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TEST Toshiba Portégé M400
Schneller Tablet-PC mit höchster Auflösung
von Stefen Niemeyer am Do, 22.06.2006



Emotionsarm, kühl und laut
Im Vergleich zum 14-Zoll-Vorgänger Tecra M4 hat Toshiba ein drängendes Problem gelöst: Das Gehäuse wird auf der Unterseite nicht mehr unerträglich heiß und bleibt auch im Dauerbetrieb angenehm kühl. Dies betrifft auch die Handballenablage, was gerade in den wärmeren Monaten wichtig ist. Der Preis dafür ist jedoch hoch: Der Lüfter ist bereits kurz nach dem Einschalten immer an und in einer ruhigen Umgebung selbst dann störend laut, wenn er mal nicht mit voller Geschwindigkeit dreht.

Passend dazu finden sich in Toshibas Support-Forum zahlreiche Nutzer, die sich über den lauten Lüfter

Bild: Notebookjournal.de/RT
Toshiba Portégé M400: Der große, breite Lüfter ist kein Leisetreter.
beschweren. Wir probieren, ob ein BIOS-Update von der vorinstallierten Version 1.02 auf Version 1.04 weiterhilft, obwohl die Versionsinformationen keinerlei Hinweis darauf geben. Erfahrungsgemäß nutzen die Hersteller solche Updates oft, um die Schwellenwerte und Drehzahlen des Lüfters anzupassen. Ein gutes Beispiel dafür ist das HP NX8220, für das HP nach monatelanger Diskussion und zahlreichen Anfragen und Beschwerden im HP-Forum die Fan-Gemeinde mit einem BIOS-Update erlöste. Das Update am Toshiba Portégé M400 führte jedoch nicht zur Verbesserung. Hier sollte Toshiba noch an der richtigen Balance arbeiten.

Insgesamt macht das dunkelgraue Gehäuse weder einen besonders hochwertigen noch schicken Eindruck. Hinzu kommt, dass die Fassung des Drehgelenks aus Plastik ist und etwas wackelt, so dass es meistens so aussieht, als stünde das Display ein wenig schief. So erstaunt es schon nicht mehr, dass der Displaydeckel deutlich nachschwingt. Das macht die Bedienung mit dem Stift zumindest im Notebook-Modus unkomfortabel. Schade auch, dass Toshiba nicht wenigstens optional ein sonnenlichttaugliches Display anbietet.

Das schnelle Schreiben mit zehn Fingern ist grundsätzlich gut möglich, solange man nicht mit Tastenkombinationen

Bild: Notebookjournal.de/RT
Toshiba Portégé M400: Weckt keine Emotionen.
arbeitet. Die Geräuschentwicklung der Tastatur ist ungewohnt hoch. Aber immerhin sind die Tasten zwar laut, aber klingen nicht billig-klapprig wie beim Samsung Q20. Unvorteilhaft sind Design und Anordnung einiger Tasten: Die Leertaste ist sehr schmal, die Windows-Taste befindet sich oben rechts und die AltGr-Taste liegt nicht wie sonst üblich direkt neben der Leertaste. Allein diese drei Dinge hemmen den Arbeitsfluss von Nutzern von Tastenkombinationen erheblich. Außerdem sind – zumindest bei unserem Testgerät – die Funktionstasten mit englischen Begriffen beschriftet.

Der mit Radiergummi-Funktion ausgestattete Stift hinterlässt einen billigen, zu einem Hochpreis-Notebook unpassenden Eindruck. Er ist leicht, verfügt über einen Clip zum Einstecken in die Hemdtasche und unterstützt die Radiergummi-Funktion von Windows. Nachteilig sind die etwas wackelige Stifttaste sowie die wenig ergonomische Form.

Das Touchpad ist relativ tief an der Vorderfront eingesenkt, so dass man beim Tippen nicht versehentlich den Cursor an eine falsche Stelle verschiebt. Auf Grund seiner recht kleinen nutzbaren Navigierfläche gerät insbesondere das Scrollen auf dem hoch auflösenden Monitor ein wenig unkomfortabel.

Massenweise Tools und Daten fressende Systemwiederherstellung
Die vorinstallierten Toshiba-Tools sind im Allgemeinen recht

Bild: Notebookjournal.de/SN
Windows Vista: Das Energiemanagement muss jetzt Windows selbst übernehmen.
nützlich. Aber beim Portégé M400 gilt die Aussage vom Toshiba Satellite M70-236 noch viel stärker: Die Masse der sage und schreibe 25 vorinstallierten Toshiba-Tools führt nicht nur zu einem vollen Desktop, sondern macht ihre Aktualisierung zu einem Geduldsspiel. Der Sinn eines Software-RAID-Tools, das kaum dokumentiert ist, bleibt uns absolut schleierhaft. Immerhin sind die Tools so gut geschrieben, dass sie beim Upgrade der vorinstallierten Windows XP Tablet PC Edition 2005 auf die Betaversion von Windows Vista nicht zum Blue Screen führen, wie es uns beim Satellite M70 passiert ist.

