Samsung X20 XVM 1600 III: Hochwertige Eingabegeräte in der Einsteigerklasse.
und Touchpad-Qualität oftmals Abstriche hinnehmen. Das Samsung X20 XVM 1600 III hebt sich aber auch in diesem Bewertungspunkt wohltuend vom Mitbewerb ab. Die Tastatur hat einen angenehm festen Druckpunkt und lässt sich kaum durchdrücken. Die Tastenunterkonstruktion wirkt erfreulich stabil und gewährt den wenig konturierten Tasten nur geringes seitliches Spiel. Ist man nicht gerade ein Fan von weichen Softtouch-Tastaturen, bietet der härtere Tastaturanschlag in dieser Notebookklasse wohl einen gelungenen Kompromiss. Bei der Schreibergonomie bietet die Tastatur ein übliches Tastaturlayout, lediglich die Anordnung der linken Fn- vor der Strg-Taste sorgt anfänglich für so manchen Vertipper.
Auch das mit einer vertikalen Scroll-Leiste versehene
Samsung X20 XVM 1600 III: Präzises Touchpad mit integrierter Abschaltung.
Touchpad integriert sich nahtlos in den silberfarbenen Metall-Look des Gehäuses. Als besonderer Clou lässt es sich über einen in das Touchpad eingelassen und von einer chromfarbigen Ziereinfassung eingerahmten quadratischen Knopf sogar abschalten, was beim Anschluss einer separaten Maus eine sinnvolle Option darstellt. Die beiden fast eben mit der Oberschale abschließenden Pad-Tasten enttäuschen aber mit lautem Klacken und hinterlassen einen recht billigen Eindruck. Dafür reagiert das Touchpad aber absolut präzise: Der Mauszeiger folgt dem auf dem leicht angerauten Bedienfeld dahin gleitenden Zeigefinger ohne jeglichen Kraftaufwand.
Eine schicke Detaillösung erwartet den X20-Besitzer bei den
zusätzlichen Bedientasten. Die Netztaste und die vier Schnellzugriffstasten sind in runder Form als edle Aluminium-Knöpfe ausgeführt, der Netzschalter und die Taste fürs schnelle An- und Abschalten des WLAN (inklusive Bluetooth, falls vorhanden) leuchten zusätzlich in einem trendigen blauen Farbton. Zusätzliche Tasten für die Lautsprecher- und Lautstärkeregelung fehlen leider. Dafür hat Samsung dem X20 XVM 1600 III zwei der drei übrigen Tasten zum Start von AVStation und eine für die individuelle Tasten- und Funktionsbelegung spendiert.
Alles in allem eine recht überzeigende Vorstellung des Samsung X20 XVM 1600 III.
Samsung X20 XVM 1600 III: Speicherslots und HDD sind leicht zugänglich.
Leistungstests konnte er dank seines Intel Pentium M 730 mit 1,6 GHz, der auf einem Mainboard mit Intels neuester Sonoma-Technologie mit 915GM-Chipsatz und schnellem 533-MHz-FSB lief, ordentliche Leistungswerte erzielen. Die reinen Prozessorbenchmarks überraschten nicht, weder im negativen noch im positiven Sinne.
Der Trend geht eindeutig zu einem Hauptspeicherausbau von 512 MByte ab Werk. Auch beim X20 findet sich diese RAM-Ausbaustufe in Form von zwei je 256 MByte großen DDRII-Modulen (PC-3200) mit jeweils 400 MHz
X20 XVM 1600 III: Schlecht für Upgrades - beide RAM-Slots sind belegt.
Speichergeschwindigkeit. Dem Samsung-Notebook würden aber auch die schnelleren PC2-4300-Module mit 533 MHz gut zu Gesicht stehen. Der Speicherdurchsatz würde etwas profitieren, was sich positiv auf den trotz guter Benchmarkwerte etwas langatmig wirkenden Praxisbetrieb auswirken würde. Ungünstig für Aufrüstwillige: Beim Hauptspeicherausbau auf maximal zwei GByte muss definitiv mindestens eines der beiden Module entfernt werden. Samsung sollte, wie andere Notebookhersteller auch, seinen Kunden zumindest eine Option mit einem geldbeutelfreundlichen 512-MByte-Modul ab Werk anbieten. Dafür erspart Samsung aber dem aufrüstwilligen Anwender das komplizierte Entfernen der Tastatur bei der RAM-Aufrüstung. Die beiden Speicherslots sind zweckmäßig unter einem aufschraubbaren Deckelchen an der leicht zugänglichen Geräteunterseite angeordnet – so soll es sein.
