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ANGEFASST Samsung Galaxy Note 8
Der Glanz kommt von allein – Samsung Mini-Tablet mit Stiftbedienung
von Oliver Bünte am Fr, 08.03.2013



In die Hand genommen

Mit einem 8 Zoll großen Display wagt sich Samsung mit dem Galaxy Note 8 auf das gleiche Terrain wie Apple mit seinem iPad mini. Während man 7-Zoll-Geräte wie beispielsweise das Google Nexus 7 noch problemlos und bequem mit einer Hand umfasst, fällt das beim Galaxy Tab 8 etwas schwerer. Auch mit größeren Händen kann man es nicht dauerhaft wie ein Smartphone halten. Zu schnell verkrampfen die Finger. Dabei ist das Tablet mit knapp 340 g bei der von uns auf der CeBIT getesteten UMTS-Version sehr leicht. Das niedrige Gewicht macht sich besonders dann angenehm bemerkbar, wenn man das Tablet länger benutzt, ohne es ablegen zu können.

Samsung Galaxy Note 8
Bild: notebookjournal.de
Das Samsung Galaxy Note 8 ist kompakt und angenehm leicht.

Die Rückseite besteht aus Plastik. Als Kunststoff mag man das Material nicht bezeichnen. Die Rückwand ist labil und wirkt mit seiner weißen, hochglänzenden Klavierlackanmutung billig. Ein Problem, das schon bei Samsungs Highend-Smartphone Galaxy S3 auftauchte.

Samsung Galaxy Note 8
Bild: notebookjournal.de
Die Rückwand des Samsung Galaxy Note 8 besteht aus billig wirkendem,
hochglänzendem Kunststoff.

Display

Dabei stecken im Inneren des Galaxy Note 8 ordentliche, leistungsfähige Komponenten. Vor allem überzeugt das Display. Die Auflösung beträgt zwar nur 1280 x 800 Bildpunkte und weist lediglich eine Pixeldichte von 189 ppi auf, das Display ist aber sehr hell und verfügt über gute Blickwinkel. Selbst in der hellen Messehalle konnte man Inhalte noch ordentlich ablesen, obwohl die Glasabdeckung auf der Frontseite sehr stark spiegelt. Helligkeitsänderungen treten erst ab einer Blickwinkelveränderung von etwa 20 Grad auf. Invertierungen sind auch aus extremen Blickwinkeln nicht festzustellen. Die Kontraste sind ordentlich, Farben werden nicht übertrieben dargestellt. Einzelne Pixel sind auflösungsbedingt aus einem durchschnittlichen Betrachtungsabstand von etwa 40 cm sichtbar. Augen, die von einem Retina-Display des iPad oder der Auflösung des Nexus 10 verwöhnt sind, müssen sich an diese Darstellung erst gewöhnen. Im normalen Gebrauch wird das den meisten Nutzern kaum auffallen.

Samsung Galaxy Note 8
Bild: notebookjournal.de
Das Display des Samsung Galaxy Note 8 spiegelt stark, verfügt aber über eine
helle Hintergrundbeleuchtung.

Samsung Galaxy Note 8
Bild: notebookjournal.de
Die Displayauflösung ist mit 1280 x 800 Pixeln nicht besonders hoch. Einzelne
Pixel sind im durchschnittlichen Betrachtungsabstand von 40 cm noch deutlich
erkennbar.

Prozessor, Grafik und Leistung

Leistungsmäßig spielt das mit Android 4.1.2 Jelly Bean ausgestattete Tablet in der gehobenen Mittelklasse mit. Angetrieben wird es von Samsungs Quad-Core-Prozessor Exinos 4 (4412), der mit 1,6 GHz taktet und auf 2 GB Arbeitsspeicher zurückgreifen kann. Die üppige Ausstattung macht sich im Betrieb positiv bemerkbar. Die Bedienung der Oberfläche läuft flüssig, ohne dass es irgendwo hakelt. Das Scrollen umfangreicher Webseiten mit vielen Bildern wird aber hier und da von kleinen Rucklern begleitet.Tab-Wechsel gelingen aufgrund des üppigen Arbeitsspeichers nahezu ohne Verzögerung.

