Eines wird schon beim Auspacken klar: Was hier im Karton schlummert, erhebt Anspruch auf das Besondere – auf Exklusivität. Kein schnöder Karton, vielmehr eine edle Schatulle beheimatet das Asus VX7 im Lamborghini-Design auf seiner Reise zum finanzstarken Kunden. Denn bevor der Postmann mit dem Gerät vor der Tür steht, wechseln knapp 2000 Euro den Besitzer. Doch zurück auf Anfang: Asus bietet mit dem VX7-SZ083V Lamborghini nach eigenen Angaben einen Gaming-Boliden an, der „in Sachen Grafik keinerlei Kompromisse“ eingeht. Doch was noch viel wichtiger scheint ist das außergewöhnliche Design, was die Potenz des Books deutlich unterstreichen soll. Besonders die von uns getestete orangefarbige Ausführung ist weit davon entfernt, sich in Zurückhaltung zu üben.
Was dann letztlich unter der Haube steckt, bewegt sich zwischen Superlative und gemäßigter Oberklasse. Opulent ist auf jeden Fall der 16 GB große und quasi endlose Arbeitsspeicher.
Weitaus weniger Reserven dürfte die Nvidia Grafik GTX 460M bereithalten. Sie ist es auch, die im kritischen Betrachter den Gedanken „Mehr Schein als Sein“ aufkeimen lassen könnte. Noch immer erhältlich ist auch die Konkurrenz aus dem eigenen Hause: Das Asus G53JW-SX084V konnten wir bereits im vergangenen Jahr unter die Lupe nehmen. Es ist bei vergleichbarer Leistung wesentlich günstiger, verzichtet aber auf extravagantes Lamborghini-Design. Inwieweit das Geld ins VX7 gut angelegt ist, zeigt der Test.
- Intel Core i7-2630QM (2,0 – 2,9 GHz)
- 15,6 Zoll Glare-Display (FullHD; 1920 x 1080 Pixel)
- 16 GB DDR3 Arbeitsspeicher
- 2 x 750 GB Festplatte (7.200 U/min.)
- Nvidia Geforce GTX 460M (3.072 MB GDDR 5)
- WLAN (b / g / n); Ethernet; Bluetooth 3.0
- 1x USB 3.0; 3x USB 2.0; HDMI 1.4; 5 in 1 Kartenleser; Audio Out
- Microsoft Windows 7 Home Premium (64-bit)
- Akku: 74 Wh / 5.200 mAh
- Preis:ab 1.999 Euro
Optik und Verarbeitung
Geschmückt mit dem Lamborghini-und Asus-Logo präsentiert sich das VX7 SZ083V in strahlendem Orange. Die verwendete Formensprache erinnert tatsächlich an die Sportwagen aus Italien. Spätestens die großzügig dimensionierten Luftauslässe der zwei Lüfter markieren die Designsprache Lamborghinis.
Im Innenbereich geht es weniger farbenfroh zu. Die Handballenauflage ist mit schwarzem Leder bespannt, das einen Kontrast zum glanzlackierten Touchpad und der schillernden Tastaturumrandung darstellt. Die Tasten der Isolation-Tastatur sind ebenfalls matt, können aber über die Hintergrundbeleuchtung die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auffällig gestaltet sind auch die großen silbernen Knöpfe oberhalb des Eingabegerätes. Deren Design setzt sich bei der Einrahmung der Webcam fort. Insgesamt sieht man dem Notebook seine Gaming-Gene hundertprozentig an, Understatement ist anders.
Wer sich ein Gerät dieser Preisliga zulegt, darf mit Fug und Recht höchste Verarbeitungsqualität erwarten. Asus hat sich auch ins Zeug gelegt: Stabilität von Handballenauflage, Seitenkanten und die Verwindungssteifigkeit sind standesgemäß. Abstriche müssen hingegen bei der Steifigkeit des Deckels gemacht werden – bei unsanfterer Gangart können hier recht starke Verwindungen provoziert werden, die sich auf die Anzeige auswirken können. Zudem dürfte die zentrierte Scharnierkonstruktion den Deckel etwas besser festhalten. Weiterhin wird die hohe Qualitätsanmutung durch vereinzeltes Knarzen und Knacken gestört, die vom glanzlackierten Plastik an der einen oder anderen Stelle abgegeben werden. Insgesamt ist dies aber ein Jammern auf hohem Niveau.
