ANGEFASST
Microsoft Surface Pro
Hoffnungsträger – Microsoft Surface Pro mit Windows 8 Pro

Hands-On Microsoft Surface Pro Microsoft hat auf seiner Pressekonferenz mit dem Motto „The Human Touch“ das Surface Pro Tablet mit Windows 8 Pro offiziell für Deutschland vorgestellt. Ein genaues Veröffentlichungsdatum nannte der Hersteller nicht. Irgendwann im 2. Quartal 2013 soll es soweit sein. Auch beim Preis hält sich Microsoft bedeckt, verspricht aber einen fairen Umrechnungskurs. In den USA kostet das Surface Pro mit 64 GB Speicher knapp 900 Dollar, die Version mit 128 GB Speicher knapp 1000 Dollar.

Bild: notebookjournal.de Unter dem Motto „The Human Touch“ standen vor allem Tablets im Mittelpunkt. Die Redmonder kündigten dabei auch das Microsoft Surface Pro Tablet für Deutschland an.
Als erstes fällt beim Surface Pro der helle und kontrastreiche 10,6 Zoll große Bildschirm auf. Er bietet Full HD mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Das ist eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem Surface mit Windows RT, das nur 1366 x 768 Pixel darstellen kann.

Bild: notebookjournal.de Auf der Pressekonferenz waren neben Microsofts Surface Pro auch etliche andere Tablets ein Thema.
Dank IPS-Technologie lässt sich der Bildschirminhalt aus allen Blickwinkeln gut ablesen, Farben sehen nicht verfälscht aus. Ein Nachteil der hohen Auflösung ist allerdings die Navigation von Windows 8 Pro in der Desktop-Ansicht. Man muss beispielsweise in den Einträgen der Systemsteuerung schon sehr genau tippen, um die gewünschte Registerkarte aufzurufen.
Aussehen und Verarbeitung Die Haptik des Tablets gefällt, es fühlt sich gut verarbeitet an. Auffällig ist die Dicke des Gerätes, die größer als bei herkömmlichen Tablets ausfällt. Auch das Gewicht ist recht hoch, Microsoft gibt 903 g an. Das Microsoft Surface RT wiegt mit rund 700 g deutlich weniger, gehört aber auch nicht zu den leichtesten Tablets auf dem Markt. Das Gewicht verteilt sich beim Surface Pro recht gut, es wirkt somit etwas leichter, als es die reine Zahl vermuten lässt. Bedienelemente wie die Lautsprecherwippe lassen sich hervorragend bedienen.
Ein aktiver Stylus gehört beim Microsoft Surface Pro zum Lieferumfang. Ein nettes Detail ist die blaue Spitze des schwarzen Stiftes. Eine Stifthalterung besitzt das Tablet nicht, stattdessen hält ihn ein Magnet rechts am Gehäuse. Pfiffig: Sobald das Tablet erkennt, dass der Anwender mit dem Stift arbeitet, wird die Touchbedienung automatisch abgeschaltet. Dadurch lässt sich der Bildschirm als Handballenauflage verwenden und es kommt zu keinen unabsichtlichen Fehleingaben. Die Verarbeitung des Stiftes macht einen ordentlichen Eindruck. Eingaben werden präzise umgesetzt. Ein Taster auf der Vorderseite des Stiftes löst den rechten Mausklick aus.
Klappe und Schutzhüllen-Tastatur Über eine Klappe an der Rückseite lässt sich das Surface Pro sicher aufstellen. Optional lässt sich eine Hülle mit eingebauter Tastatur erwerben. Zusammen mit dem Ständer erhält man somit eine Art Notebook. Diese Schutzhüllen-Tastatur gibt es in zwei Ausführungen. Sie sind identisch mit jenen für das Microsoft Surface RT. Die Version mit „echten“ Tasten kostet 130 Euro und wiegt rund 250 g, die Touch-Tastatur kostet 120 Euro und wiegt laut Herstellerangabe weniger als 200 g. Das Touch-Cover ist nicht nur leichter, sondern auch fast halb so flach. Die Kombination aus Tastatur und Cover eignet sich somit vorwiegend für Anwender, die unterwegs nicht allzu viel Tippen müssen. Vielschreiber greifen wohl eher zu der Variante mit mechanischen Tasten.

Bild: notebookjournal.de Das Microsoft Surface Pro lässt sich über eine Klappe auf der Rückseite gut und sicher aufstellen.
Die mechanischen Tasten haben einen kurzen Hub und einen spürbaren, aber nicht besonders ausgeprägten Druckpunkt. Die Tasten sind flach und quadratisch, die Abstände zwischen ihnen sehr gering. Beim Erstversuch gab es Vertipper, nach kurzer Eingewöhnung ließ es sich aber gut auf der Tastatur schreiben. Auf jeden Fall schneller und sicherer als mit der Touch-Tastatur, bei der man auf Hub und Druckpunkt gänzlich verzichten muss. Beide Schutzhüllen-Tastaturen werden magnetisch mit dem Tablet verbunden.
Schnittstellen und Ausstattung Die Schnittstellen-Ausstattung des Surface Pro liegt deutlich über dem Tablet-Standard. Neben einem Audio-Port verbaut Microsoft im Surface Pro einen Mini-DisplayPort und eine USB-3.0-Schnittstelle. Hinzu gesellt sich ein microSD-Kartenleser.
Der Klang der eingebauten Stereolautsprecher lässt sich auf der CeBit durch die Umgebungslautstärke nicht zuverlässig testen. Zudem war die Lautstärke der eingebauten Klanggeber deutlich zu leise.
Gespart hat Microsoft an der rückwärtigen Kamera. Sie löst wie die Webcam vorne nur 720p mit 1280 x 768 Pixeln auf. Für Videochats reicht das, für Fotos ist die Auflösung unzeitgemäß gering. Zudem ist das Bildrauschen in der nativen Auflösung sehr stark.
An Sensoren hat das Surface Pro alles, was man von einem Tablet erwartet: Umgebungslichtsensor, digitaler Kompass, Beschleunigungssensor und Gyroscop. Allerdings muss man auf GPS verzichten, auf UMTS und LTE ebenfalls. Microsoft hat in Richtung Funkmodul auch nichts angekündigt.
An Konnektivität stehen damit nur Bluetooth 4.0 und WLAN 802.11 (a/b/g/n) zur Verfügung.
Leistung Im Vergleich zu Tablets mit Windows 8 Pro und Intels Atom-Prozessor arbeitet Microsofts Surface Pro deutlich schneller. Im Inneren setzt Microsoft den Intel Core i5 3317U ein. Die Grafikausgabe übernimmt die Intel HD Graphics 4000. Der Arbeitsspeicher fällt mit 4 GB für diese Geräteklasse üppig aus. Im Prinzip hat Microsoft die Technik eines aktuellen Ultrabooks in Tablet-Form gegossen. Damit reicht die Geschwindigkeit für alle üblichen Anwendungen aus, lediglich 3D-Spiele überfordern die Hardware.
Der eingebauten Technik ist es auch geschuldet, dass das Surface Pro einen Lüfter benötigt. Das ist bei Tablets unüblich und wir sind bei einem Test gespannt, wie Hitze- und Geräuschentwicklung in der Praxis ausfallen. Ebenfalls einem ausführlicherem Test vorbehalten bleibt die Akkuleistung. Die soll für rund 4 Stunden reichen und wäre damit für ein Tablet deutlich zu niedrig.
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