Toshiba Satellite M60-139: Der kupferfarbene Deckel ist stabil.
silber-schwarzen Design-Einerlei heraus. Auch beim Gewicht präsentiert sich das Satellite M60-139 unkonventionell, denn mit nur 3,40 Kilogramm ist es für ein 17-Zoll-Notebook erfreulich leichtgewichtig. Bei der Geräteoberschale hingegen beweist das Satellite M60-139 weniger Mut und zeigt sich mit schwarz-silberfarbenen Kunststoffteilen wieder in einem ganz konventionellen, klassenüblichen Outfit. Das mit seinen Abmessungen von immerhin 39,4 x 3,9 bis 4,2 x 28,0 Zentimetern recht voluminöse Kunststoffgehäuse gibt sich trotz des im Klassenvergleich geringeren Gewichts erstaunlich verwindungssteif, allerdings bleiben natürlich beim Anheben die Kunststoff-typischen Knarrgeräusche nicht aus. Neben dem blau illuminierten runden Netztaster, der im Standby-Modus orangefarben blinkt, dienen zwei Zusatztasten dem schnellen Zugriff auf den favorisierten Webbrowser und dem Start des Express Media Players. Daneben finden sich vier weitere Tasten zur Mediensteuerung.
Angesichts der Preisklasse hinterlässt die Tastatur des Toshiba Satellite M60-139 keinen einheitlichen Eindruck bei den Testredakteuren. Das Eingabegerät punktet zwar auf den ersten Blick mit immerhin 103 (!) Tasten inklusive eines
Toshiba Satellite M60-139: Viele Tasten, aber mit gewöhnungsbedürftigem Layout.
integrierten Nummernblocks, einem straffen Tastenanschlag und einem kommoden Druckpunkt, allerdings kann die Tastatur des Toshiba Satellite M60-139 bei den weiteren Tests sowohl haptisch als auch mechanisch nicht vollständig überzeugen. Bei genauerer Begutachtung trüben die allgemein etwas locker sitzenden Tastenköpfe und insbesondere die labbrig wirkende Leertaste den Spaß am Schreiben. Zudem sorgen die nach rechts hin kleiner werdenden Tasten (1,3, 1,2 und 1,0 Zentimeter) und die mikroskopisch kleine Enter-Taste anfangs für mehr als genug Tippfehler. Das gesamte Tastaturlayout wirkt dadurch sowohl optisch als auch haptisch nach rechts hin „gestaucht“ und erfordert vom Anwender einige Gewöhnungsarbeit. Eigentlich unverständlich, da durch den links und rechts je rund 1,5 Zentimeter messenden opulenten Tastaturrahmen zusammen also etwa drei (!) Zentimeter kostbare Tastaturfläche verschenkt wird. Das Betätigungsgeräusch der Tasten selbst dürfte unserer Meinung nach ebenfalls ruhig etwas dezenter ausfallen, bleibt aber sicherlich eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Als nutzbare Touchpad-Fläche ermitteln wir beim Toshiba
Toshiba Satellite M60-139: Die Padtasten sind in eine Zierleiste integriert.
Satellite M60-139 rund 6,1 x 4,5 Zentimeter (Breite x Höhe). Damit fällt die zur Verfügung stehende Navigierfläche zwar nicht so üppig aus wie beispielsweise beim Packard Bell EasyNote W 3450 , dafür arbeitet das Pad aber recht präzise und zeigt zudem ein feinfühliges Ansprechverhalten. Die beiden Pad-Tasten sind in eine schwarze Zierleiste unterhalb des Touchpads integriert. Diese Lösung verleiht dem Toshiba Satellite M60-139 sicherlich eine interessante Optik, der eine oder andere Anwender würde aber wohl zwei konventionellen großflächigen Tasten und damit einem bequemeren Bedienungskomfort den Vorzug geben. Dafür arbeiten die beiden Padtasten aber schön leise.