Zentrales Eingabegerät bildet die Isolation-Tastatur, die über einen separaten Nummernblock verfügt und weitestgehend dem Standardlayout folgt. Typisch für ein Gaming-Book sind die W-A-S-D-Tasten hervorgehoben. Diese werden in Spielen gern zum Navigieren verwendet. Die eigentlichen Pfeiltasten präsentieren sich in normaler Größe – der Rechts-Pfeil ragt allerdings in den Nummernblock.
Nicht nur schick anzusehen, sondern für Arbeiten in dunkler Umgebung äußerst praktisch ist die Hintergrundbeleuchtung. Diese verfügt leider nicht über einen Helligkeitssensor, kann aber manuell in drei Stufen via Fn-Kombination geregelt werden.
Die eigentliche Eingabe kann nicht vollends überzeugen. Positiv kann die stabile Tastenaufhängung und die den Fingern genügend Halt gebende Tastenoberfläche hervorgehoben werden. Allerdings könnte der dem mittleren Hub folgende Druckpunkt definierter ausfallen, bei engagiertem Tippen gibt die Tastaturmatte besonders linksseitig etwas nach. Dafür kann der Anschlag als angenehm gedämpft beschrieben werden.
An heißen Sommertagen können schweißige Finger das Navigieren auf dem glanzlackierten und mit begrenzten Gleiteigenschaften ausgestatteten Touchpad schon einmal erschweren. Davon abgesehen verrichtet das Multi-Gesture-Zeigegerät seinen Dienst tadellos. Mittels zwei Fingern können Bilder gedreht, Ansichten gezoomt und Dokumente gescrollt werden.
ich gebe dir subjektiv wirklich recht, Pausenclown. Aber es scheint Menschen zu geben, welche auf das (imho billige, wie du schon sagtest spielzeugmäßige) Design stehen.
Du sagtest, gegen die Ausstattung könne man nichts sagen. Ich sage: doch, kann man. 2000€ für DIESE Hardware? Man muss praktisch blind gegenüber dem Preisleistungsverhältnis sein. Manche spotten...
Tja der gute alte Geschmack...
Wie ich feststelle bin ich offensichtlich nicht die Zielgruppe dieses Produktes. Ein Notebook das versucht auszusehen wie ein Auto? Es muss aus meiner Sicht ja nicht absolutes Understatement wie bei ThinkPads sein, aber das Ding erinnert mich an Transformers oder so was ähnliches.
Ein Schulfreund von mir war halb Südkoreaner, der brachte...
Was ist eine Aktuelle Note?
Notebookjournal errechnet jede Nacht eine Aktuelle Note. Das ist die Note nach den derzeit gültigen Maßstäben. Sie zeigt an, ob sich ein älteres Modell noch wacker hält oder ob es bereits eine Vielzahl besserer Notebooks gibt. Letzteres ist der Fall, wenn die Aktuelle Note niedriger als die ursprüngliche Note ist.
Es geht um die Vergleichbarkeit
Mit der technischen Weiterentwicklung müssen sich Notebooks an immer höheren Maßstäben messen. Erreichten Gaming 17-Zöller Ende 2006 höchstens 5500-3DMarks06, so waren es Ende 2007 schon 9200! Ein sechs Monate altes Sehr-Gut kann also nicht mit einem Sehr-Gut von vor einer Woche verglichen werden.
Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir uns auch im Vergleich (Link) für die Nutzung der aktuellen Note entschieden.
Zusammenfassung:
Asus VX7-SZ083V Lamborghini
"Aktuelle Note: gut"
Die aktuelle Note des Asus VX7-SZ083V Lamborghini wurde am 19.06.2013 errechnet.