Als integrierte Grafik kommt eine ARM Mali-400 zum Einsatz. Grafiklastige Spiele konnten wir auf dem Galaxy Note 8 nicht ausprobieren. Angesichts der Leistungsdaten sollten allerdings keine negativen Überraschungen zu erwarten sein. Wir vermuten eine ähnliche Performance wie beim Samsung Galaxy Note II Smartphone, da dort der gleiche Prozessor, die gleiche GPU und ähnlicher Arbeitsspeicher verwendet wird. Aber erst ein detaillierter Test mit Banchmarks wird zeigen, wie gut sich die Grafikkarte in Kombination mit Prozessor und Arbeitsspeicher tatsächlich schlägt.


Bild: notebookjournal.de
Power-Button und Tastenwippe des Samsung Galaxy Note 8 sprechen sehr gut an.


Speicher

An Massenspeicher bringt das Samsung Galaxy Note 8 16 oder 32 GB mit. In Deutschland wird es in beiden Ausstattungsvarianten erhältlich sein. Als Marktstart gibt Samsung das zweite Quartal 2013 an. Egal ob 16 oder 32 GB: Den Speicher des Galaxy Note 8 kann man notfalls mit einer microSD-Karte um weitere 32 GB aufrüsten. Der passende Slot verbirgt sich kaum sichtbar hinter einer kleinen Abdeckung, die man nur mit etwas Fummelei öffnet. Das dürfte im Alltag nicht besonders stören, sofern man die Karte nicht dauernd wechselt, sondern lediglich als dauerhafte Speichererweiterung nutzt.

Samsung Galaxy Note 8
Bild: notebookjournal.de
Die Slots für microSD-Karte und...

WLAN und UMTS

Sollten alle Stricke reißen und der Speicher reicht trotzdem nicht aus, muss man auf einen Cloud-Speicher zurückgreifen. Der notwendige schnelle Internetzugang wird beim Galaxy Tablet über Dualband-WLAN-n sichergestellt. Das Samsung Galaxy Note 8 kommt zusätzlich in einer UMTS-Variante mit HSPA+ (21 Mbit/s) daher. LTE-Unterstützung ist derzeit nicht geplant. GPS und GLONASS sind aber inklusive. Der SIM-Karten-Slot nimmt Micro-SIMs auf. Der Slot verbirgt sich hinter einer ähnlichen Abdeckung wie der microSD-Einschub. Der
Vorteil: Man benötigt kein extra Hilfsmittel, um die SIM-Karte zu wechseln, wie es beispielsweise beim iPad mini der Fall ist.

Samsung Galaxy Note 8
Bild: notebookjournal.de
... Micro-SIM-Karte verbergen sich beim Samsung Galaxy Note 8 hinter kleinen
Abdeckungen.

Für die drahtlose Kommunikation steht Bluetooth 4.0 bereit. Ob auch der Nahbereichsfunk NFC unterstützt wird, ließ sich nicht herausfinden. Es ist aber wahrscheinlich.

Kameras und Sound

An Kameras bietet das Samsung Galaxy Note 8 übliche Kost: Die Webcam auf der Vorderseite löst mit 1,3 Megapixeln auf. Die Hauptkamera auf der Rückseite mit fünf Megapixeln. Ein kurzer Test zeigte, dass die Kamera ordentliche Aufnahmen in einer hellen Messehalle macht. Allerdings war bereits bei diesen Aufnahmen leichtes Bildrauschen zu erkennen. Die Aufnahmen wirkten natürlich, ins digitale Familienalbum möchte man sie trotzdem nicht "kleben".

Samsung Galaxy Note 8
Bild: notebookjournal.de
Die rückwärtige Kamera des Samsung Galaxy Note 8 nimmt Fotos mit fünf Megapixeln
auf.

