Toshiba Satellite M50-105: Der LCD-Deckel ist im Klassenvergleich recht stabil.
moderate Gewicht von 2,3 Kilogramm sind die Markenzeichen des 14-zölligen Toshiba Satellite M50-105. Nimmt man alles Zubehör in der Notebooktasche mit, kommen dennoch nicht einmal 3 Kilogramm auf die Waage. Während der Displaydeckel in leichtem Blaumetallic erstrahlt, findet sich ein gewohnt anmutendes schwarz-silbernes Farbenspiel beim Chassis. Lediglich das silberfarbene und schicke Lautsprechergitter und die darunter liegenden chromfarbenen Lautsprecherkalotten im unteren Bereich des aufgeklappten Displays sorgen für einen kleinen Hauch von Exklusivität. Der blau illuminierte Netzschalter peppt das Design ebenfalls etwas auf. Die Beschriftung der ebenfalls blauen Status-LEDs an der linken Gerätefrontseite ist dagegen schlecht ablesbar.
Beim Aufstellen des Toshiba Satellite M50-105 und beim Neigen und Verstellen des LCD-Deckels fallen den Testredakteuren gleich zu Beginn der Begutachtung deutlich vernehmbare knackende Geräusche in den Scharnieren auf,
Toshiba Satellite M50-105: Nettes Lautsprecherdesign mit gutem Klang.
zudem quittiert das eingeschaltete Panel beim Finden eines geeigneten Neigungswinkels derlei Ansinnen mit deutlich wahrnehmbaren Bildstörungen auf dem Monitor. Der Deckel hingegen erweckt einen recht stabilen Eindruck: Erst heftiger Druck verursacht auf der Sichtseite des LCDs die bekannten Schlieren. Geräteober- und Unterschale vermitteln keinen sonderlich stabilen Eindruck. Zum einen lässt sich das Chassis des Toshiba Satellite M50-105 in allen Richtungen deutlich Verwinden, zum anderen bleibt das von Kunststoffen her gewohnte typische Knarren den Anwenderohren leider nicht erspart. Wohl ein Tribut, den der Besitzer des Satellite M50-105 dem günstigen Preis und dem niedrigen Gewicht zollen muss.
Auch die Tastaturfläche des Toshiba Satellite M50-105 könnte durchaus robuster ausfallen. Die Tastatur lässt sich im
Toshiba Satellite M50-105: Die Tastatur klappert und lässt sich durchdrücken.
linken Bereich rund einen Millimeter, im rechten unteren Tastaturbereich gar etwa zwei Millimeter durchdrücken. Zudem scheppert beim kurzen Antippen des rechten Cursor-Blocks das Eingabegerät heftigst – unschön. Die straffen Rückstellkräfte und der angenehme Druckpunkt der Einzeltasten gefallen da schon deutlich besser. Haptisch kommt schnell ein recht kommodes Schreibgefühl bei den Testern auf. Rasch wird der positive Schreibeindruck am Satellite M50-105 aber wieder getrübt. Die Tastenanordnung des Toshiba M50-105 wirkt exotisch und erfordert vom Anwender einige Gewöhnung und Anpassung. Beide Windows-Tasten finden sich unüblich angeordnet oben rechts, die Entf-Taste versteckt sich im rechten unteren Tastenbereich. Die schmale Entertaste verfehlen wohl auch Schreibakrobaten anfänglich leicht, eine klassisches L-förmiges Tastendesign wäre wohl sinnvoller gewesen. Platz hierfür wäre auf der Oberschale zur Genüge vorhanden – Toshiba verschenkt links und rechts der Tastatur je zwei Zentimeter nutzbarer Fläche. Schade: Die großen Tasten, insbesondere die Leertaste, klappern beim leichten Antippen ebenfalls relativ laut. Das Touchpad arbeitet hingegen
Toshiba Satellite M50-105: Angenehm leise und schön kurzhubige Touchpadtasten.
präzise und bietet eine Navigierfläche akzeptabler Größe. Die zwei darunter angeordneten Pad-Tasten arbeiten angenehm kurzhubig und klicken beim Betätigen erfreulich leise.
Bei aller Kritik bei der Gehäuse- und Eingabegerätebewertung sollte man aber das günstige Preisniveau des Toshiba Satellite M50-105 nicht unberücksichtigt lassen. Die meisten Notebooks der 1000-Euro-Preisklasse glänzen nicht gerade mit luxuriösen und robusten Gehäusematerialien. Angesichts des niedrigen Preises sind vom Anwender hier wohl generell Abstriche hinzunehmen – das Toshiba Satellite M50-105 macht hier keine Ausnahme.
