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TEST Sony SA-NS510, Libratone Zipp
Umluft – AirPlay-Lautsprecher mit Rundumbeschallung und Akku
von Oliver Bünte am So, 16.12.2012



Bessere Soundqualität mit AirPlay

Apple iPhone, iPad oder Mac dienen häufig als Abspielgeräte für digitale Musik. Unterwegs ist man mit einem Kopfhörer gut beraten. In den heimischen vier Wänden, greift man lieber auf ordentliche Aktivboxen zurück, die man über den Audio-Klinken-Ausgang des iPhone, iPad oder Mac anschließt. Diese Kabellage ist aber nicht besonders schön und verhindert die freie mobile Nutzung in mehreren unterschiedlichen Räumen.

Sony SA-NS510, Libratone Zipp Portable
Bild: notebookjournal.de
AirPlay wird von iOS-Geräten nativ unterstützt.

Wer es daher lieber drahtlos mag, kann zwischen zwei Wireless-Lösungen zur Audio-Übertragung an Lautsprecher wählen: AirPlay oder Bluetooth. Das von Apple entwickelte AirPlay-Protokoll nutzt Wi-Fi zur Übertragung. Setzt man auf Soundqualität, dann fällt Bluetooth von vornherein aus, denn über das verwendete Advanced Audio Distribution Profile (A2DP) werden bei der Übertragung lediglich verlustbehaftete Codecs wie beispielsweise SBC, MP3 oder AAC eingesetzt. Musikdateien werden zur Übertragung erneut komprimiert, sodass die Soundqualität, die bei Bluetooth-Lautsprechern ankommt, schlechter ausfällt. AirPlay kennt solche Qualitätsprobleme nicht, denn es wird der Apple Lossless Audio Codec (ALAC) mit 44 kHz (16 Bit) verwendet. Das entspricht dem Sound einer Audio CD. Die Güte der Audio-Ausgabe wird dann hauptsächlich von der Qualität der digitalen Musikdatei und der AirPlay-Lautsprecher bestimmt.

Test-Duo

Sony SA-NS510, Libratone Zipp Portable
Bild: notebookjournal.de
Sony SA-NS510 und Libratone Zipp Portable sind beide mit einem Akku zur mobilen
Nutzung ausgestattet.

Bei der Auswahl der Testkandidaten legten wir Wert auf eine Rundumabstrahlcharakteristik des Sounds und einen integrierten Akku. Die AirPlay-Lautsprecher sollten mit diesen Eigenschaften mobil einsetzbar sein und an beliebiger Stelle eines Raumes platziert werden können, ohne dass eine Stromversorgung per Kabel benötigt und eine bestimmte Hörposition eingenommen werden muss. Außerdem sollten die Lautsprecher einen Raum von etwa 60 m² Größe ordentlich beschallen können. Für den Test haben wir mit dem Sony SA-NS510 und dem Libratone Zipp Portable zwei aktuelle AirPlay-Lautsprecher der Preisklasse bis 400 Euro rausgesucht. Der Straßenpreis des Sony SA-NS510 liegt derzeit unter 300 Euro. Der Libratone Zipp Portable wird dagegen für nicht weniger als knapp 400 Euro gehandelt. Unsere Testversion mit zwei zusätzlichen Wollbezügen kostet rund 450 Euro.


Angebote vom 16.12.2012

Sony SA-NS510 (cyberport.de) - 289 Euro
Sony SA-NS510 (notebooksbilliger.de) - 289 Euro
Libratone Zipp Portable (amazon.de) - 449 Euro


Spezifikationen Sony SA-NS510

Lautsprechersystem: 2-Wege mit fünf Treibern (4 x Hochton, 1 x Woofer), Bassreflex
Konnektivität: Ethernet, WLAN 802.11 b/g (WEP64/128/WPA/WPA2)
Anschlüsse: Ethernet, 3,5-mm-Audio-Klinke
Unterstützte Codecs: AAC, LPCM, MP3, WAV, WMA-9 (außer Pro, Voice)
Abmessungen / Gewicht: 241 × 325 × 241 mm / 3940 g
Besonderheiten: DLNA, Party-Modus, Fernbedienung

Sony SA-NS510
Bild: notebookjournal.de
Der Sony SA-NS510 erinnert mit seinem Lamellen an eine Turbine.

