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TEST Sony Vaio VGN-S4M
Leichter und adretter Reisebegleiter
von Ronald Tiefenthäler am Di, 12.07.2005



Ansprechende Leistungswerte für ein Subnotebook

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Bietet ordentliche Leistung für mobile Arbeiter.
Das Sony Vaio VGN-S4M wird mit seinem geringen Gewicht von rund 1,95 Kilogramm wohl ein häufiger Reisebegleiter sein. Schön, wenn dann die Ausstattungs- und Leistungsparameter stimmen und der Anwender wie vom Desktop-PC her gewohnt seine täglichen Büroarbeiten auch am kleinen und handlichen S4M erledigen kann, ohne dabei einschneidende Abstriche bei der Geschwindigkeit hinnehmen zu müssen. Das Testgerät bot in allen überprüften Anwendungsprogrammen, wie beispielsweise gängigen Office- und Bildbearbeitungs- applikationen, genug Leistung - der Anwender wird beim relaxten Arbeiten im Freien wohl keinen Gedanken mehr an den PC verschwenden.

Das Test-S4M integriert Intels aktuellen Alviso-Chipsatz 915PM, als Motor dient ein Pentium M 730 mit 1,6 GHz Taktfrequenz, 2 MByte Second-Level-Cache und 533er FSB. Der 512 MByte große Hauptspeicher reicht für gängige Anwendungen

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: DDRII-RAM-Modul unterhalb der Tastatur, rechts CPU-Lüfter.
locker aus und war beim Vorserienmodell in einem einzelnen DDRII-400-Modul im Speicherslot unterhalb der Tastatur verbaut. Der zweite RAM-Slot an der Geräteunterseite des Sony Vaio VGN-S4M blieb für RAM-Aufrüstungen frei. Wie die Speicherkonfiguration allerdings in der Serie gehandhabt wird, hängt sicherlich von der Preisgestaltung für das Vaio S4M am Markt ab. Daher ist zumindest auch damit zu rechnen, dass in der Serie auch zwei 256-MByte-Module verbaut sein könnten. Das behindert zwar Speicher-Upgrades, bringt aber dank Dual-Channel noch etwas mehr Leistung.

Die für die Grafikdarstellung verantwortliche Nvidia GeForce Go 6200 reiht sich in Sachen Leistung in etwa auf dem Niveau der Mobility Radeon X300 von Konkurrent ATI ein. Beide Grafikchips bewegen sich hinsichtlich des Einsatzzwecks

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Viele Programme sind für die GeForce Go 6200 kein Problem.
zwischen der Büro- und der 3D-Spiele-Welt, quasi ein Zwitterdasein. Keine der beiden Grafikchips ist ein reinrassiger 3D-Chip, hat aber ohne Frage deutlich mehr Dampf als eine im Chipsatz integrierte Grafiklösung wie beispielsweise Intels GMA900. Aber im Vergleich zu Grafikkernen mit „echter“ 3D-Power (Mobility Radeon X600, X700, X800 und Nvidia Geforce Go 6600, 6800, 6800 Ultra) ist sie dennoch nur eine bessere Office-Grafiklösung. Die Grafikleistung für den Spielebetrieb hinkt daher den Werten des älteren Sony Vaio VGN-S2XP mit ATI Mobility Radeon 9700 (M11) hinterher. Obgleich eine Generation weiter, hat die X300 dennoch weniger Dampf als die gute alte 9700er. Beim 3DMark03 erreichte das S4M mit Treibereinstellung Qualität 1.873 Punkte, beim 3DMark2001SE (3.3.0) aber immerhin 8.524 Punkte. Echtes Powergaming aktueller Spiele ist damit natürlich nicht drin (3DMark05: 664 Punkte), aber dank der Vielzahl an kurzweiligen älteren Games lässt sich bestimmt etwas Passendes finden, um auf Reisen abends im Hotel nicht der Langeweile frönen zu müssen.

