Das 15,1-zöllige SXGA+-Display des Tarox Lightpad 1090 ist kein Vertreter der verspiegelten LCDs. Störende und für empfindliche Augen schnell ermüdende Lichtreflexionen bilden sich im Panel des Lightpad 1090 nur sehr gedämpft ab. Dieser Umstand erhöht auch im Freien und im industriellen Umfeld
mit den dort oftmals anzutreffenden starken Lichtquellen den Ablesekomfort des mit 1.400 x 1.050 Bildpunkten fein auflösenden Displays erheblich. Allerdings sollte der Anwender sich wegen der nur durchschnittlichen Grundhelligkeit des Panels von 111,7 cd/m² im Netz- respektive 115,6 cd/m² bei Akkubetrieb insbesondere im Freien nach einem schattigen Plätzchen umsehen. Um auch bei direkter Sonneneinstrahlung einen kommoden Ablesekomfort zu gewährleisten, müsste der Monitor des Tarox Lightpad 1090 merklich leuchtstärker sein. Bei der Beurteilung der Homogenität der Leuchtdichteverteilung hinterlässt das hoch auflösende LCD des Lightpad 1090 aber sowohl subjektiv als auch objektiv bei der 9-Zonen-Leuchtdichtemessung im Testlabor einen ganz passablen Eindruck. Bei weißen Bildhintergrund stellen wir bei der Bildbeurteilung subjektiv keine nennenswerten Abschattungen fest. Allerdings ergibt sich bei unserer 9-Zonen-Leuchtdichtemessung im Netzbetrieb doch ein Helligkeitsunterschied von rund 26 Prozent zwischen der rechten unteren Bildecke (104,4 cd/m²) und dem mit 132,0 cd/² hellstem Messsegment in der Mitte des Displays.
Bei der visuellen Bildbeurteilung der Referenzfotos attestieren die Testredakteure dem LCD des Tarox Lightpad 1090 befriedigende Qualitäten. Die Farbwiedergabe ist bis auf eine leichte Gelbdrift im rechten Bildbereich akzeptabel, die Farben wirken bei einer subjektiv geringen Grundsättigung im Farbspektrum neutral. Die Farbbrillanz und die Wiedergabe von tiefstem Schwarz gelingt konventionellen LCDs ohne Bildverbesserungstechnologien wie Sonys x-Black-Technologie meist nur bedingt. Der Flachbildschirm des Tarox Lightpad 1090 macht da keine Ausnahme. Das Farbspektrum wirkt etwas flau und Schwarz wird bestenfalls als dunkles Grau wiedergegeben. Unterm Strich kann man das Display des Tarox Lightpad 1090 aber wohl als passablen Office-Allrounder bezeichnen. Den Falltest überstand das LCD ohne Bruch, Pixel- und Anzeigestörungen blieben aus. Die feine Auflösung bietet für Büroapplikationen ein kleines, aber feines Plus an Anzeigefläche. Das matte und sehr wenig spiegelnde LCD ermöglicht ergonomisches und lange ermüdungsfreies Arbeiten im Büroumfeld.
Das Tarox Lightpad 1090 bietet bei der Kommunikationsausstattung neben Gigabit-LAN auch das mittlerweile unverzichtbare Wireless LAN an. Dank Intels Pro/Wireless 2915ABG und Unterstützung aller drei gängigen IEEE802.11-Standards ist damit eine problemlose WLAN-Kommunikation rund um den Globus garantiert. Zudem
lässt sich das WLAN-Modul bequem und schnell durch eine zusätzliche beleuchtete Taste neben dem Netzschalter an-und abschalten. Eine Infrarotunterstützung zur kabellosen Anbindung geeigneter Handys, Headsets und PDAs oder eine Schnittstelle für das immer populärer werdende Bluetooth-Protokoll hat das Tarox Lightpad 1090 hingegen nicht zu bieten. Dafür integriert das Tarox Lightpad 1090 eine serielle Schnittstelle (SUB-D, 9-polig), die in der Steuerungstechnik für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) und für die Datenübertragung über lange Kabelverbindungen erforderlich ist. Obwohl technisch veraltet wird diese Schnittstelle sehr oft von im Außendienst tätigen Technikern benötigt und ist an Notebooks mittlerweile zu einer Seltenheit geworden.