Für das im harten Alltagsstress stellenweise etwas
Samsung X20 XVM 1600 III: Die langsame Festplatte bremst das Notebook aus.
schwachbrüstige Leistungsverhalten des Samsung X20 XVM 1600 III trägt wohl die vergleichsweise langsame und geräuschvolle Samsung-Festplatte die Hauptschuld. Bei den Festplattentests blieb die Platte im Mittel immer unter 15 MByte/s, beim Laden und Arbeiten mit aktuellen Office- und Foto-/Videoprogrammen hatte das Samsung X20 XVM 1600 III im direkten Vergleich zum Dell Inspiron 6000 stets klar das Nachsehen. Da der Datendurchsatz der Festplatte trotz üppigem RAM und schneller CPU einen wesentlichen Geschwindigkeitsfaktor darstellt, kann das Notebook sein Potential hier nicht voll ausspielen.
Wärmt Schoß und Oberschenkel mit bis zu 50°C
Dass Gehäuseflachbau und kompakte Abmessungen auch ihren Tribut bei der Geräusch- und Wärmeentwicklung fordern, zeigt das Samsung X20 XVM 1600 III leider auch im Test. Zwar gehört es definitiv nicht zu den Krawallmachern unter den
Samsung X20 XVM 1600 III: Flache Notebooks sind meist recht heiße Gesellen.
Einsteigernotebooks, war aber das Notebook, das im direkten Vergleich mit dem Dell Inspiron 6000 und dem Fujitsu Siemens Amilo Pro V8010 die stärkste Erwärmung zeigte. An schwülen Sommertagen mit einer Umgebungstemperatur von 27 bis 28 Grad wurde das Samsung X20 XVM 1600 III im Bereich der beiden Handballenauflagen mit etwa 40 Grad recht warm, aber der Tastaturbereich rund um die C- und V-Taste und das Touchpad heizte den Fingern mit immerhin 45 bis 46 Grad schon ziemlich ein. Unangenehm heiß wurde aber der Geräteboden, an dem wir per Infrarotabtastung mehr als 50 Grad am Speicherslotdeckel und 45 Grad an der Festplattenabdeckung maßen.
So viel Hitze und Wärme will aus dem flachen Notebookgehäuse
Samsung X20 XVM 1600 III: Produziert bis zu 50°C an der Bodenplatte.
natürlich auch herausgepustet werden. Das Samsung X20 XVM 1600 III erledigt dies auch deutlich vernehmbar mit einem recht aggressiven Lüfterton. Einerseits sind derlei Aussagen natürlich immer subjektiv eingefärbt, andererseits haben wir aber auch unterschiedliche Testpersonen ans X20 gesetzt und ihre diesbezügliche Meinung eingeholt. Die überwiegende Mehrzahl der Testpersonen bescheinigt dem Samsung X20 XVM 1600 III aber ebenfalls ein im Vergleich zur Konkurrenz etwas nervendes Lüftergeräusch, zumindest so lange sich das Gerät nicht im „Etiquette Mode“ befindet, der durch gleichzeitiges Drücken der Fn- und F10-Taste de- oder aktiviert werden kann.
Dieser Silent-Modus, der den Geräuschpegel erheblich reduziert und den Lüfter nur mit geringer Umdrehungszahl rotieren lässt, bringt aber in bestimmten Situationen einige Nachteile bei der Leistungsentfaltung des 1600 III mit sich.
Wer nun annimmt, dass im „Etiquette Mode“ einfach der Lüfter abgeschaltet und dabei der Prozessor generell heruntergetaktet wird, irrt gewaltig. Der Flüster-Modus stellt vielmehr eine recht komplizierte dynamische Kombination aus Lüfter- und Taktfrequenzanpassung dar.
