Neben den bereits erwähnten Kopfhörer- und Ladekabelanschlüssen bietet das Archos eine Micro-USB-Schnittstelle zum Anschluss an den PC – das entsprechende Kabel befindet sich im Lieferumfang. So klappt der Datenaustausch einfach und schnell. Links daneben befindet sich ein klassischer USB-Eingang, an dem man einen Stick, eine Maus, eine Tastatur oder eine externe Festplatte anschließen kann.
Hier schauen iPad-Besitzer neidisch in die Röhre. Allerdings – auch das muss gesagt werden – akzeptiert das Tablet nur Sticks bis zu einer Größe von vier GB – alles darüber wird konsequent ignoriert. Weiterhin findet Notebookjournal.de noch einen Micro-SD-Karten-Slot, der das Lesen und Beschreiben gleichnamiger Karten ermöglicht. Sogar ein Mini-HDMI-Video-Ausgang befindet sich an Bord, mit dem man den Archos bildschirmfüllend auf die große Wohnzimmerglotze bringen kann. Das dazu nötige HDMI-Kabel liegt allerdings nicht bei und muss extra angeschafft werden. In puncto Konnektivität braucht sich unser Testkandidat also nicht vor der Konkurrenz zu verstecken – ganz im Gegenteil.
Betriebssystem und Arbeitsspeicher
Als Betriebssystem fungiert das von Google für mobile Geräte entwickelte Android, hier in der Version Android 2.2 (Froyo). Die fünf Hauptschirme von Android lassen sich leicht mit einem horizontalen Fingerstreichen erreichen. Wer die in der rechten Leiste angebrachte Home-Taste drückt, kommt auf den in der Mitte gelegenen Hauptbildschirm, wo alle Fäden zusammenlaufen. Icons können einfach mit der Fingerspitze platziert, verschoben oder gelöscht werden, was die individuelle Anpassung ungemein erleichtert. Als echtes Ärgernis entpuppt sich hingegen der zu kleine Arbeitsspeicher von 256 MB RAM, durch den das Öffnen mehrerer Anwendungen gleichzeitig aufs Arbeitstempo drücken kann. Leider fror das Archos 101 Internet Tablet im Praxistest auch gelegentlich ein, wogegen nur ein langer Druck auf die Ein/Aus-Taste und ein Neustart half. Das nervt und kostet Zeit.
Dafür kann das Google Android OS vor allem mit seinem Android Market, dem Pendant zum Apple App Store, überzeugen. Über diese Schnittstelle kommen wir schnell und einfach an den angebundenen Applikations-Laden, der uns zum Beispiel mit Software für Facebook, Twitter und Co. versorgt.
Fazit: Einsteiger-Tablet mit vielen Macken
Das Testgerät wurde uns freundlicherweise vom Online-Shop Notebook.de zur Verfügung gestellt.
Als iPad-Killer kann man das Archos 101 Internet Tablet wahrlich nicht bezeichnen, aber das war auch gar nicht das Ziel der Entwickler. Das flache, leichte Gerät richtet sich in der in erster Linie an User, die keine 500 bis 800 Euro für ein Tablet ausgeben wollen und zudem auf ein geringes Gewicht und einen starken Akku Wert legen. Dann ist das Archos ein echter Volltreffer – wenn man zudem bereit ist, ein Menge Kröten zu schlucken: extrem spiegelndes, blickwinkelabhängiges Display, das Fingerabdrücke magisch anzieht, wenig Arbeitsspeicher, gelegentliche Abstürze, mäßige Materialqualität und Verarbeitung. Sagen wir’s so: Preis und Leistung stimmen überein – kaufen würden wir das Archos 101 Internet Tablet aber nicht.
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Kommentare zum Artikel
( 1 Antwort ) Zur Diskussion im Forum
Hey
ich find den Artikel ziemlich interesant. Anfang dieses Jahres ist eine neue Revision des Archos 7 erschienen. Ich überlege mir schon seit einiger Zeit mir so ein Tablet anzuschaffen. 7 Zoll würden mit reichen und der Preis von 150€ ist unschlagbar. Man findet nur leider keine Tests im Netz. Könntet ihr das evtl auch mal testen?
Grüßle