Beim Testgerät drehte eine mit 60 GByte ausreichend große Fujitsu-Festplatte mit 5.400 U/min ihre Runden. Mit hoher Datentransferleistung reiht sich die Festplatte

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Der etwas langsame Matshita UJ-832D unterstützt DL-Medien.
leistungsmäßig ganz oben mit ein. Das Laden von Office- und Bildbearbeitungsapplikationen geht daher zügig von der Hand und auch beim Kopieren einer großen Menge kleinerer Dateien sind kaum Wartezeiten zu befürchten. Den Part des optischen Laufwerks übernimmt ein Matshita UJ-832D, der gemeinhin als eher langsamerer Vertreter der DVD-Brenner berüchtigt ist. Im Kurztest lieferte der UJ-832D auch erwartungsgmäß nur einen SiSoft Sandra Drive-Index-Wert von 1.829 KByte/s. Zum Vergleich: Der NEC ND-6500A liefert zwar bis zu 3.500 KByte/s, würde aber mit 12,7 Millimeter Bauhöhe nicht in den Ultraslim-Laufwerksschacht des Sony Vaio VGN-S4M passen. Die niedrige Performance des DVD-Brenners ist also ein Tribut an die geringen Abmessungen des Subnotebooks, den man halt zahlen muss. Wichtiger erscheint da schon die Versorgung mit Firmware-Upgrades für das optische Laufwerk, sonst gibt es mit den immer schneller auf den Markt geschwemmten und geänderten CD-/DVD-Rohlingen schnell Frust. Fehlen dem

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Der 2.RAM-Slot unseres Testgerätes bleibt leer.
Brenner in seiner Firmware die Angaben, wie er seine Schreib- und Lesestrategie dem neuen Rohling anpassen soll, gibt es rasch nur noch verbrannte Medien, was nur den Geldbeutel belastet und die Nerven strapaziert. Bleibt zu hoffen, dass Sony auch für dieses Brennlaufwerk Upgrades anbietet.

Im Vergleich zum VGN-S3HP, einem praktisch identisch ausgestatteten Vertreter der dritten S-Generation, erhält der Anwender beim Sony Vaio VGN-S4M nun einen DVD-Brenner mit Unterstützung für Double-Layer-Medien, muss aber statt Windows XP Professional mit der Home-Variante des Microsoft Betriebssystems vorlieb nehmen. Andere Unterschiede, wie CPU, RAM, Grafikkarte und Festplatte entsprechen den Angaben beim – wohlgemerkt teureren – VGN-S3HP. Hier scheint Sony mit minimalem Aufwand das Konzept „Aus alt mach neu.“ verfolgt zu haben.

Leistung braucht Kühlung
Das Lüfter- und Temperaturverhalten der immer leistungsfähigeren Notebooks gerät angesichts endloser Diskussionen der Anwender und Notebookkäufer in

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Starke Ultraportables sind flach, leicht - und heiß!

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Hier bläst der heißblütige Kleine seine Abluft aus.
einschlägigen Hardwareforen verstärkt in den Fokus von Medien und Käufern. Dies ist wegen der Leistungsdichte in den einzelnen Notebookklassen und den zunehmend geringer werdenden Abgrenzungskriterien bezüglich CPU, Hauptspeicherausbau, Grafikkarte und Massenspeicher unter den einzelnen Notebooks von Anwenderseite aus auch absolut verständlich. Wenn die Kernkomponenten bei den einzelnen Wunschkandidaten praktisch identisch sind, sucht man nach weiteren Unterschieden zwischen den einzelnen Notebooks. Außerdem will man sicher keinen Allzeit-Fön auf dem Schreibtisch stehen haben, der

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Sony Vaio VGN-S4M: Makelloser Hintern ohne Falten und Anschlüsse.

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Sony Vaio VGN-S4M: Die Abdeckungen der Anschlüsse sind etwas labil.
zudem noch einen guten Teil des Jahresbudgets verschlungen hat. Aber auch ganz praktische Überlegungen spielen bei der Nachfrage nach dem Lüfter- und Temperaturverhalten eine Rolle. Die Notebooks werden kleiner und dabei auch leistungsfähiger, moderne Subnotebooks dringen in Leistungssphären vor, die man eigentlich nur von Fullsize-Notebooks findet. Damit erreicht aber logischerweise auch die thermische Belastung neue Grenzwerte – und das ist bei schrumpfendem Gehäusevolumen geradezu fatal. Ohne durchdachte und ausreichend dimensionierte Ablufteinrichtungen scheint der Hitzetod vorprogrammiert zu sein.