Aktiviert man bei kaltem Notebook unmittelbar nach dem Hochfahren den Flüster-Modus, stellt man erst einmal keine Leistungseinbußen fest, der Lüfter bleibt angenehm leise. Hier wird dann das unangenehm klingende Laufgeräusch der Samsung-Festplatte mangels ausreichender akustischer Entkoppelung deutlich vernehmbar. Das Geräusch klingt wie ein leichtes Schleifen und ist permanent zu hören. Hier ist eindeutig der Hersteller gefordert, um in diesem Punkt Abhilfe zu schaffen. Der Besitzer des X20 sollte unbedingt auf Basteleien verzichten, denn wie einem Hinweis im elektronischen Handbuch zu Samsung X20 XVM 1600 III zu entnehmen ist: „Durch das Entnehmen [...] der Festplatte gehen Ihre Ansprüche auf Garantieleistungen verloren.“
Nach längerem Arbeiten mit aktiviertem „Etiquette Mode“ wird je nach Umgebungs- und Systemtemperatur sowie Auslastung des X20 die Lüfterdrehzahl auf unterschiedliche
Drehzahlen geregelt und die CPU-Geschwindigkeit von ursprünglich 1,6 auf 1,06 GHz und bei hohen Temperaturen gar auf 0,8 GHz abgesenkt. Eine Testreihe mit dem PCMark04-Test zeigt eine stetig abnehmende Gesamtperformance von anfangs über 2600 auf bis zu knapp über 1900 Punkte. Eine effizientere – und damit leisere Kühlkonstruktion – wäre hier wohl die bessere Wahl für eine homogene und kontinuierliche Leistungsentfaltung bei angenehm niedrigen Lüftergeräuschen gewesen. Die Umsetzung einer solchen Lösung sollte man den Samsung-Ingenieuren auch nachträglich zutrauen können. Bei einem Auslaufmodell wie dem X20 ist aber kaum damit zu rechnen.
Werbung und Realität beim Display
Bei der Herstellung von Flachbildschirmen hat sich der Name Samsung längst zu einem Synonym für die Dominanz der Koreaner auf dem LCD-Weltmarkt etabliert. Deshalb und wegen der vollmundigen Produktwerbung für das Samsung X20 XVM 1600
Samsung X20 XVM 1600 III: Hat messtechnisch die größten Helligkeitsunterschiede.
III, bei der Samsung dem Anwender die Verwendung neuester Display-Technologie mit einer bis zu 66 Prozent höheren Displayhelligkeit verspricht, machen neugierig. Wie gut ist also das 15-zöllige SXGA+-LCD im 4:3-Format wirklich und wie kann es sich im Vergleich zur Klassenkonkurrenz behaupten?
Das 15-zöllig TFT zeigt sich im ausgeschaltetem Zustand nicht als Blender und bietet dem ebenfalls gut entspiegelten Display des Dell Inspiron 6000 in Punkto Displaysreflexionen keinerlei Möglichkeit, um zum Überholen anzusetzen. Die matte Oberfläche des X20-Displays scheint subjektiv sogar weniger zu spiegeln als das Dell-Displays. In eingeschaltetem Zustand und bei voll aufgedrehter Displayhelligkeit macht sich dann aber doch leichte Enttäuschung breit. Schon der erste direkte visuelle Vergleich der beiden Kontrahenten lässt den Flachbildschirm des Dell Inspiron 6000 erheblich heller und brillanter erscheinen. Zieht man den Screen des Fujitsu-Siemens Amilo Pro V8010 mit zum Vergleich hinzu, dann positioniert sich das X20-LCD vor dem FSC und hinter dem Dell auf dem zweiten Platz.
Beim Begutachten der Farbwiedergabe via Referenzbilder bietet das mit einer Auflösung von 1.400 x 1.050 Bildpunkten arbeitende X20-Display einen sehr neutralen Bildeindruck. Die Wiedergabe von Hauttönen gelingt perfekt und darf im
Samsung X20 XVM 1600 III: Etwas gedimmt wirkt das Display spürbar fleckiger.
