Tarox Lightpad 1090: Das verschüttete Wasserglas konnte ihm nichts anhaben!
Bauweise. Im Test überstand das Chassis des Tarox Lightpad 1090 einen Fall aus 35 Zentimetern Höhe klaglos, nach dem Einschalten funktionierte das Tarox-Notebook tadellos – den kostbaren Firmendaten wären im Ernstfall also nichts passiert. Ein über der Tastatur verschüttetes Wasserglas konnte der Tastatur und dem Touchpad ebenfalls nichts anhaben und sich auch nichts ins Innere des Gehäuses vorarbeiten. Das im eleganten Outfit gehaltene Tarox Lightpad 1090 sollte daher als robuster Begleiter für den flexiblen Einsatz im Außendienst durchaus solide seinen Dienst verrichten und dabei den einen oder anderen Stoss und die versehentlich verschüttete Kaffeetasse nicht gleich krumm nehmen.
Trotz der harten Schale muss der Anwender nicht auf aktuelle Technik verzichten. Intels Alviso-Chipsatz i915GM mit dem integrierten Grafikkern GMA-900 sorgt im Zusammenspiel mit einem flotten Pentium M 740 mit 1,73 GHz und einem Speicherausbau von 512 MByte DDR-RAM für genügend Leistung, der Besitzer des Tarox Lightpad 1090 hat in üblichen Office- und Büroapplikationen immer genug Luft zum Arbeiten. Eine 60-GByte-HDD und ein DVD-Brenner mit 8-fach-Speed mit
Tarox Lightpad 1090: Harte Schale mit Nehmerqualitäten.
Unterstützung für Double-Layer-Medien stellen genug Massenspeicher bereit. Und dank einer Akkulaufzeit von rund 4 Stunden lassen sich schon ganz kommod einige Kundentermine überbrücken.
Positiv: Das stoßgeschützte und sehr wenig reflektierende 15,1-zöllige SXGA+-Display punktet mit einer hohen Auflösung von 1.400 x 1.050 Bildpunkten, einer passablen Helligkeitsverteilung und einer befriedigenden Bildwiedergabe. Lediglich der Ablesekomfort bei direkter Sonneneinstrahlung erscheint auf Grund der geringen Grundhelligkeit verbesserungswürdig.
Das Tarox Lightpad 1090 eignet sich besonders für aktive Außendienstler oder Vor-Ort-Techniker, da es auch mal einen Rempler einstecken kann, ohne gleich die Flagge zu streichen. Sinnvolle Schutzfunktionen und eine serielle Schnittstelle prädestinieren es geradezu für eine Aufgabe im industriellen oder – begrenzt – im Outdoor-Bereich.
Stoß- und Spritzwasserschutz bei Gehäuse und den Eingabegeräten I
Das Tarox Lightpad 1090 basiert auf dem R15D-Barebook der Firma Twinhead, das der Durabook-Serie entstammt. Die Duabook-Serie soll
unter anderem Zertifizierungen des europäischen Industriestandards IP31 und des amerikanischen Militärstandards MIL STD 810F erfüllen. Laut Tarox bietet das Lightpad 1090 neben einem stoßgeschützten Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung auch einen Aufprallschutz für das Display und die Festplatte, eine Verriegelung für das optische Laufwerk und einen Spritzwasserschutz für Tastatur und Touchpad, was die „Überlebensfähigkeit“ des Gerätes drastisch erhöhen soll. Wir haben das für den Einsatz im Außendienst konzipierte Tarox Lightpad 1090 genauer unter die Lupe genommen.
Beim Auspacken stemmt das Tarox Lightpad 1090 ein für die Geräteklasse der robusten Notebooks (Business-/Semi-Ruggedized, vgl. hierzu die Ruggedized-Definition von Panasonic) durchaus übliches Gewicht von rund 3,1 Kilogramm auf die Waage. Hier kann das Tarox Lightpad 1090 trotz seiner zusätzlichen Schutzmerkmale locker mit so manch anderem „normalen“ Notebook mithalten. Schon im geschlossenen
Tarox Lightpad 1090: Musste im Falltest einiges wegstecken.