Für die Systemwiederherstellung des gesamten Betriebssystems legt Toshiba eine bootfähige DVD bei, die eine NTFS-Partition auf der Festplatte erstellt, die nach Abschluss der Operation das Ausgangssystem mit deutschem Windows XP Tablet PC Edition 2005 inklusive der weiteren Software wie Toshiba-Tools, MS-Erweiterungspaket für Tablet PCs, Media Player 10, Acrobat Reader 7.05 sowie Sonic-Brennprogramm, OneNote 2003 und WinDVD installiert.


Bild: Notebookjournal.de/SN
Windows Vista: Stiftbewegungen: Text mit einem Wisch gelöscht und weg.
Das Wiederherstellungsprogramm bietet an, die Windows-Partition kleiner als die gesamte Festplatte zu machen und den Rest frei zu lassen. Diese unter dem Button Erweitert versteckte Option ist zwar zu empfehlen, um anschließend Windows XP mit TweakUI oder anderen Tools so zu konfigurieren, dass die Eigenen Dateien standardmäßig in einer neuen Partition auf diesem leeren Stück gespeichert werden. Aber da bei einer erneuten Wiederherstellung dennoch alle vorhandene Daten überschrieben werden und eine Brenn- oder Kopierfunktion für das Sichern der vorhandenen Dateien mittels Recovery-DVD nicht möglich ist, muss man diese Partition in regelmäßigen Abständen auf externen Medien sichern.

Die Installationen der Beta 2 von Windows Vista in der deutschen Ultimate und der Business Edition gelingt problemlos, auch als Upgrade des vorinstallierten Windows XP

Bild: Notebookjournal.de/SN
Windows Vista: Mobility Center für Notebookeinstellungen an zentraler Stelle.
Tablet PC Edition 2005. Der Stift steht unmittelbar nach dem Setup zur Verfügung, auch alle anderen Geräte sind spätestens nach dem Besuch von Windows Update mit Treibern versorgt. Zwar fehlt für einige Toshiba-Utilities wie zum Beispiel das Energiemanagement noch der Vista-Support. Auch fehlt den Displaytreibern von Intel noch die Glass-Unterstützung, so dass nur eine grau-schwarze Oberfläche zur Verfügung steht. Das sollte sich aber bis zum oder kurz nach dem Launch-Termin noch bessern.


Auf der nächsten Seite: Unser Fazit:


 


Kommentare zum Artikel ( 1 Antwort )
Zur Diskussion im Forum

BIOS V2.1N Portégé M400 bringt Lüftersteuerungsverbesserung
von mrn1ce am Mo, 02.04.2007 22:21 Uhr

Bin stolzer User einer Portégé M400 und habe auf der Toshiba
Seite recherchiert und den folgenden Artikel
gefunden: http://support.toshiba-tro.de/kb0/TSB6A01KJ0000R01
.htm In diesem sind verschiedene BIOS Versionen enthalten -
V2.1N hat die Lüftersteuerungsverbesserung inne und es werden
damit noch einige externe Auflösungen (Widescreen, 16:9)
unterstützt. Kann...

Kategorie:
Tablets

Testergebnis
Tablets
Toshiba Portégé M400
sehr gut
Test vom 22.06.2006



PRO KONTRA

mit 1.400 x 1.050 Pixel höchste Auflösung aller 12-zölligen Tablet-PCs
schneller Dual-Core-Prozessor
schnelle Festplatte
kühles Gehäuse
großer seitlicher Blickwinkel
Fingerabdrucksensor mit Verschlüsselungs- und Passwort-Software
leistungsstarke optionale Zusatz-Akkus
Bluetooth 2.0 mit EDR
Vista-tauglich
WLAN-Schalter
WLAN mit 802.11a/b/g-Support
umfangreiches, professionelles Zubehör
Stift verfügt über Radiergummi-Funktion
Ersatz-Stift mitgeliefert
lauter Lüfter selbst im Office-Betrieb immer an
unergonomische Platzierung wichtiger Tasten
nachschwingender Deckel
unregelmäßige Helligkeitsverteilung
optisch und haptisch nicht hochwertig
Akku-Wechsel im Standby nicht unterstützt
lauter Tastenanschlag
trotz HDAudio kein S/PDIF-Anschluss
Systemwiederherstellung überschreibt gesamte Festplatte



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