Kaum ein Smartphone neben dem iPhone hat die Mobilfunk-Gemeinde während der vergangenen zwölf Monate so fasziniert und polarisiert wie das Samsung Galaxy S3. Zunächst wurde viel über das Design spekuliert und dem Flaggschiff der Koreaner Features wie ein Vollmetallgehäuse angedichtet. Als das Gerät dann Ende Mai erschien, wurde es sehr unterschiedlich bewertet: Manchem Experten gilt es als zu groß, zu unhandlich und damit zu unpraktisch. Die Kunststoffrückseite wird ebenso kritisiert wie der deplatziert wirkende Home-Button und die Sprachsteuerung „S-Voice“. Dennoch bricht das S3 sämtliche Benchmark-Rekorde, heimst Lob für sein HD-Display und die Multimedia-Tauglichkeit ein und gilt als derzeit bestes Android-Smartphone.
Trotz der stattlichen Größe ist das S3 nur 9 mm dünn und 133 g leicht
Wer sich eine Weile lang durch den Dschungel der Tests, Meinungen und Empfehlungen gelesen hat, ist verwirrt. Das Samsung Galaxy S3 ist ein vielseitiges Gerät, aber brauche ich wirklich so viel Leistung und Features? Und ist das Gerät mit seinem 4,8-Zoll-Display nicht viel zu unhandlich? Grund genug, das Galaxy S3 im Alltagsbetrieb auf Herz und Nieren zu prüfen. Denn letztlich soll ein Smartphone ja den Tagesablauf erleichtern und nicht etwa zur Last fallen.
Spezifikationen Samsung Galaxy S3 GT-i9300
Display: 4,8 Zoll, Super AMOLED HD (1280 x 720 Pixel), kapazitiver Touchscreen, Gorilla-Glas Funknetze: UMTS/GPRS/EDGE/HSDPA/HSUPA/HSPA+ Betriebssystem: Android 4.0.4 Prozessor: Samsung Exynos 4412 / Cortex-A9 (4x 1.4 GHz) Grafik: ARM Mali-400 MP4 / Samsung Exynos 4412 Arbeitsspeicher: 1 GB Massenspeicher: 16 GB (+ bis zu 64 GB per microSD) Schnittstellen: 1x microUSB 2.0, HDMI, 1x Kopfhörer-Anschluss Konnektivität: WLAN (b/g/n), Bluetooth 4.0, NFC Abmessungen / Gewicht: 70,6 x 8,6 x 136,5 mm, 133 g Akku: Lithium-Ionen (2100 mAh) Sonstige Ausstattung: 1,9 MP Kamera (vorne), 8 MP Kamera (hinten), Bewegungssensor, Lichtsensor, Annäherungssensor, Kompass, Barometer, UKW-Radio, DLNA zertifiziert, Sprachassistent (S-Voice), Micro-SIM
Das Testgerät wird in einem schlichten weißen Karton geliefert. Neben USB-Kabel, Stromnetz-Adapter und Headset mit einigen optionalen Aufsätzen befinden sich noch die Garantiekarte und eine Kurzanleitung im Karton. Die Anleitung fällt sehr knapp aus und verweist auf ein ausführlicheres Online-Handbuch.
Das Samsung Galaxy S3 wird in einem schlichten weißen Karton geliefert.
Das Samsung Galaxy S3 wirkt auf den ersten Blick riesig. Es scheint nur aus Displayoberfläche zu bestehen. Die Umrahmung ist schmal und dezent. Einzig der Home-Button wirkt etwas plump und zu tief platziert
Nimmt man das Samsung Galaxy S3 in die Hand, ist man zunächst überrascht: Für die stattliche Größe ist das Gerät mit nur 9 Millimetern sehr dünn und wiegt mit 133 g auch nicht extrem viel. Die Polycarbonat-Rückseite kann von der Qualitätsanmutung nicht mit der eines Apple iPhone 4s mithalten. Zu glatt, leicht und irgendwie billig wirkt sie.
Die Rückseite des Samsung Galaxy S3 besteht aus Kunststoff.
Dennoch ist sie haptisch nicht unangenehm. Stattdessen liegt das Galaxy S3 angenehm in der Hand und schmiegt sich regelrecht in die Handfläche.
Display
Nach dem Ladevorgang drücke ich das erste Mal den Einschaltknopf, gefolgt von einem gewissen „Wow-Effekt“. Das 4,8-Zoll Super-AMOLED-HD-Display, das mit 1.280 x 720 Pixeln auflöst, brilliert mit knackiger Darstellung und enormer Schärfe. Die AMOLED-Technik schaltet Pixel, die schwarz dargestellt werden sollen, komplett ab und erzeugt so satte Kontraste. Einzelne Pixel sind nur bei sehr genauem Hinsehen erkennbar, die Arbeitsfläche ist groß und alles gut ablesbar.
Die Luminanz des Samsung Galaxy S3 beträgt im Schnitt 250 cd/m².
Schade ist allerdings, dass die Helligkeit des Displays nicht in jeder Situation problemloses Arbeiten garantiert. Wir messen nur 250 cd/m², womit das stark spiegelnde Display in der Abendsonne kaum ablesbar ist. Im Straßencafé werde ich daher schattige Plätze bevorzugen müssen.
Bedienung
Die Einrichtung geht schnell und ich finde mich auf Anhieb zurecht. Die Kontakte synchronisiere ich über mein Google-Konto und die SIM-Karte, auch die IMAP-Übertragung meiner Mails ist schnell aktiviert. Das Android 4.0-Betriebssystem harmoniert gut mit dem Galaxy S3. Alle Eingaben gehen flott und präzise von der Hand.
Auf der großen On-Screen-Tastatur lässt sich bereits in der vertikalen Ansicht gut tippen. Der Touchscreen reagiert ebenso rasch und genau wie die „Home“-Taste. Links daneben sitzt die ins Gehäuse integrierte, beleuchtete Optionstaste, mit der Zusatzfunktionen und Einstellungen in Programmen aufgerufen werden können. Rechts ist die selbsterklärende „Zurück“-Taste positioniert. Der Kunststoffdeckel auf der Rückseite gibt sich glatt und schlicht. Mittig ist die Kameralinse verbaut, seitlich daneben Blitz und Lautsprecher für Musikwiedergabe.
Neben der Kamera befindet sich auf der Rückseite des Samsung Galaxy S3 noch ein LED-Blitz und ein Lautsprecher.
Nach der Erstkonfiguration werden über den Google Play-Store wichtige Apps wie Whatsapp, Skype und Facebook heruntergeladen und installiert. Das ist schnell erledigt und so kann am nächsten Tag die Erkundungstour beginnen: Was kann das S3 im täglichen Einsatz, wo liegen die besonderen Vor- und Nachteile?
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Ist es nicht irgendwie merkwürdig, dass dieser Artikel gerade dann erscheint, wenn das Ego Phone 5 vorgestellt ist und überall in den Medien ist?
Das riecht irgendwie nach einem "Ihr schreibt einen Artikel über unser Produkt und wir schalten ne Werbeanzeige Deal" (?).
Aber gut, dank Adblock weiß ich eh nicht, wer hier so Werbung macht auf dieser Seite... daher kann ich...