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TEST Toshiba Tecra A4
Business-Allrounder mit hellem Display
von Ronald Tiefenthäler am Do, 25.08.2005



Unser Fazit:
Das Toshiba Tecra A4 ist ein solides Business-Notebook. Das dezente Kunststoffgehäuse ist sauber verarbeitet und bietet einen guten Stabilitätseindruck. Die Tastatur gehört zu den

Bild: Notebookjournal.de/RT
Toshiba Tecra A4: Das helle Display ist ungleichmäßig ausgeleuchtet.
haptisch angenehmen Vertretern dieser Notebookklasse und überzeugt durch einen straffen und sauberen Druckpunkt. Die Tastenanordnung ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Das Touchpad reagiert präzise und lässt eine genaue Mausnavigation zu.

Die Leistung der Kernkomponenten reicht für übliche Büroanwendungen locker aus, kurze Ausflüge in Multimedia-Anwendungen und Spiele dürfen dank integrierter ATI Mobility Radeon X300 durchaus gewagt werden. Powergaming aktueller Spiele ist damit natürlich nicht drin, aber ohne Frage hat das Tecra A4 deutlich mehr Dampf als Modelle mit im Chipsatz integrierter Grafiklösung. Das 15,4-zöllige TruBrite-Display punktet mit einer hohen Grundhelligkeit im Netz- und Batteriebetrieb, ist aber inhomogen ausgeleuchtet. Farbbrillanz und der Kontrastumfang des Panels sind dagegen sehr gut.

Das Tecra A4 bietet dem Anwendender mit dem innovativen Toshiba EasyGuard-Konzept eine verbesserte Daten- und Systemsicherheit, leicht zu überwachende Netzwerkaktivität und eine unkomplizierte und intuitive Benutzerführung. Das

Bild: Notebookjournal.de/RT
Toshiba Tecra A4: Kein Designwunder, sondern pragmatische Schlichtheit.
Tecra A4 eignet sich so für gehobene Business- und Büroaufgaben.

Angesichts des recht hohen Preises von rund 1.350 Euro wird es das Tecra A4 in der Käufergunst aber schwer haben. Die Konkurrenz bietet zu diesem Preis besser ausgestattete Notebooks mit schnelleren Grafikkarten, größeren Massenspeichern und höher auflösenden Displays. Aber auch im eigenen Lager erwächst dem Tecra A4 Konkurrenz. Derzeit gibt es nämlich das Toshiba Satellite M 60-139 mit mehr RAM (1.024 MByte DDR2) und der Hochleistungsgrafikkarte ATI Mobility Radeon X700 für das gleiche Geld.

Stabiles Kunststoffgehäuse, angenehme Tastatur
Das Toshiba Tecra A4 wendet sich laut Hersteller an professionelle Anwender mit hohen multimedialen Ansprüchen. Damit möchte Toshiba eine breite Käufergruppe im kleinen bis mittleren Geschäftsumfeld ansprechen, deren zentrale

Bild: Notebookjournal.de/RT
Toshiba Tecra A4: Haptisch angenehme Tastatur, aber ungewohnt angeordnet.
Kaufkriterien für Notebooks bei einer hohen Qualität und umfassenden multimedialen Fähigkeiten zu einem günstigen Preis liegen. Diesem Anspruch wird Toshiba mit dem Tecra A4 aber nur bedingt gerecht. Das Tecra A4 muss sich in dieser Preisklasse mit günstigeren, aber zum Teil weitaus besser ausgestatteten Notebooks herumplagen. Sehen wir also, was das Tecra A4 dem entgegenzusetzen hat.

Bei den Eingabegeräten bietet das Tecra A4 eine straffe Tastatur mit einem angenehmen Tastenanschlag, die aber nicht dem Standardlayout entspricht. Die schmale, umbaute Enter-Taste und die arg klein geratene Leertaste sind nichts für Schnellschreiber. Auch die an den oberen rechten Rand verbannten Windows-Tasten und die Menü-Taste verwirren ein wenig. Den schnellen Zugriff, den sie ja eigentlich unterstützen sollen, ermöglichen sie nach unserer Meinung definitiv nicht. Das Touchpad gehört zu den schlichten Vertretern seiner Art, insbesondere beim Scrollen wünscht man sich eine zusätzliche Lösung in Form integrierter Scrollbalken. Vieltipper werden es zu schätzen wissen: Per

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Toshiba Tecra A4: Auch ein schöner Rücken kann entzücken...
Funktionstasten-Kombination lässt sich das Touchpad deaktivieren. Das Pad selbst arbeitet sehr exakt und feinfühlig und lässt eine saubere und genaue Mausnavigation zu. Die kurzhubigen Touchpad-Tasten sind angenehm leichtgängig, aber beim Klickgeräusch etwas laut. Der Rahmen um das Touchpad bietet zwar einerseits eine gute taktile Abgrenzung der Padfläche, andererseits können zartere Hände die Rahmenkanten aber durchaus als scharfkantig empfinden.