Vergleich zum Mitbewerb durchaus als Referenz gelten. Die überaus neutrale Bildwiedergabe geht aber etwas zu Lasten der Farbbrillanz, manchmal wirken auch farbenprächtige Fotos etwas flau und lassen etwas Pepp auf dem X20-LCD vermissen. Gepaart mit der recht geringen Blickwinkelabhängig des LCDs stellen aber gerade diese neutralen Eigenschaften eine sehr gute Basis für die farbechte Bildbearbeitung dar, um auch am Notebook die Urlaubsbilder für die Archivierung farbrichtig stellen zu können. Letztendlich wäre eine höhere Grundhelligkeit und ein besseres Kontrastverhältnis das i-Tüpfelchen für den ansonsten ansprechenden Gesamteindruck des 15-Zöllers.
Das 4:3-Format des LCDs wäre eigentlich für viele PC-Spiele das optimale Wiedergabeformat, aber die integrierte Intel GMA900-Grafik ist natürlich für aktuelle 3D-Spiele nicht
Samsung X20 XVM 1600 III: Die Farbneutralität des LCDs ist bestechend gut.
geeignet. Wer dennoch nicht aufs Geballere am Samsung X20 XVM 1600 III verzichten will, kann aber dennoch zumindest älteren Games frönen, wie die ganz passable Leistung von immerhin 4577 Punkten beim 3DMark2001 belegt. Wer sich auch neueren Spielen offen zeigen will, sollte dann aber eher zu einer teueren Modellversion mit ATIs X600-Grafiklösung greifen. Wie die Thermik aber mit zusätzlichem starken Grafikchip aussieht, würde uns schon interessieren.
Das Werbeversprechen von Samsung von einem bis zu 66 Prozent hellerem Display beim Samsung X20 XVM 1600 III kann man getrost in den Bereich “Werbemärchen“ ablegen. Das
Samsung X20 XVM 1600 III: Die Hintergrundbeleuchtung hält sich vornehm zurück.
X20 konnte in unserer 9-Zonen-Leuchdichtemessung mit einer durchschnittlichen Grundhelligkeit von 130,7 cd/m² im Netzbetrieb und geringfügig höheren 132,7 cd/m² unter Akkulast zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise diesem Herstellerversprechen nachkommen. Vielmehr unterstreichen die Messergebnisse auch den subjektiven Helligkeitsunterschied zwischen dem hellerem Display des Dell Inspiron 6000 und dem eher durchschnittlich hellen Samsung X20 XVM 1600 III. Der 15-Zoll-LCD des X20 ist mit einem maximalen Helligkeitswert von 172,9 cd/m² zwar immerhin rund 36,6 Prozent leuchtstärker als das LCD des Fujitsu Siemens Amilo Pro V8010, das als Maximalwert nur 126,6 cd/m² erreichte, bleibt aber gleichzeitig auch fast 10 Prozent unter dem maximalen Vergleichswert des Dell-Kontrahenten. Beim Vergleich der Leuchtdichtedurchschnittswerte zwischen dem Dell Inspiron 6000 und dem Samsung X20 XVM 1600 III bleibt dem Samsung-Gerät mit einem rund 24 Prozent niedrigeren Wert ebenfalls nur der zweite Platz.
Obwohl der SXGA+-Schirm subjektiv eine recht ausgewogene Helligkeitsverteilung bietet, sind deutliche Abschattungen in den beiden oberen Displayecken zu erkennen. Was das Auge
Samsung X20 XVM 1600 III: Längere Belichtung zeigt die Hintergrundbeleuchtung.
auch auf Grund der nur durchschnittlichen Grundhelligkeit des LCDs noch verzeiht, entlarvt die messtechnische Leuchtdichtemessung bei der Helligkeitsverteilung unbarmherzig. Bis zu 75 Prozent differieren die Messwerte zwischen der hellsten Stelle am Monitor (172,9 cd/m²), der unteren Mitte, und dem dunkelsten Schirmbereich, der rechten oberen Ecke, die nur einen Leuchtwert von 98,8 cd/m² aufweist. Was sich messtechnisch als Katastrophe entpuppt, wird aber durch die recht matte LCD-Folie mit einer starken Lichtstreuwirkung bei entsprechendem Augen-Abstand zum LCD in der Praxis ziemlich kompensiert. Ein direkt durchgeführter Sichtvergleich zwischen dem sehr schlecht ausgeleuchteten Dell Inspiron 9300 und dem X20-LCD lässt das Samsung-Display subjektiv betrachtet sogar homogener wirken, obwohl das Dell messtechnisch nur einen Helligkeitsunterschied von hellster (Mitte Display) zu dunkelster Stelle (linke untere Ecke) von bis zu 46 Prozent aufweist.