Wir haben daher natürlich auch das Sony Vaio VGN-S4M in den Disziplinen Lüftergeräusch und Temperatur-/Leistungsverhalten überprüft. Hierzu beließen wir vorerst Sony’s Energiespar- und Lüfterregelung auf Leistung. Der Lüfter des VGN-S4M schaltet sich grundsätzlich häufiger ein. Bereits im Leerlauf des

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Sony Vaio VGN-S4M: Beim ersten Testdurchlauf gabs Temperaturen bis 65 Grad.
Notebooks und einer Umgebungslufttemperatur von 21 Grad läuft das Lüfterrad im 1-Minutentakt kurz und deutlich hörbar an, um dann langsam auslaufend wieder zu verstummen. Bei mittleren Arbeitsaufkommen, beispielsweise beim Installieren von Programmen, verkürzen sich diese Intervalle, beim Spielen und bei intensiven Fotoarbeiten hebt sich das Lüftergeräusch deutlich vernehmbar vom normalen täglichen Umgebungslärm ab, da der kleine Windmacher dann unter Volllast dreht. Das Lüftergeräusch wird wohl jeder Anwender immer subjektiv empfinden, was den einen gar nicht stören mag wird den anderen User in den Wahnsinn treiben. Unser Resümee im Klassenvergleich bei der Lüfterfrage fällt hingegen eindeutig aus: Im direkten Vergleich zum Dell Latitude D410 und Asus W5600A (W5655AUP) gibt das Sony Vaio VGN-S4M den höchsten Geräuschpegel ab. Besonders das vergleichbar ausgestattete und performante Asus W5600A wirkt im Vergleich flüsterleise.

Mittels berührungsloser Infrarotmessung ermittelten wir bei einer Umgebungslufttemperatur von 21,6 Grad die auftretenden Temperaturwerte zuerst mit „kaltem“ Notebook, also einem vorher längere Zeit ausgeschalteten S4M. Touchpad und rechte Handballenauflage erwärmten sich beim Durchlauf des PCMark04

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Beim zweiten Testdurchlauf wurde es erst richtig heiß!
gerinfügig auf 36 Grad, die Speicher-Slots an der Geräteunterseite erreichten 45 Grad. Der Lüfter war nicht hörbar, nach rund 1 Minute Laufzeit des PCMark04-Benchmarks schaltete er sich aber hörbar zu und blieb bis zum Ende des Tests auf konstantem und hörbarem Niveau. Danach folgte der Test mit dem 3DMark03. Hier blieben der linke Tastaturbereich mit 30 und das Touchpad mit 34 Grad am coolsten. In den Bereichen der rechten Handballenauflage, des rechten Tastaturbereichs und am Geräteboden im Bereich des Speicherslots wurde es rund 40 Grad warm. Das absolute Temperaturmaximum ermittelten wir mit etwa 47 Grad im Spalt zwischen der Enter-Taste und dem rechts liegenden Gehäuserahmen. Auslöser dürfte der darunter liegende Kühlkörper sein, der in diesem Test über 65 Grad erreichte. Der Lüfter lief kurz nach Teststart auf Hochtouren und erzeugte unter Volllast ein nicht zu überhörendes und störendes Geräuschniveau.

Sony bietet aber dem Anwender eines Sony Vaio VGN-S4M über das Vaio Power Management (VPM) eine umfangreiche Energiespar- und Lüfterregelung an. Wem der Lüfter zu laut

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Fünf (!) verschiedene Lüfterstufen, Ergebnis aber mangelhaft.
ist, sollte diesem interessanten Ausstattungsdetail seine Aufmerksamkeit widmen. So manch anderes Subnotebook bietet in diesem Segment recht wenig bis gar nichts, die Sony-Lösung hingegen lässt immerhin fünf (!) einstellbare Lüfterstufen zu. Allerdings sollte man die VPM-Einstellung mit Lüfterstufe 1 im normalen Officebetrieb meiden, da mit dieser Einstellung das S4M ungewöhnlich langsam ist. Ein Blick unter die Motorhaube offenbart rasch den Grund hierfür. Die CPU wird auf rund 200 MHz heruntergetaktet und der PCMark04 beendet in der Stufe 1 mit 369 Punkten oder stürzt gar ab. Die Stufe 2 regelt die CPU variabel bis auf rund 800 MHz herunter, im PCMark04 gibt es dafür dann rund 2400 Punkte. In dieser Stufe wird je nach Arbeitsvolumen das Lüftergeräusch im Mittel noch am ehesten

