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TEST Point of View Mobii 10,2'' Tegra
Tablet PC feat. Schmierfett de luxe
von Elmar Salmutter am Do, 03.02.2011



Schon nach wenigen Minuten Praxistest wird klar, warum der Hersteller des Testobjektes Point Of View heißt: Ein so blickwinkelabhängiges Zehn-Zoll-Tablet hatte Notebookjournal.de noch nie in den Händen. Ob sich dieser gruselige Ersteindruck fortsetzt, zeigt der Härtetest.


Dieses Testgerät wurde uns freundlicherweise von Computeruniverse.net zur Verfügung gestellt.

Aktuelle Angebote (Stand 3.2.2011)
Link: Point of View Mobii Tegra (Computeruniverse.net) - 304,90 Euro
Link: Point of View Mobii Tegra (HoH.de) - 304,90 Euro

Spezifikationen

- Cortex A9 Dual-Core (2x 1,0 GHz)
- 512 MB DDR2 RAM / 512 MB Flash-Speicher
- HDMI, USB 2.0, WLAN 802.11 b/g, microSD Slot
- 10,2-Zoll WSVGA Multitouch-Display (1024x600 Pixel, glänzend)
- 1,3 MP Webcam, Mikrofon, Lautsprecher
- Größe: 27,5 x 17,3 x 1,3 cm
- Gewicht: 740 Gramm
- Betriebssystem: Android 2.2 (Froyo)
- ab 297 Euro im Preisvergleich

Extreme Blickwinkelabhängigkeit
Wir hatten – vorsichtig formuliert – schon mehr Spaß an Tablets. Spiegeln tun sie zwar alle, aber meist konnte man trotzdem auf Anhieb etwas erkennen. Beim zehn Zoll großen Mobii Tegra vom niederländischen Hersteller Point Of View ist dies nicht der Fall: Drei Grad nach links neigen, fünf zum Betrachter hin, den Kopf noch ein bisschen drehen – voilà, schon geht’s! Aber ernsthaft: Manche Hintergrundbilder verlieren ihre ursprüngliche Farbe und Kontur, sobald man auch nur leicht vom optimalen Blickwinkel abweicht. Das gilt besonders für dunkle Motive mit hohem Kontrast, etwa für das einstellbare Hintergrundbild einer Raubkatze vor schwarzem Hintergrund, die irgendwann kaum mehr erkennbar ist. Bei mobilen Geräten, die in allen denkbaren Lichtsituationen passable Ergebnisse liefern sollen, ist das tödlich.

Korrekter Blickwinkel


Falscher Blickwinkel



Zudem wirkt der Anblick des LCD-Displays, das laut Hersteller 1.024 mal 600 Bildpunkte auflöst, alles andere als erfreulich: Die Beschreibung „pixelig“ wäre zwar übertrieben, aber schön geht anders – wer einmal ein iPhone oder iPad in der Hand hatte, weiß, wovon hier die Rede ist und wie ein wirklich scharfes Display aussieht. Vor allem Buchstaben sehen immer leicht ausgefranst und alles andere als attraktiv aus. Da helfen das ordentliche Kontrastverhältnis von 154:1 (gemessen bei 100 Candela pro Quadratmeter) und die durchschnittliche Leuchtkraft von 191 Candela leider auch nicht weiter. Auch hier kann man nur von einer dicken Enttäuschung sprechen.

Geduldsprobe: träger Touchscreen
Doch der Reihe nach: Eine deutsche Bedienungsanleitung liegt nicht bei, nur eine in Spanisch und Englisch. Immerhin zeigen drollige Bildchen, was man mit dem Mobii Tegra nicht machen sollte: nicht gießen, nicht draufsetzen (dargestellt durch einen Elefantenhintern), nicht in die Mikrowelle tun. „Nicht zu schnell die Finger bewegen“, möchte man nach ein paar Minuten noch dazuschreiben, schließlich reagiert der Touchscreen des 10-Zöllers teilweise extrem träge bis gar nicht. Das merkt man schon bei den ersten Befehlen, wenn man etwa die anderen Bildschirme des Android-Betriebssystems erkunden will. Schnelle Wischbewegungen? War da was? Keine Reaktion.

Erst wenn man gaaaanz laaaangsam mit dem Finger in eine Richtung streicht, tut sich etwas. Gaaaanz laaaangsam. Das mag für Valiumjunkies zwar das Höchste sein, nervt Otto Normaluser aber schon nach wenigen Minuten. Noch mal: Wir reden hier nicht von Wischbewegungen mit Mach drei, sondern normalen Bewegungen mit „Mach hin“, auf die andere Geräte anstandslos reagieren. Auch das Anklicken und Starten von Apps könnte schneller gehen, bewegt sich aber noch im üblichen Rahmen. Unter dem Strich eine enttäuschende, ganz und gar nicht praxisgerechte Performance, für die man vor allem zwei Dinge braucht: Geduld und gute Nerven (vielleicht auch Valium).


Und ein gutes Putztuch, da das gute Stück sowohl auf Vorder- und Rückseite extrem anfällig für Fettgriffel ist und diese dementsprechend prominent zur Schau stellt. Auch Schlieren von den Wischbewegungen zeigen sich mehr als deutlich – und zwar so deutlich, dass man sie glatt für Serienausstattung halten könnte. Immerhin ist das Tablet ordentlich verarbeitet, obwohl es sich zum größten Teil um Plastik handelt. Auch wenn man es etwas fester anfasst, bleiben Knarz- und Knackgeräusche aus, wie sie der preiswerte Konkurrent Archos 101 Internet Tablet von sich gab.




 


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Kategorie:
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PRO KONTRA

Nvidia Tegra Plattform
HDMI, USB. microSD Slot
Blickwinkelstabilität
Display Helligkeit / Kontrast
glänzende Oberflächen
Abstürze bei Kamera-App



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Point of View Mobii 10,2'' Tegra im Preisvergleich

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