Der Sony SA-NS510 ist im Look einer Turbine gehalten und besteht aus schwarzem Kunststoff, der durch seine matte Oberfläche optisch in nahezu jedes Wohnzimmer passen dürfte. Die Lamellen des 325 mm hohen Korpus liegen eng beieinander. In staubiger Umgebung sammelt sich schnell Schmutz dazwischen. Regelmäßiges Abfeudeln ist daher Pflicht. Das Gewicht ist mit 3940 g recht üppig. Durch die Größe und das Gewicht wird man den AirPlay-Lautsprecher eher in unterschiedlichen Innenräumen und weniger unterwegs am Baggersee einsetzen.

Im Inneren des Sony SA-NS510 sind vier Lautsprecher mit 30 mm Konus jeweils um 90 Grad versetzt angebracht, um dadurch einen 360°-Rundumklang zu erzeugen. Ein Woofer mit 110 mm Konus für Mitten und Bässe ist auf halber Höhe des Turms eingebaut. Der Woofer gibt seinen Klang über ein senkrecht verlaufendes Bassreflexrohr an der Oberseite ab. Die Öffnung ist als Griff ausgeformt, sodass man leicht hineingreifen und den AirPlay-Lautsprecher transportieren kann. Damit nichts ins Innere fällt, ist ein kleines Netz über der Öffnung gespannt. Im Griff ist zusätzlich ein LED-Licht eingebaut, das seine Farbe von Blau auf Weiß ändert, sobald Audio-Signale per AirPlay eingehen.

Sony SA-NS510
Bild: notebookjournal.de
Vier Hochtöner sind jeweils im 90°-Winkel zueinander im SA-NS510 untergebracht.

Die wichtigsten Bedienelemente und Anzeigen des SA-NS510 befinden sich auf der Oberseite. Die kleinen Taster für Power, Umschaltung in den Party-Modus, Audio-Input und Lautstärke sprechen gut an und werden durch dezent leuchtende LED-Anzeigen sinnvoll ergänzt. Sony liefert zusätzlich eine kleine Fernbedienung mit Folientastatur mit. Die Tasten muss man allerdings ordentlich eindrücken, damit etwas passiert. Die Reichweite der Fernbedienung ist dagegen gut. Man muss die Fernbedienung auch nicht genau auf den Lautsprecher ausrichten.

Sony SA-NS510
Bild: notebookjournal.de
Die Tasten der Fernbedienung des Sony SA-NS510 sprechen nicht besonders gut an.

Anschlüsse für Strom, Ethernet und 3,5-mm-Audio-Klinke sind an der Rückseite unten angebracht. Hier befinden sich Taster für WPS und Firmware-Update sowie passende Anzeige-LEDs. An der Unterseite befinden sich zwei Schiebeschalter. Der eine dient zum kompletten Ein- oder Ausschalten des Lautsprechers, um den Stromverbrauch bei längerem Nichtgebrauch zu senken. Außerdem ist eine Reset-Funktion vorhanden. Der andere Schiebeschalter schaltet zwischen Standby- und Netzwerk-Standby um. Letzteres dient dazu, den AirPlay-Lautsprecher aus dem Standby-Modus zu wecken, sobald Audio-Daten über das Netzwerk eingehen.

Sony SA-NS510
Bild: notebookjournal.de
An der Rück- und Unterseite des Sony SA-NS510 befinden sich Anschlüsse und
weitere Bedienelemente.