An der Unterseite des Samsung Galaxy Note 8 befinden sich zwei kleine Lautsprecher. Klang und Lautstärke konnten wir in der lauten Messehalle nicht ermitteln.

S Pen

Wie von Samsungs Galaxy Note Serie gewohnt, ist auch ein Eingabestift mit von der Partie. Im Gegensatz zu den bisherigen Eingabegriffeln ist der neue S Pen nicht ganz so plastikmäßig ausgefallen wie bei den Vorgängern. Die Tasten sind aber immer noch sehr wackelig. Was uns im Hands-on besonders störte, ist der fehlende Schacht für den Stift. Er wird lediglich magnetisch an das Tablet angedockt. Es besteht also dauernd Gefahr, dass der Stift verloren geht, denn die Magnete sind nicht besonders stark.


Bild:
Die drei Sensortasten des Samsung Galaxy Note 8 kann man auch mit dem S Pen
Stylus bedienen.

Der Stift funktioniert gut. Ausschnitte wählt man einfach durch Umkringeln an oder erledigt handschriftliche Eingaben. Eine Texterkennung soll in der endgültigen Fassung vorhanden sein. Im angetesteten Modell ließ sie sich nicht aktivieren. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen können nun auch die Sensortasten für Menü, Home und Zurück mit dem Stift bedient werden. Man muss also nicht mehr zwischen Stift- und Handeingabe wechseln.

Akkulaufzeit

Zur Akkulaufzeit kann man derzeit noch keine sicheren Aussagen treffen. Die Kapazität des Akkus beträgt 4600 mAh. Die Laufzeit wird vermutlich niedrig ausfallen, denn aufgrund des extrem spiegelnden Displays wird man die Hintergrundbeleuchtung in hellen Umgebungen ordentlich aufdrehen müssen, um etwas erkennen zu können. Mehr als acht Stunden Laufzeit bei einem Nutzungsmix aus Surfen, Mailen, Social Media, Video ansehen und Musik hören sollten nicht möglich sein.

Samsung Galaxy Note 8
Bild: notebookjournal.de
Über einen Micro-USB-Anschluss wird das Samsung Galaxy Note 8 aufgeladen.

Fazit

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Beim Samsung Galaxy Note 8 ist das nicht anders. Es hinterlässt leistungsmäßig einen guten Eindruck und ist angenehm leicht und kompakt. Das Display überzeugt trotz geringer Auflösung mit guter Luminanz und tollen Blickwinkeln, spiegelt aber stark Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafik harmonieren gut mit Android 4.1.2 und bieten für die gängigen Tablet-Aufgaben genug Leistung. Auch die Ausstattung überzeugt: UMTS ist ebenso verfügbar wie ein zusätzlicher Speicher-Slot für microSD-Karten. Allein die labile Gehäuserückwand aus glänzendem, billig anmutendem Plastik mag nicht so recht zum Galaxy Note 8 passen. Der S Pen Stift zur optionalen Bedienung dürfte mangels "Parkplatz" im Gehäuse schnell verschwunden sein. Der Preis für das Galaxy Note 8 steht derzeit noch nicht fest. Einige Händler listen es ab etwa 550 Euro. Aus unserer Sicht ist dieser Preis angesichts der Leistung und den Preisen der direkten Konkurrenz von Apple zu üppig angesetzt.


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Bild: notebookjournal.de
Power-Button und Tastenwippe des Samsung Galaxy Note 8 sprechen sehr gut an.




 


Kommentare zum Artikel ( 1 Antwort )
Zur Diskussion im Forum

AW: Samsung Galaxy Note 8 - Der Glanz kommt von allein – Samsung Mini-Tablet mit Stiftbedienung
von Tscharli am Sa, 21.12.2013 13:54 Uhr

?? Hat der Tester den speziell für den S Pen vorgesehenen
Schacht etwa übersehen? Das mit dem magnetischen Stifthalter
trifft z.B. auf das MS Surface Pro zu, aber nicht auf das Note
8.0.

Kategorie:
Tablets



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