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: In Stufe 1 verzeichneten wir sieben Abstürze des Benchmarks.
zurückgeregelt. Ab Stufe 3 verzeichneten wir im Vergleich zur Lüfterstufe 4 und 5 praktisch keine Veränderung des Lüftergeräusch – der Lüfter ist immer an, wenn Leistung abgefragt wird.

In einem Subnotebook mit geringem Gehäusevolumen geht es oft recht eng zu, das Sony Vaio VGN-S4M bildet hier keine Ausnahme. Aber auch wenn ein lautes Lüftergeräusch bei großen Notebooks auf Grund des nutzbaren Volumens wenig verzeihlich ist, sollte aber auch ein Subnotebook nicht gerade den Fön mimen. Das es durchaus auch in der Subnotebook-Klasse mit niedrigster Geräuschbelastung funktioniert, beweist das Asus W5600A (W5655AUP). Trotz noch geringer Abmessungen ist es ein echter Leisetreter. Es verfügat zwar nur über eine integrierte Intel-GMA900Grafik, hat aber dafür eine noch stärkere CPU drin. Wenn Sony endlich an diesem Punkt feilt und dem Notebook eine passable Lüftung verpasst, könnte man das S4M – oder die S-Serie generell, denn schon das alte S2 hatte eine ähnliches Lüfterverhalten – bedenkenlos empfehlen.

Mut zur Größe mit 13,3-zölligem WXGA-Display
Sony beweist beim mobilen Leichgewicht Sony Vaio VGN-S4M Mut zur Größe. Der Anwender muss auch beim S4M weder auf Sonys

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Das 13,3-zöllige WXGA-LCD stellt 1280 x 800 Pixel dar.
X-black-Displaytechnologie noch auf eine kommode Bildschirmgröße von immerhin 13,3 Zoll verzichten, die sich mit Breitbild-Feeling im 16:10-Kinoformat und mit 1.280 x 800 Pixeln Auflösung präsentiert. Im Officebetrieb haben so Text- und vor allem Tabellendokumente mehr horizontalen Platz und lassen sich bequem nebeneinander platzieren. Für Spieler ist das Anzeigeformat hingegen nicht optimal, da viele Games im 4:3-Format ablaufen und damit am hellen und brillanten X-black-Display des S4M links und rechts mit einem schwarzen Rand zu leben ist. Allerdings verzerrt Sony nicht, sondern stellt ein sauberes 4:3-Format dar und blendet die schwarzen Streifen ein. Einige Konkurrenten nutzen im Gegensatz dazu die ganze Fläche, verzerren und stauchen dafür aber den Bildinhalt.

Anzeigetechnisch überzeugt das Subnotebook-LCD des Sony Vaio VGN-S4M vor allem bei der Grundhelligkeit. Der Flachbildschirm liefert bei unserer

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: LCD mit weißem Hintergrund, volle Helligkeit.
9-Zonen-Leuchtdichtemessung einen sehr guten Durchschnittswert von immerhin 144,0 cd/m² im Netz- und 143,9 cd/m² im Akkubetrieb. Damit hebt sich das Sony Vaio VGN-S4M positiv von seinen Konkurrenten in der Zwergenklasse ab. Die Messungen des Helligkeitsunterschieds ließ im Labor dagegen weniger gute Werte zu Tage treten.