Abseits aller Tests wünscht man sich unterm Strich das 15-Zoll-Display des Samsung X20 XVM 1600 III etwas heller und zumindest etwas harmonischer ausgeleuchtet. Die neutrale Farbwiedergabe bietet im Praxisbetrieb aber einen sehr hohen Nutzwert.
Blechern klingende Boxen sind nichts für den Videoabend
Von den meisten Notebook-Mini-Lautsprechern darf man schon wegen der geringen Größe keine HiFi-Klänge erwarten. Nur ab
Samsung X20 XVM 1600 III: Die blau leuchtenden Alutasten sind todschick.
und zu bietet das eine oder andere Multimedia-Notebook auch recht ansprechenden Sound. Das Samsung X20 XVM 1600 III reiht sich dagegen in die Kategorie „Stereoquäker“ ein. Als Klangerlebnis dürfte wohl kein Anwender das Gequäke aus den bei höheren Lautstärken scheppernden Minischallwandlern bezeichnen. Vom über die Tastenkombination Fn- und F8-Taste zuschaltbaren 3D-Raumklang sollte man lieber gleich die Finger lassen: Eine Klangverbesserungen erzielten wir nicht, nur der „Schepper-Faktor“ stieg an.
Eine interessante Multimediafunktion bietet das Samsung X20 XVM 1600 III im ausgeschalteten Zustand an. Über die beiden linken Alutasten, der AVStation Now- und AVStation Now-DVD-Taste können entweder CDs oder DVDs/VCDs ohne Starten des Betriebssystems wiedergegeben werden. Unter Windows startet bei Betätigung der linken Taste der Internetexplorer und beim Drücken des rechten Knopfes das
Samsung X20 XVM 1600 III: Der Teac DV-W28E ist nicht ganz unproblematisch.
Programm Outlook Express. Der Probe aufs Exempel folgt eine negative Überraschung. Zwar funktioniert der Start von AVStation für den CD-Modus perfekt, nach Drücken der entsprechenden Taste schaltet sich das Samsung X20 XVM 1600 III prompt ein und kurze Zeit später erscheint auch das Wiedergabeprogramm auf dem LCD. Aber jeder Versuch aber, entweder eine handelsübliche gepresste Audio-CD oder eine selbst gebrannte CD-R-Scheibe ohne Tonhöhenschwankungen wiederzugeben, scheiterte kläglich. Der integrierte Teac DVD-Brenner DV-W28E werkelte zwar mit einem gehörigen Geräuschpegel an den unterschiedlichen Musik-CDs herum, mehr als leiernde Soundtracks war aber aus den Lautsprechern nicht zu hören. Ob es an dem grundsätzlich langsamen Teac-Brenner mit seiner gedrosselten Auslesegeschwindigkeit oder an einem anderweitigen Hardwareproblem gelegen hat, konnte wegen der zum Ende hin knapp werdenden Zeit nicht endgültig geklärt
werden. Das sporadische und selbstständige Verstellen des IDE-Übertragungsmodus vom DMA- (Direct Memory Access, schnell) in den langsamen PIO-Modus (Programmed Input/Output) unter Windows, für das der Teac-Brenner ebenfalls recht anfällig zu sein scheint, sollte eigentlich im betriebssystemlosen Modus keine Rolle spielen.
Eines positives Merkmal der Multimediaausstattung des X20 ist der separat ausgeführte optische S/PDIF-Anschluss an der rechten Notebookseite. Mit der 5.1-Kanal-Ausgabe und bei Anschluss an das heimische 5.1-Kanal-Lautsprechersystem sollte so guter 3D-Surround-Sound zu genießen sein.