Das Design des Notebooks selbst ist relativ bieder, aber funktional. Damit meinen wir aber nicht stillos; es gibt halt einfach wenig Schmuckelemente, die das Design aufpeppen. Der farbliche Grundton ist eine Art grün-/blaustichiges Silber, das gepaart mit den vorherrschenden Schwarztönen zwar kein „Eye-Catcher“ ist, aber in der Businessklasse sicher eine gute Figur macht. Die

Bild: Notebookjournal.de/RT
Toshiba Tecra A4: Cardreader, Audio-Steuerung und WLAN-Schalter in der Front.
Verarbeitungsqualität des Tecra A4 bewegt sich trotz Kunststoffchassis auf hohem Niveau, die Verwindungssteifigkeit und die Scharnierfestigkeit kann trotz des moderaten Gewichts von 2,85 Kilogramm als stabil und durchweg befriedigend angesehen werden. Knarzgeräusche bleiben zwar nicht aus, sind aber glücklicherweise eher selten zu hören.

Bedienungsfreundlich sind an der Frontseite die beiden Audioanschlüsse, ein Drehpotentiometer zur stufenlosen Lautstärkeregulierung und ein separater Mini-Schiebeschalter für das bequeme und schnelle An- und Abschalten von Wireless LAN (WLAN) angeordnet. Der integrierte Cardreader, mit dem populäre SD- (Secure Digital), SM- (SmartMedia), MS-/MS Pro- (Memory Stick/Memory Stick Pro), MMC- (MultiMedia Card) und xD-Speicherkarten (xD-Picture Card) verarbeitet werden können, befindet sich ebenfalls an der Frontseite und hält sich elegant hinter einer Schiebeabdeckung versteckt.

Schnelle Kernkomponenten meistern alle Büroaufgaben
Als technologische Eckpfeiler des Tecra A4 fungiert Intels Centrino-Mobiltechnologie der neuesten Generation. Herz des Notebooks ist ein Intel Pentium M 750 mit 1,86 GHz Taktung und 533 MHz schnellem Front Side Bus. Der Arbeitsspeicher mit einer Kapazität von 512 MByte lässt sich ohne großen

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Toshiba Tecra A4: Der Lüfter bläst die Abluft zur linken Hand - ungünstig.

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Toshiba Tecra A4: Man erkennt deutlich die Spiegelungen des Displays.
Aufwand schnell bis auf maximal 2 GByte aufrüsten, da sich ein freier Speicherslot leicht zugänglich an der Geräteunterseite hinter einer abschraubbaren Abdeckung befindet. Selbst für anspruchsvolle Office-Jobs ist das Tecra A4 aber bereits ab Werk absolut ausreichend gerüstet. Praktisch jede handelsübliche Software sollte der Anwender mit dem Tecra A4 souverän handhaben können. Toshiba installiert DDR2-400-RAM im Single-Channel-Modus, der Chipsatz erlaubt aber auch DDR2-533-RAM im Dual-Channel-Modus mit doppelter Bandbreite der Speicheranbindung. Wer also nach dem Kauf noch etwas an Performance herauskitzeln möchte, kann beim Speicher ruhig selber tunen.

Die X300-Grafik des Tecra A4 reicht aus, um entspannt in Anwendungen mit hoher Grafiklast zu arbeiten. Aber auch ältere Ego-Shooter oder Strategiespiele lassen sich damit halbwegs flüssig spielen. Natürlich wird das für Business-Kunden konzipierte Gerät damit nicht zum

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Toshiba Tecra A4: Die langsame 4.200er Festplatte bremst das System aus.
Gamer-Notebook, dazu ist die 3D-Performance der X300 viel zu niedrig. Kommodes Spielen ist bei den ATI-Grafikchips erst ab einer Mobility Radeon X600/X700 möglich. Die ATI Mobility Radeon X300 bringt im Futuremarks 3DMark03 nur 1.597 Punkte. Ein großer Vorteil des eingangs bereits erwähnten Toshiba Satellite M 60-139, das gleich ab Werk eine ATI Mobility Radeon X700 zum ausgiebigen Spielen drin hat.