Mit 53,19 Prozent Helligkeitsunterschied zwischen dunkelster Stelle, der rechte obere Ecke mit 119,0 cd/m² und der Displaymitte, die mit 182,3 cd/m² den hellsten Bereich ausmacht, präsentiert das Sony Vaio VGN-S4M keine homogene Grundausleuchtung. Generell ist die vertikale Mittellinie am hellsten ausgeleuchtet (maximal 180,9 cd/m² im Netz-, 182,3

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: LCD mit schwarzem Hintergrund, gedimmte Helligkeit.
cd/m² im Akkubetrieb). Subjektiv fällt diese Fleckigkeit des LCD-Schirms aber dem Auge des Betrachters eher im rechten Bildbereich auf, da die rechte obere Ecke im Vergleich zum restlichen Schirm deutlich dunkler erscheint und den Monitor damit inhomogen wirken lässt. Beim Betrachten der Referenzfotos gefällt neben der hohen Grundhelligkeit die recht geringe seitliche Blickwinkelabhängigkeit des X-black-Displays. Vertikal ist die Blickwinkelabhängigkeit etwas höher. Die Farben wirken brillant, allerdings ist bei Haut- und Rottönen eine leichte Verschiebung in den Rosafarbbereich zu beobachten, die Farbwiedergabe ist also nicht ganz stimmig. Die Schärfeabbildung ist subjektiv gesehen für ein Display dieser Größe sehr gut. Schwarz wirkt satt und dunkel, ohne ins Auge stechende Überlagerungen der Hintergrundbeleuchtung. Die Weißwiedergabe scheint dagegen

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: LCD mit weißem Hintergrund, volle Helligkeit.
durch einen ganz leichten Grauschleier gehemmt, der Graukeil auf den Referenzfotos läuft etwas früher als gewohnt zu. Insgesamt aber eine eindrucksvolle Vorstellung des kleinen 13,3-zölligen WXGA-Display des Sony Vaio VGN-S4M. Die Abbildungsleistung ist mit Schwächen bei der Helligkeitsverteilung insgesamt sehr gut. Nicht jedermanns Geschmack ist dagegen die X-black-typisch hohe Neigung zu Reflektionen im Display, die vor allem bei starken Spot-Leuchtquellen im Rücken extrem spürbar wird. Einen Vorteil hat es allerdings: Heranschleichende Attentäter kann man so kaum übersehen… ;)

Rund drei Stunden Mobilität
Für die ultramobilen Winzlinge ist eine lange Laufzeit mit Akkustrom eine besonders wichtige und essentielle

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Mit 4.800 mAh guter Durchschnitt und dennoch recht leicht.
Leistungseigenschaft, werden doch gerade diese modischen Lifestyle-Notebooks nahezu überall hin mitgenommen. Die Möglichkeiten, dem Kunden extra langen Spaß am Notebook zu bieten, werden zum einen durch den derzeitigen Stand der Technik bei den Kernkomponenten und zum anderen durch die Dimensionierung der Akkukapazität begrenzt. Manche Subnotebooks haben daher einen extra dicken Akku dabei, was aber dem Gewicht der jeweiligen Flachmänner nicht gerade zuträglich ist. Einen recht einfachen Weg schlagen manche Hersteller mit der manchmal gar kostenlosen Dreingabe eines Zusatzakkus ein: Doppelte Power, doppelte Laufzeit. Bei den bisher getesteten Modellen in der Klasse der Subnotebooks und Ultraportables findet der Leser daher ein buntes Mix dieser Möglichkeiten vor.

Sony setzt beim S4M auf Single-Power und liefert seinen Ultraportable mit einem Akku mittlerer Leistung aus. Der

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Akku sitzt nicht wie gewohnt straff, sondern wackelt etwas.
etwas locker sitzende Lithium-Ionen-Akku des Sony Vaio VGN-S4M verleiht dem mobilen Schönling zwar keine Langstreckenausdauer, für rund 3 Stunden mobiles Arbeits- und Multimediavergnügen auf Reisen reicht es aber allemal. Der kantige Akku kann dem rund 27,2 Watt im Leerlauf konsumierenden S4M mit einer Gesamtleistung von 53,28 Watt Leistung aber auch keine großzügigen weiteren Leistungsreserven bieten. Will der Anwender wirklich mobil arbeiten, ermöglichen die fünf Energiespar-Stufen des Vaio Power Management (VPM) gepaart mit einer Verringerung der Displayhelligkeit zwar teils deutlich längere Arbeitsintervalle, aber beim ernsthaften aktiven Arbeiten wird halt trotzdem Leistung und damit Akkustrom abgerufen.

