Um der Werbung für das T-Com One - oder auch TC300 – zu entgehen, muss man schon in einem Erdloch leben: Zeitungsanzeigen, Fernsehspots, Plakatwände – überall bewirbt die Telekom ihr erstes Konvergenztelefon. Etwas anderes bleibt den Bonnern auch nicht übrig, wandern doch immer mehr Festnetztelefonierer ins Internet ab und telefonieren günstig oder gar gratis per Voice-over-IP (VoIP). Also muss ein eigenes VoIP-Produkt her:
Das T-Com One.
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AAuf den ersten Blick unterscheidet sich das bei Abschluss eines Minutenpakets nur 20 Euro teure TC200 nicht von einem herkömmlichen Mobiltelefon der Mittelklasse: Farbdisplay (128 x 128 Pixel Auflösung), E-Mail-Client und Digitalkamera. Erst ein Blick in das Gerätemenu zeigt den ungewöhnlichen Punkt „WLAN“. Denn über WLAN (802.11g) baut das kleine Telefon die Internet-Telefonverbindungen auf. Warum die Telekom diese Funktion in Menu und Handbuch beharrlich
DSL-Telefonie nennt, bleibt das Geheimnis der T-Com-Marketingabteilung. Offenbar will man die Massen nicht mit technischen Begriffen verwirren. Letztendlich verbirgt sich hinter DSL-Telefonie nichts anderes als ein SIP-Zugang, wie er auch von GMX, Freenet, Sipgate und anderen SIP-Providern verkauft wird.
Das besondere am SIP-Account der T-Com ist, dass alles über eine Telefonnummer läuft – und das kann sogar die Festnetznummer des Kunden sein. Ganz egal, ob das TC 300 also per WLAN und SIP-Account zu erreichen ist, über die optionale Dect-Basisstation fürs heimische Festnetz oder über das T-Mobile-Mobilnetz, der Besitzer ist immer unter der gleichen Nummer zu erreichen.
Ein so genannter seamless handover ist aber nicht möglich. Darunter versteht man ein Telefonat, das nicht durch den Wechsel von einer Funktechnik wie GSM zu einer anderen wie WLAN unterbrochen wird. Läuft der Telefonierer also aus der Reichweite des WLAN-Hotspots heraus, ist das Gespräch zu Ende. Selbst wenn es an gleicher Stelle eine einwandfreie T-Mobile-Funkverbindung gibt.