Durchwegs flotte Kernkomponenten
Intels aktueller Alviso-Chipsatz i915PM bildet beim Toshiba Satellite M60-139 das Rüstzeug für eine grundsolide Gesamtleistung. Zwar gehört der Intel Pentium M 740 mit seinen 1,73 GHz nicht mehr zur allerschnellsten CPU-Riege, die gebotene Rechenleistung des Toshiba Satellite M60-139
Toshiba Satellite M60-139: Die Kernkomponenten sind leicht zugänglich.
reicht für derzeit übliche Büro- und Multimediaanwendungen aber dennoch locker aus. Zwei schnelle DDRII-533-Speicherriegel (PC-4300) mit einer Kapazität von je 512 MByte arbeiten im leistungsfördernden Dual-Channel-Betrieb. Dank hohem Speicherdurchsatz und der üppigen Kapazität des RAMs von insgesamt 1.024 MByte kann sich der Besitzer des Toshiba Satellite M60-139 auch an anspruchsvollere Programme und Anwendungen wagen. Wer weiter aufrüsten will, findet an der Geräteunterseite dank einer Wartungsklappe leichten Zugang zu den beiden Speicher-Slots. Dann muss aber mindestens eines der beiden vorhandenen Module weichen und wird somit ein Kandidat für Ebay.
Toshiba Satellite M60-139: Für ein 17"-Notebook recht schlank geraten.
Auch bei den Massenspeichern kann das Toshiba Satellite M60-139 mit flotten Komponenten punkten. Die schnelle Hitachi-Festplatte Travelstar 5K100 (HTS541080G9AT00) bietet neben einer satten Speicherkapazität von 80 GByte dank einer Rotationsgeschwindigkeit von 5.400 U/min auch überzeugende Leistungswerte. Bei unseren Festplattentests liefert die Travelstar 5K100 bei Sisofts Sandra einen optimistisch anmutenden Transferwert von rund 20 MByte/s. Mit einer hohen mittleren Datentransferleistung von 9,2 MByte/s im Praxistest beim Kopieren unseres Testdatenmixes aus großen und kleinen Dateien bestätigt sich die Travelstar 5K100 aber als flotter Datenlieferant. Ein optisches Laufwerk darf als weiterer Massenspeicher natürlich ebenfalls nicht fehlen. Beim Toshiba Satellite M60-139 kommt hier der DVD-Brenner Matshita UJ-840S zum Einsatz der maximal 8fache Schreibgeschwindigkeit erreicht. Der DVD-Brenner verarbeitet neben Double-Layer-Medien (DVD+R DL) auch DVD-RAM-Medien.
Toshiba Satellite M60-139: Der Matshita-Brenner bearbeitet auch DVD-RAM-Medien.
Beim DVD-Transfertest auf die Festplatte liefert der Matshita UJ-840D mit 5,1 MByte/s einen guten Wert ab, das Geräuschniveau bleibt dabei im klassenüblichen Rahmen.
Ein Festplatten-Recovery bietet das Toshiba Satellite M60-139 nicht an. Trotzdem kann das Notebook bei Bedarf schnell und komfortabel in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden. Mit eingelegter Recovery-CD drückt man beim Systemstart die Funktionstaste F12 und bestätigt den darauf folgenden Dialogbildschirm. Die zusätzliche Software wie Microsofts Works Suite, Multimediasoftware und den Express Media Player installiert man dann im Anschluss an die erfolgreiche Wiederherstellung des Betriebssystems von den weiteren CDs.
Toshiba Satellite M60-139: Ob 1.024 x 768 Pixel mit 4fach AA...
Als Grafiklösung sorgt im Toshiba Satellite M60-139 eine PCI-Express-Grafikkarte von ATI für gute Grafikleistungen. Die Mobility Radeon X700 mit 128 MByte eigenem Video-RAM lässt auch bei aktuellen 3D-Spielen echten Spielspass aufkommen. Battlefield 2 konnten wir in der Demoversion bis zur nativen LCD-Auflösung des Satellite M60-139 von 1.440 x 900 Pixel durchaus (noch) akzeptabel spielen. Ärgerlich: Die Interpolation auf geringere Bildschirmauflösungen klappte nicht wie erwartet. Die 1280er Auflösungen waren trotz etlicher Versuche und Treibermanipulationen nicht befriedigend darstellbar. Die Auflösung 1.024 x 768 Pixel (4x AA) lief hingegen mit passabler Framerate (> 40 fps) problemlos. Bei den 3D-Benchmarks liefert die Mobility Radeon X700 im 3DMark03 bei der OQ-Einstellung (Optimale Qualität) 2.888, in der OL-Einstellung (Optimale Leistung) gar 6.152 Punkte. Unterm
...oder 1.440 x 900 Pixel - akzeptable Leistung wird geboten.