Ansprechende Gesamtleistung und geringe Geräuschbelastung
Das Toshiba Satellite M50-105 integriert als klassisches Office-Notebook Intels i915GM-Chipsatz mit integriertem
Toshiba Satellite M50-105: Hat leider nur langsamen DDR-333-RAM drin.
Grafikkern Intel GMA-900. Als Motor werkelt unter der Notebookhaube ein Intel Pentium M 730 mit 1,6 GHz und 533 MHz FSB. Damit ist das Satellite M50-105 LG zwar nicht übermotorisiert, für alltägliche Büroarbeit reicht die Leistung aber allemal. Leider hat Toshiba beim Hauptspeicher (RAM) gespart. Zwar wurde dem Toshiba Satellite M50-105 die (noch) klassenübliche Hauptspeicherkapazität von 512 MByte spendiert, allerdings hat es nur für den recht langsamen DDR-333-Hauptspeicher (PC-2700) gereicht. Die Kapazität von 512 MByte RAM ist derzeit zwar für gängige Büroanwendungen noch locker ausreichend, beim Arbeiten in klassischen Text- und Fotoprogrammen hat man subjektiv aber ab und an das Gefühl, das Toshiba Satellite M50-105 würde im Vergleich zu Klassenkameraden etwas zäh arbeiten. Dank einem freien Speicherslot an der Geräteunterseite kann der Anwender noch einen gleichwertigen Speicherriegel problemlos aufrüsten.
Bei den Massenspeichern kann das Toshiba Satellite M50-105 dann aber wirklich punkten. Die Ultra-ATA/100-Festplatte vom Typ Hitachi Travelstar 5K100 (HTS541080G9AT00) besitzt eine
Toshiba Satellite M50-105: Linke Seite mit Lüfterauslass.
Kapazität von satten 80 GByte und überzeugt in den Festplatten-Benchmarks mit einer hohen Datentransferleistung. Dank einer Rotationsgeschwindigkeit von 5.400 Umdrehungen/min liefert die Travelstar 5K100 beim Festplattentest von SiSoft Sandra eine Transferleistung von rund 17,2 MByte/s. Beim Transfertest unseres Testmixes von großen und kleinen Dateien kann die Travelstar 5K100 mit rund 8,3 MByte/s ebenfalls überzeugen. Dank der flotten HDD wird das Laden umfangreicher Programme und großvolumiger Dateien somit nicht zum Geduldsspiel, sondern geht rasch vonstatten. Zusätzlichen Nutzwert verspricht der integrierte Double-Layer-DVD-Brenner UJ-840S von Matshita, der neben DL- auch RAM-Medien beschreiben kann und bei klassischen DVD-Formaten bis zu 8fache Brenngeschwindigkeit erreicht. Für die elementaren Backups von wichtigen Unternehmensdaten kann der Anwender damit DL-Medien mit einem Volumen von bis
Toshiba Satellite M50-105: Der 8fach DVD-Brenner stammt von Matshita.
zu 8,5 GByte Speicherkapazität nutzen. In unserem DVD-Transfertest präsentiert dich das UJ-840S als durchschnittlich lautes optisches Laufwerk. Als Datenübertragungsrate ermitteln wir einen Mittelwert von rund 4,8 MByte/s – ebenfalls klassenüblich. Bei einer aktuell durchgeführten Kurzrecherche zu eventuell verfügbaren Firmwareupgrades für „neueste“ CD- und DVD-Medien, die sich mit dem optischen Laufwerk verwenden lassen, wurden wir auf den Herstellerseiten bis dato allerdings nicht fündig. Einen aktuellen TDK-Rohling (TDK-R, 8x, 4,7GB, MID: TTG02) und ein Sony-Pendant (DVD+R, 8x, 4,7 GByte, MID: Sony 11.8) beschrieb das UJ-840S aber problemlos.
Der im Chipsatz integrierte Grafikkern Intel GMA-900 ist für aktuelle 3D-Spiele nicht geeignet. Mit den üblichen Foto- und Multimediaanwendungen hat das Toshiba Satellite M50-105 aber keinerlei Probleme. Hierfür reicht die Leistung der
Toshiba Satellite M50-105: Mächtiges Lüftergitter, den Lüfter hört man selten.
GMA-900 locker aus, was das Satellite M50-105 mit 855 Punkten im 3DMark03 von Futuremark auch solide untermauert. Dank einer recht geringen Leistungsaufnahme von etwa 20 Watt hielt der 4.300 mAh starke Lithium-Ionen-Akku im Batterietest das Toshiba Satellite M50-105 immerhin 2 Stunden 42 Minuten am Leben. Wirklich mobil ist der Geschäftsreisende mit dieser Akkulaufzeit aber wohl nicht. Auf Reisen wäre daher ein Zusatzakku eine sinnvolle Option. Positiv: Bei der Temperatur- und Geräuschentwicklung zeigt sich das Satellite M50-105 von seiner Schokoladenseite. Selbst bei Volllast bleibt das Toshiba M50-105 insgesamt recht kühl, der Lüfter stört wenig. Im Leerlauf und bei Officearbeiten war der CPU-Lüfter recht selten zu vernehmen oder schlicht ganz aus. Auch im leistungsintensiven 3D-Test schlug der Lüfter dank niederfrequentem und angenehmem Laufgeräusch den Testredakteuren nicht auf die Gehörnerven.