Zustand macht das dunkle anthrazitfarbene Magnesium-Gehäuse des Tarox Lightpad 1090 einen adretten und hochwertigen Eindruck. Zum Aufklappen des Display-Deckels muss der Anwender keinen massiven Deckelriegel oder -Verschluss betätigen. Der recht schwere, stabil wirkende Deckel wird lediglich durch zwei winzige Kunststoffzäpfchen im Zaum gehalten, die beim Schließen selbsttätig arretieren. Zum einhändigen Neigen und Verstellen des Displays ist etwas mehr Nachdruck nötig, da die sehr straffen Deckelscharniere den verwindungssteifen Magnesiumdeckel recht unnachgiebig festhalten. Obwohl das LCD des Tarox Lightpad 1090 Stoß absorbierend gelagert sein soll, treten im eingeschalteten Zustand sowohl beim Neigen des Bildschirms als auch bei leichtem Fingerdruck auf die obere Rückseite des Deckels deutlich wahrnehmbare Bildstörungen auf der sichtbaren Seite des Flachbildschirms auf.
Tarox Lightpad 1090: Hochwertiger LCD-Deckel aus einer AlMg-Legierung.
Laut Twinhead erfüllen Durabooks ja unter anderem den amerikanischen Militärstandard MIL STD 810F, der nach (Mess-)Methode 516.4, Prozedur IV fehlerfreie Funktion nach 29 Stürzen mit einer Fallhöhe von je 75 Zentimetern (29 Zoll) auf eine Speerholzplatte auf Betonboden bei ausgeschaltetem Notebook und geschlossenem Display vorschreibt. So extrem wollen wir dann doch nicht vorgehen, aber einen kleinen Test können wir uns nicht verkneifen, was im Fallenlassen des ausgeschalteten und zugeklappten Notebooks auf den Redaktionsteppichboden mit unterliegender Dielung aus einer Höhe von rund 35 Zentimetern resultiert. Den Aufprall überstehen sowohl das Gehäuse als auch das Display des Lightpad 1090 ohne jegliche sichtbare und funktionelle Einschränkung. Keine Schramme an den Gehäuseschalen, kein Bruch des empfindlichen LCDs, kein Headcrash der Festplatte. Nach dem Einschalten fährt das Tarox Lightpad 1090 sauber hoch und hat auch keine Anzeigeprobleme – beeindruckend. Allerdings verabschiedeten sich bei dem Aufprall die beiden dünnen Verschlusszäpfchen des Deckels auf Grund der einwirkenden Scherkräfte, da das Notebook schräg auf dem Boden aufkam. Ob es sich dabei um einen Materialfehler oder um eine generelle Einschränkung auf Grund einer zu geringen Dimensionierung der Bauteile handelt, können wir natürlich nicht klären. Wir haben die beiden Bruchstücke jedenfalls sorgsam eingetütet und werden sie Tarox zur weiteren Begutachtung einliefern. Natürlich
Tarox Lightpad 1090: Die Verriegelungen aus Kunststoff brachen ab.
kann man das Tarox-Notebook nicht mit einem Full-Ruggedized-Notebook wie dem Ruggedized Panasonic Toughbook CF-29 vergleichen, das noch für ganz andere Belastungen ausgelegt und zertifiziert ist. Aber für ein Office-Notebook legt das Tarox Lightpad 1090 eine verblüffend hohe Standfestigkeit an den Tag. Kleine Rempler, Stürze und Stöße steckt das Notebook klaglos weg, die Verriegelung des optischen Laufwerks verhindert ein Abbrechen der empfindlichen Laufwerkslade. Für den normalen Einsatz im Büro oder die Arbeit im Außendienst bietet das Notebook also einen Schutzfaktor, den man bei herkömmlichen Geräten schlichtweg nicht findet.
Stoß- und Spritzwasserschutz bei Gehäuse und den Eingabegeräten II
Die silberfarbene Geräteoberschale ist zwar aus kostengünstigem Kunststoff gefertigt, vermittelt aber wie das Metallchassis und der Metalldeckel einen sehr hochwertigen und stabilen Eindruck. Auch kräftiges Drücken auf beiden Handballenauflagen entlockt dem Tarox Lightpad
Tarox Lightpad 1090: Tastatur und Touchpad mit Spritzwasserschutz.