Strich liefert die X700-Grafik damit genug Dampf, um die meisten aktuellen Spiele flüssig und sauber spielen zu können. Natürlich kann sich die X700-Grafik nicht mit den modernsten mobilen 3D-Boliden des Kalibers einer ATI Mobility Radeon X800 oder einer Nvidia Geforce Go 6800 oder 7800 in ausgesprochenen Gamer-Notebooks messen, aber das Toshiba Satellite M60-139 tritt aber ja auch nicht als reinrassiger Spielbolide an. Für aktuelle Foto- und Multimediaanwendungen und das eine oder andere schöne Spielchen zwischendurch hält das Satellite M60-139 aber zweifelsfrei genug Leistungsreserven parat.
Toshiba Satellite M60-139: Lüfter saugt von unten an und bläst nach hinten aus.
Bei der Geräuschentwicklung überrascht das Toshiba Satellite M60-139 mit einem auch unter Last angenehm leise und niederfrequent laufenden Lüfter. Zwar saugt das Satellite M60-139 die Kühlluft von der Geräteunterseite an (bitte keine Wolldecken unters Notebook), dafür befördert der kleine Drehflügler die heißen Abgase aber mustergültig nach hinten hinaus. Das M60-139 zeigt bei rund 21,5 Grad Umgebungslufttemperatur und üblichen Fotoarbeiten (Verflüssigen, Retuschierstempel, Skalierungen) im Bereich des Touchpads und der Tastatur eine geringe, aber deutlich fühlbare Erwärmung. Richtig warm respektive heiß wird das Toshiba Satellite M60-139 aber in unseren Tests allenfalls an der Geräteunterseite im Bereich des HDD-Schachtes und der Speicher-Slots. Dort messen wir
Toshiba Satellite M60-139: Der Akku hält im Test knapp eineinhalb Stunden durch.
bei gleicher Lufttemperatur (21,5 Grad) als Temperaturmaxima via berührungsloser Infrarotmessung Werte von 40 bis 45 Grad – das bewegt sich in klassenüblichen Grenzen.
Dass ein 17-Zoll-Notebook kein ultraportabler mobiler Begleiter auf Reisen sein wird, ist angesichts der voluminösen Abmessungen und des doch kräftigen Gewichtszuschlages fürs Breitbild-Kino nur allzu verständlich. Aber auch die in unserem Batterietest ermittelte Akkulaufzeit von rund 1 Stunde 27 Minuten wird dem Toshiba Satellite M60-139 im Alltagsleben wohl eher einen Stammparkplatz auf dem Büroschreibtisch einbringen, als ein Dauerticket im gepackten Reisekoffer.
Wuchtiger 17 Zöller und übliche Schnittstellenkost
Toshiba Satellite M60-139: Der mächtige 17-Zöller mit geringer Grundhelligkeit.
Das Toshiba Satellite M60-139 verfügt über ein riesiges, 17-zölliges LC-Display, das als TruBrite-Panel auch kleinste Lichtreflexionen recht heftig spiegelt. Durch die geringe Grundhelligkeit von durchschnittlich 105,2 cd/m² im Netzbetrieb (Akkulast: 103,6 cd/m²) leidet die Ergonomie bei längerer Bildschirmarbeit insbesondere bei heller Umgebungsbeleuchtung deutlich.
Schade, denn mit einer Auflösung von immerhin 1.440 × 900 Bildpunkten im 16:10-Breitbildformat bietet der wuchtige 17-Zöller des Toshiba Satellite M60-139 sowohl für tägliche Büroarbeiten als auch beim Ansehen von Videofilmen eigentlich richtig viel Betrachtungskomfort. Aber auch bei der Homogenität der Helligkeitsverteilung erreicht das LCD des Satellite M60-139 im Messlabor keine erfreulichen Werte. Die Grundausleuchtung differiert im Netzbetrieb mit rund 48 Prozent Abweichung zwischen dem mittleren linken Messsegment (83,9 cd/m²) und dem oberen mittleren Bildbereich (124,3 cd/m²) ungewöhnlich stark. Im Akkubetrieb ermitteln wir eine geringfügig niedrigere Helligkeitsabweichung von knapp 47 Prozent. Bei homogenen Bildhintergründen wirkt das LCD auch
Toshiba Satellite M60-139: Bei wenig Umgebungslicht reicht das LCD zum Spielen.
