RIM hat seinen Platz eigentlich im Business-Bereich, und dominierte dort bislang mit Tastatur, nicht mit Touchscreen. Beim Blackberry Torch 9860 versucht man sich mit Fokus auf Multimedia.
Das Design wirkt stimmig – insbesondere die flach auslaufenden, gerundeten Kanten oben und unten am Smartphone heben den Blackberry Torch 9860 wohltuend vom Standard-Design anderer Touchscreen-Smartphones ab. Außerdem vergeben wir einen Pluspunkt für die vier mechanischen Tasten und das Trackpad unter dem 3,7-Zoll-Display. Insbesondere die Telefontasten bieten nämlich schnelleren Zugang zur „Wählscheibe“ und den verpassten Anrufen sowie zum Adressbuch. Da ist der Weg über ein Icon auf dem Touchscreen wie bei anderen Herstellern deutlich umständlicher. Zudem reagieren die Tasten sehr gut auf Druck. Nicht so angenehm fühlen sich dagegen die Lautstärke- und die Kamera-Taste an. Sie sind zu schmal und verlangen sehr festes Drücken, bevor sich etwas rührt.
Gut wiederum reagiert der Touchscreen - wie sich beim Antippen von Menüpunkten und Tippen von Text zeigt. Der recht helle, kapazitive 3,7-Zoll-Touchscreen löst mit 480 x 800 Pixel auf. Das sorgt für scharfe Bilder und Schrift ohne Kanten. Bei Sonnenlicht spiegelt das Display jedoch noch zu stark, als dass das Lesen von Webseiten und E-Mails angenehm wäre. Das gilt insbesondere, wenn bereits viele Fingertapser das Display zieren – bei der Touchscreenbedienung ist das leider schnell der Fall. Auf eine ausziehbare Tastatur unter dem Bildschirm hat RIM beim Torch 9860 verzichtet. Maße und Gewicht gehen in Ordnung, nur für die Hemdentasche ist das Gerät einen Tick zu schwer.
Aktuelle Angebote ohne Vertrag (22.11.2011)
Blackberry Torch 9860 (notebooksbilliger.de) - 418,44 Euro
Blackberry Torch 9860 (amazon.de) - 426,43 Euro
Blackberry Torch 9860 (cyberport.de) - 429,29 Euro
Blackberry Torch 9860 (redcoon.de) - 434 Euro
Blackberry Torch 9860 (notebook.de) - 443 Euro
Der Prozessor im Torch 9860 ist auf 1,2 GHz getaktet. Da sollte man schnelle Reaktionszeiten erwarten dürfen. Und so sausen wir mit Sieben-Meilenstiefeln durch die Kontakte-Liste. Auch Anwendungen öffnen recht flott und in Seiten ist schnell hineingezoomt. Etwas warten mussten wir, als wir unsere Bildergalerie mit 20 Bildern aufriefen.
Die interne Speicherkapazität beläuft sich auf 150 MByte für Apps – was eher spartanisch zu nennen wäre und 2,5 GByte für Musik, Videos und Fotos. Der Arbeitsspeicher bietet 768 MByte. Wem das nicht reicht, der weicht auf eine microSD-Karte aus, die unter der festsitzenden Rückabdeckung, aber nicht unter dem Akku sitzt. Im Lieferumfang ist bereits eine 4 GByte große Speicherkarte enthalten.