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TEST Huawei S7 Tablet
Günstiges Überraschungsei aus China
von Elmar Salmutter am Mo, 07.03.2011



Einleitung & Verarbeitung
Tablet-PCs boomen, auch wenn viele von ihnen nur halb ausgereifte Kompromisse mit erheblichen Schwachstellen sind. Wie sich das aus China stammende Huawei S7 Tablet, das über ein sieben Zoll großes Display samt Telefonfunktion verfügt, im Praxistest schlägt, zeigt dieser Testbericht. Schon beim Auspacken gab es Überraschungen ...



Aktuelle Angebote (Stand 07.03.2011)

Spezifikationen
7-Zoll-Touchscreen-Display (resistiv)
Betriebssystem: Google Android 2.1
Displayauflösung: 800 x 480 Pixel
Prozessor: ARM Cortex A8
Taktfrequenz: 768 MHz
Arbeitsspeicher: 256 MB RAM
Kommunikation: Bluetooth 2.1, W-LAN 802.11b, 802.11g, 802.11n
Daten-Kommunikation: GSM, GPRS, EDGE, HSPA
Anschlüsse: SIM-Card-Slot, Kartenleser, Kopfhörerbuche
Kamera: 2-Megapixel-Webcam
Gewicht: circa 500 Gramm
Lieferumfang: Tablet, Eingabestift, Akku, Ladekabel, USB-Kabel, Kurzanleitung

Huawei – das erinnert ein bisschen an die chinesische Aussprache von Hawaii. Doch ob beim Umgang mit diesem Tablet tatsächlich die Sonne aufgeht und der obligatorische Schirmchen-Drink in die Hand flattert, muss nach den Tests der meisten Konkurrenzprodukte bezweifelt werden – zu viele Schwächen fielen immer wieder auf. Machen wir uns an die Arbeit – ohne Vorurteile und nüchtern (also ohne Schirmchen-Drink).

Verpackung und Lieferumfang
„Das sieht ja putzig aus“, jubiliert die besser Hälfte des Autors beim Auspacken des zierlichen Tablets. In der Tat: Nach Grobmotoriker-Klötzen wie dem Ambiance AT-Tablet ATP-103G, das fast ein Kilogramm auf die Waage brachte, sieht der kleine Chinese nach purer Erholung für die Handgelenke aus.


Die Verpackung hinterlässt einen soliden Eindruck, umso gespannter waren wir aufs Auspacken. Doch schon beim Abziehen der Plastikfolie, die sich zum Schutz auf dem Display befindet, stellt sich erste Ernüchterung ein: dicke, fette Kleberabdrücke – igitt! Die lassen sich zwar durch das Rubbeln mit einem weichen Tuch entfernen, aber mal ehrlich: Schön geht anders.


Und das gilt leider auch für die Rückseite des Geräts, die ebenfalls mit einer pappigen Folie mit Erklärungen zum Einlegen des Akkus versehen ist. Auch hier zeigen sich auf dem Metall fiese Kleberrückstände, die sich nur schwer entfernen lassen.


Doch das bleibt nicht das einzige Ärgernis beim Auspacken: Fehlt da nicht etwas im Lieferumfang? Akku, Ladegerät, USB-Kabel und Kurzanleitung finden wir auf Anhieb, aber wo zur Hölle ist der in der Kurzanleitung versprochene Tablet-Stift? Nirgends, einfach nicht auffindbar. Doch, Moment, er steckt verborgen auf der Rückseite des Geräts – das muss man erst mal wissen.

Technische Daten? Fehlanzeige!
Weiterhin fällt auf, dass sich der chinesische Hersteller vornehm zurückhält, was die technischen Daten des Geräts betrifft: Nirgendwo finden sich Angaben über das Gewicht, das Betriebssystem, die Kameraauflösung und weitere wichtige Punkte. Auch die Internetseiten der Chinesen bietet außer schrägem Selbstbeweihräucherungsgeschwafel keine Informationen über das Tablet – selten eine so miese Seite gesehen. Das ist verdächtig. Man stelle sich bloß mal ein neues Auto vor, das ohne PS- und Kraftstoffangabe verkauft werden soll. C02-Ausstoß? Was ist das? Motor? Läuft. Fahrwerk? Who cares! Reifen? Irgendwie vorhanden und annähernd rund. Insofern sind die von uns unter Spezifikationen gemachten Angaben mit Vorsicht zu genießen – sie beruhen auf Recherchen im Internet, wobei wir oft auf widersprüchliche Angaben stießen.

Verarbeitung, Anfassqualität und Branding
Auf den ersten Blick sieht das S7 wie ein putziges, etwas zu groß geratenes Smartphone aus, das es auf 20,9 x 10,8 x 1,5 cm bringt und gut 500 Gramm Kampfgewicht auf die Waage bringt. Grundsätzlich liegt es gut in der Hand und ermüdet aufgrund des akzeptablen Gewichts auch nicht so schnell die Arme und Handgelenke. Anderseits wirkt vor allem die Vorderseite des Tablets alles andere als hochwertig verarbeitet: Dem Display haftet ein unangenehmer Plastik-Touch an, der sich bei den beiden links und rechts außen angebrachten Steuerleisten noch verstärkt: Hier, wo sich auf der linken Seite eine Home-, eine Menü- sowie eine Back-Taste befinden, muss man schon sehr fest drücken, um den gewünschten Schritt „durchzudrücken“.


Zudem bieten die nahtlos im Plastik integrierten Tasten nur einen schwammigen, unpräzisen Druckpunkt, was auch für die rechte Leiste gilt, wo sich die Telefon-Tasten befinden. Denn Telefonieren kann man mit dem guten Stück auch noch – allerdings nur über die eingebauten Lautsprecher, die etwas dünn und blechern klingen. Wer Musik hören möchte, sollte also unbedingt Kopfhörer benutzen – die sich natürlich nicht im Lieferumfang befinden.


Wesentlich ärgerlicher ist aber die Tatsache, dass es sich beim Huawei S7 Tablet um ein Gerät mit Branding handelt – was aber von außen nicht ersichtlich ist. Schon kurz nach dem Starten erscheint ein A1-Logo – ja sind wir denn hier in Österreich, oder was? Auch die Voreinstellungen und Apps präsentieren sich A1-treu: A1 Music, A1.net, A1 Wisepilot und so weiter und so fort. Leute, das nervt! Wäre schön gewesen, wenn man zumindest darauf hingewiesen worden wäre, dass dieser Chinese ein halber Österreicher ist.


Immerhin stimmt der zweistufig ausklappbare, auf der Rückseite angebrachte, Ständer wieder etwas milde, schließlich wirkt er recht solide und erfüllt voll und ganz seinen Zweck. Vor allem beim Betrachten von Filmen entpuppt er sich als sehr nützlich.




 


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Kategorie:
Tablets



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nur mittelprächtige Verarbeitung
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