TEST
Motorola Defy
Preiswerter Android-Trotzkopf

Comeback für Motorola? Viele werden es nicht mehr wissen, doch das US-amerikanische Unternehmen war einst ein Pionier auf dem Mobilfunk-Sektor und stellte sogar das erste Mobiltelefon der Welt her. Auch die CPUs vieler berühmter Computer wurden einst von Motorola gefertigt. Und mit über 50 Millionen abgesetzten Exemplaren ist das flache Klapp-Handy "RAZR" bis heute eines der meistverkauftesten Handys weltweit.

Dieses Testgerät wurde uns freundlicherweise von notebooksbilliger.de zur Verfügung gestellt.
Doch in der Folgezeit verlor der einstige Mobilfunk-Vorreiter an Bedeutung und geriet in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Inzwischen wurde das Unternehmen in zwei unabhängige Sparten aufgeteilt. Hat das Motorola Defy das Zeug zu einem massentauglichen Publikumsliebling, der das angeschlagene Unternehmen wieder auf die Erfolgsspur zurückbringen kann?
Eckdaten
Design, Verarbeitung, Lieferumfang Der Lieferumfang ist typisch für heutige Smartphones: Neben dem eigentlichen Telefon und dem Akku werden ein USB-Verbindungskabel mit Netzteil-Adapter, In-Ear-Kopfhörer (welche sich durch eine passable Klangqualität auszeichnen), eine Schnellstart-Anleitung und eine ausführliche Bedienungsanleitung mitgeliefert. Zum Lieferumfang gehört zudem eine 2GB microSD-Karte.
Eher schlicht fällt das Design aus. Das gesamte Gehäuse ist in Schwarz gehalten. Der obere Gehäuseteil besteht aus Hochglanz-Kunststoff, was in Kombination mit der ebenfalls hochglänzenden Displayoberfläche Fingerabdrücke magisch anzieht. Das Image des robusten Outdoor-Handys wird nach Ansicht der Redaktion durch die Verwendung von Klavierlack-Kunststoff ein wenig konterkariert - doch das nur am Rande.
Die Vorderseite des Handys ist recht aufgeräumt; lediglich das "Motorola"-Logo und die obligatorischen 4 Android-Tasten heben sich von dem Einheitsschwarz ab.
An der linken Seite des Handys befindet sich der Micro-USB-Port, welcher neben dem Datentransfer auch zum Aufladen des Akkus dient. Rechts ist ein Wippschalter angebracht, mit dem die Lautstärke von Gesprächen, Klingeltönen und wiedergegebenen Medien geregelt wird. Oberseitig findet der 3,5mm-Headset-Anschluss sowie der An/Aus-Schalter Platz. Mit einem kurzen Drücken auf diese Taste wird der Bildschirm gesperrt; bei einem langen Drücken kann man das Telefon ausschalten, auf Lautlos stellen oder aber das Handy in den Flugmodus versetzen, wodurch alle Funkverbindungen deaktiviert werden.
An der Rückseite befindet sich die Kamera samt LED-Blitz. Der Akkudeckel scheint aufgrund seiner Haptik leicht gummiert zu sein. Auffällig sind zudem die kleinen Schrauben, mit der die Oberseite an der Unterseite befestigt ist.
Stabil, aber nicht unverwüstlich Das gesamte Gehäuse besteht aus Plastik; Wertigkeit vermittelnde Aluminium-Bestandteile sucht man vergebens. Knetet man die Oberseite zwischen beiden Händen, so kann man dem Gehäuse ein leichtes Knarzen entlocken. Der Akkudeckel biegt sich bei moderatem Druck deutlich durch. Allerdings liegt das Handy nicht zuletzt aufgrund des leicht gummierten Akkudeckels sehr gut in der Hand.
Laut Hersteller ist das Handy nicht nur stoß- und staubgeschützt, sondern hält auch ein kurzes Wasserbad aus, wenn alle Öffnungen vorschriftsmäßig verschlossen sind. Den Tauchgang können wir hier nicht bestätigen, ein paar Tropfen Wasser machen unserem Testgerät jedoch keine Probleme.
Nahezu die gesamte Vorderseite besteht aus sogenanntem "Gorilla Glass", einem besonders kratzfesten und widerstandsfähigen Glas, welches auch beim Aplle iPhone 4 verwendet wird. Im Internet kursieren diverse Videos, in denen die Kratzfestigkeit des Displays auf die Probe gestellt wird. Einen losen Schlüssel in der Hosentasche dürfte das Display schadlos überstehen; wer allerdings der Anzeige mutwillig Kratzer hinzufügen will, der schafft dies auch.
Insgesamt ist die Verarbeitung - vor allem für ein Handy dieser Preisklasse - überzeugend. Ein wirkliches Outdoorhandy ist das Defy aber dennoch nicht, was verschiedene Erfahrungsberichte im Internet zeigen. Wer also ein Handy für widrige Umstände sucht, welches eine permanent grobe Behandlung aushalten muss, der sollte zu einem Outdoormonster wie dem Sonim XP1300 greifen.
Auch die Aussagen, nach denen das Motorola Defy nach IP67 zertifiziert sein soll, können wir nicht bestätigen. Denn dies würde bedeuten, dass es bis zu 30 Minuten in 1 m tiefem Wasser verweilen kann, ohne Schaden zu nehmen. Motorola selbst hingegen bewirbt das Defy lediglich als "wassergeschützt und staubdicht".
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Kommentare zum Artikel
( 4 Antworten )
Zur Diskussion im Forum
AW: Motorola Defy - Preiswerter Android-Trotzkopf
von
Wolf7
am Sa, 09.07.2011 08:39 Uhr
Keine Updates mehr für das Gerät, von Anfang an.
Und man kann selber nicht so einfach, wenn überhaupt updaten.
Motorola zerstört durch ihre Politik ein gutes Gerät.[/QUOTE]
mittlerweile gibt es immerhin andorid 2.2, auf die 2.3 werden wir allerdings wohl ewig warten drüfen... na ja ich bin trotzdem damit zufrieden.
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von
com1
am Sa, 12.02.2011 21:48 Uhr
Das Defy ist Wasserdicht. Aus Garantiegründen gibt Motorola aber nur \"Spritzwassergeschützt\".
AW: Motorola Defy - Preiswerter Android-Trotzkopf
von
barghest
am Fr, 11.02.2011 15:56 Uhr
Danke für den Test. Das Gerät steht derzeit in meiner engeren Auswahl.
Eventuell sollte man aber doch darauf hinweisen, dass Motorola das Update auf 2.2 für das 2. Quartal 2011 angekündigt hat.
[url]https://supportforums.motorola.com/community/manag er/softwareupgrades[/url]
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