Das kleine 12-zöllige LCD des Zepto Znote SL120 enttäuscht. Zum einen bietet es eine für diese Geräteklasse nur durchschnittliche Auflösung von 1.024 x 768 Bildpunkten im
XGA-Format an, zum anderen ist die Grundhelligkeit des LCDs mit gemessenen knapp 88 cd/m² als sehr gering einzustufen. Vom subjektiven Bildeindruck her wies zumindest unser Testgerät einen deutlichen Farbstich zur Farbe Rot hin auf. Die Referenzportraitfotos weisen allesamt eine rötlich/rosa Färbung auf. Die Hauttöne erscheinen unnatürlich verstärkt („schweinchenrosa“), auch der Graukeil wird deutlich eingefärbt wiedergegeben. Bei den Bewertungspunkten Farbbrillanz und Farbkontrast können die Tester dem Zepto Znote SL120 ebenfalls nur ausreichende Noten ausstellen - die Referenzfotos wirken sehr flau.
Die Helligkeitsverteilung im Messlabor ist ebenfalls recht unausgewogen. Via 9-Zonen-Leuchtdichtemessung ermitteln wir im Netzbetrieb einen Helligkeitsunterschied zwischen der
hellsten Zone (99,6 cd/m², unteres mittleres Messsegment) und dem dunkelsten Bereich (73,5 cd/m², linkes mittleres Bildsegment) von rund 32 Prozent. Im Akkubetrieb sind es mit gerundeten 36 Prozent sogar noch etwas mehr. Der gemessene Helligkeitsunterschied macht sich auch beim subjektiven Betrachten des LCDs als fleckiger Bildeindruck bemerkbar. Die Hintergrundbeleuchtung bildet sich bei dunklen oder schwarzen Hintergründen ebenfalls deutlich sichtbar ab. Die vertikale und horizontale Blickwinkelabhängigkeit stufen die Tester ebenfalls als hoch ein. Eine Beurteilung der Kontraste von Fotos, die beispielsweise mit der digitalen Fotokamera aufgenommen wurden, wird dadurch sehr schwer bis unmöglich.
Bei der Kommunikations- und Schnittstellenausstattung bietet das Zepto Znote SL120 für drahtlose Kommunikation eine zuverlässige Wireless-LAN-Verbindung an. Damit kann der Anwender mit bis zu 54 MBit/s nach dem schnellen IEEE802.11b/g-Standard kommunizieren. Für kabelgebundene
Netzwerke offeriert das Znote SL120 einen 100 MBit schnellen LAN-Port und einen standardisierten 56K-Modem-Anschluss. Eine Infrarot-Schnittstelle hilft beim drahtlosen Datenaustausch mit dem Handy oder PDA, auf eine moderne Bluetooth-Unterstützung muss der Anwender aber verzichten. Der Firewire-Anschluss fehlt ebenfalls. Dafür gibt es drei (!) USB-2.0-Schnittstellen, einen VGA-Anschluss, je eine LAN- und eine Modemschnittstelle sowie die obligatorischen Kopfhörer- und Mikrofonanschlüsse. Abgerundet wird das Anschlusssegment durch einen Kartenleser, der Speicherkarten im SecureDigital-Format verarbeiten kann, und einen Slot für PCMCIA-Karten.