1090 nur selten ein fast unhörbares Knarzen – grundsolide. Solide präsentieren sich auch die Tastatur und das Touchpad des Tarox Lightpad 1090. Beide Eingabegeräte verfügen über einen Spritzwasserschutz, dem auch der flüssige Inhalt einer versehentlich verschütteten Kaffeetasse nichts anhaben dürfte. Ein im Test verschüttetes Wasserglas beeindruckt das Tarox Lightpad 1090 jedenfalls nicht. Simples Auskippen der Flüssigkeitsreste aus dem Tastatur- und Touchpadbereich gefolgt von gründlichem Abtrocknen und vorsichtigem Ausblasen reichte im Test. Sowohl Tastatur als auch Touchpad funktionierten im weiteren Testverlauf ohne Murren. Eine sofortige Begutachtung aller zu öffnenden Wartungsdeckel an der Geräteunterseite zeigten keinerlei Wasser- und Feuchtigkeitsspuren, das Wasser konnte die Schutzschicht unter der Tastatur also nicht durchdringen – nicht schlecht. Allerdings sollte man das Tarox Lightpad 1090 nicht gerade in Wasserpfützen stellen oder in den Pool mitnehmen, denn an den Anschlussports und Wartungsdeckeln finden sich keinerlei Gummidichtungen. Auf den versprochenen Spritzwasserschutz darf sich der Anwender aber durchaus verlassen.
Tarox Lightpad 1090: Hochwertige und angenehme Tastatur.
Die Tastatur selbst vermittelt ebenfalls einen grundsoliden optischen und haptischen Eindruck. Die einzelnen Tasten sitzen angenehm fest auf der Unterkonstruktion. Beim Tippen gefällt die recht straffe Auslegung des Tastenhubs mit klar definiertem Druckpunkt. Beim Tastaturlayout folgt das Tarox Lightpad 1090 nicht ganz dem üblichen Standard-Design, dies dürfte vom Anwender anfangs etwas Umgewöhnung erfordern. Da die linke Fn-Taste vor dem Strg-Pendant angeordnet ist und die Entf-Taste nicht ganz oben rechts positioniert ist, werden vor allem Vielschreiber anfänglich Zeit brauchen, bis sie (wieder) intuitiv und zielsicher jede Taste finden. Die Enter-Taste dürfte ruhig etwas voluminöser ausfallen, eine klassische L-Form wäre beispielsweise schön. Unterhalb der Tastatur findet sich ein relativ kleines Touchpad mit zwei schön kurzhubig schaltenden Pad-Tasten. Beide Pad-Tasten arbeiten angenehm leise und werden von einer Wipptaste ergänzt, die das Scrollen in längeren Dokumenten zum Kinderspiel macht.
Bei der Bewertung der Gehäuse- und Eingabegeräte hinsichtlich Qualität und Strapazierfähigkeit überrascht das Tarox Lightpad 1090 die Testredakteure unterm Strich mit guten Nehmerqualitäten. Die robuste Schale und der Spritzwasserschutz versprechen ein beruhigendes Sicherheitspolster im rauen Alltag. Extremsten Belastungen sollte man das Notebook aber dennoch nicht aussetzen. Dafür gibt es Spezialisten wie das Panasonic Toughbook CF-29 , das preislich allerdings mehrere Kategorien über dem Lightpad 1090 angesiedelt ist.
Gute Gesamtleistung und beruhigende Sicherheitsmerkmale
Unter der stabilen Metallhaube des Tarox Lightpad 1090 arbeitet ein flotter Intel Pentium M 740 mit 1,73 GHz und 533 MHz FSB. Das Lightpad 1090 integriert zudem Intels
neueste Centrino-Architektur auf Basis des i915GM-Chipsatzes, der den Grafikkern Intel GMA-900 integriert. Obwohl der Chipsatz in Verbindung mit der CPU auch rasanten DDR2-533-Speicher (PC2-4200) als Hauptspeicher akzeptieren würde, begnügt sich das Tarox Lightpad 1090 mit einem deutlich langsameren DDR-333-RAM-Modul und einer Kapazität von 512 MByte. Aufrüstwillige können aber problemlos selbst einen zusätzlichen Speicherriegel in den zweiten und noch freien Speicherslot an der Geräteunterseite stecken. Der Hauptspeicher des Tarox Lightpad 1090 lässt sich so bis auf 2 GByte aufrüsten.