Sparsame Kommunikations- und Schnittstellenausstattung
In 1000-Euro-Klasse buhlen die Hersteller zwar recht aggressiv mit Ausstattungsdetails um die Gunst der Kunden, trotzdem müssen die Hersteller das eine oder andere
zusätzliche Schmankerl in diesem Marktsegment weglassen, um zu diesem Preis ein modernes und doch allroundtaugliches Notebook platzieren zu können. So verwundert es wenig, dass das Samsung X20 XVM 1600 III in Sachen Kommunikations- und Schnittstellenausstattung nur mit einer Grundausstattung aufwartet, die aber für die tägliche Büroarbeit ausreichen sollte. Für die drahtlose Kommunikation findet sich eine Intel Pro/Wireless 2200BG, die im IEEE802.11b/g-Modus mit bis zu 54 MBit/s Daten ins
Samsung X20 XVM 1600 III: USB- und S-Video- sowie Anschluss für Schlösser.
Wireless LAN überträgt. Die Verbindung zum WLAN-Access-Point litt während des Testzeitraumes insbesondere im leisen „Etiquette Mode“ unter sporadischen Verbindungsabbrüchen. Via Draht steht dem Anwender für das Firmen- und private Netz ein integriertes 100-MBit-LAN und der obligatorische 56K-Modem-Anschluss zur Verfügung.
Auf eine Infrarot- und eine Bluetooth-Schnittstelle für Verbindungen zu weiteren multimedialen Endgeräten muss der Anwender beim Samsung X20 XVM 1600 III aber verzichten. Drei vorhandene USB-2.0-Schnittstellen und ein Firewire-Port runden die Hochgeschwindigkeitssparte ab. Neben dem bereits erwähnten S/PDIF-Anschluss verfügt das X20 auch über einen
Samsung X20 XVM 1600 III: DVD-Brenner, USB- und optischer S/PDIF-Anschluss.
Kopfhörer- und einen Mikrofon-Ausgang, die beide günstig an der Frontseite platziert sind. Ein Speicherkarten-Steckplatz ist ebenfalls leicht zugänglich an der Vorderseite integriert. Zum Verarbeiten der populären Flash-Speicherkarten unterstützt der integrierte Kartenleser MemoryStick-, MemoryStick-Pro- und SD-Speicherkarten (Secure Digital). Die kleinen Zusatzspeicherkarten können als Wechseldatenträger und zum Übertragen von Daten zwischen Computer und digitalen Geräten wie beispielsweise Digitalkameras verwendet werden. Eine S-Video-Schnittstelle für den Anschluss am Fernseher oder am Beamer findet sich auch.
Samsung X20 XVM 1600 III: Der schlenke Akku bietet eine Ladezustands-Anzeige.
Akku-Laufzeit von bis zu sechs Stunden. Das wird schon rein rechnerisch schwer, da das X20 im Leerlaufbetrieb rund 20,6 Watt Leistung verbraucht. Der schlanke Akku-Riegel mit LED-Ladezustandsanzeige gibt sich im Batterietest auch alle Mühe, das Samsung X20 XVM 1600 III am Leben zu halten. Dennoch gehen bei mehreren Testdurchläufen regelmäßig nach rund 3 Stunden die Lichter aus. Auch beim Einsatz aller Stromsparmassnahmen dürte eine Akku-Laufzeit von 6 Stunden wohl kaum zu erreichen sein. Mit den gebotenen Stehvermögen reiht sich das Samsung X20 XVM 1600 III damit im Klassenvergleich in Sachen Mobilität zusammen mit dem Dell Inspiron 6000 und dem dem Fujitsu Siemens Amilo Pro V8010 im Mittelfeld ein.
Falls das Betriebssystem wegen Virenbefall oder falscher Treiberinstallation partout nicht starten will, kann eine Neuinstallation desselben notwendig werden. Samsung hat für
Samsung X20 XVM 1600 III: So sieht der Desktop nach der Neuinstallation aus.
diesen Fall dem Samsung X20 XVM 1600 III eine System-Recovery-CD und zwei Treiber-CDs beigepackt. Eine schnelle Recovery-Funktion über die Festplatte fehlt aber. Im Fall der Fälle gelingt eine Neuinstallation des Betriebssystems problemlos, es dauert halt einfach länger, bis die Standard-Installation von Microsofts Windows XP Home erledigt ist.