Befriedigendes 14“-WXGA-Display, kein Kartenleser
Das Toshiba Satellite M50-105 integriert ein 14“- WXGA-Display im Bildschirmformat 15:9 respektive 5:3 mit einer Auflösung von maximal 1.280 x 768 Bildpunkten. Bei der
Toshiba Satellite M50-105: Display hinterlässt etwas fleckigen Bildeindruck.
subjektiven Beurteilung der Displayqualitäten fällt den Testredakteuren sofort die sehr ausgeprägte Blickwinkelabhängigkeit ins Auge. Sowohl vertikal als auch horizontal bedarf es dabei individuell schon einiger Versuche, bis eine passable Neigung des LCDs gefunden ist, um einen kommoden Bildeindruck zu erhalten. Zudem präsentiert das Display des Toshiba Satellite M50-105 bei der Bildbeurteilung subjektiv eine etwas inhomogene Helligkeitsverteilung, da es eine sehr helle Mitte mit deutlichem Helligkeitsverlust zu den Ecken hin vorweist. Die Bilddarstellung ist aber in Ordnung, die Referenzbilder gibt das LCD des Satellite M50-105 scharf und gut gesättigt wieder. Auffällig: Das Display spiegelt sehr wenig, das Auge des Anwenders belibt von störenden Lichtreflexen weitestgehend verschont. Bei den Portraitfotos fällt der gelungen neutrale Hautton bei sauberer Farbtonwiedergabe der übrigen Farben ebenfalls positiv auf. Abzüge gibt es bei dunklen Farbtönen, hier schlägt die Hintergrundbeleuchtung zu dominant durch.
Die Grundhelligkeit liegt bei unserer 9-Zonen-Leuchtdichtemessung mit 118 cd/m² im Netz- und knapp
116 cd/m² im Akkubetrieb gerade noch auf durchschnittlichem Niveau. Das WXGA-LCD des Toshiba Satellite M50-105 liefert im Messlabor bei Netzbetrieb einen Helligkeitsunterschied von rund 36 Prozent zwischen der rechten oberen Bildecke (103,9 cd/m²) und dem unteren mittleren Messsegment (141,6 cd/m²). Im Akkubetrieb klettert der Helligkeitsunterschied dann auf fast 40 Prozent. Der etwas fleckige Bildeindruck beim subjektiven Betrachtungstest wird durch die Messwerte im Labor also bestätigt. Unterm Strich lassen sich mit dem LCD des Toshiba Satellite M50-105 einfache Büroarbeiten durchaus passabel erledigen. Wer aber täglich viele Stunden mit anspruchsvollen Multimediaanwendungen verbringt, wird sicherlich einem externen Monitor den Vorzug geben wollen.
Bei der Kommunikationsausstattung bietet das Toshiba Satellite M50-105 dem Anwender alles Notwendige an. Ein 100-Megabit-LAN-Port und ein Modem-Anschluss für Kabelnetzwerke sowie Wireless LAN für drahtlose Kommunikationsverbindungen. Dank Toshiba's ConfigFree und weiterer nützlicher Systemtools sollte die Verbindung zu Hot-Spots oder WLAN-Access-Points auch dem unbedarften
Toshiba Satellite M50-105: Zwei USB-Schnittstellen neben dem DVD-Brenner.
Anwender recht zügig gelingen. Ein integriertes Bluetooth-Modul erlaubt zudem die Kommunikation mit modernen drahtlosen Peripheriegeräten. Nützlich: Per kleinem Schiebschalter an der linken Frontseite kann der Anwender blitzschnell das WLAN-Modul an- und abschalten. Via Funktionstasten geht dies natürlich ebenfalls. Neben vier USB-2.0-Schnittstellen bietet das Toshiba Satellite M50-105 die üblichen Sound-Ports, einen Firewire-, einen VGA- und einen S-Video-Anschluss. Auf einen Kartenleser für populäre Flashspeicher muss der Besitzer eines Toshiba Satellite M50-105 aber verzichten. Aktuelle Speicherkarten der Formate SecureDigital, MemoryStick, MemoryStick Pro, MultiMediaCard und xD-Picture-Card kann der Anwender ergo nur über ein optionales externes Schreib- und Lesegerät auf USB- oder Firewire-Basis verarbeiten.
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