Wer oft viele Geschäftsdaten auf der Festplatte hin und her kopieren muss, sollte sich auf Wartezeiten einstellen. Zwar liefert SiSofts Sandra für die Hitachi/IBM Travelstar 80GN einen Drive-Index von 14.073 kB/s, unsere Praxisüberprüfung mit dem Kopieren des rund 4,36 GByte großen Datenmixes bescheinigt dem mit 4.200 U/min rotierenden Laufwerk nur schlappe rund 5 MByte/s. Auf diese Datentransferleistung kommt fast auch der integrierte 8fache DVD-Brenner von Matshita. Das UJ-830S transferiert unseren DVD-Datenmix (4,36 GByte) mit im Vergleich zur Festplatte fast gleichwertigen 4,4 MByte/s.

Trotz des 1,86 GHz starken Prozessors agiert das Tecra A4 in thermischer Hinsicht recht rücksichtsvoll. Der Lüfter des Tecra A4 ist bei anspruchsvollen Arbeiten in Office- und Bildverarbeitungsprogrammen bei 22 Grad

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Toshiba Tecra A4: Ein Anschluss für Docking Stations findet sich am Boden.

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Toshiba Tecra A4: Toshiba verwendet den langsameren 400er DDR2-RAM.
Umgebungslufttemperatur zwar oft in Betrieb, bietet aber gegenüber Konkurrenzmodellen zwei wesentliche Vorteile. Erstens bleibt das Gerät auch bei grafikintensiven Anwendungen recht kühl und zweitens hat der Lüfter ein vergleichsweise angenehmes Laufgeräusch. Relativ dumpf und präsent, aber lange nicht so aufdringlich, wie das schrille Gekreische mancher anderer Notebooks. Daran kann man sich recht leicht gewöhnen, das Betriebsgeräusch sollte im täglichen Bürobetrieb nicht sonderlich stören. Eine deutliche Temperaturzunahme an der Geräteoberseite haben wir lediglich im Bereich des Touchpads und dem mittleren Tastaturbereich festgestellt.

Helles, aber inhomogen ausgeleuchtetes Display
Das Tecra A4 integriert ein helles 15,4-Zoll-Display, das im WXGA-Breitbildformat 1.280 x 800 Bildpunkte darstellen kann. Das TruBrite-Display unseres Testnotebooks konnte zwar nicht mit hoher Auflösung brillieren, platzierte sich aber mit 163,9 (Netzbetrieb) und gar 165,5 Candela pro Quadratmeter (cd/m², Akkubetrieb) in der 9-Felder-Leuchtdichemessung im Spitzenfeld seiner Klasse. Leider ist die Helligkeitsverteilung selbst weniger gut: Der mittlere zentrale Sektor ist um 34,5 Prozent heller, als der

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Toshiba Tecra A4: Guter Kontrast und hohe Leuchtkraft zeichnen das A4 aus.
sich links anschließende Außensektor. Die recht hohe Leuchtdichte im zentralen Bereich des LCDs lässt beim subjektiven Betrachten eine deutlich sichtbare Abdunklung des Displays zu den Ecken und Rändern der Anzeigefläche hin erkennen. Das TruBrite-Display wirkt dadurch fleckig und schmälert das positive Betrachtungserlebnis bei der Farbbrillanz. Beim Betrachten der Referenzfotos gibt es hingegen gute Noten für Kontrastumfang und Farbneutralität des Tecra-A4-Displays.

Der Besitzer des Tecra A4 muss bei der Akkulaufzeit Abstriche hinnehmen, will er die Vorzüge des hellen Displays und der starken Kernkomponenten voll nutzen,. Nach 2 Stunden und 4 Minuten ist der Akkustrom verbraucht. Einen ganzen Arbeitstag abseits der Steckdose kann man damit natürlich nicht überbrücken, für die Anreise zum nächsten nicht allzu weit entfernten Geschäftstermin reicht es aber aus. Bedenkt man, dass unsere Batterietest unter Abschaltung sämtlicher Stromsparmaßnahmen erfolgt, lässt sich sicherlich eine längere Akkulaufzeit durch intelligenten Einsatz des Toshiba Power Saver erreichen. Dieser erlaubt weiter gehende Einstellungen als die Windows-Energieoptionen und ermöglicht die Definition eigener Profile.




 


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Kategorie:
Office-Notebooks

Testergebnis
Office-Notebooks
Toshiba Tecra A4
gut
Test vom 01.07.2006



PRO KONTRA

solides Gehäuse
haptisch angenehme Tastatur
exaktes & abschaltbares Touchpad
helles Display mit gutem Kontrast
An-/Aus-Schiebeschalter für WLAN
Lüfterverhalten auch bei Volllast angenehm
vereinfachte Bedienung und erhöhte Systemsicherheit dank EasyGuard
LCD-Deckel lässt sich leicht druchdrücken
Tastatur hat kein Standardlayout
Touchpad-Tasten laut
langsame Festplatte
nur 2 Stunden Akkulaufzeit
inhomogen ausgeleuchtetes Display



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