Für die erfolgreiche Neuinstallation muss die Windows-CD beim Booten im CD-/DVD-Laufwerk sein und eine beliebige Taste bei der am LCD erscheinenden Nachfrage gedrückt werden, ob man von CD Booten wolle. Danach folgt eine
Samsung X20 XVM 1600 III: Programme nach Neuinstallation.
übliche Installation des Systems. Nach erfolgreicher Neuinstallation kann der Anwender dann die erste Treiber-CD einlegen und eine Standard- oder individuelle Installation des Treiberpakets einleiten. Die Standardoption stellt eine gute Wahl dar, da der weitere Programmablauf dann automatisch und ohne weitere Anwenderinteraktion erfolgt. Nach Abschluss der Installation des ersten Treiberpakets erscheint ein Fragedialogfenster, das zum Einlegen der zweiten Treiber-CD auffordert. Auch die Standardinstallation der zweiten CD erledigt sich praktisch von selbst. Danach steht dem Anwender wieder eine taufrische und mit den notwendigen Treibern versehene Benutzeroberfläche zur Verfügung.
Fazit:
Das Samsung X20 XVM 1600 III ist ein leichtes und flaches, wohlproportioniertes und schickes Notebook für die alltägliche Büroarbeit. Mit seinen geringen Abmessungen, dem geringen Gewicht, den verwendeten hochwertigen
Samsung X20 XVM 1600 III: Einfach ein schickes, schlenkes Notebook.
Gehäusematerialien, den im Klassenvergleich guten Eingabegeräten und dem sehr farbneutralen und blickwinkelunabhängigen Display hebt sich das Samsung X20 XVM 1600 III wohltuend von seinen Konkurrenten ab.
Sieht man aber vom echten Mehrwert beim Gehäuse und der Tastatur ab, wird es für das X20 XVM 1600 III im Vergleich mit den Mitstreitern in der 1000-Euro-Einsteigerklasse recht eng. Zwar leistet sich das Samsung-Notebook bei den Leistungstests keinerlei gravierende Schwächen, aber die schwankende Leistungsabgabe beim Nerven schonenden, weil ruhigen „Etiquette Mode“ dürfte leistungshungrige Anwender bei hohen Umgebungstemperaturen stören. Im Standardmodus und ohne die zuschaltbare Supersilent-Betriebsart kann der laute Lüfter so manchen Zeitgenossen aufs Gemüt schlagen. Die sehr starke Erwärmung insbesondere an der Geräteunterseite ist zwar angesichts der flachen Bauform durchaus nachvollziehbar, doch lassen sich derlei thermale Probleme auch mit einer anständigen Dimensionierung der Kühlkörper in den Griff bekommen.
Werbung und Realität klaffen leider beim Samsung X20 XVM 1600 III in Punkto Display und Akkulaufzeit deutlich auseinander. Das 15-zöllig Display liefert zwar eine
Samsung X20 XVM 1600 III: Werbung und Realität klaffen beim LCD auseinander.
hervorragende Farbeneutralität bei geringer Blickwinkelabhängigkeit, ist jedoch meilenweit von einer bis zu 66 Prozent höheren Grundhelligkeit im Vergleich zu anderen Flachbildschirmen entfernt, wenn man Klassenmaßstäbe anlegt. Der gemessene Helligkeitsunterschied zwischen hellster und dunkelster Displaymessstelle war der bisher höchste messtechnisch erfasste Wert, dürfte aber in der Praxis wegen des subjektiv recht passablen Bildeindrucks nicht in gleichem Maße stören. Die versprochene Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden dürfte im Praxisbetrieb ebenfalls nur im ausgeschalteten Zustand zu erreichen sein, auf klassenübliche 3 Stunden bringt es das Samsung X20 XVM 1600 III aber allemal.
Die übrige Ausstattung, insbesondere die schlechten Lautsprecher, machen einem Klassenprimus ebenfalls wenig Ehre. Ein kleines Glanzlicht ist allenfalls der integrierte optische S/PDIF-Anschluss zum Anschluss an die Heimkinoanlage im Wohnzimmer.
Unterm Strich empfiehlt sich das Samsung X20 XVM 1600 III für Anwender, die ein leichtes, aber stabiles und braves Arbeitspferd fürs Büro suchen.
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