Toshiba Office-Kollegen haben in unserer Redaktion keine Seltenheit. Immer sind es grau-schwarze Notebooks, die nüchtern aber übersichtlich wirken. Die Multimedia oder gar Gaming-Modelle sind optisch auffälliger (Klavierlack, Hell-Dunkel Kontraste, etc.) und mit mehr Funktionen (Medien-Tasten, Anschlüsse, etc.) versehen.
Das überholte Design hat rundere Ecken sowie ein neues Display-Scharnier erhalten.
Office-Notebooks müssen etwas aushalten können. Unsanftes Anfassen an den vorderen Ecken, schnelles Auf- und Zuklappen des Deckels und hämmernde Bewegungen auf den Tasten. Der Pro A300 ist den Anforderungen des Alltags nur auf Seiten der
Tastatur nicht gewachsen. Das ist etwas, womit die Tester bei Toshiba Office-Notebooks nicht gerechnet haben.
Im mittleren Bereich gibt die Tastatur nach, es
federt und wippt bereits bei normalen Tastenschlägen. Nur bei einem sehr sanften Tippen können Vielschreiber dieses Problem umgehen. Diese Schwäche ist besonders schade, denn die Tasten haben einen sehr gut spürbaren
Druckpunkt. Der Hub ist für eine Notebook-Eingabe ungewöhnlich hoch und das ist sehr gut. Bastler können die Tastatur ausbauen und mit einer dünnen Unterlage (mittig) vom Klapper-Problem befreien.
Der Mauszeiger bewegt sich per Finger-Führung etwas holpernd über den Schirm. Die Zielgenauigkeit geht aber noch OK. Auch wenn nicht gekennzeichnet: das Touchpad hat eine
Scrollbar auf der rechten Seite.
Die großen, abgerundeten
Tasten des Mausersatzes sehen optisch ansprechend aus. Der Benutzer muss jedoch viel Kraft aufwenden. Der
starke Druckpunkt macht dauerhaft keinen Spaß (beide Tasten).
Das Pad selbst sitzt in einer deutlichen Mulde. Ob das stört ist Geschmacks bzw. Gewöhnungssache.
Nach den Kritikpunkten wollen die Tester aber auch das Lob nicht vergessen. Die
Handballenauflage ist sehr
stabil, selbst über dem CardReader (links). Selten erreicht: Der Streifen über der Schublade des optischen Laufwerks sitzt bombenfest. Er lässt sich keinen Millimeter nach unten drücken.
Auf der Unterseite können die Tester ihr Lob fortsetzen. An keiner Stelle können wir die Oberfläche eindrücken.
Das Scharnier bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit zum Ablegen von Stiften etc. Es hält die Anzeige in fast jedem Winkel stabil an ihrem Platz und ist dabei gerade so fest, dass das Chassis beim Öffnen nicht angehoben wird.
Der
Verschluss des Deckels muss ohne Riegel auskommen. Das funktioniert mehr schlecht als recht, denn es gibt keine deutlich spürbare mechanische oder magnetische Kraft, die den Deckel geschlossen hält. Beim Transport muss der Satellite Pro A300 Besitzer also aufpassen, dass keine
Gegenstände zwischen Chassis und Deckel rutschen. Im schlimmsten Fall kann dadurch das Panel zerstört werden.
Der Deckel selbst ist mittelmäßig verwindungssteif. Die Deckel-Oberfläche lässt sich nur bei starkem Druck einbiegen.