Wer also den stylischen Ultraportable wirklich zu seinem Lieblingsbegleiter erklären will, sollte am über den Kauf eines Zusatzakkus ernsthaft nachdenken. Dann stünde auch ausgiebigen Ausflügen in die reale Welt abseits der Steckdosen nichts mehr im Weg.

Fazit:
Das Sony Vaio VGN-S4M kann viele positiven Merkmale des Sony Vaio VGN-S2XP trotz der günstigeren Preisgestaltung auch für sich verbuchen. So erhält der Käufer eines Vaio S4M bei Gehäuse und den Eingabegeräten die gewohnt hohe Sony-Qualität. Dazu erhält der Anwender auch Sonys hochwertigen 13,3-zölligen X-black-Flachbildschirm, der in der Klasse der Subnotebooks und Ultraportables immer noch seinesgleichen sucht. Allerdings sollte sich der S4M-Interessent das stark spiegelnde Display vor dem Kauf

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Hat die edlen Gene der früheren S-Modelle geerbt.
einfach einmal ansehen, wie er damit grundsätzlich zurechtkommt. Leichte Schwächen bei der Helligkeitsverteilung und der Farbechtheit können den generell hochwertigen Gesamteindruck des hellen Displays aber nicht wesentlich schmälern.

Zusätzlich integriert Sonys vierte S-Generation ganz zeitgemäß einen Double-Layer fähigen und ultraflachen DVD-Brenner - das gab es in dieser Form bisher nicht. Ungünstig am neuen Matshita UJ-832D DVD-Brenner für die Kunden: Der Hersteller des in der Gesamtperformance etwas langsamen optischen Laufwerks bietet keinerlei Unterstützung für die wichtigen Firmwareupgrades. Hier muss der Kunde also auf den Support seitens Sony hoffen, um auch mit neuen CD- und DVD-Rohlingen auf absehbare Zeit arbeiten zu können.

Bei der Leistung muss der Anwender des Sony Vaio VGN-S4M keinerlei Abstriche im Vergleich zum VGN-S3HP hinnehmen. Die Kernkomponenten inklusive der Nvidia GeForce Go 6200 sind identisch, lediglich das Betriebssystem gibt es statt in der Professional- als Home-Version von Microsoft Windows XP. Zusätzlich den oben genannten an Stelle des alten, nicht Double-Layer-fähigen DVD-Brenners – insgesamt eine runde Sache.

Beim Thema Lüftergeräusch und Wärmeentwicklung werden sich wohl die Geister scheiden. Das Sony Vaio VGN-S4M hat das zumindest gewöhnungsbedürftige Betriebsgeräusch der bisherigen S-Klasse geerbt. Bei unseren Tests zeigte das Vaio S4M bereits bei moderaten Umgebungslufttemperaturen von 21 bis 22 Grad bei intensiver Leistungsabgabe Gehäusetemperaturen von weit über 40 Grad. Das Argument, dass es sich ja um einen Vertreter der Subnotebooks/Ultraportables handle, wird vom Wettbewerb entkräftet. Bei ähnlichen Gehäusevolumina und einem vergleichbaren Leistungslevel kann es sehr wohl ruhiger und ohne Hitzestau zugehen.

Unterm Strich empfiehlt sich das Sony Vaio VGN-S4M sowohl vom Preis als auch vom gebotenen Leistungslevel her mehr denn je als vollwertiger und ultraportabler Reisebegleiter für den anspruchsvollen Geschäftsreisenden.


Praxiseindruck: Monika Schubert (Mitarbeiterin Call Center)
Das S4M hat eine laute Tastatur und zeichnet sich durch eine unpraktische Anbringung der Anschlüsse aus. Das Netzwerkkabel nervt zum Beispiel, da man es nur an der Seite

Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Alles im Blick, WLAN & Bluetooth bei Bedarf an-/abschaltbar.
anbringen kann. Die Schutzkappen für die Anschlüsse erfüllen bestimmt ihren Sinn, wirken jedoch in der Praxis instabil und sind etwas unpraktisch angebracht. Ist eine ziemliche Fummelei, wenn man etwas anschließen möchte.