beim subjektiven Betrachten etwas fleckiger als andere Notebookvertreter dieser Geräteklasse. Bei schwarzem oder generell dunklem Bildhintergrund wird zudem die Hintergrundbeleuchtung den einen oder anderen Anwender stören, da diese besonders am unteren Bildrand deutlich durchschlägt. Punkten kann das spiegelnde Display des Toshiba Satellite M60-139 hingegen bei der Farb- und Kontrastbeurteilung. Neben tiefen und sehr gesättigten Farben überrascht die recht neutrale Wiedergabe der Portraitfotos positiv. Die Hauttöne werden stimmig und neutral wiedergegeben. Negativ: Die Blickwinkelabhängigkeit fällt vertikal und horizontal sehr deutlich aus, Kontraste laufen blitzschnell zu. Schade, denn dem gewaltigen Bildeindruck des großflächigen 17-Zöllers würde eine hellere Grundausleuchtung und harmonischere Blickwinkel gut zu Gesicht stehen.
Bei der Multimedia-, Kommunikations- und Schnittstellenausstattung muss sich der Anwender beim Toshiba Satellite M60-139 im Klassenvergleich genügsamer zeigen. Während andere Vertreter der 17-zölligen
Toshiba Satellite M60-139: Steuertasten für den Express Media Player.
Multimediamonster großspurig mit integriertem TV-Tuner, drahtloser Fernbedienung, Subwoofer, Bluetooth, sechs USB-2.0-Ports oder DVI-Ausgang auftrumpfen, präsentiert sich das Satellite M60-139 als Ausstattungsasket. Für den Multimediabetrieb steht weder ein integrierter TV-Tuner noch eine Fernbedienung zur Disposition. Lediglich das ebenfalls recht puristisch anmutende, weil auf das Notwendigste beschränkte Programm Express Media Player vermittelt beim Toshiba Satellite M60-139 etwas Multimedia-Flair. Damit lassen sich Musik-CDs und DVD-Filme auch ohne Starten des Betriebssystems via vier Zusatztasten und Tastatur recht spartanisch bedienen. Ein kleines Highlight sind die Lautsprecher von Harman/Kardon, die einen guten Klang aufweisen. Allerdings bleiben auch sie im Rahmen ihrer bauartbedingt recht geringen Abmessungen, der Begriff „guter Klang“ ist also relativ zu sehen. Bei der intensiven Hörprobe gefällt das schön durchzeichnete Klangbild im Bereich der Mitten und Höhen, ein echter Bassbereich fehlt aber natürlich komplett.
Kommunizieren kann der Besitzer des Toshiba Satellite M60-139 kabelgebunden mit einem 100-MBit-LAN-Port und dem obligatorischen Modem-Anschluss – das ist Standardausstattung. Auch bei der drahtlosen Kommunikation
Toshiba Satellite M60-139: Die Lautsprecher von Harman/Kardon klingen gut.
bietet das Satellite M60-139 nur Wireless LAN mit Unterstützung der Wireless-LAN-Standards 802.11b und g an, auf eine integrierte Bluetooth- und Infrarot-Unterstützung muss der Anwender leider verzichten. Das WLAN-Modul kann aber wenigstens schnell und bequem via Schiebeschalter an der rechten Geräteseite an- und abgeschaltet werden. Bei den Schnittstellen fällt der zukunftssichere ExpressCard-Slot positiv auf, die drei USB-2.0-Ports sind hingegen für ein 17-zölliges Multimedia-Notebook zu wenige an der Zahl. Da tröstet auch der 5in1-Kartenleser kaum, der Flashspeicher der Formate Memory Stick (MS), Memory Stick pro (MSP, Multimedia Card (MMC), Secure Digital (SD) und xD Picture Card (xD) verarbeiten kann.
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Kategorie: Multimedia-Notebooks ab 17 Zoll
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Multimedia-Notebooks ab 17 Zoll Toshiba Satellite M60-139