Als Festplatte integriert das Tarox Lightpad 1090 eine Fujitsu MHV2060AH mit einer Kapazität von 60 GByte. Die kleine Platte steckt laut Herstellerangaben im Betrieb Erschütterungen bis zu 300 G weg, was dem 300-fachen der Erdbeschleunigung entspricht. Als zusätzlicher Stoß- und Vibrationsschutz ist die Fujitsu MHV2060AH in dämpfende Schaumstofflagen eingebettet. Im Test überstand die Fujitsu MHV2060AH den Fall aus 35 Zentimetern Höhe ohne Beeinträchtigung der Datenintegrität, wir stellten keinerlei Datenverluste oder physikalische Beschädigungen fest. Das sorgt für ein sicheres Gefühl im Umgang mit hoch sensiblen und oftmals unwiederbringlichen Firmen- und Unternehmensdaten. Natürlich kann und soll dieses Sicherheitsplus keinesfalls die unverzichtbare Sicherung unternehmenskritischer Daten ersetzen. Aber auch hierfür hat das Tarox Lightpad 1090 ein Antwort parat. Dank dem integrierten 8fachen Double-Layer-DVD-Brenner SOSW-852S von Lite-On lassen sich auch sehr umfangreiche Backups mit einem Volumen von bis zu 8,5 GByte erstellen. Zusätzlich lässt sich die Frontblende des DVD-Brenners mechanisch verriegeln,
um im Falle eines Aufpralls nicht unbeabsichtigt aufzuspringen oder abzubrechen – klasse! Die HDD kann mit einem SiSoft-Drive-Index von 17.434 KByte/s einen guten Datendurchsatz vorweisen, der flottes Arbeiten begünstigt. Bei unserem praxisnahen Kopiertest innerhalb der Festplattenstruktur erzielt die mit 5.400 U/min rotierende Fujitsu MHV2060AH einen ebenfalls guten Wert von fast 8 MByte/s. Der DVD-Brenner SOSW-852S von Lite-On zeigte sich hingegen bei verschiedenen DVD-Medien etwas bockig und lieferte bei unserem DVD-Transfertest nur eine mittelmäßige Datenübertragungsrate von rund 3,8 MByte/s.
Der im Chipsatz integrierte Grafikkern Intel GMA-900 meistert aktuelle Fotobrowser und -viewer sowie gängige Bildbearbeitungsprogramme mühelos. Auch umfangreiche digitale Kataloge mit vielen Produktabbildungen meistert die Grafik des Tarox Lightpad 1090 spielend. Bei Leistung fressenden Multimedia- und 3D-Applikationen wie beispielsweise großen Flash-Animationen und aktuellen 3D-Spielen gerät diese Grafiklösung aber in Verbindung mit dem langsamen DDR-RAM schnell an ihre Leistungsgrenzen und quittiert derlei Ansinnen vor allem in Spielen mit ruckender Darstellung.
Niedriger Stromverbrauch und geringe Erwärmung
Dank Strom sparender Kernkomponenten messen wir beim Tarox Lightpad 1090 im Leerlauf nur eine Leistungsaufnahme von
19,4 Watt. Das ist gerade für den Außendienst wichtig: Das Tarox Lightpad 1090 geht mit der kostbaren Energie des 9-zelligen und 6.600 mAh starken Lithium-Ionen-Akkussparsam um, der im Batterietest immerhin 4 Stunden lang zuverlässig Energie lieferte. Zusätzlich soll eine zweifache Akkuschutzschaltung Schäden durch Spannungsspitzen verhindern. Wer aber einen ganzen Tag lang auf den Strom aus der Steckdose verzichten muss, sollte gleich beim Erwerb des Tarox Lightpad 1090 den Kauf eines zweiten Akkus mit in Betracht ziehen, erst damit ist man dann wirklich mobil und unabhängig.
Bei der Temperaturentwicklung hält sich das Tarox Lightpad 1090 angenehm zurück. Selbst unter Volllast erwärmt sich das Lightpad 1090 nur sehr wenig und wird allenfalls im Bereich des Touchpads handwarm. Dafür zeigt sich das Tarox Lightpad 1090 hinsichtlich des Lüftergeräusches nicht gerade als Leisetreter. Ungewöhnlich für ein Notebook mit integrierter
Tarox Lightpad 1090: Zwei Lüfter - der Kleine in der Mitte klingt giftig.
Chipsatzgrafik: Das Lightpad 1090 verfügt über gleich zwei Lüftereinheiten. Während sich der angenehm niederfrequent laufende CPU-Lüfter erst recht spät und meist nur bei längerer Volllast hinzuschaltet, läuft ein viel kleinerer Lüfter im Test bereits ab dem Einschalten permanent mit. Dieser kleine Lüfter residiert mittig unterhalb der Speicherslots an der Geräteunterseite und ist bei normalem Bürogeräuschpegel deutlich vernehmbar. Das recht schrille, hochfrequente Geräusch könnte empfindlichen Gemütern bei niedrigem Umgebungsgeräuschpegel durchaus auch schon nach kurzer Zeit unangenehm auf die Hörnerven schlagen – schade.
Artikel-Bewertung
Noch keine Bewertung vorhanden
(Die Bewertung ist nur als registrierter Benutzer möglich)
Kommentare zum Artikel
( Antworten ) Zur Diskussion im Forum