaler Helligkeitsunterschied des Displays
kein optisches Laufwerk, Diskettenlaufwerk sollte bei diesem Preis gratis sein
hoher Preis von derzeit rund 4.500 Euro



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