Die Wärmeentwicklung ist sehr stark, vor im Hinblick auf die Tatsache, dass ich nur normale Anwendungen (Anmerkung der Redaktion: Office-Jobs) durchführe. Allerdings kann ich mir an dem Notebook super die Hände wärmen... ;) Das Betriebgeräuch ist ebenfalls viel zu intensiv. Der Lüfter springt ständig an, das nervt. Wäre erträglicher, wenn er konstant bläst.

Das Material des Gehäuses scheint etwas unstabil und ziemlich dünn verarbeitet. Da find ich die Figuren von Playmobil stabiler. (Anmerkung der Redaktion: Bei unserem Testgerät handelte es sich um ein handgefertigtes Vorserienmodell. Die Serienqualität entspricht der der alten S-Reihen.)

Das Display ist dagegen super: Schön scharf, kontrastreich und man kann einwandfrei von der Seite raufschauen.


Praxiseindruck: Marcus Helmig (IT-Kaufmann)
Die Tastatur hat ein Standard-Layout und zeigt ein hochwertiges und sattes Ansprechverhalten. Das Touchpad setzt Fingerbwegungen sehr gut um, zeigt aber manchmal Aussetzer und lässt sich nicht abschalten. Die Touchpad-Tasten sind leicht bedienbar, eine Scrollleiste ist nicht integriert.

Sehr gut hat mir das auch bei hellem Tageslicht sehr gut ablesbare Display gefallen. Es glänzt mit guter helligkeitsverteilung und sehr schönen und natürlichen Farben. Allerdings bietet das S4M keine Feststellfunktion für das zugeklappte Display.


Bild: Notebookjournal.de/RT
Sony Vaio VGN-S4M: Die Zusatztasten S1 und S2 lassen sich indivuell belegen.
Das Displaygehäuse wirkt ziemlich instabil (Anmerkung der Redaktion: Wie gesagt - handgefertigtes Vorserienmodell.), hat aber eine ansonsten gute Verarbeitung mit hochwertigen Materialien - und ist leicht. Langes Arbeiten ist ohne Verkrampfung problemlos möglich. Ein Goodie für mich: Die Lautsprecher klingen gar nicht mal übel...

Das Notebook hat keinen Cardreader und hat alle Anschlüsse - in meinen Augen ungünstig - an der Seite. Immerhin gibt es einen Anschluss für Docking-Stationen.

Der an sich sehr leise Lüfter stört mich durch sein an- und abschwellendes Betriebsgeräusch. Ungünstig: Die aus dem Notebook geblasene warme Abluft trifft direkt auf die rechte Hand, was eine permanent warme Hand bei Mausbetrieb verspricht. Gut finde ich dagegen den Schalter, der die kabellose Hardware an- und abschaltet.


Mehr Fotos von diesem Notebook finden Sie in der dazugehörigen Fotogalerie .




 


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Kategorie:
Subnotebooks

Testergebnis
Subnotebooks
Sony Vaio VGN-S4M
gut
Test vom 24.06.2006



PRO KONTRA

niedriges Gewicht und kompakte Abmessungen
hochwertige Gehäusematerialien
haptisch angenehme Tastatur
schnelle Festplatte mit 5.400 U/min
WLAN/Bluetooth über Schiebschalter an-/abschaltbar
hohe Grundhelligkeit des 13,3-zölligen WXGA-Displays
geringe seitliche Blickwinkelabhängigkeit des LCDs
Frontladerprinzip des integrierten DVD-Brenners
DVD-Brenner mit Unterstützung für Double-Layer-Medien (+R)
Touchpad nicht abschaltbar
nur Kartenleser für MS-Speicherkarten
Schutzkappen für Anschlüsse fummelig
lautes Lüftergeräusch und hohe Betriebstemperaturen
langsame Geschwindigkeit des Matshita UJ-832D DVD-Brenners
keine homogene Grundausleuchtung des LCD-Bildschirms
bei Rottönen leichte Verschiebung in den Rosafarbbereich
starke Spiegelungen im Display



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