Spezifikationen Libratone Zipp Portable

Lautsprechersystem: 2-Wege mit drei Treibern (2 x Hochton, 1 x Woofer)
Konnektivität: WLAN 802.11 b/g (WPA/WPA2)
Anschlüsse: 3,5-mm-Audio-Klinke, USB 3.0 (nur Audio)
Unterstützte Codecs: k. A.
Abmessungen / Gewicht: 260 x 122 mm / 1860 g
Besonderheiten: PlayDirect-Modus, wechselbare Woll-Cover (je nach Ausstattung)

Libratone Zipp Portable
Bild: notebookjournal.de
Die Bauform und Größe des Libratone Zipp Portable entspricht exakt einer
Küchenrolle.

Die Bauform und Größe des Libratone Zipp Portable aus dänischer Audio-Schmiede entspricht exakt denen einer handelsüblichen Küchenrolle. Der Zylinder ist von einem wechselbaren Woll-Cover ummantelt, der mit einem Reißverschluss versehen ist. Das Libratone Zipp lässt sich so schnell ausziehen und umkleiden, denn neben dem grau-schwarzen Bezug lag unserer Ausstattungsvariante noch ein petrolfarbenes und rotes Cover bei. Weitere Farbvarianten sind extra erhältlich und kosten je 39 Euro. Praktisch sind diese Bezüge: Ist der Bezug verschmutzt, oder wird es einem irgendwann mal zu bunt, zieht man den AirPlay-Lautsprecher einfach ein neues Kleid an. Besonders auffällig ist beim Libratone Zipp die Handschlaufe, die zum einfachen Transport dient. Dazu ist der AirPlay-Lautsprecher mit seinen kompakten Abmessungen von 260 mm Höhe und einem Durchmesser von 122 mm bei einem Gewicht von 1860 g gut geeignet.

In der hochglanz-weißen, oberen Abdeckung sitzt das Hauptbedienelement: Eine große, runde Taste dient zum Ein- oder Ausschalten. Der Bedienring um den Knopf herum ist als Tastenwippe ausgeführt und dient zur stufenlosen Lautstärkeregelung. Eine LED signalisiert den Betriebszustand. Sobald sie weiß pulsiert, ist der AirPlay-Lautsprecher einsatzbereit. Oben an der Rückseite befinden sich in einem separaten Bedienfeld zwei kleine Tasten, die in den Wi-Fi-Netzwerkmodus, in den PlayDirect- oder Setup-Modus schalten. Eine kleine Leuchte zeigt den Akkuzustand an.

Libratone Zipp Portable
Bild: notebookjournal.de
Die Wollbezüge des Libratone Zipp Portable gibt es in unterschiedlichen Farben.

Neben einer drahtlosen Fütterung mit Audio-Signalen können dem Libratone Zipp Audio-Informationen klassisch über Kabel zugespielt werden. Eine 3,5-mm-Klinkenbuchse steht genauso zur Verfügung wie ein USB-Eingang für den Audio-Input. Passende Kabel werden nicht mitgeliefert. Den Strom erhält der AirPlay-Lautsprecher an der Unterseite über ein Netzteil, das über wechselbare Steckeraufsätze für Europa und UK verfügt.

Libratone Zipp Portable
Bild: notebookjournal.de
Eine Taste und eine Lautstärkewippe am Libratone Zipp Portable müssen zur
Bedienung ausreichen.

Der Libratone Zipp verspricht ebenfalls 360°-Rundumklang. Dabei sitzen im oberen Drittel zwei Bändchen-Hochtöner, die mit Diffusoren ausgestattet sind, die den Klang in alle Richtungen lenken sollen. Direkt darunter ist ein Woofer für die Ausgabe von Mitten und Bässen eingebaut, der seinen Klang nach oben abgibt.

Libratone Zipp Portable
Bild: notebookjournal.de
Die beiden Hochtöner im Libratone Zipp Portable sind mit Diffusoren
ausgestattet, die einen 360°-Sound ermöglichen sollen.




 


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