Das Faszinierendste am SZ3 ist sicherlich das Display: Von vorn oder hinten sieht es aus wie alle anderen spiegelnden Glare-Type-Displays auch. Einzig der schmale Rand ums Display fällt auf, die sichtbare Fläche ist auffallen groß. Von der Seite überrascht es aber selbst hart gesottene Notebookkenner durch seine Dicke von nur vier Millimetern. Herkömmliche Displayrahmen wirken klobig und gestrig im Gegensatz, sind sie doch mindestens doppelt so dick. Der Grund für den filigranen Auftritt: Die LED-Hintergrundbeleuchtung.
Während herkömmliche Displays durch Leuchtstoffröhren zum Leuchten gebracht werden, sitzt beim SZ3 ein Streifen mit LEDs am unteren Rand. Da eine Leuchtstoffröhre und die damit verbundene Konstruktion deutlich mehr Bautiefe erfordert als der schmale LED-Streifen, sind herkömmliche Displays nicht dünner zu bauen, als man es heute kann und tut. Nicht nur die LEDs selbst sparen Platz, auch die Elektronik zur Ansteuerung und die Konstruktion zur gleichmäßigen Helligkeitsverteilung fallen kleiner aus.

Bild: Sony
LED spart Energie: LED-Beleuchtung versus Leuchtstoffröhre.
Ein weiterer Vorteil ist die geringere Energieaufnahme von LEDs. Ein solches Display hat eine deutlich höhere Energieeffizienz, was sich positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt. Leuchtstoffröhren benötigen einen Inverter, der mühsam aus dem Notebookakku mit Hochspannung versorgt werden muss. Dieser Aufwand fällt bei den LEDs weg, das Display nimmt weniger Energie auf.
Dadurch kommt das Notebook mit einem kleinen, leichten Akku aus. Und wiegt daher nur 1740 Gramm. Das ist rekordverdächtig für ein 13,3-Zoll-Modell. Zum Vergleich:
Samsungs Q35 bringt knapp 200 Gramm mehr auf die Waage, bietet aber nur einen 12-Zoll-Schirm.
Selbst das dünnste Display nutzt nichts, wenn es in einem hässlichen Notebook verbaut ist. Sony geht den Weg des schicken Designs aber konsequent weiter und verpasst dem Gerät eine gebürstete Metalloberfläche unterhalt der Tastatur. Dagegen wirkt der Unterbau aus billig wirkendem Kunststoff unwürdig. Schade, dass hier kein hochwertigerer Kunststoff verwendet wurde.
Trotz des ultraschmalen Displayrahmens packt Sony sogar noch eine Webcam über den Schirm – Respekt. Zusammen mit dem integrierten Mikrofon wird das SZ3 so zur mobilen Videokonferenz-Zentrale, ganz ohne USB-Headset.