Im Sachen Monitorqualität erweist sich das 12,1-zöllige XGA-Display des Toshiba Portégé M300 nicht gerade als Musterknabe. Zum einen bietet das Portégé-LCD mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Bildpunkten im 4:3-Format im Klassenvergleich nur Mittelmaß, zum anderen muss das Notebookdisplay sowohl im Testlabor als auch bei der subjektiven Bildbeurteilung kräftig Federn lassen. Via unserer 9-Zonen-Leuchtdichtemessung ermitteln wir im Netzbetreib eine Grundhelligkeit von 111,8 cd/m². Für den Batteriebetrieb schreiben wir dem M300 geringfügig niedrigere 109,1 cd/m² ins Notenheft. Diese Leuchtdichtewerte sind für ein Subnotebook, das dem reisenden Geschäftsmann auch im Freien kommoden Ablesekomfort garantieren soll, schlichtweg zu wenig. Da hilft dem anspruchsvollen und mobilen Businessanwender wohl auch die ergonomisch sinnvolle, weil wenig spiegelnde Displayoberfläche wenig. Selbst bei bewölktem Himmel bleibt das LCD schwer ablesbar. Die messtechnische Überprüfung der Helligkeitsabweichung zwischen dunkelstem (rechte obere
Bildecke, 92,4 cd/m²) und hellstem (untere Bildmitte, 141,6 cd/m²) Displaybereich offenbart einen Unterschied von 53,2 Prozent bei Netzlast und 48,3 Prozent im Batteriebetrieb, was das Display als ausgesprochen inhomogenen Vertreter seiner Zunft kennzeichnet. Mit Akkustrom wies die linke obere Bildecke mit 91,5 cd/m² den geringsten Leuchtwert auf, die untere Bildmitte mit 135,7 cd/m² den höchsten.
Auch bei der subjektiven Bildbeurteilung der Referenzfotos sind am 12,1“-LCD deutliche und störende Helligkeitsunterschiede auszumachen. Farbbrillanz und Kontrastumfang wirken hingegen im Klassenvergleich durchschnittlich. Vergleicht man das LCD des Toshiba Portégé M300 mit dem hervorragenden und brillanten Display des
LG LW20 (8BDG) , dann trennen beide Panels Welten. Die vertikale Blickwinkelabhängigkeit bewerten wir als deutlich ausgeprägt, horizontal erlaubt das Toshiba Portégé M300 hingegen deutlich größere Betrachtungswinkel. Einzig die sehr gefälligen und plausibel wirkenden Hauttöne der Portraitfotos stimmen uns hinsichtlich der Bildwiedergabequalität etwas versöhnlicher.
Zusamengefasst: Das LCD des Portégé M300 ist ein durchschnittlich brillantes und recht farbneutrales, aber
inhomogen ausgeleuchtetes 12,1-zölliges Office-Display. Für den Außeneinsatz bietet das Notebookdisplay zu wenig Leuchtreserven, um auch bei hellem Umgebungslicht stets kommoden Ablesekomfort garantieren zu können.
Zur drahtlosen Kommunikation mit der Außenwelt kann der Anwender beim Toshiba Portégé M300 aus dem Vollen schöpfen. Für die Verbindungsaufnahme ohne Kabelgewirr integriert das Portégé M300 ein Wireless-LAN-Modul für IEEE802.11b/g. Damit lassen sich im Idealfall bis zu 54 MBit/s schnelle Drahtlosverbindungen nutzen. Neben Infrarot ist beim Portégé M300 aber auch gleich eine moderne Bluetooth-Unterstützung an Bord. Der Verwendung drahtloser Headsets und dem Datenaustausch mit anderen Bluetooth-Peripheriegeräten steht also mit dem M300 nichts im Wege.
Kabelgebunden kann der Anwender eine Geschwindigkeit von maximal 100 MBit/s im Firmennetz nutzen, der obligatorische Modemanschluss fehlt ebenfalls nicht. Als Schnittstellen zur Außenwelt bietet das Portégé drei USB-2.0-Schnittstellen, einen VGA-Anschluss, je eine LAN- und eine Modemschnittstelle sowie die obligatorischen Kopfhörer- und Mikrofonanschlüsse. Abgerundet wird das Anschlusssegment durch gleich drei (!) getrennte Kartenslots. Nebem einem PCMCIA-Schacht an der linken Geräteseite bietet das Toshiba Portégé M300 rechts am Chassis auch je einen separaten CF- und SD-Kartenleser an, mit denen sich Speicherkarten im CompactFlash- und SecureDigital-Format verarbeiten lassen.